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Einsamsein Eine Befreiungsgeschichte - Der Spiegel-Kolumnist begibt sich auf eine persönliche und poetische Suche nach den Ursprüngen der Einsamkeit – Platz 10 der WELT-Bestenliste

8

22,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

12781

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

11.02.2026

Verlag

Goldmann

Seitenzahl

224

Maße (L/B/H)

20,2/13,2/2,5 cm

Gewicht

314 g

Farbe

Weiß / Grau

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-442-30233-8

Beschreibung

Rezension

»Ein beeindruckendes und mutiges Buch, dessen Untertitel uns tröstet« ("Elke Heidenreich, BUNTE")
»Frech, drastisch, packend und dabei dankenswert unterhaltsam« ("Cicero")
»Berührend, tröstlich und mit stillem Humor« ("Hörzu")
»Eine Geschichte der Befreiung. Nicht die große, filmreife. Sondern die kleine, tägliche, mühsame – und echte.« ("Frankfurter Rundschau")

Produktdetails

Verkaufsrang

12781

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

11.02.2026

Verlag

Goldmann

Seitenzahl

224

Maße (L/B/H)

20,2/13,2/2,5 cm

Gewicht

314 g

Farbe

Weiß / Grau

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-442-30233-8

Herstelleradresse

Goldmann Verlag
Neumarkter Str. 28
81673 München
DE

Email: produktsicherheit@penguinrandomhouse.de

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  • Andrea Karminrot

    aus Berlin

    5/5

    30.04.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    EInsamsein, wie viel hält man aus?

    Einsamsein ... wie das ist, beschreibt der Autor und Journalist Daniel Haas in diesem Buch ganz schonungslos mit sich, seiner Familie und ein Loblied auf seine Freunde. Daniel Haas Familie ist prädestiniert dafür einsam zu sein. Schon seine Eltern haben es ihm vorgemacht, wie man unter Menschen einsam sein kann. Marei, so nennt Daniel seine Mutter, bittet ihren Sohn in die Schweiz zu kommen. Sie hat genug vom Leben und hat beschlossen begleitet zu sterben. Daniel ist aber selber in einem Dilemma. Er hat wieder einmal eine Phase, in der er sich vor dem Leben und den Menschen um ihn herum versteckt. Er steckt in seinem Einsamsein fest und verlässt seine vernachlässigte Wohnung nur um zum Späti zu gehen. Sogar seinen geliebten Kaffee im Café hat er geopfert, um sich zu isolieren. Seiner Mutter zuliebe macht er sich aber auf den Weg in die Schweiz und schon auf dem Weg dorthin geht es ihm nicht aus dem Kopf, wie einsam er ist. Morgens in ein Café kommen, einen Cappuccino bestellen und dann draußen sitzend die Passanten betrachten, das ist eine pflichtübung die ich keinen Tag auslasse. Auf diese Weise habe ich das Gefühl, am Leben teil zu haben, Mitglied der sogenannten Gesellschaft zu sein. Seite 23 Daniels Haas Er hat studiert, ist Journalist und Autor. Er hat für die renommiertesten Zeitungen geschrieben. Haas hat interessante und intelligente Freunde und könnte ein Leben leben, um welches ihn viele beneiden würden. Und doch ist er einsam. Die Frauen, die er begehrt, laufen ihm davon. Haas hat ein Drogenproblem, bekommt es wieder in den Griff, wird vorübergehend in der Psychiatrie landen, dort Menschen treffen, die ihm guttun. Er wird immer wieder die Stadt und das Land wechseln und doch immer wieder zurückkehren und sich aufs neue in eine Einsamkeit flüchten. Auch ich war hin und hergeworfen zwischen Hoffnung und Erschöpfung, dem Gefühl, alles sei sinnlos, und dem Zwang, mit aller Kraft dieses Gefühl zu bekämpfen Seite 145 Wie viel Einsamkeit hält man aus? Ich habe dieses Buch als atemlos empfunden. So als hätte ich vor dem Lesen 3 Espresso getrunken und dann die Seiten verschlungen. Daniel Haas schreibt gut, sehr gut und wickelt den Leser mit seinem (schwarzen) Humor und Fluffigkeit ein. Dabei geht es um ein wirklich anstrengendes Thema, dass vermutlich mehr Menschen trifft, als man glauben möchte. Daniel Haas ist einsam, bestimmt. Obwohl er mit einem "goldenen" Löffel aufgezogen wurde und das Glück hatte sich irgendwie immer über dem Wasser zu halten. Er beschreibt das sehr eindrücklich in seinem Buch und auch wie er sich derzeit mit der Einsamkeit arrangiert hat. Er ist nicht alleine! Haas hat Menschen um sich, die sich immer wieder um ihn kümmern, wenn er darum bittet. Es geht bei meiner Inventur - und was wäre dieses Buch anderes als eine Bestandsaufnahme mit Blick auf das Einsamsein - nicht um moralische Fragen Seite 190 Daniel Haas hat hier ein spannendes Thema aufgeworfen und sehr eindrücklich beschrieben, wie es ihm damit ergangen ist, wie wichtig ihm die Menschen drumherum sind, die ihn beim Einsamsein begleiten und die Stirn bieten. Ich mag seinen unterschwelligen Humor. Ich denke, ich sollte auch noch ein anderes Buch von ihm lesen. Ob das dann genauso gut geschrieben ist? Dieses hier erhält auf jeden Fall vier Mäuse und wandert auf den Lieblingsbuchstapel

  • thrillertopia

    5/5

    09.03.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ehrlich, tiefgründig, bewegend

    Einsamkeit oder Zugehörigkeit? In diesen sehr persönlichen Einblicken in das Leben von Daniel Haas werden diese zwei Gegensätze deutlich, die mich als Leser tief berührt haben. Ohne zu viel vorwegnehmen zu wollen, möchte ich dennoch ein zentrales und tiefgreifendes Thema erwähnen: die Sterbehilfe. Im Buch durfte ich genau diesen Prozess miterleben. Nachdem sein Vater Suizid begangen hatte, entschied sich seine Mutter, mithilfe von Sterbehilfe aus dem Leben zu scheiden. Diese Passage war für mich zugleich bewegend, erschütternd und nachvollziehbar und hat mir einen Einblick in die Komplexität und Emotionalität dieses Themas gegeben. Zudem begleitet man den Autor durch seine ganz persönlichen Abgründe, von Sucht bis hin zu tiefen Selbstzweifeln. Keine leichte Kost, und doch zeigt das Buch, dass jeder Mensch seine Päckchen zu tragen hat und dass es möglich ist, aus den Tiefen wieder herauszufinden. Den Schreibstil mochte ich sehr. Er hat mich direkt in die Welt des Autors hineinkatapultiert. Es fühlte sich an, als würde er mir seine Geschichte persönlich am Kaffeetisch erzählen, gefühlvoll, ehrlich und trotz der schweren Themen immer wieder mit einer gewissen Leichtigkeit und einem Hauch von Humor. Der Kampf zurück ins Leben, weg von den Tagen, die unglaublich viel Kraft gekostet haben, zeigt, dass es immer einen Weg gibt. Für mich war es ein sehr sympathisches Buch, ehrlich, tiefgründig, lehrreich und mit Einblicken, die ich so zuvor noch nicht erlebt habe.

  • Bewertung

    aus Leipzig

    5/5

    22.02.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Auf Wolken gehen

    Auf Wolken gehen Was ist Einsamkeit? Was ist der Unterschied zwischen allein und einsam sein? Dieser Frage geht der Autor in diesem Buch nach. Denn nachdem bereits sein Vater Suizig begeht, will es nun auch seine Mutter. In der Schweiz ist dies sogar betreut gestattet. Nachdem er Job, Partnerin, Freunde und Zukunftsperspektiven verliert und beide Eltern “auf Wolken gehen", versinkt er in tiefer Einsamkeit. Auf der Suche nach den Ursachen erkennt er, wie Groll, Angst, Selbstzweifel und Misstrauen ihn selbst immer weiter isoliert haben. Es ist eine Biografie, die einen mitnimmt. Ich kannte den Autor vorher nicht und doch habe ich in dem Buch mit jeder Zeile mitgelitten, mit gehofft und seinen Worten gelauscht. Wir alle haben Momente, in denen wir uns einsam fühlen. Egal ob wir dabei allein sind oder umgeben von Menschen. Das Gefühl ist da und man muss sich fragen, was kann ich tun, um da rauszukommen? Das Buch nimmt den Leser jedenfalls mit auf eine ganz eindringliche Reise. Nach und nach gelangt er zur Einsicht, dass Akzeptanz und Wohlwollen gegenüber sich selbst, anderen und dem Leben der Weg aus der Einsamkeit sind. Es gibt Hoffnung und die Einsicht, dass wir alle einsam sind, aber auch alle einen Weg raus schaffen können. Es ist intensiv, ehrlich und schonungslos. Es wird nichts verharmlost oder ausgeschmückt. Daher empfehle ich auch, das Buch nur zu lesen, wenn ihr euch in einer stabilen Lage befindet und/oder mehr über das Thema wissen möchtet. ISBN: 978-3442302338 Autorin: Daniel Haas Verlag: Goldmann ET: 11.12.26 Umfang: 224 Seiten

  • MarieOn

    5/5

    11.02.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Schonungslos ehrliche Selbstanalyse

    2021 kündigte seine Mutter an, auf „die Wolke“ zu gehen, so wie auch sein Vater schon 1984 auf die Wolke gegangen war. Der Vater hatte einen Baum gewählt, die Mutter bittet den Schweizer Sterbehilfeverein-Exit um Hilfe. Er solle am 27. August in die Schweiz kommen und dann blieben noch zwei Tage Zeit, um alles Nähere zu klären. Zu dieser Zeit lebte er allein in einer zugemüllten Hamburger Dachgeschosswohnung. Die Küche, wegen der Menge leerer Pfandflaschen unbegehbar, im Bad Wäscheberge, die Pizza-Kartons im Wohnzimmer erinnerten an das Innere eines Altpapiercontainers und das Bettzeug hätte schon vor Monaten gewechselt werden müssen. Erschöpfungsdepression mit psychotischen Akzenten lautete die Diagnose, also quasi: Ihm flog nach Monaten des Schlafentzugs und panischer Angst der Vogel raus. S. 11 Nach einem Jahr als Korrespondent einer internationalen Zeitung kam der Zusammenbruch. Der Job war weg, die Kollegen verprellt und die Partnerin verjagt. Das Haus seiner Mutter und ihres zweiten Mannes in Ascona, ein abgeriegelter Bunker mit Eingangstürattrappe und Panic (Room) Etage. Alles in Crème brûlée beige gehalten, so als wäre der Innendesigner auf Valium gewesen. Die ganze Abgeschiedenheit des alleinstehenden Hauses, die Einrichtung und die Bewohner deuten auf die, von je her, gewählte Art seiner Familie zu leben und zu vermeiden und die damit einhergehende Einsamkeit. Und nun lässt sie sich euthanasieren. Vielleicht können wir einmal sagen, um was es wirklich geht: dass wir einsam sind, eingesperrt in unsere Rollen als Mutter, die um jeden Preis die Contenance bewahrt, und als Sohn, der Selbstzerstörung mit Revolte verwechselt. S. 32 Fazit: Daniel Haas hat ein Manifest geschrieben, das an Klugheit, Lebenserfahrung und Selbsterkenntnis kaum zu überbieten ist. Nachdem seine Mutter ihren Freitod angekündigt hat, schwelgt Daniel Haas in Erinnerungen. Er durchschaut seine Eltern, deren Vergangenheit und die Lebensentscheidung des Rückzugs aus der eigentlichen Angst vor Enttäuschung und Zurückweisung. Er durchschaut ebenso seine eigenen Abwehrmechanismen, die ihn daran hindern ehrlich, diszipliniert und verbindlich zu sein. Er sieht sich als Meister der Selbstsabotage und schafft es, sich mit diversen Abhängigkeiten wie Drogensucht und Liebesbesessenheit, aber auch mit einer großen Portion Selbstmitleid und Selbstherrlichkeit von einem eigentlichen Weg abzulenken. Er verprellt Freunde, die ihn zu unterstützen versuchen, um ganz auf sich allein gestellt ins Nichts zu stürzen. Er beschreibt die Phase seiner Depression und diverser Psychiatrieaufenthalte, die abrupt in die Phase der Manie wechselt so bildhaft und verständlich, wie ich es mir in diversen anderen Büchern gewünscht hätte. Das hier ist schonungslos ehrlich über die Schmerzgrenze hinaus, erkenntnisreich und versöhnlich und liebevoll. Dabei zusehen zu dürfen, wie sich ein Mensch aus eigener Kraft verändert ist sehr wohltuend und auch mutmachend. Es ist nie zu spät, den Pfad echter Liebesfähigkeit zu finden. Was mir an dieser Autobiografie auch so gut gefällt, ist der Schreibstil auf hohem Niveau, der den Lesefluss kein bisschen erschwert. Die Stimmfarbe ist humorvoll und voller Selbstironie. Das macht den Autor so nahbar und sympathisch. Respekt für diese Selbstanalyse.

  • Bewertung

    4/5

    14.04.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein lesenswertes Buch

    „Ich war ein Blender in eigener Sache gewesen…“ Daniel Haas liefert in seinem Buch eine befreiend offene Analyse seiner Haltung zum Leben, seiner Suchtaffinität und dem damit verbundenen eigenen Scheitern. Er hat nach einem psychischen Zusammenbruch alles verloren, ist in der Psychiatrie gelandet, nun teilt ihm seine Mutter mit, dass sie sich vom Leben verabschieden will. Sie will „auf die Wolke gehen“, selbstbestimmt in der Schweiz 2021, da lebt er schon 2 Jahre ohne Halt. Der Autor beschreibt sein Leben als „verwahrlost“, er hat Beruf, Freunde, Partnerin verloren. „Kultiviert, das ist mir heute klar, ist in meiner Familie ein anderes Wort für einsam.“ Abgeschottet sein, die Gespräche bleiben allgemein, drehen sich um Äußerlichkeiten. Der Erzähler wächst in sehr wohlhabenden Verhältnissen auf, aber Einsamkeit und Alleinsein bestimmen sein Leben. Die Eltern sind mit ihren eigenen Belangen beschäftigt Er macht sich auf den Weg zu seiner Mutter, um sich zu verabschieden „Vielleicht können wir einmal sagen, um was es wirklich geht: dass wir einsam sind, eingesperrt in unsere Rollen als Mutter, die um jeden Preis die Contenance wahrt, und als Sohn, der Selbstzerstörung mit Revolte verwechselt.“ Nach dem Tod der Mutter ist er einsam, aber vermögend, er nennt es die „Einsamkeitsdividende“. Doch dieser Traum platzt leider. Es folgt ein weiterer Versuch, wieder Fuß zu fassen. „Meine Weigerung, die Wirklichkeit zu ihren, das heißt, den tatsächlichen, nicht von mir herbeigewünschten Bedingungen zu akzeptieren, war lange dieser rote Faden, und die Ablehnung der Wirklichkeit zugunsten eines Selbstbilds, das von Groll, Misstrauen und Gier durchdrungen war, erscheint mir heute als zentraler Bestandteil meiner Not.“ Auch der Wunsch, in der Beziehung zu einer Frau, einen Weg aus der Einsamkeit zu finden, lässt sich nicht realisieren. In seiner abschließenden Reflexion erkennt der Autor einen möglichen Weg, den ihm sein Freund Friedrich weist. Friedrich, der in all den schwierigen Jahren an seiner Seite war, ihm seine Fehler verziehen hat. Das Zauberwort heißt „Zugehörigkeit“: Liebe und Freundschaft, weg aus der Selbstbezogenheit, den Blick auf andere Menschen zu richten, Verantwortung für das eigene Handeln zu übernehmen und Ehrlichkeit sich selbst gegenüber. Es ist dem Autor gelungen, seine Selbstmontage und Wiederherstellung in schonungsloser Selbstoffenbarung und Leidenschaft darzustellen, zwischendurch glänzt auch der Kulturjournalist mit seinem Wissen, mit Ironie und Witz. Ein sehr lesenswertes Buch.

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