Produktbild: Das Philosophenschiff

Das Philosophenschiff Roman | »Ein Meisterwerk der Erzählkunst – spannend, tiefgründig, humorvoll.« SRF

3

14,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

47088

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

11.09.2025

Verlag

dtv

Seitenzahl

224

Maße (L/B/H)

19/11,4/2 cm

Gewicht

205 g

Farbe

Seidengrau / Mokka

Auflage

2. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-423-14944-0

Warnhinweis

nicht erforderlich.

Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

47088

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

11.09.2025

Verlag

dtv

Seitenzahl

224

Maße (L/B/H)

19/11,4/2 cm

Gewicht

205 g

Farbe

Seidengrau / Mokka

Auflage

2. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-423-14944-0

Herstelleradresse

dtv Verlagsgesellschaft
Tumblingerstraße 21
80337 München
DE

Email: produktsicherheit@dtv.de

Kundinnen und Kunden meinen

Informationen zu Bewertungen

Zur Abgabe einer Bewertung ist eine Anmeldung im Konto notwendig. Die Authentizität der Bewertungen wird von uns nicht überprüft. Wir behalten uns vor, Bewertungstexte, die unseren Richtlinien widersprechen, entsprechend zu kürzen oder zu löschen.

Die Bewertungen sind nach Format, Anzahl Sterne und Datum sortiert.

  • Klaus Effing

    aus Köln

    5/5

    27.06.2026

    Buch (Taschenbuch)

    Eine politische und menschliche Parabel

    „Das Philosophenschiff“ von Michael Köhlmeier (2024, 220 Seiten) ist ein Roman, der historische Ereignisse mit einer fiktiven Handlung auf ungewöhnliche Weise verbindet. Nicht spektakuläre Wendungen stehen im Mittelpunkt, sondern die Frage, was Macht, Erinnerung und Menschlichkeit aus einem Menschen machen. Im Mittelpunkt steht Anouk, eine heute 100-jährige Frau, die einem Schriftsteller ihre Lebensgeschichte anvertraut. Sie berichtet von ihrer Kindheit, als sie gemeinsam mit ihren Eltern zu den russischen Intellektuellen gehörte, die mit den sogenannten Philosophenschiffen aus ihrer Heimat verbannt wurden. Besonders eindrucksvoll ist die erzählerische Idee, Lenin selbst auf dem Schiff auftreten zu lassen. Ausgerechnet der Mann, der die Deportationen veranlasst hat, erlebt nun den eigenen Machtverlust. Zwischen ihm und der jungen Anouk entwickelt sich eine stille, fast geheime Kommunikation. Gerade diese Passagen gehören für mich zu den stärksten des Romans. Sie zeigen eindrucksvoll, wie vergänglich politische Macht ist und wie schnell aus einem allmächtigen Herrscher ein hilfloser Mensch werden kann. Michael Köhlmeier verbindet historische Ereignisse mit einer fiktiven Handlung und eröffnet dadurch neue Perspektiven auf Verantwortung, Schuld und Erinnerung. An vielen Stellen wird zudem beklemmend deutlich, welche Auswirkungen autoritäre und diktatorische Systeme auf das Denken und Handeln der Menschen haben. Stets schwingt die Frage mit, wem man überhaupt noch vertrauen kann, was man sagen darf und wer die eigenen Worte an den Staat oder den Geheimdienst weitertragen könnte. Dieses Klima des Misstrauens prägt den Alltag der Figuren und macht nachvollziehbar, wie tief politische Unterdrückung in das private Leben hineinwirkt. Die verschiedenen Zeitebenen verleihen dem Roman zusätzliche Tiefe. In unserem Lesekreis "Buchheld:innen" wurde vor allem der Sprachstil kontrovers diskutiert. Manche empfanden die Sprache der hundertjährigen Erzählerin als nicht ganz glaubwürdig. Diesen Einwand kann ich nachvollziehen. Für mich wirkt dieser Bruch jedoch eher wie ein bewusst eingesetztes Stilmittel als wie ein erzählerischer Fehler. Die Sprache schafft Distanz und macht deutlich, dass hier nicht nur Erinnerungen wiedergegeben, sondern auch literarisch gestaltet werden. „Das Philosophenschiff“ ist kein Roman, der jede und jeden gleichermaßen begeistern wird. Manche Ideen bleiben bewusst offen, und nicht jede erzählerische Entscheidung überzeugt vollständig. Gerade der ungewöhnliche Plot und die philosophischen Fragen über Macht, Menschlichkeit und Geschichte machen das Buch jedoch zu einer lesenswerten Lektüre, über die man hervorragend diskutieren kann.

  • Bewertung

    5/5

    07.01.2026

    Buch (Taschenbuch)

    Die Politisierung der Kunst

    Köhlmeiers Roman spielt vor dem Hintergrund der gesellschaftlichen und politischen Umbrüche nach der bolschewistischen Revolution und erzählt die Geschichte einer aus Russland nach Österreich emigrierten Architektin. Anhand ihres Lebens zeigt der Text eindrucksvoll, wie eng Kunst, Politik, Macht und Liebe miteinander verwoben sind – und wie das individuelle Schicksal auf die großen Strömungen der Geschichte trifft. Das Philosophenschiff ist ein zutiefst selbstreflexiver Roman, der immer wieder auf seine eigene Entstehung zurückblickt und dabei die Möglichkeiten autobiografischen Schreibens sowie die Grenzen zwischen Fiktion, Wirklichkeit, Mythos und Geschichte hinterfragt. Die komplexe narrative Struktur und die selbstreflexive Poetik des Romans zeigen erneut Köhlmeiers außergewöhnliche erzählerische Kraft.

  • Bewertung

    5/5

    17.09.2025

    Buch (Taschenbuch)

    Eine Geschichte wie ein Traum

    Diese Erzählung hat den Charakter einer alten Erinnerung: Sie ist eindrücklich, aber nicht ganz greifbar, vielschichtig und doch eindeutig und man kann sich nie ganz darauf verlassen, dass sie sich auch wirklich so zugetragen hat.

Kundinnen und Kunden meinen

5

3

4

0

3

0

2

0

1

0

Bewertungen (3)

Weitere Artikel finden Sie in

Die Leseprobe wird geladen.
  • Produktbild: Das Philosophenschiff