Die dreizehnjährige Sillaidh Ó Connor lebt mit ihren Eltern und ihrer älteren Schwester Milli in einem großen Manor in Howth/Irland. Der Familie geht es gut. Doch kurz vor Sills vierzehntem Geburtstag wird ihr Vater, James Ó Connor, brutal zusammengeschlagen. Das Mädchen erfährt, dass der verstorbene Großvater finanzielle Probleme hatte und die Familie vor dem Ruin steht, was James verschwiegen hat. Um die Schulden zu tilgen, hat er sämtliche im Besitz befindlichen Hotels verspielt. Ein Schuldschein in Höhe von einer Million Euro verbrieft die Forderung des deutschen Eigentümers Graf Franz von Rosenberg, der die Schulden auf brutale Weise eintreibt. Die Familie ist gezwungen, nach Berlin auf Rosenbergs Gut zu übersiedeln, wo sie arbeiten und sich um des Grafen jüngsten und kranken Sohn Milan kümmern müssen. Zudem wird Sillaidhs Mutter Marie Ann gezwungen, dem Grafen jederzeit im Bett zu Willen zu sein. Als der älteste Sohn, Peer von Rosenberg, zu Besuch kommt, verliebt sich Sill in ihn, doch er weist sie mit der Begründung, sie sei noch ein Kind, zurück und wendet sich ihrer Schwester Milli zu. Als James Ó Connor eines Tages verschwindet und Marie Ann mehr und mehr dem Alkohol verfällt, kann Sill ihren Hass auf Franz von Rosenberg kaum zügeln. Einziger Trost für sie sind ein Rabe und das Erscheinen Rosaidh Ó Dálaighs, einer Vorfahrin, die vor vielen Jahren Blutopfer sein sollte, um die Götter zu besänftigen und Unheil von ihrem Clan abzuwenden. Der Name Rosaidh ist in eine Triskele eingraviert, die eines Morgens auf Sillaidhs Nachttisch liegt. Seitdem trägt sie das Amulett an einer Kette. Dass diese Triskele Geheimnisse ihrer Vorfahren birgt, erfährt Sillaidh Jahre später, in denen sie Schicksalhaftes erleiden muss. Sie erkennt, dass ein schrecklicher Fluch ihrer Ahnen auf ihr lastet. Als sie Peer von Rosenberg wiedertrifft, spürt sie, dass sie ihn immer noch liebt. Beide verstricken sich in einem Netz aus Intrigen und dunklen Machenschaften und es entbrennt ein verzweifelter Kampf, um dem Fluch zu entgehen.
Kundinnen und Kunden meinen
5.0/5.0
Bewertung
5/5
06.09.2025
Buch (Taschenbuch)
Ein fesselnder Mix aus irischer Mythologie und Familiengeheimnissen
„Die Triskele“ von Christine Morandin ist ein interessanterer Roman, der mich von der ersten Seite an gefesselt hat. Die Geschichte beginnt mit Sillaidh Ó Connor, die mit ihrer Familie von Irland nach Deutschland ziehen muss, um die Schulden ihres Vaters bei dem mächtigen Grafen Franz von Rosenberg zu begleichen. Doch was als düstere Familiengeschichte beginnt, entwickelt sich zu einem packenden Thriller, in dem Liebe, Intrigen und mystische Elemente aufeinandertreffen. Es macht Freude, in diese Geschichte einzutauchen.
Die Autorin versteht es meisterhaft, Spannung aufzubauen und die Leser in eine Welt voller Geheimnisse und unerwarteter Wendungen zu entführen. Besonders beeindruckend ist die Verknüpfung von realen Ereignissen mit der irischen Mythologie, die dem Buch eine zusätzliche Tiefe verleiht. Die Charaktere sind vielschichtig und entwickeln sich im Laufe der Geschichte auf glaubwürdige Weise weiter. Sillaidh ist eine Protagonistin, mit der man mitfiebert und deren Schicksal einen nicht mehr loslässt. Ihre Stärke und Ehrlichkeit haben mich fasziniert. Zugleich stellte ich mir zeitweise die Frage, ob Peer Rosenberg ebenso ihren Charakter liebt oder ihn viel mehr ihre Schönheit begeisterte.
Da ich Irland schon persönlich kennenlernen durfte und auch Howth in seiner Pracht erlebte, fühlte ich mich den Protagonisten besonders nah.
Christine Morandins Schreibstil ist flüssig und bildhaft, sodass man sich mit den Szenen lebendig auseinandersetzen konnte. Die Mischung aus historischen Elementen, mystischen Aspekten und emotionaler Tiefe macht „Die Triskele“ zu einem spannenden Leseerlebnis. Für alle, die spannungsgeladene Geschichten mit Herz und Verstand lieben, ist dieses Buch ein absolutes Muss.
Bewertung
5/5
05.07.2025
Buch (Taschenbuch)
Spannend, mystisch und schicksalhaft: Die Triskele
In ihrem Roman "Die Triskele" verknüpft Christine Morandin eine spannende Familiengeschichte mit der irischen Mythologie und einer tiefgehenden Liebensgeschichte. Eine atemberaubende Handlung mit psychologischem Tiefgang und fantastische Elemente machen das Lesen zum Vergnügen. Trotz der mystischen Zeichen werde ich als Leserin unmittelbar in eine reale Umgebung geführt, in der Abgründe des menschlichen Daseins vorherrschen.
Die Protagonistin Sillaidh muss wegen der Spielschulden ihres Vaters mit ihrer Familie von Irland nach Deutschland umziehen. Hier endet Sills Kindheit und sie steht schwierigen Herausforderungen gegenüber. Ihre Familie muss die Schulden bei Franz von Rosenberg abarbeiten. Sill lernt Rosenbergs Sohn Peer kennen und es wird deutlich, dass beide Familien auf mystische Weise verbunden sind. Sillaidhs Vorfahrin Rosaidh erscheint ihr immer wieder auf magische Weise genauso wie ein geheimnisvoller Rabe. Zudem wird sie in einen Mordfall verwickelt und Peer und sie sehen sich erst nach Jahren wieder. Gemeinsam versuchen sie dem Familiengeheimnis auf die Spur zu kommen und das Rätsel um die Triskele zu entschlüsseln.
Erzählt wird abwechselnd aus Sills und Peers Perspektive und das Geschehen entwickelt sich nach und nach zu einer komplexen Geschichte.
Von Beginn an ist der Spannungsbogen hoch. Christine Morandin zeichnet einen Teppich von Intrigen und Geheimnissen mit überraschenden Wendungen, dem ein Fluch der Ahnen zugrunde liegt. Menschliche Probleme wie Eifersucht, Machtstreben, aber auch Erkenntnis und Reifungsprozesse sind geschickt hineingewoben.
Die Charaktere sind authentisch, haben Stärken und Schwächen. Besonders bei Sillaidh ist eine Entwicklung deutlich. Auch Schicksalsschläge entmutigen sie nicht, sondern lassen sie reifen und kämpfen.
Der Schreibstil ist verständlich und bildhaft. Einzelne Handlungsstränge und Rückblenden verschmelzen und führen am Ende zur Wahrheit. Man erkennt, dass Wunden nur dann heilen können, wenn man sie nicht zupflastert.
Die Autorin hatte einen Roman geschaffen, der unter die Haut geht.
Vertrauen in sich und andere, Bewusstwerden der eigenen Stärken (und auch Schwächen), Mut, Verzweiflung, Kampfgeist und nicht zuletzt die Liebe – Christine Morandin versteht es, eine breite Palette an Gefühlen in die spannende Handlung einzubetten. Ein Buch, das einen in den Bann zieht und absolut lesenswert ist.
Danke dafür, Christine.
Erwähnenswert auch das gut gestaltete Cover von Renee Rott, der die magischen Symbole des Raben und der Triskele ausdrucksstark zusammengebracht hat.
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