Zwischen Sehnsucht und Selbstfindung - ein Roadtrip der besonderen Art.
Viola will noch nicht zurück - nicht jetzt, nicht so. Zusammen mit ihrer Freundin Isa reist sie durch Europa, auf der Suche nach Freiheit und vielleicht auch nach sich selbst. Als sie auf eine Gruppe Fremder trifft, ahnt sie nicht, dass sie bald mehr verbinden wird als nur die Straße.
Gemeinsam mit Joris, Hannah und Fiefie beginnt eine Reise entlang der schwedischen Schären, durch Finnlands unberührte Natur - und verborgene Gefühle. Geheimnisse brodeln unter der Oberfläche, Blicke sprechen Bände, und niemand ist ganz ehrlich - am allerwenigsten Viola selbst.
Während das Geld knapp wird und der Heimweg näher rückt, stellt sich eine Frage: Wann ist es Zeit, nach Hause zu gehen?
Oder ist Heimat vielleicht dort, wo man endlich ganz man selbst sein darf?
Ein emotionaler Roadtrip durch die atemberaubenden Landschaften Skandinaviens - auf der Suche nach Glück, Freiheit und dem eigenen Platz im Leben.
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Wie immer ein extrem gut recherchierter, unendlich gefühlvoller Roman
Juno Dean am 02.03.2025
Bewertungsnummer: 2426344
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
Wie kam ich zu diesem Buch?
Durch eine Leserunde wurde ich auf die Autorin aufmerksam. Ich habe bereits einige Bücher von Sonja Bethke-Jehle gelesen, so also auch das neuste Werk.
Wie finde ich Cover und Titel?
Ich mag beides, schlicht, aber irgendwie aussagekräftig. Wir sehen Viola, wie sie sich auf den Weg in ihre Zukunft macht.
Um was geht’s?
Auf den Inhalt gehe ich an dieser Stelle nicht allzu detailliert ein, den Klappentext könnt ihr ja selbst lesen, und eine Zusammenfassung des Buches muss ja nun nicht in die Rezension. Lasst euch aber gesagt sein, dass so einiges passiert (und auch schon passierte) in der Welt von Viola. Sie ist mit ihrer besten Freundin unterwegs und lernt auf ihrer Reise durch Europa die dem geneigten Leser bereits bekannte Gruppe kennen, wodurch sie neue Erkenntnisse über sich und andere erhält. Auch besagte Gruppe macht Veränderungen durch, und das nicht nur aufgrund der geänderten Reiseroute. Die Bücher der Autorin sind immer schwer in ein Genre einzuordnen, aber wie immer legt sie auch hier den Finger auf die Wunden der heutigen Zeit und gibt jede Menge Denkanstöße. Ich habe wieder einiges Neues erfahren. Kleiner Tipp: Die Tempobox nicht allzu weit weglegen, und man sollte ein wenig Fernweh ertragen können.
Wie ist es geschrieben?
Es handelt sich um den 3. Teil einer unabhängig voneinander zu lesenden Reihe, und ich hatte keine Probleme, in die Geschichte einzutauchen, ich war ja auch gleich angefixt, und wollte wissen, wie es weitergeht. Da einige Charaktere im 1. und 2. Teil auch schon vorkamen, ist die Lektüre der beiden Vorgänger sicherlich kein Fehler, um die Gruppendynamik richtig zu verstehen. Der Schreibstil ist flüssig und zügig zu lesen, der Ausdruck ist leicht zu verstehen. Die Beschreibungen sind nicht zu ausschweifend, aber immer detailliert und bildhaft genug, um gleich in der Story zu sein. Die Gegebenheiten konnte ich mir sehr gut vorstellen. Angenehm kurze Abschnitte verleiten dazu, eben mal schnell nuuur einen noch zu lesen.
Wer spielt mit?
Die Charaktere und deren Entwicklung sind gut gezeichnet. Ich habe sie nach und nach kennengelernt, ich habe mitgefiebert und mitgelitten. Charlie geht mir immer noch auf die Nerven mit ihrer betont coolen Aussteiger-Haltung und ihrem – in diesem Band wohl neu entdeckten - Egoismus. Im Grunde ist sie aber nur ein armer, enttäuschter, feiger, rastloser Mensch, der sich das nicht eingestehen will und damit nur selbst etwas vormacht. Ich würde es durchaus als schriftstellerisches Können bezeichnen, wenn man einen Charakter so lebensecht beschreiben kann, dass der Leserin (also mir) jedes Mal die Augen rollen, wenn sie erwähnt wird. ;-) Alle Mitglieder der Reisegruppe tragen irgendein Problem mit sich herum, aus der Vergangenheit oder für die Zukunft.
Ein paar tolle Zitate möchte ich euch nicht vorenthalten:
• Auf einmal hatte sie das Gefühl, in die Augen von jemandem zu blicken, den sie schon lange kannte.
• Ein Mann, wartend auf jemanden, der so gar nicht in das Bild zu passen schien.
• Du bist wie ein Leuchtturm, den man von weitem sieht, den man aber niemals erreichen kann, weil die Wellen zu stark sind.
• Es ist deine Geschichte, du bestimmst, wann sie erzählt wird.
• Das Heimkommen ist immer nur dann schwerer als das Weggehen, wenn du keine Menschen hast, die dich willkommen heißen.
Mein Fazit?
Das Buch hat mir sehr gut gefallen, somit erhält es von mir 5 von 5 Sternchen und kann guten Gewissens weiterempfohlen werden. Es wird nicht das letzte Buch der Autorin sein, das ich lese. Die Trilogie ist ja – wenn ich richtig gezählt habe ;-) – damit abgeschlossen. Ich bin aber zuversichtlich, dass bald wieder eine kreative und durchdachte Idee in den Büchern der Autorin auf uns wartet. Ich freu mich schon.
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