Produktbild: Die Ferien

Die Ferien Roman. »Sehr komisch!« Elke Heidenreich

14

24,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

37468

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

22.07.2025

Verlag

Kjona Verlag

Seitenzahl

208

Maße (L/B/H)

19,4/12,3/1,8 cm

Gewicht

266 g

Farbe

Avocado / Eisblau

Auflage

1. Auflage

Originaltitel

Rental House. A novel

Übersetzt von

Andrea O' Brien

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-910372-48-1

Beschreibung

Rezension

»Unfassbar komisch erzählt Wang von einer Familie, in der verschiedene Klassen und Kulturen miteinander kollidieren. Und deren Mitglieder überraschende Momente tiefer Einigkeit erleben.« The New Yorker

Produktdetails

Verkaufsrang

37468

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

22.07.2025

Verlag

Kjona Verlag

Seitenzahl

208

Maße (L/B/H)

19,4/12,3/1,8 cm

Gewicht

266 g

Farbe

Avocado / Eisblau

Auflage

1. Auflage

Originaltitel

Rental House. A novel

Übersetzt von

Andrea O' Brien

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-910372-48-1

Herstelleradresse

Kjona Verlag
Zweibrückenstraße 3
80331 München
DE

Email: hello@kjona.eco

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Vielschichtige Gesellschaftssatire einer literarisch talentierten Autorin

nessabo am 11.09.2025

Bewertungsnummer: 2593526

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Weike Wang hat hier ein ehrliches Porträt über langjährige romantische Beziehungen geschrieben und verknüpft sie wie eine Art Kammerspiel intelligent mit gesellschaftlichen Ambivalenzen sowie Differenzen. Keru, amerikanische Chinesin aus einem wohlhabenderen Akademikerhaushalt, und Nate, weißer Erstakademiker, machen Urlaub mit ihren beiden Eltern. Zeitlich getrennt - aus Gründen, wie sich im Laufe der Handlung herausstellt. Der Culture Clash ist dabei ebenso fein konstruiert wie die Figuren selbst. Wang schafft es auf beeindruckende Art, Stereotype irgendwie gleichzeitig zu bedienen und nicht zu bedienen. Die Charaktere sind vielschichtig und reflektieren über bestimmte eigene Stereotype. So verhandelt die Autorin Fragen zu Verantwortung ebenso wie zu Selbstakzeptanz und Identitätsfindung. Das ewige People Pleasing Kerus lässt sich damit erklären, dass ihre Eltern sie genau so sozialisiert haben - die in einer rassistischen Gesellschaft wiederum ihre Gründe dafür hatten. Nate kommt aus einer weißen Familie, die sparsam leben musste - entsprechend verständlich ist sein Unwohlsein angesichts luxuriöser Urlaube. Das bedeutet umgekehrt aber auch nicht, dass Kerus Familie in jeglicher Hinsicht über mehr Kapital verfügt. Ich fand die ganzen Ambivalenzen beim Lesen durchaus fordernd, aber ganz toll herausgearbeitet. Die Ursprungsfamilien beider Hauptfiguren sind wirklich sehr furchtbar und nur dank Wangs bissigem Humor aushaltbar. Überpenibel, gewaltvoll und kühl auf der einen Seite, rassistisch und egozentrisch auf der anderen. Dass die jeweiligen Schwiegerkinder damit ihre Schwierigkeiten haben und nicht so recht wissen, was sie tun sollen, ist nicht nur äußerst authentisch portraitiert, sondern eskaliert auch auf überspitzte Art und Weise. Der Erzählstil ist durchaus anspruchsvoll, weil die Perspektiven so fließend wechseln. Ich bin da eher Fan von klarerer Abgrenzung, konnte mich aber im Verlauf gut dran gewöhnen. Wang hat ein Talent für eine klare und direkte, zugleich aber auch einfühlsame Sprache, die einen tollen Lesesog entwickelt. Dabei ist das Werk kein locker-flockiger Sommerroman, sondern regt durch seine sarkastischen und ehrlichen Stellen zum Nachdenken über Privilegien und familiäre Sozialisierung an. Der zweite Teil bricht noch einmal mit der vorherigen Erzählung. Das wirkt im ersten Moment unpassend, ich empfand es aber als eine interessante zusätzliche Sozialstudie - zumal sich die Fronten (Keru: Wohlstand, Nate: Einfachheit) über die Zeit weiter verhärtet haben, die Kinderfrage für sie aber wiederum klar und übereinstimmend geklärt ist. Dadurch können die Konflikte innenfamiliär noch einmal neu betrachtet und zudem um eine Perspektive der gesellschaftlichen Sicht auf Kinderfreiheit ergänzt werden. Nichtsdestotrotz geht es am Ende unglaublich schnell und bleibt eher undeutlich, das war nicht ganz mein Fall. Insgesamt verbleibe ich aber positiv überrascht von diesem gleichzeitig komplexen und gut lesbaren Werk. 4,5 ⭐️

Vielschichtige Gesellschaftssatire einer literarisch talentierten Autorin

nessabo am 11.09.2025
Bewertungsnummer: 2593526
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Weike Wang hat hier ein ehrliches Porträt über langjährige romantische Beziehungen geschrieben und verknüpft sie wie eine Art Kammerspiel intelligent mit gesellschaftlichen Ambivalenzen sowie Differenzen. Keru, amerikanische Chinesin aus einem wohlhabenderen Akademikerhaushalt, und Nate, weißer Erstakademiker, machen Urlaub mit ihren beiden Eltern. Zeitlich getrennt - aus Gründen, wie sich im Laufe der Handlung herausstellt. Der Culture Clash ist dabei ebenso fein konstruiert wie die Figuren selbst. Wang schafft es auf beeindruckende Art, Stereotype irgendwie gleichzeitig zu bedienen und nicht zu bedienen. Die Charaktere sind vielschichtig und reflektieren über bestimmte eigene Stereotype. So verhandelt die Autorin Fragen zu Verantwortung ebenso wie zu Selbstakzeptanz und Identitätsfindung. Das ewige People Pleasing Kerus lässt sich damit erklären, dass ihre Eltern sie genau so sozialisiert haben - die in einer rassistischen Gesellschaft wiederum ihre Gründe dafür hatten. Nate kommt aus einer weißen Familie, die sparsam leben musste - entsprechend verständlich ist sein Unwohlsein angesichts luxuriöser Urlaube. Das bedeutet umgekehrt aber auch nicht, dass Kerus Familie in jeglicher Hinsicht über mehr Kapital verfügt. Ich fand die ganzen Ambivalenzen beim Lesen durchaus fordernd, aber ganz toll herausgearbeitet. Die Ursprungsfamilien beider Hauptfiguren sind wirklich sehr furchtbar und nur dank Wangs bissigem Humor aushaltbar. Überpenibel, gewaltvoll und kühl auf der einen Seite, rassistisch und egozentrisch auf der anderen. Dass die jeweiligen Schwiegerkinder damit ihre Schwierigkeiten haben und nicht so recht wissen, was sie tun sollen, ist nicht nur äußerst authentisch portraitiert, sondern eskaliert auch auf überspitzte Art und Weise. Der Erzählstil ist durchaus anspruchsvoll, weil die Perspektiven so fließend wechseln. Ich bin da eher Fan von klarerer Abgrenzung, konnte mich aber im Verlauf gut dran gewöhnen. Wang hat ein Talent für eine klare und direkte, zugleich aber auch einfühlsame Sprache, die einen tollen Lesesog entwickelt. Dabei ist das Werk kein locker-flockiger Sommerroman, sondern regt durch seine sarkastischen und ehrlichen Stellen zum Nachdenken über Privilegien und familiäre Sozialisierung an. Der zweite Teil bricht noch einmal mit der vorherigen Erzählung. Das wirkt im ersten Moment unpassend, ich empfand es aber als eine interessante zusätzliche Sozialstudie - zumal sich die Fronten (Keru: Wohlstand, Nate: Einfachheit) über die Zeit weiter verhärtet haben, die Kinderfrage für sie aber wiederum klar und übereinstimmend geklärt ist. Dadurch können die Konflikte innenfamiliär noch einmal neu betrachtet und zudem um eine Perspektive der gesellschaftlichen Sicht auf Kinderfreiheit ergänzt werden. Nichtsdestotrotz geht es am Ende unglaublich schnell und bleibt eher undeutlich, das war nicht ganz mein Fall. Insgesamt verbleibe ich aber positiv überrascht von diesem gleichzeitig komplexen und gut lesbaren Werk. 4,5 ⭐️

Vielschichtige Gesellschaftssa…

nessabo am 11.09.2025

Bewertungsnummer: 2959169

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Vielschichtige Gesellschaftssatire einer literarisch talentierten Autorin Weike Wang hat hier ein ehrliches Porträt über langjährige romantische Beziehungen geschrieben und verknüpft sie wie eine Art Kammerspiel intelligent mit gesellschaftlichen Ambivalenzen sowie Differenzen. Keru, amerikanische Chinesin aus einem wohlhabenderen Akademikerhaushalt, und Nate, weißer Erstakademiker, machen Urlaub mit ihren beiden Eltern. Zeitlich getrennt - aus Gründen, wie sich im Laufe der Handlung herausstellt. Der Culture Clash ist dabei ebenso fein konstruiert wie die Figuren selbst. Wang schafft es auf beeindruckende Art, Stereotype irgendwie gleichzeitig zu bedienen und nicht zu bedienen. Die Charaktere sind vielschichtig und reflektieren über bestimmte eigene Stereotype. So verhandelt die Autorin Fragen zu Verantwortung ebenso wie zu Selbstakzeptanz und Identitätsfindung. Das ewige People Pleasing Kerus lässt sich damit erklären, dass ihre Eltern sie genau so sozialisiert haben - die in einer rassistischen Gesellschaft wiederum ihre Gründe dafür hatten. Nate kommt aus einer weißen Familie, die sparsam leben musste - entsprechend verständlich ist sein Unwohlsein angesichts luxuriöser Urlaube. Das bedeutet umgekehrt aber auch nicht, dass Kerus Familie in jeglicher Hinsicht über mehr Kapital verfügt. Ich fand die ganzen Ambivalenzen beim Lesen durchaus fordernd, aber ganz toll herausgearbeitet. Die Ursprungsfamilien beider Hauptfiguren sind wirklich sehr furchtbar und nur dank Wangs bissigem Humor aushaltbar. Überpenibel, gewaltvoll und kühl auf der einen Seite, rassistisch und egozentrisch auf der anderen. Dass die jeweiligen Schwiegerkinder damit ihre Schwierigkeiten haben und nicht so recht wissen, was sie tun sollen, ist nicht nur äußerst authentisch portraitiert, sondern eskaliert auch auf überspitzte Art und Weise. Der Erzählstil ist durchaus anspruchsvoll, weil die Perspektiven so fließend wechseln. Ich bin da eher Fan von klarerer Abgrenzung, konnte mich aber im Verlauf gut dran gewöhnen. Wang hat ein Talent für eine klare und direkte, zugleich aber auch einfühlsame Sprache, die einen tollen Lesesog entwickelt. Dabei ist das Werk kein locker-flockiger Sommerroman, sondern regt durch seine sarkastischen und ehrlichen Stellen zum Nachdenken über Privilegien und familiäre Sozialisierung an. Der zweite Teil bricht noch einmal mit der vorherigen Erzählung. Das wirkt im ersten Moment unpassend, ich empfand es aber als eine interessante zusätzliche Sozialstudie - zumal sich die Fronten (Keru: Wohlstand, Nate: Einfachheit) über die Zeit weiter verhärtet haben, die Kinderfrage für sie aber wiederum klar und übereinstimmend geklärt ist. Dadurch können die Konflikte innenfamiliär noch einmal neu betrachtet und zudem um eine Perspektive der gesellschaftlichen Sicht auf Kinderfreiheit ergänzt werden. Nichtsdestotrotz geht es am Ende unglaublich schnell und bleibt eher undeutlich, das war nicht ganz mein Fall. Insgesamt verbleibe ich aber positiv überrascht von diesem gleichzeitig komplexen und gut lesbaren Werk. 4,5 ⭐️

Vielschichtige Gesellschaftssa…

nessabo am 11.09.2025
Bewertungsnummer: 2959169
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Vielschichtige Gesellschaftssatire einer literarisch talentierten Autorin Weike Wang hat hier ein ehrliches Porträt über langjährige romantische Beziehungen geschrieben und verknüpft sie wie eine Art Kammerspiel intelligent mit gesellschaftlichen Ambivalenzen sowie Differenzen. Keru, amerikanische Chinesin aus einem wohlhabenderen Akademikerhaushalt, und Nate, weißer Erstakademiker, machen Urlaub mit ihren beiden Eltern. Zeitlich getrennt - aus Gründen, wie sich im Laufe der Handlung herausstellt. Der Culture Clash ist dabei ebenso fein konstruiert wie die Figuren selbst. Wang schafft es auf beeindruckende Art, Stereotype irgendwie gleichzeitig zu bedienen und nicht zu bedienen. Die Charaktere sind vielschichtig und reflektieren über bestimmte eigene Stereotype. So verhandelt die Autorin Fragen zu Verantwortung ebenso wie zu Selbstakzeptanz und Identitätsfindung. Das ewige People Pleasing Kerus lässt sich damit erklären, dass ihre Eltern sie genau so sozialisiert haben - die in einer rassistischen Gesellschaft wiederum ihre Gründe dafür hatten. Nate kommt aus einer weißen Familie, die sparsam leben musste - entsprechend verständlich ist sein Unwohlsein angesichts luxuriöser Urlaube. Das bedeutet umgekehrt aber auch nicht, dass Kerus Familie in jeglicher Hinsicht über mehr Kapital verfügt. Ich fand die ganzen Ambivalenzen beim Lesen durchaus fordernd, aber ganz toll herausgearbeitet. Die Ursprungsfamilien beider Hauptfiguren sind wirklich sehr furchtbar und nur dank Wangs bissigem Humor aushaltbar. Überpenibel, gewaltvoll und kühl auf der einen Seite, rassistisch und egozentrisch auf der anderen. Dass die jeweiligen Schwiegerkinder damit ihre Schwierigkeiten haben und nicht so recht wissen, was sie tun sollen, ist nicht nur äußerst authentisch portraitiert, sondern eskaliert auch auf überspitzte Art und Weise. Der Erzählstil ist durchaus anspruchsvoll, weil die Perspektiven so fließend wechseln. Ich bin da eher Fan von klarerer Abgrenzung, konnte mich aber im Verlauf gut dran gewöhnen. Wang hat ein Talent für eine klare und direkte, zugleich aber auch einfühlsame Sprache, die einen tollen Lesesog entwickelt. Dabei ist das Werk kein locker-flockiger Sommerroman, sondern regt durch seine sarkastischen und ehrlichen Stellen zum Nachdenken über Privilegien und familiäre Sozialisierung an. Der zweite Teil bricht noch einmal mit der vorherigen Erzählung. Das wirkt im ersten Moment unpassend, ich empfand es aber als eine interessante zusätzliche Sozialstudie - zumal sich die Fronten (Keru: Wohlstand, Nate: Einfachheit) über die Zeit weiter verhärtet haben, die Kinderfrage für sie aber wiederum klar und übereinstimmend geklärt ist. Dadurch können die Konflikte innenfamiliär noch einmal neu betrachtet und zudem um eine Perspektive der gesellschaftlichen Sicht auf Kinderfreiheit ergänzt werden. Nichtsdestotrotz geht es am Ende unglaublich schnell und bleibt eher undeutlich, das war nicht ganz mein Fall. Insgesamt verbleibe ich aber positiv überrascht von diesem gleichzeitig komplexen und gut lesbaren Werk. 4,5 ⭐️

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