• Produktbild: Kurilensee
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Band 330

Kurilensee Zwischen Wissenschaft und Wildnis: Das literarische Debüt, das die Grenzen zwischen Forschung und Poesie verschwimmen lässt.

Aus der Reihe Debütromane in der FVA
6

24,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

11.09.2025

Verlag

Frankfurter Verlagsanstalt

Seitenzahl

224

Maße (L/B/H)

20,7/12,8/2,6 cm

Gewicht

356 g

Farbe

Anthrazit

Auflage

1

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-627-00330-2

Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

11.09.2025

Verlag

Frankfurter Verlagsanstalt

Seitenzahl

224

Maße (L/B/H)

20,7/12,8/2,6 cm

Gewicht

356 g

Farbe

Anthrazit

Auflage

1

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-627-00330-2

Herstelleradresse

Frankfurter Verlags-Anst.
Arndtstraße 11
60325 Frankfurt
DE

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  • Eternal-Hope

    aus Österreich

    5/5

    12.09.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Großartiges Nature Writing

    Kurilensee von Sophia Klink ist ein Buch, wie ich es auf diese Weise noch nie gelesen habe - und das im allerbesten Sinne. Die Autorin nimmt mich durch die Augen ihrer Protagonistin Anna mit auf eine naturwissenschaftliche Forschungsstation am Kurilensee im fernen Kamtschatka, im Nordosten des riesigen Russlands, fernab der Zivilisation. Hier verbringen Anna und ihr Partner Vova sowie ihre wissenschaftlichen Kollegen und Kolleginnen den Sommer, beobachten die Natur, entnehmen Proben aus Wasser, Algen und Lachsen, werten diese aus, schreiben wissenschaftliche Artikel und Forschungsberichte und geben Empfehlungen ab. Ein Thema, das weit weg meines eigenen Alltags ist - und doch gelingt es Sophia Klink durch bildreiches und atmosphärisches Nature Writing, mich für diesen besonderen Ort und die Anliegen der Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen zu begeistern. Lachse auf ihrem mühsamen Weg flussaufwärts, vom entfernten Meer bis zum Kurilensee, wo sie bei Erfolg ablaichen, sterben und damit den See düngen, werden vor meinem inneren Auge lebendig, genauso wie Bären, die ihre Jungen großziehen, spielen, Lachse fangen und sich genügend Wintervorräte anfressen müssen, um zu überleben. Der Roman weckt in mir die Liebe zur Natur und die Hoffnung, dass die Menschheit sie möglichst gut bewahren möge, während ich gleichzeitig mit Anna und ihren naturliebenden Forscherkolleginnen und -kollegen die exzessive Fischerei bedaure (nur eine Million Lachse darf ihr Ziel im Kurilensee erreichen, während viel mehr Millionen auf dem Weg dorthin abgefischt werden) und ihre Ambivalenz in Bezug auf eine mögliche künstliche Düngung des Sees teile. Dazu muss das Forscherteam nämlich eine Stellungnahme abgeben, und wie so oft in der Wissenschaft gibt es kein eindeutiges Für und Wider, und mögliche Konsequenzen dieses Eingriffs - der nur nötig ist, weil aufgrund der exzessiven Abfischung nicht genug Lachse übrig bleiben, um diesen auf natürliche Art zu düngen - sind unklar und können gefährlich für das Ökosystem sein... ein Nichthandeln aber ebenfalls. Und überhaupt sind die Forschenden nur beratendes Organ, während die endgültige Entscheidung an anderer Stelle getroffen wird. Mit dieser Machtlosigkeit müssen sie auch erst umgehen lernen. Sophia Klink ist mit diesem Roman ein ganz ausgezeichnetes Debüt gelungen, das spannend geschrieben ist, die Lesenden an einen entlegenen Ort mitten in der abgelegenen Natur versetzt, sie die Stimmung dort miterleben lässt und gleichzeitig einiges an an interessantem und für mich neuem Wissen über naturwissenschaftliche Zusammenhänge vermittelt, wie z.B. auf S. 40 von 136 meines E-Books: "Werfe nie einen gestressten Fisch zurück in den Fluss, hat Vova gesagt. Alle anderen Fische könnten sterben vor Schreck. Sie spüren die Angst der anderen, ihr Adrenalin und Cortisol löst sich im Wasser. Sie nehmen es über die Haut in ihr eigenes Blut auf. Der Stress verändert sie physiologisch. Wir beeinflussen nur unnötig, wie gut sie laichen, verfälschen langfristig unsere eigenen Daten." Ich kann dieses Buch allen, die ein Herz für die Natur haben und sich für aktuelle Themen dieser Zeit wie Naturwissenschaft im Spannungsfeld zwischen Ethik sowie wirtschaftlichen und staatlichen Interessen, Klimawandel und seine Auswirkungen interessieren, nur wärmstens ans Herz liegen. Tolles Nature Writing vom Feinsten, in Kombination mit Aufweckeffekt für ein Herzensanliegen!

  • hallobuch, Silke Schröder

    aus Hannover

    5/5

    11.09.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Wissenschaftliche Fakten und poetische Eindrücke

    In ihrem Debütroman “Kurilensee” lässt Sophia Klink wissenschaftliche Fakten und poetische Eindrücke miteinander verschwimmen. Vor der eindrucksvollen Kulisse der russischen Halbinsel Kamtschatka mit seiner Wildnis, den reichen Lachsbeständen und den vielen Bären baut sie eine Drohkulisse auf, was sich durch den allmählichen Klimawandel alles ändern könnte. Mit oder ohne menschlichen Eingreifens wird sich einiges ändern. Sie fragt dabei, ob der Mensch als Hilfe überhaupt noch ein Faktor ist und eine Chance hat, zum Positiven eingreifen. Doch wie die Natur ändern sich auch ihre Figuren. Im Mittelpunkt steht die Biologin Anna, die aus der Ich-Perspektive von ihrer Arbeit und ihrem Leben auf der Forschungsstation erzählt. So gelingt Sophia Klink mit “Kurilensee” ein eindringliches und poetisches Debüt über den herannahenden Klimawandel und seine bedrohlichen Auswirkungen.

  • Dajobama

    4/5

    24.11.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Kurilensee – Sophia Klink…

    Kurilensee – Sophia Klink Dies ist ein recht wissenschaftlich geprägter Roman rund um das Ökosystem des Kurilensees auf der russischen Halbinsel Kamtschatka. Protagonistin und Erzählerin ist Anna, eine Biologin auf der Forschungsstation am Kurilensee. Zusammen mit ihren Kollegen, zu denen auch ihr Freund Vova zählt, beobachtet sie seit Jahren die Veränderung der Lachspopulation. Die Wissenschaftler zählen Fische, analysieren Wasserproben und vieles mehr. Schließlich sollen sie eine Empfehlung abgeben für oder gegen eine Düngung des Sees mit Phosphat. Diese kann möglicherweise die Folgen von Überfischung und Klimawandel etwas abmildern. Aber würde man damit nicht das empfindliche Ökosystem noch mehr durcheinanderbringen? Eine schwere Entscheidung zu einem sehr aktuellen Thema. Man muss sich als Leser schon für Fische, Klima und was alles damit zusammenhängt, interessieren. Denn die Autorin verliert sich gern in wissenschaftlichen Details und schreckt auch vor Fachbegriffen nicht zurück. Fernab der Studien gibt es nur recht wenig Handlung bzw. Entwicklung. Dennoch liest sich dieses faszinierende Werk überraschend gut. Der Autorin gelingt es, einen gewissen atmosphärischen Sog aufzubauen und mit ihrer eigenen Begeisterung anzustecken. Lesenswert - 4 Sterne

  • Bewertung

    aus Bamberg

    4/5

    18.08.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    »Wir beuten aus, was geht. Ist nur die Frage, um welchen Preis.«

    »Wir beuten aus, was geht. Ist nur die Frage, um welchen Preis.« Schon seit mehreren Jahren ist die dreißigjährige Anna von Mai bis September teil eines Forschungsteams am Kurilensee, um den Lachsbestand zu bestimmen und die dortigen Wasserverhältnisse sowie Lebensbedingungen für die Fische zu überprüfen. Aufgrund des Klimawandels und kommerzieller Überfischung ist die Lachspopulation schwindend. Das Team der Forschungsstation besteht aus ganz verschiedenen Persönlichkeiten, was ein Zusammenleben über den Zeitraum und solch einer Abgeschiedenheit nicht eben leichter, aber für uns Leser*innen ansprechender macht. Noch dazu die wilde Natur Kamtschatkas um sie herum. Glücklicherweise ist auch ihr Partner Vova dabei. In diesem Jahr soll zudem abgewägt werden, ob eine Düngung des Sees ratsam sei oder ob dies die vorherrschenden Begebenheiten nur noch verschlimmern würde… Die Autorin Sophia Klink verwebt in dieser Geschichte viel biologisches, geografisches und anatomisches Wissen, was den Roman meiner Meinung zwar ein bisschen trockener macht, aber die erzählende Perspektive um eine wissenschaftliche ergänzt, aus der man viel mitnehmen kann. Dementsprechend empfand ich, je mehr ich von dem Buch las, den Stil stellenweise sehr distanziert und manchmal fast journalistisch. Andererseits wird in vielen knappen, sanft dahinplätschernden und oft poetisch anmutenden Sätzen viel geschildert. Sei es betreffend gelungener Landschaftsbeschreibungen, der meist nicht sichtbaren Magie der Natur und der Wildnis Kamtschatkas oder hinsichtlich des Alltags der Forschungsstation. Besonders viele innere Einblicke in die Gedanken- und Gefühlswelt der Protagonistin Anna werden präzise herausgearbeitet. Auf leise Art überzeugt dieser idyllische Roman durch viele Zwischentöne, das Sichtbarmachen von sonst Unsichtbarem und einem – manchmal zu – ruhigen aber dennoch überzeugten Weckruf für ein aktives Handeln, nicht nur den Kurilensee betreffend.

  • Bewertung

    3/5

    19.11.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Zwischen Wissenschaft und Poesie

    Sophia Klinks „Kurilensee“ punktet mit einem hochaktuellen, spannenden Thema: Mit feinem Gespür verbindet sie die fragile Natur Kamtschatkas mit präziser Wissenschaft und einer poetisch dichten Sprache. Die Schilderung der Arbeit und der Diskussionen am See sind informativ und schärfen den Blick für globale Bedrohungen wie den Klimawandel. Besonders eindrücklich gelingt ihr die Darstellung der Schönheit der Umgebung ebenso wie die Zweifel und Konflikte der Protagonistin Anna.Allerdings gerät die Handlung über weite Strecken recht gemächlich. Die Fülle an naturwissenschaftlichen Details und langen Innenschauen nimmt dem Roman bisweilen das Tempo, sodass sich einige Passagen etwas langatmig lesen und die Spannung darunter leidet. Wer jedoch Freude an Nature Writing und Wissenschaftsliteratur hat, wird durch die intensive Sprache und eindringlichen Naturschilderungen entschädigt.Insgesamt ein interessantes literarisches Debüt, das mit Tiefe überzeugt, manchmal aber unter seiner eigenen Akribie ins Stocken gerät und deshalb nicht durchgehend fesselt.

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