»Das war kein Witz«, sage ich mit todernster Miene. »Ich mach’s.«
Die Prüfungen sind vorbei und es ist endlich Zeit für die Ferien. Ruby freut sich schon darauf, den ganzen Sommer über im Park mit ihren Freundinnen April, Jessica und Salma Rollschuh zu fahren. Doch als ihr Bruder Jake ständig abfällige Kommentare über ihren dicken Körper von sich gibt, hat Ruby irgendwann genug. Sie beschließt, sich für den traditionellen 5-Kilometer-Lauf ihrer Schule anzumelden – und zu gewinnen! Sie möchte Jake beweisen, dass sie genauso gut Sport treiben kann wie er. Und ihrer kleinen Schwester ein gutes Vorbild sein. Das Problem ist nur: Ruby war noch nie Laufen und ihr erster Versuch endet damit, dass sie ihrem süßen Nachbarn Ollie vor die Füße kotzt. Ihn scheint das nicht weiter zu stören, im Gegenteil: Er bietet ihr an, sie bei ihrem Training zu unterstützen. Von Mal zu Mal wächst ihre Anziehung zu ihm, und nie hätte sie damit gerechnet, dass er vielleicht dasselbe für sie empfindet. Wie soll sie es inmitten all dieses Gefühlschaos′ nur schaffen, sich in sechs Wochen für den Lauf vorzubereiten?
Ein Buch über Freundschaft, Mut und die erste Liebe – ein sommerlicher Feelgood-Roman für Leser*innen ab 12 Jahren.
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Empowernder Coming-of-age-Roman gegen Fatshaming
Bewertung am 13.04.2026
Bewertungsnummer: 3107518
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
Eigentlich freut Ruby sich darauf, nach Ende der Prüfungen den Sommer mit ihren Freundinnen April, Jessica und Salma beim Rollschuhfahren im Park zu genießen, doch sie stößt auf ein altbekanntes Problem:
„Ich habe noch nie verstanden, weshalb manche Menschen so dreist ihre Meinung zu meinem Körper kundtun müssen: was damit nicht stimmt, wie der Makel zu beheben wäre. Danach habe ich nie gefragt. Genau genommen wünsche ich mir nichts weiter, als arglos mein Leben leben und tun und lassen zu dürfen, was ich will - und renne stattdessen in einem fort gegen diese Flutwelle aus Bullshit an. Warum machen es die Leute es einem bloß so schwer?“
Dieses Mal ist es ihr älterer Bruder Jake, der abfällige Kommentare über Rubys Körper abgibt und außerdem ihre kleine Schwester Sasha wegen ihres Aussehens hänselt. Das ist zuviel für Ruby: Ehe sie darüber nachdenken kann, behauptet sie, den traditionellen 5-Kilometer-Lauf ihrer Schule gewinnen zu können, wie zuvor schon ihr Vater und Bruder.
Ruby möchte damit zum einen Jake beweisen, dass sie genausogut Sport treiben kann wie er oder jede*r andere – und vor allem öchte sie Sasha ein Vorbild sein.
Damit steht Ruby allerdings vor einer echten Herausforderung, denn bisher war sie noch nie laufen – und ihr erster Versuch endet damit, dass sie ihrem süßen Nachbarn Ollie direkt vor die Füße kotzt. Wie peinlich – doch Ollie bietet ihr überraschenderweise an, ihr beim Training zu helfen. Mit jeder Woche wächst damit nicht nur Rubys Laufleistung, sondern auch die Anziehung zu Ollie ... Nach und nach sieht es so aus, als würde auch Ollie Gefühle für Ruby entwickeln. Wie soll sie es schaffen, in nur 6 Wochen fit für den 5-Kilometer-Lauf zu werden und mit dem Gefühlschaos klarzukommen?
Zum Glück stehen ihr ihre Freundinnen zur Seite, auch wenn sie sich nicht immer in Rubys Körper und Gefühle hineinversetzen können. Erst, als Ruby sich mit der ebenfalls dicken Liv anfreudet, ändert sich etwas.
„'Ich glaube, für mich hat sich etwas Entscheidendes verändert, als ich aufgehört habe, 'dick' als diese ... keine Ahnung, diese eine prägende Eigenschaft zu betrachten, die mich ausmacht, vor allem anderen.'
'Wie meinst du das?', frage ich. Dabei beschleicht mich die Ahnung, dass mir klar sein sollte, wovon sie spricht. Aber das ist es nicht.
'Ich habe einfach meine Perspektive verändert. Mir einfach gesagt, das Dicksein eben ... eine Spielart menschlicher Vielfalt ist. Wir sind buchstäblich alle unterschiedlich. Wir reden über das Dicksein, als wäre es das Allerschlimmste auf der Welt - etwas, da es Einfluss nimmt auf Persönlichkeit, Verhalten, was weiß ich. Aber das ist doch Quatsch. Menschen können eben einfach so aussehen. Deshalb brauchst du mit deiner Schwester auch gar nicht darüber zu reden, als wäre es etwas ganz furchtbar Beängstigendes, irgendein ... schreckliches Stigma oder so. Du kannst es ihr einfach als ganz normale individuelle Eigenheit präsentieren, sowas wie Haarfarbe oder dergleichen. Denn genau das ist es.'“
„Ruby’s big summer“ von Bethany Rutter ist ein einfühlsamer Coming-of-Age-Roman, der ein wichtiges Thema leichtgängig, aber mit Tiefgang behandelt. Ruby ist eine sympathische und starke Protagonistin. Der Schreibstil ist gut lesbar und unterhaltsam. Besonders die Botschaft, dass Sport für JEDE*N ist und nicht von Leistungsfähigkeit oder Körper abhängig sein sollte, kommt gut herüber.
Mir hat dieses empowernde Buch sehr gut gefallen und ich empfehle es für alle Leser*innen ab 12 Jahren.
5 Sterne
Sandra Piglet aus Leipzig am 27.10.2025
Bewertungsnummer: 2637674
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
Worum geht es? Die Prüfungen sind vorbei, der Sommer kann beginnen! ☀️Für Ruby bedeutet das: Zeit mit ihren Freundinnen verbringen und und einfach das Leben genießen. Doch die abfälligen Kommentare ihres Bruders über ihren Körper trüben die Freude – bis Ruby beschließt, dass es genug ist. Kurzerhand meldet sie sich für den traditionellen 5-Kilometer-Lauf ihrer Schule an und will es nicht nur ihrem Bruder, sondern auch sich selbst beweisen.♀️
Wie hat es mir gefallen?
Ruby läuft nicht, um ihre Figur zu verändern. Sie läuft, um zu beweisen, dass man alles schaffen kann, wenn man vorbereitet ist – und um ihrer kleinen Schwester ein starkes Vorbild zu sein. Besonders die Geschwisterbeziehung hat mich tief berührt: Ruby schützt ihre Schwester vor verletzenden Kommentaren und schafft so einen Safe Space.
Auch die wieder aufblühende Freundschaft zu Oliver hat mir gefallen. Wobei man auch sagen muss, dass Oliver einfach richtig toll ist. Zunächst zweifelt Ruby daran, dass er überhaupt Gefühle für sie entwickeln könnte – zu unterschiedlich wirken die beiden. Doch genau darin liegt das Wunderschöne dieser Geschichte: die schönsten Dinge passieren immer genau dann, wenn man nicht damit rechnet.
Bethany Rutter erzählt einfühlsam und ruhig, mit vielen gelungenen Charakterentwicklung. Das macht „Rubys Big Summer“ zu einer authentischen Young-Adult-Story, die eine starke Botschaft mit der ersten Liebe verbindet.
Fazit:
Eine berührende Coming-of-Age-Geschichte, die Mut macht, an sich selbst zu glauben – und klar zeigt: Grenzen existieren nur im Kopf. ✨
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