Geschlechterkonstruktionen in aktueller Kinderliteratur
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Form:Einzelkauf Download
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Sprache:Deutsch
36,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.Beschreibung
Produktdetails
Format
Kopierschutz
Nein
Family Sharing
Nein
Text-to-Speech
Nein
Erscheinungsdatum
04.03.2025
Verlag
GRINSeitenzahl
87 (Printausgabe)
Dateigröße
1913 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783389114612
Trotz fortschreitender Gleichberechtigung zwischen Männern und Frauen in den Bereichen Recht und Bildung, bleibt geschlechtsbedingte Chancenungleichheit in verschiedenen Formen und Intensitätsgraden in Bezug auf Einkommen, Verteilung der Hausarbeit und berufliche Segregation weiterhin nahezu unverändert bestehen. Basis hierfür bietet geschlechtliche Differenzierung, die einen Unterschied zwischen Jungen und Mädchen respektive Frauen und Männern herstellt. Kinder wachsen in einer Welt auf, die in blau und rosa unterteilt wird. Schon im Säuglingsalter scheint die Frage: "Junge oder Mädchen?" größte Relevanz zu haben, in der Interaktion mit Unbekannten häufig direkt zu Beginn abgefragt wird. Die Auswahl von Kleidung, Spielzeugen, Einrichtungsgegenständen für das Kinderzimmer, Pflegeprodukten, potenziellen Spielgefährten, und sogar Nahrungsmitteln ist absurd eng an die Antwort auf diese Frage gekoppelt. Das Wissen um zugeschriebener Geschlechtszugehörigkeit und den damit verbundenen Rollen und Verhaltensweisen wird so schon in der frühen Kindheit erworben und prägt die Heranwachsenden ein Leben lang. Durch soziale Umweltfaktoren, Interaktionen und Institutionen werden geschlechtsbezogene Stereotype erzeugt, verstärkt und verinnerlicht. Daraus ergeben sich verschiedenstarke Einschränkungen in der Entwicklung des Selbstbildes, der Gedanken- und Gefühlswelt sowie der Handlungsmöglichkeiten für das Individuum. Weil immer noch unterschiedliche Lebenschancen für Frauen, Männer und queere Menschen bestehen und diese sich aus der Differenzierung von Männlichkeit und Weiblichkeit ableiten lassen, ist es wichtig, Kinder für bestehende Strukturen zu sensibilisieren. Konstruktionsprozesse müssen hierfür sichtbar und diskutierbar gemachen und alternative Vorstellungen bezüglich geschlechtlicher Identität geschaffen werden.
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