Das Leben einer mittelmäßigen Doktorandin in einem noch mittelmäßigeren Labor ist nicht leicht. Die kleine Arbeitsgruppe, in der Lilia Sommer promoviert, ist dabei alles andere als ein fruchtbarer Boden für bahnbrechende Forschung. So kämpft sie täglich mit fehlgeschlagenen Experimenten, universitärer Lehre, finanziellen Engpässen der Arbeitsgruppe und der ständigen Geringschätzung, die Frauen in der Wissenschaft leider immer noch widerfährt. Dann tritt Dr. Alex Winter in ihr Leben - als Leiter einer neuen Arbeitsgruppe im Forschungsinstitut mit eisblauen Augen und unerbittlicher Strenge. Von Anfang an macht er keinen Hehl aus seiner Verachtung für sie und ihre Arbeit. Seine überzogenen Anforderungen und schneidenden Kommentare treiben Lilia an ihre Grenzen. Doch als Dr. Winter sie überraschend zur größten Konferenz ihres Forschungsgebietes einlädt, ist sie verblüfft. Was bezweckt er damit? Zwischen hitzigen Auseinandersetzungen und unerwarteten Momenten der Nähe beginnt Lilia zu zweifeln: Warum lösen diese eisblauen Augen Gefühle in ihr aus, die sie kaum kontrollieren kann? Was wird sie tun, wenn das Wissen, das sie so verzweifelt sucht, ihr Herz gefährdet?
Kundinnen und Kunden meinen
3.3/5.0
NewAdultRomanceGirl333
5/5
10.04.2025
Buch (Taschenbuch)
Eine Liebeserklärung an die Wissenschaft – und an die Liebe selbst.
Mit „MINTed Love“ legt Newcomerin Ella V. Schreiber einen bemerkenswerten Debütroman vor, der locker mit Größen wie Ali Hazelwood mithalten kann – und dabei einen ganz eigenen, unverkennbar deutschen Ton trifft. Die Geschichte um Lilia Sommer, einer Doktorandin in der Sackgasse eines unterfinanzierten Labors, ist nicht nur authentisch, sondern trifft genau den Sweet Spot zwischen wissenschaftlichem Alltag und romantischer Spannung.
Schreiber gelingt es auf erfrischende Weise, die oft verkannte Realität von Forschungskarrieren in Deutschland einzufangen: prekäre Finanzierung, unfaire Hierarchien, alltäglicher Sexismus – und mittendrin eine Protagonistin, die nicht perfekt, aber absolut liebenswert ist. Lilia ist sympathisch, klug, sarkastisch und glaubwürdig gezeichnet. Ihre Schlagfertigkeit, ihre Selbstzweifel und ihre kleinen Erfolge lassen einen mitfiebern, lachen und manchmal auch leise fluchen.
Dr. Alex Winter, der zunächst wie der typische, unerreichbare „Brooding Hero“ erscheint, entwickelt mit jeder Seite mehr Tiefe. Zwischen ihm und Lilia entspinnt sich eine dynamische, langsam brennende Romance, die mit viel Charme, Spannung und echtem Knistern punktet – ganz ohne Kitsch. Die Dialoge sind herrlich bissig, die Szenen zwischen ihnen voller Spannung und Herz.
Was „MINTed Love“ besonders macht, ist der tiefe Einblick in die deutsche Forschungswelt – realistisch, aber nicht trocken. Man merkt, dass die Autorin weiß, wovon sie schreibt. Und genau das macht diesen Roman zu einem kleinen Juwel im New Adult-Genre: Hier wird nicht nur geliebt, hier wird auch pipettiert, gezweifelt, publiziert und manchmal verzweifelt – und das auf höchst unterhaltsame Weise.
Fazit:
Ella V. Schreiber bringt frischen Wind in die deutsche New Adult Romance mit MINT-Schwerpunkt. „MINTed Love“ ist charmant, klug, witzig und romantisch – ein absolutes Must-Read für alle Fans von klugen Frauen, grantigen Wissenschaftlern und Geschichten, die das Herz genauso wie den Kopf berühren. Ich bin begeistert – und will mehr davon!
Leonie
aus Rastatt
4/5
24.06.2025
Buch (Taschenbuch)
Labor, Technik und Liebe
MINTed Love von Ella V. Schreiber ist charmant, klug und romantisch. Die Doktorandin Lilia kämpft im unterfinanzierten Biochemie-Labor, während der stille Dr. Alex Winter mit eisblauen Augen ihre Forschung und ihr Herz herausfordert . Die Dialoge sprühen vor Charme, der Wissenschaftsalltag wird realistisch beleuchtet – Forschung, Sexismus, Druck – und dabei bleibt es unterhaltsam und berührend. Ideal für Fans von klugen Heldinnen und herzzentrierter Romance.
Jürg K.
4/5
24.06.2025
Buch (Taschenbuch)
Eindrücklich und interessant
In dieser Geschichte von Ella V. Schreiber geht es um die Doktorandin Lilia Sommer. Sie kämpft täglich mit fehlgeschlagenen Experimenten, universitärer Lehre, finanziellen Engpässen der Arbeitsgruppe und der ständigen Geringschätzung, die Frauen in der Wissenschaft leider immer noch widerfährt. Dann tritt Dr. Alex Winter in ihr Leben. Von Anfang an macht er keinen Hehl aus seiner Verachtung für sie und ihre Arbeit. Es verblüfft sie, dass er sie überraschend zur grössten Konferenz ihres Forschungsgebietes einlädt. Warum lösen diese eisblauen Augen Gefühle in ihr aus, die sie kaum kontrollieren kann? Diese Geschichte ist eine Liebeserklärung an die Wissenschaft und auch an die Liebe. Lilia ist sympathisch, klug, sarkastisch, glaubwürdig und nicht perfekt. Das macht sie so sympathisch in der Geschichte. Zwischen Dr. Alex Winter und Lilia entsteht langsam eine dynamische brennende Liebe. Als Leser erhält man einen kleinen Einblick in die Welt der Wissenschaft. Es wird geliebt, gezweifelt, publiziert und verzweifelt. Hier ist alles vorhanden, was eine gute Geschichte ausmacht. Mich hat dieses Buch sehr gefesselt. Die Schilderungen sind sehr real und authentisch. Die Mischung aus Wissenschaft, Selbstzweifeln und unterschwelliger Romantik, wird gekonnt an den Leser weitergegeben. Ein Buch das ich empfehlen kann.
Mops
aus Chemnitz
3/5
16.07.2025
Buch (Taschenbuch)
Es war mir manchmal zu viel Wissenschaftssprech
Ein Liebesroman aus dem Wissenschaftsbereich - eigentlich genau mein Genre/Trope. Und die Geschichte ist eigentlich wirklich gut. Beide Charaktere sind symphatisch und die Liebesgeschichte zuckersüß, vor allem als rauskam, dass Alex Lilia schon länger liebt. Und das Uni-/Wissenschaftssetting drumrum hat für mich auch gut gepasst. Man bekommt einen guten und authentischen Einblick in die Welt der Biochemie und dem Unileben.
Hier kommt aber mein Aber: Stellenweise merkt man, dass die Autorin selbst aus dem Wissenschaftsbereich kommt. Den manche Stellen sind in einem solchen Wissenschaftssprech verfasst, dass man als Laie nur Bahnhof versteht. Bspw. als es um die Erklärung von Lilias Dissertationsthema ging oder die Erläuterungen rund um die Konferenz in Barcelona. Und auch das politische Plädoyer um die Kritik am Wissenschaftszeitvertragsgesetz war zwar vollkommen berechtigt und stimmig, aber ich fand, dass es in so eine Geschichte in der Ausführlichkeit nicht passte. Ich denke, dass da einige Leser:innen an den Stellen aussteigen. Sicherlich wird es auch Kritik daran geben, dass gegendert wurde, was mich persönlich aber nicht gestört hat.
Mein Fazit: Es war ein guter Liebesroman, aber die Autorin muss sich entscheiden, ob sie Liebesromane oder wissenschaftliche Paper verfassen will. Beides zusammen geht nicht.
Kristina
2/5
23.06.2025
Buch (Taschenbuch)
Schwaches Debüt
Mit den Büchern von Ali Hazelwood habe ich eine neue Begeisterung für Liebesromane in der Wissenschaft entwickelt. Entsprechend konnte und wollte ich mir dieses Buch nicht entgehen lassen. Lilia ist nämlich Doktorandin in einem Labor für Chemie und Biochemie. Doch dort läuft lange nicht alles so, wie es sollte. Sie arbeitet zu viel und es fehlt an Geld und Materialien an allen Ecken. Gerade weil sie als Einzige so klein ist, geht sie oft leer aus, weswegen sie beispielsweise Handschuhe nutzen muss, die ihr zu groß sind. Auch die Sauberkeit oder auch die Regeleinhaltung könnte deutlich besser funktionieren. Eigentlich sind nur Malte, ihr Zwillingslabor, wie sie ihn nennt, und sie ordentlich. Mit Malte teilt sie sich Labor und sie promovieren beide. Bis dahin gibt das Buch einen kleinen Einblick in die Situation von Lilia. Aber schon hier muss ich sagen, hat es mich nicht so richtig mitgerissen.
Dann ist es auch schon so weit. Ein neuer Mitarbeiter kommt her und nicht nur irgendeiner: Dr. Alex Winter. Ein hoch angesehener Wissenschaftler, der das Labor nun erst mal auf den Kopf stellt. Denn er ist unter anderem Sicherheitsbeauftragter. Ja, unter anderem, denn er füllt so viele Rollen, dass ich am Ende nicht wusste, was er genau macht. Recht schnell gerät er auch mit Lilia aneinander. Denn als sie eine Präsentation hält, nimmt er sie ordentlich auseinander. Wobei ich seine Kritik sehr konstruktiv fand. Nur hat Lilia es nicht so aufgefasst. Stattdessen hält sie sich lieber an das Gerücht, dass er Frauen in der Wissenschaft nicht richtig findet. Ich fand ihre Engstirnigkeit extrem anstrengend. Denn ganz ehrlich, er hat ihr nie das Gefühl gegeben nichts zu können oder im Rang unter den Männern zu stehen. Nein, das Gegenteil ist der Fall. Er bringt sie sogar mit zu einer Konferenz, wo sie networken könnte. Doch dort benimmt sie sich kindisch und eifersüchtig. Statt zu networken und sich über die Chance zu freuen, schmollt sie lieber. Egal, was Alex macht, sie kommt immer mit dem Argument um die Ecke, dass es ist, weil sie eine Frau ist, obwohl es einfach nur total weit hergeholt ist. Ich dachte sie ist klug? Und eigentlich sind Wissenschaftler auch dafür bekannt Dinge zu hinterfragen. Doch sie selbst reduziert sich scheinbar nur auf ihr Geschlecht.
Insgesamt fand ich die Annäherung der beiden sehr konstruiert. Es ist nie was im Labor passiert, doch klar, kaum ist Alex da, wird Lilia tollpatschig und fällt ihm beim Klettern direkt in die Arme. Und als er dann meint, dass Klettern in Laboren nicht gestattet ist, wird erst mal geheult. Das tut sie übrigens sehr gerne und oft. Gefühlt in jedem zweiten Kapitel schnieft sie und geheult wird auch verdammt oft. Ich dachte, ich lese hier etwas von einer starken MINT-Frau. Fehlanzeige. Als wäre das nicht genug benimmt sie sich sehr ambivalent. Erst wird Alex angehimmelt, übrigens auch von absolut allen (!!) Frauen, total übertrieben, und kaum ist er bei einer anderen wird sie eifersüchtig und patzig. Die zwei sind immer noch Kollegen, wo kommt dieses Besitzdenken her? Wo bleibt das Kennenlernen? Stattdessen muss sie immer wieder von Alex gerettet werden. Sowas mag ich ja gar nicht. Als wäre das nicht genug wird auf Krampf noch ein Teambuilding-Event gestartet, wo in gefühlt jedem zweiten Satz nochmal erwähnt werden muss, dass genau die zwei so in dem Thema aufgehen und eine Gemeinsamkeit haben. Und natürlich umarmen sie sich da ständig. Das fand ich ja generell ganz seltsam, dieser Übergang von Kollegen zu Liebenden war total abrupt und dadurch unauthentisch. Besonders wenn man bedenkt, dass Lilia immer wieder sauer auf ihn war und sich dann ohne eine Änderung wieder auf ihn einlassen wollte. Auch das Familie kennenlernen war so künstlich erzeugt. Nicht nur die Situation, auch die Dialoge. Es war viel zu übereilt und sollte nur dazu dienen, dass Lilia sich dort endlich mal für ihn einsetzt. Es war einfach nur klischeehaft und zu viel. Wie fast über das ganze Buch durch. Lilia und Alex werden beide so auf ein Podest gehoben, so hoch kann man nicht mal schauen. Denn natürlich seine Familie ist absolut beeindruckt von Lilia. Und jeder liebt Alex sowieso. Es hätte gut getan, wenn sie mehr Fehler hätten, wenn die zwei Charaktere künstlich nicht so aufgebauscht wären.
Das Thema rund um die Biochemie und die Zellen fand ich schon ganz interessant, auch weil ich davon absolut keine Ahnung habe. Man merkt aber, dass die Autorin das hat. Ein bisschen von Lilias Alltag wurde gut in das Buch integriert. Fand ich definitiv spannend. Leider war der Nebenstrang dazu aber sehr vorhersehbar. Nicht nur hat sich diese Person von Anfang an immer nur so verhalten, wie es aktuell zur Szene passt, auch so war es einfach total naheliegend, eben wegen dem Verhalten. Dazu fand ich es irgendwie komisch, dass manche Sätze tatsächlich in Englisch waren. Gut, ich verstehe die Sprache, aber anderen geht es vielleicht nicht so und ich fand es hat auch nicht wirklich reingepasst. Man kann ja sagen, dass die bei der Präsentation alles auf Englisch sagen. Es hat halt meiner Meinung nach keinen Mehrwert, eher das Gegenteil.
Fazit:
Schwaches Debüt in einem eigentlich spannenden Bereich. Mich konnte das Buch trotz der Thematik leider nicht begeistern. Lilia ist ein weinerlicher Charakter, der immer gerettet werden muss, schnell eifersüchtig wird und trotz wissenschaftlichem Hintergrund überhaupt nicht logisch denkt oder mal hinterfragt. Alex wird als perfekter Typ dargestellt, den jede haben will. Für mich war das zu viel. Generell wurden beide Charaktere immer wieder auf ein Podest gestellt und künstlich Situationen erzeugt, um das zu beweisen. Das war einfach unglaubwürdig. Genau wie ihre Liebesgeschichte mir viel zu abrupt ging und eher körperlicher Anziehung entsprang. Es gab keine Funken. Nur Geschmachte und danach Gezicke. Schrecklich.
2/5 Sterne
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