EIN WUNSCH, EIN REIM UND EIN LIED, DIE WUNDER MÖGLICH MACHEN
Musik, die Wunden heilt, Licht ins Dunkel bringt und ganze Flüsse umlenkt – damit ist Rizsette aufgewachsen. Als Lehrbardin befindet sie sich auf der sogenannten Bardenreise, mit dem Ziel, in den Dienst der Königin zu treten.
Während eines Überfalls verliert sie ihren Lehrmeister und ihren Mitschüler; noch auf der Flucht stößt sie auf Priel, einen Fremden aus dem Reich der Schwerter, gesegnet mit uralter Magie. Eine unbekannte Melodie bindet ihn gegen seinen Willen an sie, sodass Priel gezwungen wird, Rizsette fortan zu beschützen. Widerwillig bereisen sie gemeinsam die Lande, gejagt von Gestaltwandlern und auf der Suche nach einem Lied, das Priel von seinem Bann erlöst. Doch auch aus den eigenen Reihen dringen Disharmonien heran, die alle Reiche ins Unheil stürzen wollen ⋯
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Ein wahrhaft magisches Abenteuer
Mary am 24.05.2024
Bewertungsnummer: 2207699
Bewertet: eBook (ePUB)
In dem Buch "Die Melodie der Wünsche" von Anna Herzel, erschienen 2024 im Wreaders Verlag,geht es um die Bardenschülerin Rizsette, welche sich auf ihrer Bardenreise und damit kurz vor ihrem Abschluss der Lehre befindet. Auf ihrer Bardenreise passieren schreckliche Dinge. Riszette tritt diese zusammen mit ihrem Lehrmeister und ihrem besten Freund, welcher ebenfalls ein Bardenschüler ist an. Doch plötzlich ist Rizsette auf sich alleine gestellt. Wird sie die Bardenreise dennoch vollenden und zur Hofbardin ernannt werden? Die Geschichte wird abwechselnd aus der Sicht von den beiden Hauptcharakteren Rizsette und Priel erzählt. Das Thema des Buches ist Riszettes Entwicklung. Durch den Stand der Bardin, ist es Rizsette gewohnt, dass die Menschen sie verehren und sie mit Geld für ihr Spiel überhäufen. Als Bardin wächst sie im Mittelstand auf und muss sich um ihre Versorgung wenig Gedanken machen. In ihrer Ausbildung bekommt sie beigebracht, dass sie als Bardin dem Volk mit ihren Liedern große Dienste erweist und deshalb von allen Menschen verehrt und gefeiert wird. Rizsette glaubt fest daran, dass sie, wo sie auch hinkommt, das Leiden des Volkes mindert. Doch als sie auf ihre Weggefährten trifft, verändern diese ihre Sichtweise und schärfen ihren Blick für die wahren Zustände des Volkes im Reich der Klänge. Riszette hinterfragt zum allerersten Mal ihren Traum und die Absichten ihre Erziehung. Durch verschiedene Begegnungen und Vorfälle auf Rizsettes großer Reise erzeugt der Autor Spannung in dem Buch. Gut gefallen haben mir die Reime für die Lieder von Riszette, aber auch die Landkarte vorne im Buch. Durch die Beschreibung der Umgebung, den sozialen und politischen Gegebenheiten und Einstellungen der einzelnen Charakters, gelingt es der Autorin gut den Leser in ein mittelalterliches aber auch fantasievolles Reich, mit Königen und magischen Wesen zu versetzen. Das Ende des Buches ist spannend gestaltet, da der Leser bis zum Schluss die Entscheidung von Rizsette nicht erahnen kann. Ich würde das Buch an Leser weiterempfehlen, welche gerne Bücher im Mittelalter Setting, gespickt mit Fantasiewesen und Magie lesen.
— magisch, malerisch und mitreißend.
Franci aus Ilmenau am 21.02.2024
Bewertungsnummer: 2136842
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
Mit ihrer großartigen Reihe „The Curse of …“ konnte mich Anne Herzel begeistern. Doch gelingt ihr das erneut?
„Bardenspiel“: ein starker Auftakt für eine magisch-aufregende Trilogie, in der neben einem gleichermaßen malerischen wie trostlosen Setting, alltäglichen Ungerechtigkeiten auch wundersame Gegeben- und Wesenheiten warten. Zwischenmenschliche Romantik verschwindet hinter Abenteuern, schlagfertigen Dialogen, Humor und Spannung. Diversität und Queerness fließen als Normalität stimmig in den Verlauf, Abneigung und Misstrauen werden langsam durch Zuneigung und Zusammenhalt ersetzt, während aus einem ungemütlichen Zwang echte Freundschaft wächst.
„Die Melodie der Wünsche“ basiert auf einem einfallsreichen Worldbuilding und einem interessanten Magiesystem. Was die Autorin hier erschaffen hat, sprüht vor Charme und Leidenschaft, getoppt mit einem kritischen Blick auf (unsere) Gesellschaft regt Rizsettes Geschichte zum Nachdenken an.
Trotz kargen Landschaften, bestehender Armut, Hass und Angst in jeder Wiese ist dieser Roman so bunt, wie das Leben selbst, ein anmutiges historisches Flair trifft auf harte Realität. Dazu stimmig ist der Kontrast, den die gehobene, höfliche Ausdrucksweise der FederträgerInnen mit jener ruppigen von Schwertarmen bildet.
Konfrontiert mit bisher unsichtbarer Tristesse, Intrigen aus höchsten Rängen und tiefer Einsamkeit, sehend, wie Welten kollidieren, Vorurteile aufeinander prallen, muss die Bardenschülerin, zum ersten Mal ohne Meister, herausfinden, wer sie ist und sein will. Es braucht Monate an der Seite der Fremden, mehrere Anschläge, Monster und ein scheinbar nie endender Strom aus Lügen, bis die bittere Realität in Rizettes Bewusstsein dringt und ihr vor Augen führt, wofür es sich wirklich zu kämpfen lohnt. Dass sie mehr ist, als eine Bestimmung.
Im Angesicht der Ungewissheit wird Vertrauen für sie zum kostbarsten Gut.
Neben Rizsette – die an der Seite potenzieller Feinde eine beeindruckende, innerliche Veränderung durchlebt, Kraft aus Akzeptanz schöpft – verfolgen wir die Handlung aus Priels Perspektive. Unnahbar, kühl, außer in der Interaktion mit seinen langjährigen Freunden. Gemeinsam bilden er, Reya und Echo ein verlässliches Trio. Als würden die Bardin und der verfluchte Drang, diese zu schützen, nicht ausreichend Probleme mit sich bringen, gesellt sich noch eine Bestienwandlerin hinzu. Nou, die eine weitaus gigantischere Rolle einnimmt, wie vermutet.
JedeR dieser Charaktere wurde mit Details gezeichnet, vielfältigen, oft ungeahnten Seiten und Hintergründen, die Reaktionen, Verhalten und den Grund rechtfertigen, was WandlerInnen und KämpferInnen in das Reich der Klänge führt. Denn die Länder sind strikt getrennt. Dieses Miteinander bietet Gelegenheit, besondere Fähigkeiten und Eigenschaften samt den individuellen Situationen der Völker sowie die herrschenden Vorurteile kennenzulernen – ebenso macht Anne deutlich, dass Unterschiede überwunden werden können, und uns manchmal mehr eint, als uns trennt.
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Die Gruppe wird gejagt, angegriffen, manipuliert. Kampf, Flucht, Hybride, Hektik und Angst sind ständige Begleiter. Und zu allem Überfluss schwelen auch Geheimnisse zwischen den fünf Reisenden.
Anne Herzel verzichtet nicht gänzlich auf Romantik, doch diese findet sich vordergründig in wunderschönen Beschreibungen von Natur und Leidenschaften, den bildlich dargelegten Empfindungen und Überzeugungen. Der Verlauf selbst ist abwechslungsreich gestaltet und hält nur wenig Pausen bereit, denn ein Ereignis jagt das nächste, Fragen und Ungereimtheiten verlangen nach Antworten, bis die Autorin im Finale erneut mit Twists um sich wirft.
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„Bardenspiel“ hält eine aufregende, berührende Reise, voller unangenehmer Wahrheiten bereit. Ein Kampf für die Gemeinschaft, für ein gerechtes Miteinander. Für die Freiheit.
Doch die Freunde sind noch nicht am Ziel …
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