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Fernando Aramburu

1. Der Junge

Der Junge

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Beschreibung

Produktdetails

Family Sharing

Ja

Gesprochen von

Thomas Sarbacher + weitere

Spieldauer

5 Stunden und 46 Minuten

Abo-Fähigkeit

Ja

Erscheinungsdatum

01.03.2025

Hörtyp

Lesung

Fassung

ungekürzt

Medium

MP3

Anzahl Dateien

110

Verlag

Argon

Übersetzt von

Willi Zurbrüggen

Sprache

Deutsch

EAN

9783732477920

Beschreibung

Produktdetails

Family Sharing

Ja

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Gesprochen von

Spieldauer

5 Stunden und 46 Minuten

Abo-Fähigkeit

Ja

Erscheinungsdatum

01.03.2025

Hörtyp

Lesung

Fassung

ungekürzt

Medium

MP3

Anzahl Dateien

110

Verlag

Argon

Übersetzt von

Willi Zurbrüggen

Sprache

Deutsch

EAN

9783732477920

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Ungewöhnlich und überzeugend

Bewertung (Mitglied der Book Circle Community) am 17.07.2025

Bewertungsnummer: 2542195

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Bereits der Anfang dieses Buches, der mit der Vormerkung des Autors beginnt, hat mich persönlich neugierig gemacht. Darin wird darauf hingewiesen, dass der Roman in 10 Passagen selbst zu Wort kommt. Ein für mich richtig gelungenes Stilmittel, um Dinge nochmals aus einem anderen Blickwinkel zu präsentieren. Das Buch beschreibt die Ereignisse des tragischen Unglückes im Baskenland im Oktober 1980, bei dem zahlreiche Kinder und drei Erwachsene bei einer Gasexplosion in einer Schule ums Leben kamen. Dabei beleuchtet der Autor vor allem eine Familie, die mit dem Verlust des Sohnes umgehen muss. Ich fand die Personen sehr eindrücklich gezeichnet, allen voran der Grossvater. Ein trauriges Buch, welches den Umgang mit Trauer auf eindrückliche Weise schildert und einmal mehr zeigt, wie wichtig es ist, miteinander zu reden - auch wenn es nicht immer leicht ist.

Ungewöhnlich und überzeugend

Bewertung (Mitglied der Book Circle Community) am 17.07.2025
Bewertungsnummer: 2542195
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Bereits der Anfang dieses Buches, der mit der Vormerkung des Autors beginnt, hat mich persönlich neugierig gemacht. Darin wird darauf hingewiesen, dass der Roman in 10 Passagen selbst zu Wort kommt. Ein für mich richtig gelungenes Stilmittel, um Dinge nochmals aus einem anderen Blickwinkel zu präsentieren. Das Buch beschreibt die Ereignisse des tragischen Unglückes im Baskenland im Oktober 1980, bei dem zahlreiche Kinder und drei Erwachsene bei einer Gasexplosion in einer Schule ums Leben kamen. Dabei beleuchtet der Autor vor allem eine Familie, die mit dem Verlust des Sohnes umgehen muss. Ich fand die Personen sehr eindrücklich gezeichnet, allen voran der Grossvater. Ein trauriges Buch, welches den Umgang mit Trauer auf eindrückliche Weise schildert und einmal mehr zeigt, wie wichtig es ist, miteinander zu reden - auch wenn es nicht immer leicht ist.

Trauer um den Verlust eines Kindes

Seitenrascheln am 05.03.2025

Bewertungsnummer: 2429414

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

„Nicasio geht gewöhnlich donnerstags zum Friedhof.“ Mit diesem Satz beginnt der Roman. Am 23. Oktober 1980 wurde durch eine Propangasexplosion das gesamte Erdgeschoss einer Schule zerstört. Dabei kamen fünfzig Kinder und drei Erwachsene ums Leben. Dieses schreckliche Unglück gab es tatsächlich, der Roman baut darauf auf und zeigt die Trauer um den entsetzlichen Verlust exemplarisch an einer Familie. Zunächst bekommt man einen ersten Eindruck der Familie nach dem Unglück. Vom Großvater Nicasio, der jeden Donnerstag zum Friedhof geht, um mit seinem Enkel Nuco zu sprechen. Nuco der gerade mal 6 Jahre alt wurde. Erfährt von Nucos Mutter, Mariaje, wie sie mit dem Verlust umgeht, wie sehr die Liebe ihres Mannes ihr geholfen hatte die ersten Tage zu überstehen. Und von Nucos Vater, José Miguel, ein einfacher Arbeiter, der sich für seine Familie aufopfert, der sein Kind abgöttisch liebt und in tiefer Trauer verfiel. Man erfährt den Ablauf des Unglücks und wie die Familienmitglieder mit dem Verlust umzugehen lernten. Das Ganze ist sehr sensibel erzählt, ohne jegliche Effekthascherei. Man sieht die Personen fast schon plastisch vor sich. Jeder Mensch trauert auf seine Weise und dies wurde mir hier wieder vor Augen geführt. Am einprägsamsten war mir da der Großvater. Der Roman besteht aus drei Erzählerstimmen. Einmal die des Erzählers, dann die der Mutter und als dritter und etwas überraschend der Roman selbst. Letzteres war im ersten Moment etwas gewöhnungsbedürftig, fast schon experimentell. Brachte aber immer den Vorteil, dass man aus dem Erzählfluss herausgerissen wieder Distanz zu dem Geschehen und zusätzliche Informationen bekam. Für mich war es berührend zu beobachten, wie die Protagonisten einen so tragischen Verlust jeder für sich auf seine Weise verarbeitet hatte und wie ihr Leben weiterging. Normalerweise schreibt Aramburu seitenstarke Romane, hier ist es ihm aufs feinste gelungen so vieles auf verhältnismäßig wenigen Seiten auszudrücken. Es war buchstäblich greifbar wie sich die Angehörigen wieder zurück in ihr Leben kämpften, ohne den Verlust zu verdrängen. Ganz großartig gemacht! Ohne ein Wort zu viel oder zu wenig. Die Übersetzung aus dem Spanischen ist von W.Zurbrüggen. Ein ganz besonderer Roman, den ich wirklich empfehlen kann.

Trauer um den Verlust eines Kindes

Seitenrascheln am 05.03.2025
Bewertungsnummer: 2429414
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

„Nicasio geht gewöhnlich donnerstags zum Friedhof.“ Mit diesem Satz beginnt der Roman. Am 23. Oktober 1980 wurde durch eine Propangasexplosion das gesamte Erdgeschoss einer Schule zerstört. Dabei kamen fünfzig Kinder und drei Erwachsene ums Leben. Dieses schreckliche Unglück gab es tatsächlich, der Roman baut darauf auf und zeigt die Trauer um den entsetzlichen Verlust exemplarisch an einer Familie. Zunächst bekommt man einen ersten Eindruck der Familie nach dem Unglück. Vom Großvater Nicasio, der jeden Donnerstag zum Friedhof geht, um mit seinem Enkel Nuco zu sprechen. Nuco der gerade mal 6 Jahre alt wurde. Erfährt von Nucos Mutter, Mariaje, wie sie mit dem Verlust umgeht, wie sehr die Liebe ihres Mannes ihr geholfen hatte die ersten Tage zu überstehen. Und von Nucos Vater, José Miguel, ein einfacher Arbeiter, der sich für seine Familie aufopfert, der sein Kind abgöttisch liebt und in tiefer Trauer verfiel. Man erfährt den Ablauf des Unglücks und wie die Familienmitglieder mit dem Verlust umzugehen lernten. Das Ganze ist sehr sensibel erzählt, ohne jegliche Effekthascherei. Man sieht die Personen fast schon plastisch vor sich. Jeder Mensch trauert auf seine Weise und dies wurde mir hier wieder vor Augen geführt. Am einprägsamsten war mir da der Großvater. Der Roman besteht aus drei Erzählerstimmen. Einmal die des Erzählers, dann die der Mutter und als dritter und etwas überraschend der Roman selbst. Letzteres war im ersten Moment etwas gewöhnungsbedürftig, fast schon experimentell. Brachte aber immer den Vorteil, dass man aus dem Erzählfluss herausgerissen wieder Distanz zu dem Geschehen und zusätzliche Informationen bekam. Für mich war es berührend zu beobachten, wie die Protagonisten einen so tragischen Verlust jeder für sich auf seine Weise verarbeitet hatte und wie ihr Leben weiterging. Normalerweise schreibt Aramburu seitenstarke Romane, hier ist es ihm aufs feinste gelungen so vieles auf verhältnismäßig wenigen Seiten auszudrücken. Es war buchstäblich greifbar wie sich die Angehörigen wieder zurück in ihr Leben kämpften, ohne den Verlust zu verdrängen. Ganz großartig gemacht! Ohne ein Wort zu viel oder zu wenig. Die Übersetzung aus dem Spanischen ist von W.Zurbrüggen. Ein ganz besonderer Roman, den ich wirklich empfehlen kann.

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