Eine Familie mit fünf Kindern, die eine Wohnung sucht? In Hamburg? Und das ohne viel Geld? Keine Chance ... Doch jetzt nehmen Janan und ihre Brüder die Sache in die Hand! Sie lassen sich eine Menge einfallen, um endlich eine ordentliche Wohnung zu finden. Und auch wenn erst mal alles schiefgeht – die Mirza-Kinder geben nicht auf. Zum Glück!
Eine turbulente Familiengeschichte zum Thema Wohnungsnot, mit fröhlichen Bildern von Meike Töpperwien.
Kundinnen und Kunden meinen
5.0/5.0
LeLiPä
5/5
23.08.2025
Buch (Gebundene Ausgabe)
Tolles Kinderbuch mit einem Hauch von Frauenpower
Die siebenköpfige Familie Mirza kam vor Jahren aus dem Irak nach Deutschland. Bis auf das älteste Kind sind alle Kinder in Deutschland geboren. Der Vater arbeitet vornehmlich in den Abendstunden als Koch, die Mutter erfüllt noch das klassische Rollenbild, kämpft sich aber im Laufe der Geschichte auf manchen Ebenen frei. Sie wohnen in Hamburg, in einer kleinen 2-Zimmer-Wohung, und das Schlafzimmer der Eltern weist bereits Schimmelflecken auf. Und damit die gesundheitlichen Probleme nicht zunehmen, sind sie schon länger auf der Suche nach einer neuen, größeren Unterkunft. Bislang erfolglos, denn der Markt ist leergefegt oder völlig überteuert. Das ist der Moment, in dem Janan – das einzige Mädchen der Familie – ihre Brüder aktiviert und die Kinder von nun an die Suche übernehmen. „Wenn sich die Mirza-Kinder etwas vornahmen, dann machten sie das auch.“
Was zunächst erfolgversprechend aussieht, da sie tatsächlich einige Besichtigungstermine ergattern, entpuppt sich am Ende doch als echtes Problem. Da gibt es einen Auffahrunfall mit dem Wagen der Maklerin, die daraufhin keinen Kontakt mehr möchte, zurückhaltende Verwalter, Irritationen während einer Busfahrt, abgewrackte Wohnungen, teure Ablösesummen für Kücheneinrichtungen, …. Stolpersteine noch und nöcher.
Doch manchmal braucht es eben ein wenig Glück. Und wenn Janan auch noch so ein gutes Verhältnis zu ihrer Lehrerin Frau Rosenboom pflegt, scheint ein Licht am Ende des Tunnels in Sicht zu sein.
Dieses Buch skizziert eine unterhaltsame, gut lesbare Geschichte aus dem Leben. In 30 relativ kurzen Kapiteln tauchen die Lesenden in das Leben einer Familie ein und lernen deren Umfeld gut kennen und lieben.
Über Wagnisse und Mut, über das Überwinden von persönlichen oder öffentlichen Hemmschwellen sowie einem Hauch Frauenpower. Unterhaltsam, kurzweilig, gut. Von daher gerne empfohlen.
EvieSk
5/5
30.06.2025
Buch (Gebundene Ausgabe)
Eine Familie auf Wohnungssuche
Eine siebenköpfige Familie sucht eine Wohnung in Hamburg, die nicht zu teuer ist und genug Platz hat. Bisher verlief die Suche aber erfolglos, weshalb die Mirza-Kinder das Ruder nun selbst in die Hand nehmen.
Die Familie Mirza ist wirklich toll. Sie ist herzlich, liebevoll und in manchen Situationen etwas chaotisch. Obwohl alle Familienmitglieder eine Rolle in der Geschichte spielen, steht Janan mehr im Vordergrund. Sie ist ein kluges und empathisches Mädchen, dass auch mal die Initiative ergreift.
Die Handlung ist gelungen und es macht wirklich Spaß, die Suche der Familie mitzuverfolgen. Die Kinder haben gute Ideen, doch es scheint alles schief zu gehen, weshalb man mit der Familie mitbangt und mithofft.
Der Schreibstil ist gut und angenehm. Das Buch lässt sich leicht lesen und es gibt ein paar lustige, sowie berührende Momente.
Das Cover gefällt mir gut. Es zieht den Blick auf sich, obwohl es von der Gestaltung recht schlicht ist, aber farblich und mit den vielen Kindern sticht es heraus.
Ich kann das Buch jedem empfehlen, der ein Kinderbuch sucht, das gut unterhält und auch ernste Themen kindergerecht erzählt. Aber das Buch ist keinesfalls nur für Kinder. Es spricht ebenfalls Erwachsene an und erinnert einen daran, was für ein Glück es ist, wenn man eine Familie hat, die immer zusammenhält und wenn man in einem recht guten und sicheren Land lebt. Die Familie Mirza schließt man wegen ihrer Art direkt ins Herz und die Geschichte bleibt einem noch eine Weile im Gedächtnis.
Caro1893
aus Tiefenbronn
5/5
27.06.2025
Buch (Gebundene Ausgabe)
Ein wunderbar hoffnungsvolles Kinderbuch, das trotz schwieriger Themen eine gewisse Leichtigkeit mit sich bringt
Was für eine wunderschöne Geschichte, die mich sehr berührt hat. Tatsächlich hat mich selten ein Kinderbuch so berührt wie dieses.
Kommen wir aber nun zuerst einmal zum Inhalt. Das Mädchen Janan lebt mit ihren vier Brüdern und ihren Eltern in einer winzig kleinen Wohnung. Die Wohnung ist nicht nur zu klein - alle Kinder müssen sich ein Zimmer teilen - nein es gibt auch noch Schimmel und so gefährdet die Wohnung sogar ihre Gesundheit. Das kann auf keinen Fall so bleiben. Doch die Wohnungssuche gestaltet sich schwieriger als erwartet. Entweder ist die Wohnung zu teuer, zu klein oder in den meisten Fällen bekommt sie einfach jemand anderes. Die Kinder beschließen die Wohnungssuche selbst in die Hand zu nehmen und stoßen dabei nicht nur auf eine Widrigkeit. Doch durch etwas Hilfe und Glück sieht es am Ende gar nicht mehr so schlecht aus.
Das Kinderbuch "Das nennt man Glück" ist für Kinder ab acht Jahren empfohlen und das würde ich auch so unterschreiben. Die Themen die hier angegangen werden sind keine leichten Themen und erfordern schon eine gewisse Reife des Kindes um diese auch verstehen zu können. Da ist nicht nur das Thema Wohnungsknappheit, das hier in ungeschönter Form dargestellt wird, nein wir bekommen auch einen kleinen Einblick in den Irak und den Unfall mit einer Landmine. Diese beiden Themen sind nicht leicht zu verstehen, nicht schön, aber laden dennoch zu Diskussionen mit den Kindern ein. Das Buch bietet eine wunderbare Grundlage um ins Gespräch zu kommen.
Die Themen werden kindgerecht verpackt und so dargestellt, dass sie auch leicht zu verstehen sind. Es gibt keine ganz schlimmen Details, dennoch wird klar, dass es nicht überall auf der Welt so einfach zu leben ist, wie hier bei uns. Und dass es nicht selbstverständlich ist, dass jedes Kind ein eigenes Zimmer hat. Das erdet auch ein Stückweit und zeigt, dass nicht alles so selbstverständlich ist, wie man vielleicht manchmal denkt.
Das Buch hat mich überraschend tief berührt. Besonders gut gefallen hat mir die Kindersicht, aus der das Buch erzählt. Das Buch wird nicht aus der Ich-Perspektive erzählt, trotzdem hat man das Gefühl, dass ein Kind die Geschichte erzählt und das finde ich super schön. Das macht die Geschichte noch viel nahbarer für Kinder. Die Kinder der Familie Mirza sind zudem ganz wundervolle Kinder. Natürlich wird auch in dieser Familie gestritten und es gibt die unterschiedlichsten Meinungen. Aber wenn es darauf ankommt hält die Familie zusammen. Und diesen Zusammenhalt zu beobachten ist ganz wunderbar.
Zudem sind die Kinder so positiv und hoffnungsvoll. Sie geben nicht auf und lassen sich auch nicht davon unterkriegen, wenn ihnen Steine in den Weg gelegt werden. Sie glauben immer daran, dass alles gut ausgeht, egal wie schlimm die Situation ist. Und von diesem kindlichen Blick auf die Welt können viele von uns Erwachsenen sich glaube ich eine große Scheibe abschneiden.
Ich glaube genau deshalb hat mich das Buch auch so berührt. Es hat mir gezeigt, was mir selbst vielleicht auch verloren gegangen ist. Was für mich gar nicht mehr so einfach ist, wie es als Kind war. Und wie schön und auch einfacher das Leben sein kann, wenn man einen positiven Blick auf die Welt hat.
Ein Buch, das mich von der ersten bis zur letzten Seite überzeugt und emotional mitgenommen hat. Ein Buch, das toll geschrieben ist und mit seinen wunderbar liebevoll erzählten und tollen Charakteren überzeugt. Ich hoffe wir bekommen vielleicht die Chance die Familie Mirza wiederzusehen. Denn auch wenn das Buch ein Happy End hat, so gibt es doch durchaus noch viele Dinge, bei denen ich die Familie gerne begleiten würde. Zudem sind mir die Kinder so sehr ans Herz gewachsen, dass ich mich unheimlich über ein Wiedersehen freuen würde.
"Das nennt man Glück" ist ein ganz wunderbares Buch über die Hoffnung auf Neuanfänge, über Chancen und darüber niemals aufzugeben, egal wie hoffnungslos gerade alles erscheint.
Bewertung
5/5
23.06.2025
Buch (Gebundene Ausgabe)
Sehr zu empfehlen
Familie Mirza - Mutter, Vater und fünf Kinder- suchen in Hamburg eine größere, bezahlbare Wohnung, da es ihnen nicht nur an Platz mangelt, sondern es zudem in ihrer alten Wohnung auch noch schimmelt.
Die Autorin Cornelia Franz erzählt sehr realitätsnah mit welchen Hindernissen die Familie bei der Suche zu kämpfen hat und wie die Kinder sich aktiv an der Suche beteiligen. Außerdem bekomme ich einen Einblick in den Alltag der Familie.
Aufgrund der sehr guten Beschreibungen konnte ich mir die Familie wunderbar vorstellen und habe sie in mein Herz geschlossen. Das Kinderbuch ist in meinen Augen brilliant, weil es sich schwierigen Themen annimmt, sprachlich klasse ist, ernsthaft sowie hurmorvoll ist, und Illustrationen passend zum Text das Buch bereichern. Ich mochte es sehr, dass die Kinder einfühlsam, hilfsbereit, mutig, selbständig, und auch mal laut sind und für ihre Meinung einstehen.
Eine Geschichte mitten aus dem Leben gegriffen - fünf Sterne! Sehr zu empfehlen!
Bewertung
5/5
11.06.2025
Buch (Gebundene Ausgabe)
So schön!
‚Das nennt man Glück‘ ist ein richtiges Kinderbuch-Highlight! Ein Buch, das sich nur schwer aus der Hand legen lässt. Es ist herzerwärmend schön und spannend zugleich, und lässt einem das Glück auch im Kleinen sehen.
Janan und ihre Brüder unterstützen ihre Familie mit eigenen Ideen bei der Wohnungssuche und werden selbst aktiv, merken aber dabei auch wie schwierig es ist in Hamburg eine bezahlbare Wohnung zu finden. Ein Obdachloser lässt Janan über das Leben ohne Dach über dem Kopf nachdenken und eine Nachricht aus der Heimat erschüttert die Familie Mirza sehr. Ein Glück, dass sie hier in Hamburg nicht den selben Gefahren ausgesetzt sind und ein noch größtes, dass es Diyan bald etwas besser geht und dank der Spendenaktion der Kinder auch wieder Mut fasst. Ja, Glück ist überall, man muss es nur sehen.
Egal ob auf Wohnungssuche oder einfach ‚nur so‘ gelesen, dieses Buch enthält eine ganz wunderbare Botschaft, die einen sehr berührt und begeistert. Meine Kinder lieben diese Familie und ihre Geschichte so sehr, dass ich dieses Buch bereits zum zweiten Mal vorlese.
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