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Das heimliche Mädchen und der Dancing Boy

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Beschreibung

Produktdetails

Zustand

Sehr gut

Einband

Taschenbuch

Altersempfehlung

1 - 99 Jahr(e)

Erscheinungsdatum

30.11.2017

Verlag

Epubli

Seitenzahl

300

Maße (L/B/H)

1,7/12,5/1,8 cm

Gewicht

354 g

Auflage

1

Sprache

Deutsch

EAN

2710000118190

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Sehr gut

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Taschenbuch

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1 - 99 Jahr(e)

Erscheinungsdatum

30.11.2017

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Epubli

Seitenzahl

300

Maße (L/B/H)

1,7/12,5/1,8 cm

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Deutsch

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Berührende Geschichte

kingofmusic aus Bielefeld am 17.01.2018

Bewertungsnummer: 1076401

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

„Du warst ein wenig wie ein Mädchen und doch ein Junge und ich habe begonnen zu kapieren, dass aus uns alles werden kann. Dass nichts von Beginn an feststeht.“ (S. 218) Maria Braig ist eine Autorin, deren Bücher ich in schöner Regelmäßigkeit mit zunehmender Begeisterung lese. Sie schreibt nicht für die große Masse an Romantasy- oder sonstigen Lesern, sondern für einen Kreis von Menschen, die etwas bewegen wollen und evtl. auch können. Sei es als Käufer ihrer stets gut recherchierten Bücher oder auch nur als Rezensent – die Romane lassen den Leser nicht kalt und man baut Vorurteile gegenüber Minderheiten ab, schüttelt den Kopf über die in dem jeweiligen Buch vorherrschenden Zustände und lernt nebenbei Hintergründe über Land/Leute und – wie im vorliegenden Fall - die in Afghanistan verwandten Traditionen bzgl. des Zusammenlebens zwischen Männern und Frauen, Jungen und Mädchen usw. und den daraus resultierenden Problemen (nicht nur) in der Gesellschaft, kennen. In „Das heimliche Mädchen und der Dancing Boy“ geht es um Shirin, die nach dem Tod ihres Vaters als Bacha Posh („Teejunge“) Shahin die Familie versorgen muss. Dabei lernt sie den Bacha Bazi (Dancing Boy) Faruk kennen und freundet sich mit ihm an. Den Rest der Geschichte sollte der geneigte Leser sich selbst „aneignen“ :-). Ich muss zugeben, dass ich vor der Lektüre dieses Buches keine Ahnung davon hatte, wie in Afghanistan die Beziehung Mann / Frau respektive Junge / Mädchen funktioniert. Dementsprechend geschockt war ich, als mir die Autorin innerhalb der Geschichte diese „Fakten“ nahegebracht hat. Natürlich hat jedes Land seine eigenen Sitten und Traditionen, die man akzeptieren, aber nicht gutheißen muss und man entwickelt eine Solidarität gegenüber Männern und vor allem Frauen, die um Unabhängigkeit und Freiheit ringen und ist entsetzt, wie die Politik auf die Proteste reagiert, weil Ewiggestrige nicht mitkriegen, dass die Welt sich weiterdreht und Mädchen und Frauen (und auch Jungen) keine „Ware“ sind, mit der man tun und lassen kann, was Mann will. In den Romanen von Maria Braig schreitet die Geschichte immer schnell voran. Sie hält sich nicht mit „Kleinigkeiten“ auf und Gevatter Zufall hat auch (sehr) oft einen Auftritt. Ich denke aber, dass da ein wenig (schriftstellerisches) Kalkül hinter steckt: Zum einen sollen Bücher unterhalten, zum anderen sollen die Leserinnen und Leser (egal welcher Altersstufe) sich Fragen stellen, sollen ins diskutieren, zum Austausch kommen – nur so kann sich etwas in der Gesellschaft verändern. „Das heimliche Mädchen und der Dancing Boy“ ist als Jugendbuch erschienen und genau dieses „Publikum“ wird gut bedacht. Maria Braig will aufklären ohne den Zeigefinger zu hoch zu halten; sie übt Kritik am System, ruft aber zwischen den Zeilen immer zu Toleranz und Menschlichkeit auf. Außerdem ist es Maria Braig ein (persönliches) Anliegen, sich für die Mädchen- und Frauenrechte auf dieser Welt einzusetzen und es ist ihr gutes Recht, für eine tolerante und offene Gesellschaft zu kämpfen, in der es keinen Platz gibt für Schwulen- und Lesbenhass und für die Verfolgung von (politisch) Andersdenkenden gegenüber der Obrigkeit. All das sind bzw. sollten Gründe für Schulbibliotheken von weiterführenden Schulen sein, mindestens ein Exemplar dieser Geschichte anzuschaffen und die Schulen sollten Maria Braig zu Lesungen einladen.

Berührende Geschichte

kingofmusic aus Bielefeld am 17.01.2018
Bewertungsnummer: 1076401
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

„Du warst ein wenig wie ein Mädchen und doch ein Junge und ich habe begonnen zu kapieren, dass aus uns alles werden kann. Dass nichts von Beginn an feststeht.“ (S. 218) Maria Braig ist eine Autorin, deren Bücher ich in schöner Regelmäßigkeit mit zunehmender Begeisterung lese. Sie schreibt nicht für die große Masse an Romantasy- oder sonstigen Lesern, sondern für einen Kreis von Menschen, die etwas bewegen wollen und evtl. auch können. Sei es als Käufer ihrer stets gut recherchierten Bücher oder auch nur als Rezensent – die Romane lassen den Leser nicht kalt und man baut Vorurteile gegenüber Minderheiten ab, schüttelt den Kopf über die in dem jeweiligen Buch vorherrschenden Zustände und lernt nebenbei Hintergründe über Land/Leute und – wie im vorliegenden Fall - die in Afghanistan verwandten Traditionen bzgl. des Zusammenlebens zwischen Männern und Frauen, Jungen und Mädchen usw. und den daraus resultierenden Problemen (nicht nur) in der Gesellschaft, kennen. In „Das heimliche Mädchen und der Dancing Boy“ geht es um Shirin, die nach dem Tod ihres Vaters als Bacha Posh („Teejunge“) Shahin die Familie versorgen muss. Dabei lernt sie den Bacha Bazi (Dancing Boy) Faruk kennen und freundet sich mit ihm an. Den Rest der Geschichte sollte der geneigte Leser sich selbst „aneignen“ :-). Ich muss zugeben, dass ich vor der Lektüre dieses Buches keine Ahnung davon hatte, wie in Afghanistan die Beziehung Mann / Frau respektive Junge / Mädchen funktioniert. Dementsprechend geschockt war ich, als mir die Autorin innerhalb der Geschichte diese „Fakten“ nahegebracht hat. Natürlich hat jedes Land seine eigenen Sitten und Traditionen, die man akzeptieren, aber nicht gutheißen muss und man entwickelt eine Solidarität gegenüber Männern und vor allem Frauen, die um Unabhängigkeit und Freiheit ringen und ist entsetzt, wie die Politik auf die Proteste reagiert, weil Ewiggestrige nicht mitkriegen, dass die Welt sich weiterdreht und Mädchen und Frauen (und auch Jungen) keine „Ware“ sind, mit der man tun und lassen kann, was Mann will. In den Romanen von Maria Braig schreitet die Geschichte immer schnell voran. Sie hält sich nicht mit „Kleinigkeiten“ auf und Gevatter Zufall hat auch (sehr) oft einen Auftritt. Ich denke aber, dass da ein wenig (schriftstellerisches) Kalkül hinter steckt: Zum einen sollen Bücher unterhalten, zum anderen sollen die Leserinnen und Leser (egal welcher Altersstufe) sich Fragen stellen, sollen ins diskutieren, zum Austausch kommen – nur so kann sich etwas in der Gesellschaft verändern. „Das heimliche Mädchen und der Dancing Boy“ ist als Jugendbuch erschienen und genau dieses „Publikum“ wird gut bedacht. Maria Braig will aufklären ohne den Zeigefinger zu hoch zu halten; sie übt Kritik am System, ruft aber zwischen den Zeilen immer zu Toleranz und Menschlichkeit auf. Außerdem ist es Maria Braig ein (persönliches) Anliegen, sich für die Mädchen- und Frauenrechte auf dieser Welt einzusetzen und es ist ihr gutes Recht, für eine tolerante und offene Gesellschaft zu kämpfen, in der es keinen Platz gibt für Schwulen- und Lesbenhass und für die Verfolgung von (politisch) Andersdenkenden gegenüber der Obrigkeit. All das sind bzw. sollten Gründe für Schulbibliotheken von weiterführenden Schulen sein, mindestens ein Exemplar dieser Geschichte anzuschaffen und die Schulen sollten Maria Braig zu Lesungen einladen.

Schicksale in Afghanistan

Zank am 04.01.2018

Bewertungsnummer: 1073165

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Als ihr Vater stirbt, muss die 13jährige Shirin für ihre Mutter und ihre jüngeren Schwestern sorgen. Doch als Mädchen darf sie in Afghanistan nicht allein auf die Straße gehen, geschweige denn arbeiten. Deshalb wird sie zur Bacha Posh - einem Mädchen, dass sich als Junge verkleidet. Sie arbeitet als Teejunge und trifft Faruk, einen Bacha Bazi. Als "Dancing Boy" lebt dieser bei einem reichen Mann und muss ihm in allen Dingen zu Diensten sein. Das Buch erzählt von Shirins und Faruks Schicksalen in Afghanistan und vermittelt dem Leser damit einen Einblick in zwei für uns fremde Welten. Dadurch, dass Shirin zum Jungen Shahin wird, kann sie zwar ihre Familie ernähren, lebt aber in ständiger Sorge, entdeckt zu werden. Denn obwohl Bacha Poshs nichts ungewöhnliches sind, sind diese gesellschaftlich nicht akzeptiert. Besonders Faruks Geschichte lässt einem den Atem stocken. Als Kind entführt, muss er sich seitdem von älteren Männern sexuell missbrauchen lassen. Feinfühlig vermittelt Maria Braig seine Erlebnisse und man spürt beim Lesen, wie schwer es Faruk fällt, auch nur darüber zu sprechen. Man kann sich gut in die Geschichte hineinversetzen und die beiden Protagonisten wirken durchgehend real und glaubwürdig. Neben ihnen habe ich besonders Ghaffar, den Besitzer der Teestube, ins Herz geschlossen, der sich sofort Shahins annimmt und "ihn" trotz seiner Vermutungen, dass es sich hier um ein heimliches Mädchen handeln könnte, immer unterstützt. Die glaubhaften Charakteren und die anschaulichen Schilderungen vermitteln wie nebenbei Informationen über das Leben im heutigen Afghanistan, die Verbitterung der Menschen über einen Krieg, der nicht der ihre war, und die Unterdrückung, unter der Frauen dort noch immer zu leiden haben. Mein einziger Kritikpunkt ist, dass alles irgendwie zu glatt geht. An so vielen Punkten im Buch hätten Menschen misstrauisch werden oder Vorhaben scheitern können, doch Shirin und später auch Faruk kommen mit allem durch. Egal ob es sich dabei um die auffälligen Toilettengänge Shahins handelt; darum, dass "er" sich heimlich allein mit Shirins bester Freundin trifft oder sämtliche Ereignisse in der zweiten Hälfte der Geschichte. Immer wieder habe ich mitgefiebert und damit gerechnet, dass sie bald erwischt werden, doch nichts dergleichen geschah. So viel Glück macht die Erzählung leider etwas unrealistisch. Das Buch endet einerseits abgeschlossen, aber gleichzeitig doch relativ offen. Es wäre schön, wenn es noch einen zweiten Teil gäbe, denn über die weitere Geschichte von Shirin und Faruk gäbe es sicherlich noch einiges zu erzählen...

Schicksale in Afghanistan

Zank am 04.01.2018
Bewertungsnummer: 1073165
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Als ihr Vater stirbt, muss die 13jährige Shirin für ihre Mutter und ihre jüngeren Schwestern sorgen. Doch als Mädchen darf sie in Afghanistan nicht allein auf die Straße gehen, geschweige denn arbeiten. Deshalb wird sie zur Bacha Posh - einem Mädchen, dass sich als Junge verkleidet. Sie arbeitet als Teejunge und trifft Faruk, einen Bacha Bazi. Als "Dancing Boy" lebt dieser bei einem reichen Mann und muss ihm in allen Dingen zu Diensten sein. Das Buch erzählt von Shirins und Faruks Schicksalen in Afghanistan und vermittelt dem Leser damit einen Einblick in zwei für uns fremde Welten. Dadurch, dass Shirin zum Jungen Shahin wird, kann sie zwar ihre Familie ernähren, lebt aber in ständiger Sorge, entdeckt zu werden. Denn obwohl Bacha Poshs nichts ungewöhnliches sind, sind diese gesellschaftlich nicht akzeptiert. Besonders Faruks Geschichte lässt einem den Atem stocken. Als Kind entführt, muss er sich seitdem von älteren Männern sexuell missbrauchen lassen. Feinfühlig vermittelt Maria Braig seine Erlebnisse und man spürt beim Lesen, wie schwer es Faruk fällt, auch nur darüber zu sprechen. Man kann sich gut in die Geschichte hineinversetzen und die beiden Protagonisten wirken durchgehend real und glaubwürdig. Neben ihnen habe ich besonders Ghaffar, den Besitzer der Teestube, ins Herz geschlossen, der sich sofort Shahins annimmt und "ihn" trotz seiner Vermutungen, dass es sich hier um ein heimliches Mädchen handeln könnte, immer unterstützt. Die glaubhaften Charakteren und die anschaulichen Schilderungen vermitteln wie nebenbei Informationen über das Leben im heutigen Afghanistan, die Verbitterung der Menschen über einen Krieg, der nicht der ihre war, und die Unterdrückung, unter der Frauen dort noch immer zu leiden haben. Mein einziger Kritikpunkt ist, dass alles irgendwie zu glatt geht. An so vielen Punkten im Buch hätten Menschen misstrauisch werden oder Vorhaben scheitern können, doch Shirin und später auch Faruk kommen mit allem durch. Egal ob es sich dabei um die auffälligen Toilettengänge Shahins handelt; darum, dass "er" sich heimlich allein mit Shirins bester Freundin trifft oder sämtliche Ereignisse in der zweiten Hälfte der Geschichte. Immer wieder habe ich mitgefiebert und damit gerechnet, dass sie bald erwischt werden, doch nichts dergleichen geschah. So viel Glück macht die Erzählung leider etwas unrealistisch. Das Buch endet einerseits abgeschlossen, aber gleichzeitig doch relativ offen. Es wäre schön, wenn es noch einen zweiten Teil gäbe, denn über die weitere Geschichte von Shirin und Faruk gäbe es sicherlich noch einiges zu erzählen...

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von Maria Braig

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