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Band 4

Augenblicke des Bösen

Aus der Reihe Eric Teubner
15

20,99 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

16.01.2025

Verlag

BoD – Books on Demand

Seitenzahl

604

Maße (L/B/H)

21/14,8/4,2 cm

Gewicht

864 g

Auflage

2. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-7693-1273-7

Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

16.01.2025

Verlag

BoD – Books on Demand

Seitenzahl

604

Maße (L/B/H)

21/14,8/4,2 cm

Gewicht

864 g

Auflage

2. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-7693-1273-7

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  • Ilses Lesetipps

    aus Wien

    5/5

    30.04.2025

    Buch (Taschenbuch)

    Abgründe der menschlichen Seele

    „Augenblicke des Bösen“ von Bernd Richard Knospe ist bereits der vierte Band mit Eric Teubner-als Protagonist, meiner Meinung nach der psychisch aufwühlendste Thriller der Reihe, teilweise nichts für Zartbesaitete. Worum geht es? Eric Teubner wird von der Enkelin eines Skandal-Filmregisseurs engagiert, um dessen Biografie zu verfassen – die Beschäftigung mit dessen Werk, ziemlich verstörenden Filmen, entpuppt sich als eine Aufgabe, die ihn an seine Grenzen treibt. Nach dem tödlichen Unfall ihres Gatten findet die Witwe eigenartige Fotos ihres Mannes mit einer fremden Frau. Sie beauftragt einen Privatdetektiv mit der Aufklärung. Die Recherchen entwickeln sich zu einer tödlichen Gefahr für die Familie. Zwei Geschichten, die scheinbar nichts miteinander zu tun haben … Der (vermutlich alte) Mann auf dem Cover strahlt Einsamkeit aus, wie er da in dieser düsteren Atmosphäre sich Filme ansieht. Auf den Titel bezogen, sind es wohl Filme, die Augenblicke des Bösen wiedergeben. Das Buch erschien 2024, die Handlung spielt in der Gegenwart. Unterteilt ist der rund 600 Seiten umfassende Roman in 24 Kapitel mit Überschriften, ohne Orts- oder Zeitangaben. Der Schreibstil ist flüssig, bildhaft und packend. Emotionen und Stimmungen springen ausdrucksstark auf einen als Leser über. Die stetigen Perspektiven- und Ortswechsel gestalten die Handlung abwechslungs- und temporeich. Insbesondere regen häufige Cliffhanger zum Weiterlesen an. Eric Teubner bildet die Zentralfigur dieser Reihe. Was ihn anbelangt, so knüpft die Handlung an den Vorgängerband an, doch ist der Roman auch ohne Kenntnis der anderen Romane problemlos verständlich, weil sowohl die Protagonisten als auch deren Vorleben soweit erforderlich beschrieben werden. Die beiden Handlungsstränge entwickeln sich über einige Kapitel parallel, völlig unabhängig voneinander. Man lernt die Protagonisten und deren Lebenssituation kennen. Zwar ist zu erahnen, dass es irgendwann eine Verbindung geben muss, aber es dauert, bis die ersten Zusammenhänge aufploppen. Dem komplexen Handlungsverlauf zu folgen, erfordert ein gewisses Ausmaß an Konzentration und Ausdauer. Dieser Roman ist eindeutig keine Lektüre für zwischendurch. Die Spannung hält sich stets auf hohem Niveau, da einerseits ein Mörder weitere Opfer im Visier hat, andererseits Teubner bei Durchsicht des Filmwerks auf verstörende Inhalte stößt. Mich fesselte vor allem jener Teil, wo es um die Suche nach jener mysteriösen Frau auf dem Foto geht. Eine Suche, die sich immer mehr zu einer Gefahr für die Ermittler, die Witwe und deren Familie entwickelt. Die andere Plotlinie, mit den (wenn auch glücklicherweise nicht bis ins kleinste Detail beschriebenen, dennoch aber beklemmenden) Filmszenen, mochte ich eben wegen dieser abstoßenden Szenen weniger. Obwohl sowohl die Recherchen der Privatermittler einerseits, als auch jene von Teubner andererseits immer mehr Informationen liefern, gelingt es erst nach Verfolgung etlicher falscher Spuren sowie einiger unerwarteten Wendungen in einem dramatischen Finale, den Mörder zu fassen, dessen Motivation zu erkennen. Auch Teubners Suche ist erfolgreich, gewissermaßen ebenfalls überraschend. Die beiden Handlungsstränge verknüpfen sich zufriedenstellend. Und das versöhnliche Ende lässt einen letztlich nach all dem Bösen und Grauen das Buch mit dem Hoffnungsschimmer schließen, dass der nächste Band den Protagonisten ein besseres Leben bescheren wird. Abgesehen davon, dass der Autor im Zusammenhang mit den skandalösen Filmen thematisch die Frage in den Raum stellt, „wie weit Kunst gehen darf und ab wann Kunst in Regionen vordringt, die jenseits der Grenzwertigkeit liegen“ (Zitat des Autors), liegt sein Schwerpunkt neben einer komplex aufgebauten Handlung vor allem in der facettenreichen Ausarbeitung der Charaktere. Seine Figuren wirken durch ihre Ecken und Kanten, Eigenheiten und Laster sehr authentisch, teils auch nicht überaus sympathisch. Sie sind geprägt durch Herkunft, drastische Erlebnisse und ihr Umfeld. Doch die Menschen entwickeln sich im Laufe der Handlung weiter. In unerwarteter Art und Weise, überrascht muss man das Bild, das man sich von der Person gemacht hat, revidieren. So mancher scheinbare Bösewicht offenbart letztlich positive Wesenszüge. Neben Teubner ist vor allem die Privatdetektivin Anna eine tragende Figur. Sie war meine Lieblingsfigur in diesem Roman. Ihre Stärke, ihre Hartnäckigkeit und Zielstrebigkeit sind beeindruckend. Sie gibt nie auf. Ja, das Buch beinhaltet Augenblicke des Bösen, Szenen, bei denen ich mich nicht wohl fühlte, aber in seiner Gesamtheit bot der Roman packende Spannung, überraschende Wendungen und faszinierende Charaktere. Ich möchte aber nicht nur diesen Band empfehlen, denn man sollte alle gelesen haben. Ich freue mich jetzt schon auf die Fortsetzung.

  • haberlei

    aus Wien

    5/5

    05.04.2025

    Buch (Taschenbuch)

    Abgründe der menschlichen…

    Abgründe der menschlichen Seele „Augenblicke des Bösen“ von Bernd Richard Knospe ist bereits der vierte Band mit Eric Teubner-als Protagonist, meiner Meinung nach der psychisch aufwühlendste Thriller der Reihe, teilweise nichts für Zartbesaitete. Worum geht es? Eric Teubner wird von der Enkelin eines Skandal-Filmregisseurs engagiert, um dessen Biografie zu verfassen – die Beschäftigung mit dessen Werk, ziemlich verstörenden Filmen, entpuppt sich als eine Aufgabe, die ihn an seine Grenzen treibt. Nach dem tödlichen Unfall ihres Gatten findet die Witwe eigenartige Fotos ihres Mannes mit einer fremden Frau. Sie beauftragt einen Privatdetektiv mit der Aufklärung. Die Recherchen entwickeln sich zu einer tödlichen Gefahr für die Familie. Zwei Geschichten, die scheinbar nichts miteinander zu tun haben … Der (vermutlich alte) Mann auf dem Cover strahlt Einsamkeit aus, wie er da in dieser düsteren Atmosphäre sich Filme ansieht. Auf den Titel bezogen, sind es wohl Filme, die Augenblicke des Bösen wiedergeben. Das Buch erschien 2024, die Handlung spielt in der Gegenwart. Unterteilt ist der rund 600 Seiten umfassende Roman in 24 Kapitel mit Überschriften, ohne Orts- oder Zeitangaben. Der Schreibstil ist flüssig, bildhaft und packend. Emotionen und Stimmungen springen ausdrucksstark auf einen als Leser über. Die stetigen Perspektiven- und Ortswechsel gestalten die Handlung abwechslungs- und temporeich. Insbesondere regen häufige Cliffhanger zum Weiterlesen an. Eric Teubner bildet die Zentralfigur dieser Reihe. Was ihn anbelangt, so knüpft die Handlung an den Vorgängerband an, doch ist der Roman auch ohne Kenntnis der anderen Romane problemlos verständlich, weil sowohl die Protagonisten als auch deren Vorleben soweit erforderlich beschrieben werden. Die beiden Handlungsstränge entwickeln sich über einige Kapitel parallel, völlig unabhängig voneinander. Man lernt die Protagonisten und deren Lebenssituation kennen. Zwar ist zu erahnen, dass es irgendwann eine Verbindung geben muss, aber es dauert, bis die ersten Zusammenhänge aufploppen. Dem komplexen Handlungsverlauf zu folgen, erfordert ein gewisses Ausmaß an Konzentration und Ausdauer. Dieser Roman ist eindeutig keine Lektüre für zwischendurch. Die Spannung hält sich stets auf hohem Niveau, da einerseits ein Mörder weitere Opfer im Visier hat, andererseits Teubner bei Durchsicht des Filmwerks auf verstörende Inhalte stößt. Mich fesselte vor allem jener Teil, wo es um die Suche nach jener mysteriösen Frau auf dem Foto geht. Eine Suche, die sich immer mehr zu einer Gefahr für die Ermittler, die Witwe und deren Familie entwickelt. Die andere Plotlinie, mit den (wenn auch glücklicherweise nicht bis ins kleinste Detail beschriebenen, dennoch aber beklemmenden) Filmszenen, mochte ich eben wegen dieser abstoßenden Szenen weniger. Obwohl sowohl die Recherchen der Privatermittler einerseits, als auch jene von Teubner andererseits immer mehr Informationen liefern, gelingt es erst nach Verfolgung etlicher falscher Spuren sowie einiger unerwarteten Wendungen in einem dramatischen Finale, den Mörder zu fassen, dessen Motivation zu erkennen. Auch Teubners Suche ist erfolgreich, gewissermaßen ebenfalls überraschend. Die beiden Handlungsstränge verknüpfen sich zufriedenstellend. Und das versöhnliche Ende lässt einen letztlich nach all dem Bösen und Grauen das Buch mit dem Hoffnungsschimmer schließen, dass der nächste Band den Protagonisten ein besseres Leben bescheren wird. Abgesehen davon, dass der Autor im Zusammenhang mit den skandalösen Filmen thematisch die Frage in den Raum stellt, „wie weit Kunst gehen darf und ab wann Kunst in Regionen vordringt, die jenseits der Grenzwertigkeit liegen“ (Zitat des Autors), liegt sein Schwerpunkt neben einer komplex aufgebauten Handlung vor allem in der facettenreichen Ausarbeitung der Charaktere. Seine Figuren wirken durch ihre Ecken und Kanten, Eigenheiten und Laster sehr authentisch, teils auch nicht überaus sympathisch. Sie sind geprägt durch Herkunft, drastische Erlebnisse und ihr Umfeld. Doch die Menschen entwickeln sich im Laufe der Handlung weiter. In unerwarteter Art und Weise, überrascht muss man das Bild, das man sich von der Person gemacht hat, revidieren. So mancher scheinbare Bösewicht offenbart letztlich positive Wesenszüge. Neben Teubner ist vor allem die Privatdetektivin Anna eine tragende Figur. Sie war meine Lieblingsfigur in diesem Roman. Ihre Stärke, ihre Hartnäckigkeit und Zielstrebigkeit sind beeindruckend. Sie gibt nie auf. Ja, das Buch beinhaltet Augenblicke des Bösen, Szenen, bei denen ich mich nicht wohl fühlte, aber in seiner Gesamtheit bot der Roman packende Spannung, überraschende Wendungen und faszinierende Charaktere. Ich möchte aber nicht nur diesen Band empfehlen, denn man sollte alle gelesen haben. Ich freue mich jetzt schon auf die Fortsetzung.

  • Bewertung

    aus Elz

    5/5

    08.03.2025

    Buch (Taschenbuch)

    Rezension zu „Augenblicke des Bösen“ – Fesselnder Thriller mit psychologischer Tiefe

    Mit Augenblicke des Bösen setzt Bernd Richard Knospe seine spannende Eric-Teubner-Reihe fort und liefert erneut einen Thriller, der unter die Haut geht. Der vierte Band überzeugt mit einer vielschichtigen Handlung, tiefgehender Charakterzeichnung und einer konstanten Spannung, die den Leser bis zur letzten Seite fesselt. Atmosphärischer Einstieg und raffinierter Erzählstil Schon der Prolog zieht den Leser in eine düstere Welt voller Abgründe und unerwarteter Wendungen. Knospe versteht es, mit detaillierten Beschreibungen eine beklemmende Atmosphäre zu schaffen, die sich durch das gesamte Buch zieht. Besonders beeindruckend ist sein Schreibstil: Er erzählt präzise und schnörkellos, lässt dabei aber genügend Raum für psychologische Nuancen und subtile Hinweise, die nach und nach ein größeres Gesamtbild ergeben. Komplexe Handlung mit packendem Spannungsbogen Die Geschichte entfaltet sich in mehreren Strängen, die sich zunehmend verdichten und am Ende in einem packenden Finale zusammenlaufen. Dabei gelingt es Knospe, immer wieder neue überraschende Wendungen einzubauen, die den Leser in Atem halten. Die psychologische Komponente spielt eine zentrale Rolle – nicht nur in Bezug auf die Hauptfiguren, sondern auch in der Darstellung von Schuld, Macht und Manipulation. Charaktere mit Tiefe und Ambivalenz Ein großer Pluspunkt des Buches sind die facettenreich gezeichneten Charaktere. Besonders Protagonist Eric Teubner zeigt eine enorme Entwicklung, die ihn greifbar und authentisch macht. Doch auch die Nebenfiguren sind keineswegs eindimensional. Viele bewegen sich in moralischen Grauzonen, was sie besonders spannend macht. Manchmal stellt man sich als Leser selbst die Frage, auf wessen Seite man eigentlich steht. Düstere Grundstimmung und anspruchsvolle Themen Wie schon in den vorherigen Bänden spart Knospe nicht mit gesellschaftskritischen Untertönen. Er beleuchtet dunkle menschliche Abgründe und schreckt nicht davor zurück, schwierige Themen anzusprechen. Dies verleiht dem Thriller eine zusätzliche Tiefe, die über reine Unterhaltung hinausgeht. Gleichzeitig sorgt der gut durchdachte Spannungsaufbau dafür, dass man das Buch kaum aus der Hand legen kann. Fazit: Hochspannend und fesselnd bis zur letzten Seite Mit Augenblicke des Bösen gelingt Bernd Richard Knospe ein Thriller, der nicht nur mit einem cleveren Plot überzeugt, sondern auch mit seinen tiefgehenden Charakteren und der düsteren Atmosphäre. Wer psychologisch raffinierte Spannung liebt und gerne miträtselt, wird hier voll auf seine Kosten kommen. Besonders das packende Finale macht neugierig auf den nächsten Teil der Reihe, aber bis es soweit ist kann ich mit den vorherigen Bänden weitermachen.

  • Bewertung

    aus Wertingen

    5/5

    09.02.2025

    Buch (Taschenbuch)

    Augenblicke des Bösen

    Ich bin ein riesengroßer Fan des Autors Knospe, denn seine Thriller lassen den Leser das Armen vergessen. Keiner wie er kann uns in die Tiefe der menschlichen Seele blicken lassen, voller Grauen, wie man es sich schlimmer gar nicht mehr vorstellen kann und dennoch geht es immer fürchterlicher und absonderlicher. Kathrin Claussens Mann ist tödlich verunglückt. Die beiden führen eine Bilderbuchehe. Doch als sie den Nachlaß ihres Mannes ordnen will, stößt sie auf einen Stick mit sehr eindeutigen, provokanten Bildern, Ihr Mann hängt einer jungen nackten Frau eine Kette über. Sie beauftragt einen Privatdetektiv und die Spur führt bis nach Tschechien. Doch dann geschehen weitere erschreckenden Vorfälle, irgendjemand hat es auf die gesamte Familie Claussen abgesehen. In einem anderen Handlungsstrang wird der Schriftsteller Eric Teubner von einer jungen Frau beauftragt, über ihren Großvater, den exzentrischen und sich über alle Grenzen hinwegsetzenden Filmemacher Jonathan Simon ein Buch zu schreiben. Teubner, der dem Alkohol mehr als zuspricht, nimmt nach einigem Zögern den Auftrag an und gerät in einen Strudel von abscheulichen und abstoßenden Geschehnissen. Die Filme brechen jedes Tabu und man kann sich nicht vorstellen, wer sich für solche Aufnahmen zur Verfügung stellt und wer solche Filme betrachtet. Nach und nach verbinden sich die beiden Handlungsstränge und eine Spur des Grauens zieht sich durch das Buch. Der Autor hat eine sehr beeindruckende Schreibweise, seine Kapitel beendet er jeweils mit einem Pageturner und wenn man meint, die abscheulichen Szenen können nicht mehr schlimmer werden, werden uns noch weitaus abstoßendere Praktiken vorgeführt. Die 600 Seiten sind auf keiner einzigen Seite langweilig, man fliegt durch das Buch mit sehr viel Gänsehautfeeling und am Ende in der Lösung sind so viele Personen miteinander verstrickt. Ich bin total fasziniert, begeistert. Das Cover ist wieder sehr gut ausgewählt. Es zeigt einen alten Mann, der sich einen Film ansieht, man sieht es anhand der Filmspule.

  • Rebecca

    5/5

    05.02.2025

    Buch (Taschenbuch)

    Ein düsterer, verstörender Thriller, der tief in menschliche Abgründe führt – und dabei gnadenlos fesselnd bleibt.

    Ein düsterer, verstörender Thriller, der tief in menschliche Abgründe führt – und dabei gnadenlos fesselnd bleibt. Die Geschichte entfaltet sich auf mehreren Ebenen: Kathrin Claussen stößt nach dem plötzlichen Tod ihres Mannes auf eine verstörende Entdeckung in seinem Arbeitszimmer und ahnt, dass etwas nicht stimmt. Während sie einen Privatdetektiv engagiert, um die Wahrheit ans Licht zu bringen, erhält der abgehalfterte Autor Eric Teubner den Auftrag, eine Biografie über den berüchtigten Regisseur Jonathan Simon zu schreiben. Doch je tiefer er in dessen Werke eintaucht, desto mehr verschwimmen die Grenzen zwischen Faszination und Abscheu – und er verliert sich zunehmend in seinen eigenen Abgründen. Was diesen Thriller so besonders macht, ist die dichte, beklemmende Atmosphäre, die sich wie ein unsichtbares Netz um den Leser legt. Die Charaktere sind vielschichtig und psychologisch glaubwürdig gezeichnet, ihre inneren Konflikte spürbar. Vor allem Eric Teubners Reise in die Welt Simons ist verstörend und zwingt einen, sich mit unangenehmen Fragen auseinanderzusetzen: Wo endet Kunst, wo beginnt moralische Verantwortung? Wie weit darf man für die Wahrheit gehen? Knospe schreibt eindringlich, fast schon poetisch, und versteht es meisterhaft, Bilder zu erschaffen, die man nicht so schnell wieder loswird. Manche Szenen sind schwer verdaulich, aber nie selbstzweckhaft brutal – vielmehr ergibt sich die Härte der Geschichte aus der psychologischen Tiefe. Die Handlung ist clever konstruiert, zieht einen immer weiter hinein und endet in einem Finale, das mich vollkommen gefesselt hat. Für mich war “Augenblicke des Bösen” ein absoluter Pageturner. Wer düstere, psychologisch komplexe Thriller mit tiefgründigen Charakteren liebt, kommt hier voll auf seine Kosten. Ganz großes Kino – und sicher nicht mein letztes Buch von Bernd Richard Knospe!

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