Produktbild: Ost*West*frau*
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1. Ost*West*frau*

Ost*West*frau* Wie wir wurden, wer wir sind. Eine vielstimmige Anthologie über Ost- und West-Frauen zwischen politischen Systemen, Emanzipation und persönlicher Erfahrung.

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Beschreibung

Produktdetails

Family Sharing

Ja

Gesprochen von

Helena Solmani-Schmitz + weitere

Spieldauer

6 Stunden und 33 Minuten

Abo-Fähigkeit

Ja

Erscheinungsdatum

05.03.2025

Hörtyp

Lesung

Fassung

ungekürzt

Medium

MP3

Anzahl Dateien

18

Verlag

Frankfurter Verlagsanstalt

Sprache

Deutsch

EAN

9783627033293

Beschreibung

Rezension

»Gerade weil der Band eine Vielzahl von Ost- und Westerfahrungen versammelt, zeigt er, dass sich ein differenzierter Blick auf die eigene Herkunft lohnt. Drängende soziale Themen wie die Vereinbarkeit von Beruf und Familie klingen dabei stets an. Denn der Band macht auch deutlich: Die Rolle der Frau im jeweiligen Staat war politisch gewollt – und die Politik wurde und wird zum großen Teil von Männern bestimmt. Die Anthologie von Franziska Hauser und Maren Wurster ist somit eine vielstimmige und äußerst lesenswerte Momentaufnahme der aktuellen feministischen Debatte.«

Portrait

Franziska Hauser wurde 1975 in Berlin-Pankow geboren. Sie studierte an der Kunsthochschule Weißensee und an der Ostkreuzschule. Ihr Roman »Sommerdreieck« erschien im Rowohlt Verlag. »Die Gewitterschwimmerin« war 2018 für den Deutschen Buchpreis nominiert und erschien, wie auch »Die Glasschwestern« und »Keine von ihnen« im Eichborn Verlag. Franziska Hauser hat zwei Kinder und lebt in Berlin.. Maren Wurster wurde 1976 im Schwabenland geboren. Sie studierte Philosophie, Literatur- und Filmwissenschaft in Köln und Literarisches Schreiben in Leipzig. Von ihr erschienen die Romane »Das Fell«, »Eine beiläufige Entscheidung« und »Hier bleiben können wir auch nicht« sowie das Memoir »Papa stirbt, Mama auch« und das erzählende Sachbuch »Totenwache«. Maren Wurster lebt mit ihrem Sohn im Wendland.. Charlotte Gneuß wurde 1992 in Ludwigsburg geboren, nachdem ihre Eltern die DDR verlassen hatten. Sie studierte Soziale Arbeit in Dresden, Literarisches Schreiben in Leipzig und Szenisches Schreiben in Berlin. Sie ist Herausgeberin der Anthologie »Glückwunsch«, die bei Hanser Berlin erschien. Ihr Debütroman »Gittersee« stand auf der Longlist für den Deutschen Buchpreis 2023, wurde mit dem Literaturpreis der Jürgen Ponto-Stiftung 2023, dem aspekte-Literaturpreis für das beste deutschsprachige Debüt und dem Nicolas-Born-Debütpreis des Landes Niedersachsen ausgezeichnet und wird aktuell in neun Sprachen übersetzt. Zuletzt erschien die von ihr herausgegebene Ausgabe der Neuen Rundschau »Diktatur und Utopie – wie erzählen wir die DDR?« bei S. Fischer (2024).. Asal Dardan, geboren 1978 in Teheran, wuchs in Köln, Bonn und Aberdeen auf. Sie studierte Kulturwissenschaften in Hildesheim und Nahoststudien in Lund und lebt heute in Berlin und auf der schwedischen Insel Öland. Für ihren Text »Neue Jahre« wurde sie mit dem Caroline-Schlegel-Preis für Essayistik ausgezeichnet. Ihr Essayband »Betrachtungen einer Barbarin« (2021) war für den Deutschen Sachbuchpreis und den Clemens-Brentano-Preis nominiert. Im Mai 2023 hielt sie die erste Erika Mann Lecture an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Ihr zweites Buch »Traumaland« erscheint im Januar 2025 im Rowohlt Verlag.. Daniela Dahn, 1949 geboren in Berlin, studierte Journalistik in Leipzig und war Fernsehjournalistin. 1981 kündigte sie und arbeitet seitdem als freie Schriftstellerin und Publizistin. Sie war Gründungsmitglied von Demokratischer Aufbruch (DA) und hatte mehrere Gastdozenturen in den USA und Großbritannien. Sie ist Trägerin unter anderem des Fontane-Preises, des Kurt-Tucholsky-Preises für literarische Publizistik, der Louise-Schroeder-Medaille der Stadt Berlin und des Ludwig-Börne-Preises. Bei Rowohlt sind bislang 14 Essay- und Sachbücher erschienen, zuletzt »Der Schlaf der Vernunft« (2024).. Florian Werner, 1971 in Berlin geboren, ist promovierter Literaturwissenschaftler und Autor und lehrt an verschiedenen Hochschulen. Seine Werke wurden in zahlreiche Sprachen übersetzt und mehrfach ausgezeichnet. Sein Buch »Die Zunge. Ein Portrait« (Hanser Berlin 2023) war für den Bayerischen Buchpreis nominiert. Zuletzt erschien: »Meine bessere Hälfte. Musiker*innen erzählen über ihr Instrument« (Ullstein 2024). Florian Werner lebt mit seiner Familie in Berlin.. Julia Wolf hat Nordamerikastudien, Lateinamerikanistik und Neuere Deutsche Literatur an der FU Berlin studiert. Sie ist Übersetzerin und Autorin. Zuletzt erschien der Roman »Alte Mädchen« (FVA 2022). Ihre Texte wurden vielfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem 3sat- und dem Robert-Gernhardt-Preis. Julia Wolf hat in verschiedenen feministischen Kollektiven mitgewirkt, unter anderem bei Writing with CARE / RAGE. 2023 erschien bei DuMont der Kollektivroman »Wir kommen«, den Julia Wolf zusammen Elisabeth R. Hager und Verena Güntner konzipiert und herausgegeben hat. Julia Wolf übersetzt aus dem Englischen, unter anderem Joy Williams’ Roman »In der Gnade« (dtv 2024) sowie Samantha Harveys Roman »Umlaufbahnen« (dtv 2024), der mit dem Booker Prize ausgezeichnet wurde. Julia Wolf lebt mit ihrer Familie in Leipzig und Berlin.. Katja Kullmann, 1970 in Hessen geboren, lebt als Essayistin, Erzählerin und Journalistin in Berlin. Das soziale Statusgerangel, die Arbeitswelt und Geschlechterfragen sind ihre Lieblingsthemen. Für den Bestseller »Generation Ally. Warum es heute so kompliziert ist, eine Frau zu sein« erhielt sie 2003 den Deutschen Bücherpreis in der Kategorie Sachbuch. Zuletzt veröffentlichte sie 2022 den Essay »Die Singuläre Frau« bei Hanser Berlin. Kenah Cusanit, geboren 1979, ist eine Berliner Autorin, die altorientalische Philologie, Ethnologie und Afrikanistik studierte, sich aber auch mit Wissenschaftssoziologie, Physik, Medizin und Botanik beschäftigt hat. Für ihre literarischen Texte, in denen sie eine Art »Archäologie moderner Erkenntnis« (P. Jandl, NZZ) betreibt, wurde sie mehrfach ausgezeichnet, u. a. mit dem Deutschen Preis für Nature Writing (2024) und dem Preis der Deutschen Akademie Rom Villa Massimo (2021/22). Neben vor allem essayistischen Beiträgen in Zeitschriften und Anthologien sind bisher eigenständig erschienen: »aus Papier« (2014) und »Chronographe Chorologien I« (2017) bei hochroth Berlin sowie der Roman »Babel« (2019) im Carl Hanser Verlag.. Kerstin Hensel, geboren 1961 in Karl-Marx-Stadt, lebt in Berlin und arbeitet als Schriftstellerin und Dozentin für Poetik für Schauspieler. Mechthild Lanfermann, geboren 1969 in Niedersachsen, gestorben 2024 in Berlin, studierte Theaterwissenschaften, Germanistik und Philosophie in Bochum, Paris und Köln, später Journalistik in Hannover. Als Hörfunkjournalistin arbeitete sie in verschiedenen öffentlich-rechtlichen Landesanstalten und sendete über zehn Jahre für Deutschlandfunk Kultur. Sie veröffentlichte fünf Romane, darunter eine Kriminalromanreihe mit der fiktiven Berliner Journalistin Emma Vonderwehr, für die sie für den Glauser-Preis nominiert wurde. Sie erhielt mehrere Arbeitsstipendien in Deutschland und in der Schweiz, darunter von der Neuen Gesellschaft für Literatur in Berlin und der Bayerischen Akademie in München.. Nadège Kusanika wurde 1988 in der Demokratischen Republik Kongo geboren und kam im Alter von fünfzehn Jahren nach Deutschland. Nach ihrem Realschulabschluss besuchte sie das Berufskolleg Ehrenfeld in Köln, bei dem sie eine Ausbildung als Kinderpflegerin und anschließend ihr Abitur absolvierte. Sie studierte Rechtswissenschaften an der Universität in Würzburg. Währenddessen engagierte sie sich ehrenamtlich bei der Integration von Geflüchteten. 2022 erhielt sie ein Stipendium bei der Bayerischen Akademie des Schreibens. Ihr Romandebüt »Unter derselben Sonne« erschien im Januar 2025 beim Aufbau Verlag. Sie lebt mit ihrer Familie in der Nähe von Bonn.. Olga Hohmann, geboren 1992, wuchs in Berlin-Kreuzberg und Weimar auf. Nach einer Hospitation an der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz studierte sie Theaterregie an der HfS Ernst Busch Berlin, wo sie 2018 mit Diplom abschloss. Im selben Jahr begann sie ein Masterstudium der Bildenden Kunst am Piet Zwart Institute Rotterdam. 2021 publizierte sie ihre Masterarbeit »What I (don’t) remember«. 2022 erschien »The Overview Effect« beim Textem Verlag Hamburg. 2023 veröffentlichte sie ihr Prosadebüt »In deinem rechten Auge wohnt der Teufel« beim Berliner Korbinian Verlag, 2024 folgte »Stressed/Desserts« beim Kunstbuchverlag Windpark. Als Bildende Künstlerin wird sie vertreten von der Galerie Anton Janizewski.. PS: Anmerkungen zum Literaturbetrieb / Politisch Schreiben ist Zeitschrift und feministisches Autorinnenkollektiv. Derzeit besteht es aus: Caca Savić, Carolin Krahl, Eva Schörkhuber, Kaśka Bryla und Olivia Golde. Die PS erscheint seit 2015 ungefähr jährlich. Jede Ausgabe setzt sich zusammen aus einem inhaltlichen und einem literarischen Teil. Der erste Teil umfasst Essays und Interviews, die sich mit den Strukturen des Literaturbetriebs auseinandersetzen und um das Thema der Ausgabe kreisen. Der literarische Teil ist inhaltlich freigestellt, sucht aber nach Stimmen und Position gegen die Wahrscheinlichkeit. Die Texte aller Ausgaben können auf der Homepage nachgelesen werden. Ruth Herzberg wurde 1975 in Ost-Berlin geboren. Sie lebt und schreibt in Berlin-Prenzlauer Berg. Nachdem sie Drehbuch an der Filmuniversität Konrad Wolf in Babelsberg studierte, widmet sie sich hauptberuflich dem Schreiben von Prosa. 2021 erschien ihr Debütroman: »Wie man mit einem Mann unglücklich wird« bei mikrotext. Danach erschienen »Die aktuelle Situation« (2022) und »Ruth Herzberg von A-Z« (2023), ebenfalls bei mikrotext. Sabine Peters, geboren 1961 in Neuwied/Rhein, absolvierte ein Soziales Jahr sowie ein Studium der Literaturwissenschaft, Philosophie und Politologie. Sie lebt als freie Schriftstellerin in Hamburg. Neben Romanen, Erzählungen und Hörspielen schreibt sie auch Essays und Kritiken und erhielt zahlreiche Preise und Auszeichnungen. Zuletzt erschienen die Romane »Ein wahrer Apfel leuchtete am Himmelszelt« (Wallstein 2020) und »Die dritte Hälfte« (Wallstein 2024).. Sabine Rennefanz, 1974 in Beeskow geboren, arbeitet als Journalistin u. a. für Der Spiegel, Tagesspiegel und Radio 1. Sie war langjährige Redakteurin der Berliner Zeitung und wurde für ihre Reportagen und Essays mit dem Theodor-Wolff-Preis und dem Deutschen Reporterpreis ausgezeichnet. Sie veröffentlichte mehrere Bücher, darunter den Bestseller »Eisenkinder«, »Die Mutter meiner Mutter« und zuletzt den Roman »Kosakenberg«. Sie lebt mit ihrer Familie in Berlin.. Thomas Brussig, 1964 in Ost-Berlin geboren, hatte 1995 seinen Durchbruch mit dem Roman »Helden wie wir«. Es folgten u.a. »Am kürzeren Ende der Sonnenallee« (1999), »Wie es leuchtet« (2004) und das Musical »Hinterm Horizont« (2011). Seine Werke wurden in 30 Sprachen übersetzt. Zuletzt erschienen von ihm die Romane »Das gibts in keinem Russenfilm« (2015), »Beste Absichten« (2017), »Die Verwandelten« (2020), »Mats Hummels auf Paarship« (2023) und »Meine Apokalypsen« (2023). Er erhielt einige Auszeichnungen und Preise, war Inhaber der Poetik-Dozentur der Universität Koblenz-Landau (2012), Gründungsmitglied der Lübecker Gruppe 05 sowie Initiator der deutschen Fußballnationalmannschaft der Schriftsteller und ist Mitglied verschiedener Jurys.

Produktdetails

Family Sharing

Ja

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Gesprochen von

Spieldauer

6 Stunden und 33 Minuten

Abo-Fähigkeit

Ja

Erscheinungsdatum

05.03.2025

Hörtyp

Lesung

Fassung

ungekürzt

Medium

MP3

Anzahl Dateien

18

Verlag

Frankfurter Verlagsanstalt

Sprache

Deutsch

EAN

9783627033293

Herstelleradresse

FVA-Frankfurter Verlagsanstalt GmbH
Arndtstr. 11
60325 Frankfurt
Deutschland
Email: literatur@fva.de
Url: www.fva.de
Telephone: +49 69 74305590
Fax: +49 69 74305591

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Frauen in Ost und West

Kaffeeelse (Mitglied der Thalia Book Circle Community) am 03.08.2025

Bewertungsnummer: 2557310

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Der Osten. Und der Westen. Begriffe, die doch eigentlich der Vergangenheit im geeinigten Deutschland angehören. Sollte man meinen. Meinen auch gerade jüngere Zeitgenossen. Ich habe dies vor kurzem selbst von einer jüngeren Kollegin auf Arbeit gehört. Doch ist dem wirklich so? Kann man diese vielen Jahre der Teilung einfach negieren und sagen wir sind jetzt eins. Denn sind wir das wirklich? Sind wir wirklich geeint, vereint? Ich denke nicht. Immer noch gibt es eine Ungleichbehandlung. Immer noch gibt es Unterschiede. Unterschiede, die gefühlt werden. Und Unterschiede, die monetär bemerkbar sind. Kann dies ohne Folgen bleiben? Noch dazu wo diese gefühlte und tatsächliche Ungleichbehandlung von restriktiven politischen Strömungen gnadenlos zur Machtgewinnung benutzt wird und leider viele auf deren Polemik hereinfallen. Denn wie kann das sein, die Wiedervereinigung erfolgte 1990, bald sind das 35 Jahre, wie kann das sein, dass es immer noch unterschiedliche Bemessungen gibt? Diese unsägliche Unterteilung in Ost und West immer noch in den Löhnen und den Renten zu finden ist. 35 Jahre. Das ist eine lange Zeit. Was verbindet mich als ehemalige DDR-Bürgerin noch mit der DDR? Meine Kindheit und meine Jugend, denn dann war ich ja wieder vereint. Auf welcher Grundlage basiert dann diese Ungleichbehandlung, gerade wenn man bedenkt, dass das Grundgesetz von einer Gleichbehandlung spricht? Für mich ist dies absolut nicht mehr nachvollziehbar! Und das sollte schnellstens geändert werden. Gerade die Zahlen in den Wahlen sprechen hier eine recht deutliche Sprache und zeigen eine bestehende Gefahrenlage. Die jedoch weitestgehend ignoriert wird. Was ja dann irgendwie nach dem sehenden Auge klingt und wo ich mich frage, ob dies eventuell gewollt ist. Nun befasst sich dieses Buch nicht nur mit den politischen Hintergründen dieser Einteilung. Hauptaugenmerk bildet das soziale Umfeld der sogenannten Ostfrau und ihrer Partnerin, der Westfrau. Denn das Frauenbild in Ost und West unterscheidet sich fulminant. Man betrachte nur die im Westen relativ spät erkämpften Frauenrechte, die diametral zur gelebten Emanzipation im Osten stehen. Dies bringen verschiedene Autor*innen, die die Herausgeberinnen hier in diesem Buch grandios zusammengeführt haben, eindringlich zu Papier. Und so eröffnen in diesem Buch „Ost West Frau“ Mechthild Laufermann, Sabine Rennefanz, Julia Wolf, Daniela Dahn, Florian Werner, Kenah Cusanit, Maren Wurster, Asal Dardan, Olga Hohmann, Charlotte Gneuß, das Autorenkollektiv PS-Politisch Schreiben, Thomas Brussig, Nadège Kusanika, Ruth Herzberg, Sabine Peters, Franziska Hauser, Katja Kullmann und Kerstin Hensel der Leserschaft Einblicke in die Sozialisation in Ost und West und lassen dabei feministisch ausgebildete Herzen höherschlagen. Mir erging es mit diesem Buch auf jeden Fall so und ich wünsche diesem Augen öffnenden Buch viele viele Leser. In Ost und West. Frauen und Männer sollten zu diesem Buch greifen. Denn es wirft erhellende Blicke auf unsere Geschichte, auf unser Patriarchat.  Für mich war und ist „Ost West Frau“ ein Highlight in diesem Lesejahr. Obwohl ich es als E-Book gelesen hatte, ist es als Buch zu mir gewandert. Auch das zeigt die Wichtigkeit dieses Buches für mich, da mein Haushalt förmlich überquillt vor buchigen Schätzen und ich eigentlich vorsichtig mit dem Neuerwerb sein müsste. Ja, stimmt. Eigentlich!

Frauen in Ost und West

Kaffeeelse (Mitglied der Thalia Book Circle Community) am 03.08.2025
Bewertungsnummer: 2557310
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Der Osten. Und der Westen. Begriffe, die doch eigentlich der Vergangenheit im geeinigten Deutschland angehören. Sollte man meinen. Meinen auch gerade jüngere Zeitgenossen. Ich habe dies vor kurzem selbst von einer jüngeren Kollegin auf Arbeit gehört. Doch ist dem wirklich so? Kann man diese vielen Jahre der Teilung einfach negieren und sagen wir sind jetzt eins. Denn sind wir das wirklich? Sind wir wirklich geeint, vereint? Ich denke nicht. Immer noch gibt es eine Ungleichbehandlung. Immer noch gibt es Unterschiede. Unterschiede, die gefühlt werden. Und Unterschiede, die monetär bemerkbar sind. Kann dies ohne Folgen bleiben? Noch dazu wo diese gefühlte und tatsächliche Ungleichbehandlung von restriktiven politischen Strömungen gnadenlos zur Machtgewinnung benutzt wird und leider viele auf deren Polemik hereinfallen. Denn wie kann das sein, die Wiedervereinigung erfolgte 1990, bald sind das 35 Jahre, wie kann das sein, dass es immer noch unterschiedliche Bemessungen gibt? Diese unsägliche Unterteilung in Ost und West immer noch in den Löhnen und den Renten zu finden ist. 35 Jahre. Das ist eine lange Zeit. Was verbindet mich als ehemalige DDR-Bürgerin noch mit der DDR? Meine Kindheit und meine Jugend, denn dann war ich ja wieder vereint. Auf welcher Grundlage basiert dann diese Ungleichbehandlung, gerade wenn man bedenkt, dass das Grundgesetz von einer Gleichbehandlung spricht? Für mich ist dies absolut nicht mehr nachvollziehbar! Und das sollte schnellstens geändert werden. Gerade die Zahlen in den Wahlen sprechen hier eine recht deutliche Sprache und zeigen eine bestehende Gefahrenlage. Die jedoch weitestgehend ignoriert wird. Was ja dann irgendwie nach dem sehenden Auge klingt und wo ich mich frage, ob dies eventuell gewollt ist. Nun befasst sich dieses Buch nicht nur mit den politischen Hintergründen dieser Einteilung. Hauptaugenmerk bildet das soziale Umfeld der sogenannten Ostfrau und ihrer Partnerin, der Westfrau. Denn das Frauenbild in Ost und West unterscheidet sich fulminant. Man betrachte nur die im Westen relativ spät erkämpften Frauenrechte, die diametral zur gelebten Emanzipation im Osten stehen. Dies bringen verschiedene Autor*innen, die die Herausgeberinnen hier in diesem Buch grandios zusammengeführt haben, eindringlich zu Papier. Und so eröffnen in diesem Buch „Ost West Frau“ Mechthild Laufermann, Sabine Rennefanz, Julia Wolf, Daniela Dahn, Florian Werner, Kenah Cusanit, Maren Wurster, Asal Dardan, Olga Hohmann, Charlotte Gneuß, das Autorenkollektiv PS-Politisch Schreiben, Thomas Brussig, Nadège Kusanika, Ruth Herzberg, Sabine Peters, Franziska Hauser, Katja Kullmann und Kerstin Hensel der Leserschaft Einblicke in die Sozialisation in Ost und West und lassen dabei feministisch ausgebildete Herzen höherschlagen. Mir erging es mit diesem Buch auf jeden Fall so und ich wünsche diesem Augen öffnenden Buch viele viele Leser. In Ost und West. Frauen und Männer sollten zu diesem Buch greifen. Denn es wirft erhellende Blicke auf unsere Geschichte, auf unser Patriarchat.  Für mich war und ist „Ost West Frau“ ein Highlight in diesem Lesejahr. Obwohl ich es als E-Book gelesen hatte, ist es als Buch zu mir gewandert. Auch das zeigt die Wichtigkeit dieses Buches für mich, da mein Haushalt förmlich überquillt vor buchigen Schätzen und ich eigentlich vorsichtig mit dem Neuerwerb sein müsste. Ja, stimmt. Eigentlich!

Frauen in Ost und West Der…

kaffeeelse aus D am 03.08.2025

Bewertungsnummer: 2952161

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Frauen in Ost und West Der Osten. Und der Westen. Begriffe, die doch eigentlich der Vergangenheit im geeinigten Deutschland angehören. Sollte man meinen. Meinen auch gerade jüngere Zeitgenossen. Ich habe dies vor kurzem selbst von einer jüngeren Kollegin auf Arbeit gehört. Doch ist dem wirklich so? Kann man diese vielen Jahre der Teilung einfach negieren und sagen wir sind jetzt eins. Denn sind wir das wirklich? Sind wir wirklich geeint, vereint? Ich denke nicht. Immer noch gibt es eine Ungleichbehandlung. Immer noch gibt es Unterschiede. Unterschiede, die gefühlt werden. Und Unterschiede, die monetär bemerkbar sind. Kann dies ohne Folgen bleiben? Noch dazu wo diese gefühlte und tatsächliche Ungleichbehandlung von restriktiven politischen Strömungen gnadenlos zur Machtgewinnung benutzt wird und leider viele auf deren Polemik hereinfallen. Denn wie kann das sein, die Wiedervereinigung erfolgte 1990, bald sind das 35 Jahre, wie kann das sein, dass es immer noch unterschiedliche Bemessungen gibt? Diese unsägliche Unterteilung in Ost und West immer noch in den Löhnen und den Renten zu finden ist. 35 Jahre. Das ist eine lange Zeit. Was verbindet mich als ehemalige DDR-Bürgerin noch mit der DDR? Meine Kindheit und meine Jugend, denn dann war ich ja wieder vereint. Auf welcher Grundlage basiert dann diese Ungleichbehandlung, gerade wenn man bedenkt, dass das Grundgesetz von einer Gleichbehandlung spricht? Für mich ist dies absolut nicht mehr nachvollziehbar! Und das sollte schnellstens geändert werden. Gerade die Zahlen in den Wahlen sprechen hier eine recht deutliche Sprache und zeigen eine bestehende Gefahrenlage. Die jedoch weitestgehend ignoriert wird. Was ja dann irgendwie nach dem sehenden Auge klingt und wo ich mich frage, ob dies eventuell gewollt ist. Nun befasst sich dieses Buch nicht nur mit den politischen Hintergründen dieser Einteilung. Hauptaugenmerk bildet das soziale Umfeld der sogenannten Ostfrau und ihrer Partnerin, der Westfrau. Denn das Frauenbild in Ost und West unterscheidet sich fulminant. Man betrachte nur die im Westen relativ spät erkämpften Frauenrechte, die diametral zur gelebten Emanzipation im Osten stehen. Dies bringen verschiedene Autor*innen, die die Herausgeberinnen hier in diesem Buch grandios zusammengeführt haben, eindringlich zu Papier. Und so eröffnen in diesem Buch „Ost West Frau“ Mechthild Laufermann, Sabine Rennefanz, Julia Wolf, Daniela Dahn, Florian Werner, Kenah Cusanit, Maren Wurster, Asal Dardan, Olga Hohmann, Charlotte Gneuß, das Autorenkollektiv PS-Politisch Schreiben, Thomas Brussig, Nadège Kusanika, Ruth Herzberg, Sabine Peters, Franziska Hauser, Katja Kullmann und Kerstin Hensel der Leserschaft Einblicke in die Sozialisation in Ost und West und lassen dabei feministisch ausgebildete Herzen höherschlagen. Mir erging es mit diesem Buch auf jeden Fall so und ich wünsche diesem Augen öffnenden Buch viele viele Leser. In Ost und West. Frauen und Männer sollten zu diesem Buch greifen. Denn es wirft erhellende Blicke auf unsere Geschichte, auf unser Patriarchat. Für mich war und ist „Ost West Frau“ ein Highlight in diesem Lesejahr. Obwohl ich es als E-Book gelesen hatte, ist es als Buch zu mir gewandert. Auch das zeigt die Wichtigkeit dieses Buches für mich, da mein Haushalt förmlich überquillt vor buchigen Schätzen und ich eigentlich vorsichtig mit dem Neuerwerb sein müsste. Ja, stimmt. Eigentlich!

Frauen in Ost und West Der…

kaffeeelse aus D am 03.08.2025
Bewertungsnummer: 2952161
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Frauen in Ost und West Der Osten. Und der Westen. Begriffe, die doch eigentlich der Vergangenheit im geeinigten Deutschland angehören. Sollte man meinen. Meinen auch gerade jüngere Zeitgenossen. Ich habe dies vor kurzem selbst von einer jüngeren Kollegin auf Arbeit gehört. Doch ist dem wirklich so? Kann man diese vielen Jahre der Teilung einfach negieren und sagen wir sind jetzt eins. Denn sind wir das wirklich? Sind wir wirklich geeint, vereint? Ich denke nicht. Immer noch gibt es eine Ungleichbehandlung. Immer noch gibt es Unterschiede. Unterschiede, die gefühlt werden. Und Unterschiede, die monetär bemerkbar sind. Kann dies ohne Folgen bleiben? Noch dazu wo diese gefühlte und tatsächliche Ungleichbehandlung von restriktiven politischen Strömungen gnadenlos zur Machtgewinnung benutzt wird und leider viele auf deren Polemik hereinfallen. Denn wie kann das sein, die Wiedervereinigung erfolgte 1990, bald sind das 35 Jahre, wie kann das sein, dass es immer noch unterschiedliche Bemessungen gibt? Diese unsägliche Unterteilung in Ost und West immer noch in den Löhnen und den Renten zu finden ist. 35 Jahre. Das ist eine lange Zeit. Was verbindet mich als ehemalige DDR-Bürgerin noch mit der DDR? Meine Kindheit und meine Jugend, denn dann war ich ja wieder vereint. Auf welcher Grundlage basiert dann diese Ungleichbehandlung, gerade wenn man bedenkt, dass das Grundgesetz von einer Gleichbehandlung spricht? Für mich ist dies absolut nicht mehr nachvollziehbar! Und das sollte schnellstens geändert werden. Gerade die Zahlen in den Wahlen sprechen hier eine recht deutliche Sprache und zeigen eine bestehende Gefahrenlage. Die jedoch weitestgehend ignoriert wird. Was ja dann irgendwie nach dem sehenden Auge klingt und wo ich mich frage, ob dies eventuell gewollt ist. Nun befasst sich dieses Buch nicht nur mit den politischen Hintergründen dieser Einteilung. Hauptaugenmerk bildet das soziale Umfeld der sogenannten Ostfrau und ihrer Partnerin, der Westfrau. Denn das Frauenbild in Ost und West unterscheidet sich fulminant. Man betrachte nur die im Westen relativ spät erkämpften Frauenrechte, die diametral zur gelebten Emanzipation im Osten stehen. Dies bringen verschiedene Autor*innen, die die Herausgeberinnen hier in diesem Buch grandios zusammengeführt haben, eindringlich zu Papier. Und so eröffnen in diesem Buch „Ost West Frau“ Mechthild Laufermann, Sabine Rennefanz, Julia Wolf, Daniela Dahn, Florian Werner, Kenah Cusanit, Maren Wurster, Asal Dardan, Olga Hohmann, Charlotte Gneuß, das Autorenkollektiv PS-Politisch Schreiben, Thomas Brussig, Nadège Kusanika, Ruth Herzberg, Sabine Peters, Franziska Hauser, Katja Kullmann und Kerstin Hensel der Leserschaft Einblicke in die Sozialisation in Ost und West und lassen dabei feministisch ausgebildete Herzen höherschlagen. Mir erging es mit diesem Buch auf jeden Fall so und ich wünsche diesem Augen öffnenden Buch viele viele Leser. In Ost und West. Frauen und Männer sollten zu diesem Buch greifen. Denn es wirft erhellende Blicke auf unsere Geschichte, auf unser Patriarchat. Für mich war und ist „Ost West Frau“ ein Highlight in diesem Lesejahr. Obwohl ich es als E-Book gelesen hatte, ist es als Buch zu mir gewandert. Auch das zeigt die Wichtigkeit dieses Buches für mich, da mein Haushalt förmlich überquillt vor buchigen Schätzen und ich eigentlich vorsichtig mit dem Neuerwerb sein müsste. Ja, stimmt. Eigentlich!

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