Produktbild: Das letzte Leuchten im Winter
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Hanna Pylväinen

1. Das letzte Leuchten im Winter

Das letzte Leuchten im Winter Roman. Auf der Shortlist für den National Book Award 2023

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Beschreibung

Produktdetails

Family Sharing

Ja

Gesprochen von

Oliver Kube

Spieldauer

15 Stunden und 8 Minuten

Abo-Fähigkeit

Ja

Erscheinungsdatum

06.02.2025

Hörtyp

Lesung

Fassung

ungekürzt

Medium

MP3

Anzahl Dateien

124

Verlag

Audio Verlag München

Übersetzt von

Karoline Hippe

Sprache

Deutsch

EAN

9783748404811

Beschreibung

Produktdetails

Family Sharing

Ja

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Gesprochen von

Oliver Kube

Spieldauer

15 Stunden und 8 Minuten

Abo-Fähigkeit

Ja

Erscheinungsdatum

06.02.2025

Hörtyp

Lesung

Fassung

ungekürzt

Medium

MP3

Anzahl Dateien

124

Verlag

Audio Verlag München

Übersetzt von

Karoline Hippe

Sprache

Deutsch

EAN

9783748404811

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  • Bewertung

    aus Weil am Rhein

    5/5

    08.02.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Reichhaltig und besonders

    „They burned the drums, or brought them to their homes and put them on their walls, I don’t know. The time before this, we call it drum-time. The time after this we call, when one had to hide the drums. The end of drum-time.” Was für ein wundervolles Buch! Fast hätte ich es links liegen gelassen, obwohl mich der Handlungsort, das nördliche Grenzgebiet zwischen Finnland, Schweden und Norwegen, sehr interessiert. Aber der deutsche Titel und das Titelbild erweckten bei mir den (falschen) Eindruck, es handle sich hier um einen Abklatsch des beliebten Romans von Ann-Helén Laestadius, „Das Leuchten der Rentiere“. Und dann las ich noch verschiedenen Bewertungen, die dem Buch vorwarfen, langweilig und unnötig ausufernd zu sein. Zum Glück habe ich dann aber auf mein Bauchgefühl gehört und schon nach ein paar Sätzen war mir klar: Das wird ein Buch für mich. Wie unter einem Brennglas erweckt Hanna Pylväinen detailliert und atmosphärisch die Konfrontation zwischen den Sámi und den Siedlern und Missionaren aus dem Süden im Jahr 1852 zum Leben. Sie erschafft Figuren, die ich so schnell nicht wieder vergessen werde. Das war für mich fast ein bisschen Anna Karenina am Polarkreis, denn wie bei diesem grossen Roman geht es in „Das letzte Leuchten im Winter“ zwar vordergründig um die Liebe der Predigertochter Willa zu dem verarmten Sámi Ivaár, aber noch um so viel mehr! Um den (historischen) Lars Levi Laestadius, Vater von Willa und Begründer der laestadianischen Erweckungsbewegung. Um Biettar, Vater von Ivaár und ganz frisch „Erweckter“, der für die neue Religion seine Rentierherde verlässt. Um die reiche Hirtin Risten, die ebenfalls in Ivaár verliebt ist, das Interesse ihrer Herde jedoch über ihr Herz setzt. Um den unselbständigen Rikki aus dem Süden, der in Karesuando mit dem Verkauf von Brännvin die Schulden bei seinem Onkel tilgen möchte. Und vor allem um das traditionelle Nomadenleben der Sámi, das durch politische Ereignisse plötzlich stark bedroht wird. Ein reichhaltiges, sattes Buch über „the End of Drumtime“, die „Zeit der stillen Trommeln“, die Zeit nach der Ankunft der Christen in Sápmi. Ein Jahr lang begleitet Hanna Pylväinen ihre Figuren, beschreibt ihren Alltag, ihr Hoffen und Bangen und ihr Scheitern. So entsteht ein eindrückliches Bild der Lebensweise der Sámi zwischen Tradition und Moderne. Nichts in diesem epischen Roman wirkt überzeichnet oder unglaubwürdig, so dass man wunderbar tief eintauchen kann in die Geschehnisse und Schicksale der Menschen und sich am Ende erstaunt fragt, ob das alles wirklich “nur“ Fiktion war. Einzig das Adjektiv „genervt“ empfand ich hin und wieder etwas unpassend und zu modern, das kann aber auch an der Übersetzung liegen. Sehr gut gefallen haben mir auch die vielen Perspektivenwechsel, die gekonnt eingesetzt wurden und die Handlung gut verdichteten, anstatt sie auseinander zu reissen, wie das oft in anderen Romanen gemacht wird, gerade wenn sich die verschiedenen Erzählstränge in unterschiedlichen Zeiten abspielen. Für mich ein ganz grosses Highlight, ein aussergewöhnliches Buch, das ich unglaublich gerne gelesen habe.

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