Ein Mädchen wird brutal vergewaltigt. Noch während die toughe Rubina Hiller und der charmante Simon Peick in dem Fall ermitteln, werden ihre Verdächtigen kurz hintereinander Opfer von Verstümmelungen. Ein Vergeltungsschlag? Oder stammt der Täter aus dem Drogenmilieu?
Als ein weiterer Mann verstümmelt aufgefunden wird, suchen die beiden Kommissare Hilfe bei einer engagierten Journalistin. Doch dann eskaliert die Lage völlig und plötzlich schwebt jeder in Lebensgefahr, auch die Kommissare selbst.
Kundinnen und Kunden meinen
4.9/5.0
Bewertung
5/5
17.07.2024
Buch (Taschenbuch)
Super tolles Buch!
Ihr Schreibstil ist einfach nur toll. Man liest sich so smooth durch die Seiten und taucht komplett in die Welt von Ruby und Spike ab. Das Einfließen lassen aktueller Themen beherrscht sie grandios.
Bewertung
aus Frankfurt
5/5
02.09.2022
Buch (Taschenbuch)
Spannend, temporeich, bildhaft
ARTEMIS
Spannend, temporeich, bildhaft geschrieben
Der Thriller ist spannend, realitätsnah und kommt ohne großes Blutvergießen aus. Der Spannungsbogen ist hoch und viele Twists führen zu einem überraschenden Ende. Die sympathischen Ermittler kämpfen privat mit eigenen Problemen und entwickeln sich durch den Fall weiter. Bildhaft geschrieben wird das Kopfkino angekurbelt.
Cornelia
aus Garbsen
5/5
28.05.2022
Buch (Taschenbuch)
Temporeicher Thriller gepaart mit anekdotischem Schreibstil
Artemis ist der zweite Band aus der Reihe um Rubina Hiller und Simon Peick, kurz Ruby und Spike.
Der lockere und zugleich malerische Erzählstil ist das Besondere an der Thriller-Reihe von Charlotte Charonne. Mit ihrer Art die vor allem zwischenmenschlichen Begebenheiten zu schildern, bringt sie mich zum Lachen. Diese kurzen Entspannungsmomente sind für mich - bei all der Spannung in der Geschichte - immens wichtig. Der Spannungsbogen wird in Artemis extrem hoch gehalten.
Die Geschichte schreitet zügig voran und nebenbei lerne ich das Privatleben von Ruby und Spike näher kennen. Bei all der Arbeit, die der neue Fall mit sich bringt, haben die Beiden alle Hände voll zu tun und müssen ihre Gedanken stets auf das aktuelle Geschehen richten.
Artemis kann man wunderbar auch ohne Kenntnis des Vorgängerbands Asklepios lesen. Dem Verlauf der Privatleben der beiden Ermittler und der Charaktere rundherum folge ich jedoch lieber von Anfang an.
Charlotte Charonne nimmt sich in diesem Fall der Göttin Artemis an. Artemis ist die Hüterin der Frauen und Kinder, die Göttin der Jagd, des Waldes, der Geburt und des Mondes. Und was Artemis, kurz Emi, wirklich wichtig ist, wird in diesem Buch Wirklichkeit.
"Die Entscheidung, was mit den Männern geschehen sollte, war ihr leichtgefallen. Es musste verhindert werden, dass sie ihre Tat wiederholten. Sie stellten eine Gefahr dar - nicht nur für die Frauen ihrer Familie, sondern für alle." - Seite 40
Damit meinte sie die Männer, die Frauen gegenüber übergriffig wurden. Ist es Zufall, dass nach und nach die Tatverdächtigen einer brutalen Vergewaltigung an einem Mädchen mit Verstümmelungen ins Krankenhaus kommen? Und was war zuerst bekannt? Die Vermutung der Straftat? Oder die Verstümmelung der vermeintlichen Täter? Ruby und Spike befinden sich auf der Jagd nach nicht nur einem Täter.
Ich habe jede Zeile dieses Thrillers genossen. Der witzige, charmante Schreibstil gepaart mit der temporeichen Jagd nach den Tätern ließ keine Wünsche offen. - Außer dem Wunsch nach einem dritten Band.
Fazit
Artemis ist für alle, die temporeiche Thriller mögen und eine anekdotische Schreibweise genießen können.
MoMe
5/5
28.04.2022
Buch (Taschenbuch)
Ein Thriller voller ernster Thematiken
Im Gegensatz zu dem sehr spannenden und mitreißenden Einstieg in die Geschichte war das Cover sehr schlicht gehalten. Ich mochte das, denn es weckte in mir keine übertriebene Erwartungshaltung, sprach mich jedoch auf eine angenehme, unaufdringliche Art an. Genauso wie Charlotte Charonnes Schreibstil, der durch seine bildliche Art gleich am Anfang eine düstere, lebendige Szenerie erschuf und mich sofort in das Geschehen katapultierte. So liebe ich es in eine Geschichte zu starten und war auch ganz froh darum. Denn das Personenregister zu Beginn war schon ein kleiner Schock für mich. Hatte ich doch Angst, dass ich bei der Vielzahl an Figuren den Überblick verlieren könnte. Aber diese Sorge war gänzlich unbegründet, denn der Autorin gelang es spielend leicht, mir Charaktere zu präsentieren, die durch ihre Vielfältigkeit leicht auseinanderzuhalten waren.
Außerdem kannte ich schon ein paar Personen aus „Asklepios“, sodass sich besonders das Treffen mit den Mitarbeitern des Kriminalkommissariats 12 wie nach Hause kommen anfühlte. Besonders im Gedächtnis geblieben waren mir die Kommissare Rubina Hiller, genannt Ruby und Simon Peick, der auf den Spitznamen „Spike“ hört. Ich freute mich sehr darauf, mit den beiden wieder ermitteln zu können.
Die verschiedenen Schauplätze und Perspektivwechsel sorgten für Spannung und einen umfassenden Blick über die vielen Ereignisse. Wichtig zu erwähnen ist, dass die Täter schon von Anfang an bekannt sind. Und so glaubte ich, dass ich immer den Überblick hatte und vieles schon wusste. Aber dem war nicht so, denn Charlotte Charonne verstand es sehr geschickt, meine Erwartungen auf der einen Seite zu erfüllen, mich aber durch unvorhergesehene Wendungen zu überraschen. Zudem wurde die Geschichte mit reichlich sozialkritischen Elementen angefüllt, die schonungslos die gesellschaftlichen Probleme und deren Doppelmoral zutage förderten. Da bekam die Selbstjustiz von der selbsternannten Artemis einen ganz anderen Beigeschmack und warf die Frage auf, welche Strafen wirklich gerecht sind.
Sehr positiv aufgefallen war mir, dass sich Charlotte Charonne schriftstellerisch weiterentwickelt hatte. Noch immer blitzen Vergleiche hervor, die mich zum Schmunzeln brachten, aber insgesamt schraubte sie die Verwendung von Metaphern herunter, sodass ich das Lesen als angenehm empfand. Der ganze Handlungsaufbau war klug durchdacht und der Autorin gelang es, eindrückliche Augenblicke zu erschaffen, die realistische Szenenbilder widerspiegelten. Besonders mochte ich, dass es Charlotte Charonne in „Artemis“ gelang, die Themenfelder rund um Fremdenhass, Missbrauch sowie psychischen Erkrankungen mit viel Feingefühl in diese Geschichte zu integrieren. Das verlieh der Erzählung tiefe, durch die personale Erzählperspektive, aber auch einen gewissen Abstand, der in manchen Punkten auch nötig gewesen war.
Ein wenig Ablenkung vom Geschehen brachten auch die Privatangelegenheiten von Ruby und Spike. Jedoch muss ich sagen, dass besonders Ruby in meiner Gunst einen empfindlichen Dämpfer erhielt. Sie wurde mir im Verlauf immer unsympathischer. Ihre unzufriedene Art, die regelmäßig in Ungerechtigkeiten ihren Mitmenschen gegenüber gipfelte, begann mich zu nerven. So wirkte Ruby dauerhaft mürrisch und viel zu streng. Was sie damit auch zum kompletten Gegenteil von Spike machte, der mit seiner einfühlsamen und umgänglichen Art ein echter Sunnyboy war. Ihn mochte ich besonders gern und sein persönliches Liebesdrama brachte Abwechslung in die düstere Grundstimmung.
Zum Glück entwickelten sich die Charaktere in „Artemis“ weiter und besonders Rubys Wandlung am Ende söhnte mich mit der Protagonistin aus.
Das Finale überraschte mich. Meine Idee vom Schluss des Buches war nicht grundsätzlich verkehrt, dennoch schaffte es die Autorin, Elemente hinzuzufügen, mit denen ich nie gerechnet hätte. Sie wirkten aber meiner Meinung nach stimmig und realistisch.
Fazit:
Ein Thriller, der mehr durch seine leisen Töne unter die Haut zu kriechen vermag und sozialkritische Aspekte aufgreift, um sie zu einer spannenden Unterhaltung zu verweben.
Nele33
5/5
18.04.2022
Buch (Taschenbuch)
hochspannnd
Bei " Artemis" handelt es sich um den zweiten Fall um die Ermittler Simon Peick und Rubina Hiller, die Spike und Ruby genannt werden, Vorweg werden zwei Themen ins Bewusstsein des Lesers gerufen, der veherrende Brandanschlag in Solingen und die Sylvesternacht in Köln, welches dann im Verlauf des Buches einen Bezug zu den Taten und Tätern hat.
Nachdem mich der erste Band "Asklepios" absolut begeistert hat, war ich auf den zweiten dieses Ermittlerteams sehr gespannt.
Paula radelt abends auf der Flucht vor einem herannahendem Gewitter durch den Park, den sie bei Dunkelheit meiden soll. Sie wird von mehrern Männern abgefangen und vergewaltigt. Ruby und Spike werden mit den Ermittlungen betraut, hinzu kommen verstümmelt aufgefundende Männer. Sehr schnell lernt der Leser Maria kennen, die dafür verantwortlich ist, trotzdem wusste ich nicht, wer sich hinter Maria verbirgt. Dieses Rätsel wird erst ganz zu Schluss gelöst, so dass ich im Verlaufe des Buches einige Ahnungen hatte.
Wie auch im ersten Band konnte mich Charlotte Charonne mit ihrem Schreibstil in den Bann ziehen, die Wortwahl ist ausgefeilt und fundiert. Die Protagonisten wurden tief charakterisiert und dadurch sehr lebendig. Privat-und Arbeitsleben haben eine passende Ausgewogenheit. Die Qualen die Paula nach der Vergewaltigung erleidet werden detailliert thematisiert, ohne dabei zu sehr ins Bildliche zu gehen.
Dieser Thriller ist hochspannend, traurigerweise sehr nahe an der heutigen Realität, obwohl natürlich völlig fiktiv. Ein tolles Ermittlerteam, ein spannender Fall und hoffntlich nicht der letzte Band mit Ruby und Spike.
Von mir eine klare Leseempfehlung und 5*.
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