»Leberwurst mit Gürkskes« – ein humorvoller Ruhrpott-Krimi voller Herz und Nostalgie
Willkommen im Dortmund der 80er Jahre, wo der schüchterne Manfred ein ruhiges Leben mit seinem Sittich Hubsi führt – bis die attraktive Grit über ihm einzieht und sein Alltag gehörig auf den Kopf gestellt wird. Statt bei Schnittchenplatte mit Gürkchengarnitur gemütlich in seiner Wohnung zu sitzen und »Ein Colt für alle Fälle« zu schauen, hütet er auf einmal die eigensinnige Möpsin Gisela und bekommt es mit Grits Ex-Verlobtem Luigi zu tun, der sie mit allen Mitteln zurückerobern will. Weil Manfred ihm dabei in die Quere kommt, schwört Luigi Rache ...
Mit viel Lokalkolorit, liebevoll gezeichneten Figuren und einer gehörigen Portion Humor entführt Elke de San Antonio ihre Leser in eine Welt voller Herz und Nostalgie.
»Leberwurst mit Gürkskes« ist ein charmanter Mix aus Liebeskomödie und Cosy-Krimi, der garantiert für gute Laune und Schmunzelmomente sorgt. Ein wahres Lesevergnügen für alle Freunde humorvoller Wohlfühlromane!
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Humorvoll mit tiefgründigem Hintergrund
Silke - Buchgespür - am 07.05.2026
Bewertungsnummer: 3131962
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
Ich bin 1984 in der Pfalz geboren, nicht ganz der Ruhrpott, aber immerhin die Achtziger. Schnittchenplatten, neugierige Nachbarn, Mett-Igel und Spargelröllchen. Yeah!
Da passt ein Wellensittich namens Hubsi zum Protagonisten von @ Roman Manfred aus Dortmund wie die sprichwörtliche Faust aufs Auge.
Manfred lebt am liebsten möglichst unauffällig. Sein Alltag ist geregelt, ruhig und vorhersehbar. Dann zieht Grit ins Haus ein und plötzlich gerät alles durcheinander. Mit ihr kommen die Möpsin Gisela, jede Menge Chaos und Luigi, ihr Ex-Verlobter, der sich nicht damit abfinden will, dass Grit ohne ihn weitermacht. Für Manfred wird das schnell unangenehm, weil Luigi in ihm sofort einen Rivalen sieht und durchaus weiß, wie man seine Stellung behauptet.
Luigi fand ich etwas schwieriger. Er bringt zwar Spannung in die Handlung, bleibt für mich aber ab und an zu sehr auf seine Rolle als Störenfried festgelegt. Da hatten andere Figuren mehr Zwischentöne. Abgesehen von ihm, ist die Darstellung aller Figuren, über die sich weder Autorin noch Lesende (ich jedenfalls nicht) lustig machen, obwohl viele Situationen komplett eskalieren, extrem tiefgründig und authentisch gelungen. Hinter dem Humor der Hausbewohner steckt oft Einsamkeit, Unsicherheit und Menschen, die eigentlich nur Anschluss suchen. Gerade Manfred entwickelt sich dabei sehr realistisch. Er ist kein plötzlicher Super-Hero, schlüpft in diese Rolle fast widerwillig, aber stetig. Er hat einfach keine Wahl, also greift er ein, als er muss.
Dortmund 1983 war direkt greifbar. Nicht nostalgisch, sondern eben wie Arbeiteralltag in einem gewöhnlichen Wohnviertel des Ruhrgebiets. Hausflure, Fernseher, Bier und Nachbarn, mit all ihren Macken.
Ein paar Längen hat das Buch für mich trotzdem. Aber dieses Abschweifen gehört doch irgendwie dazu. Man begleitet diese Hausgemeinschaft weniger wegen großer Spannung, sondern weil man immer tiefer in deren Leben eintaucht und sie besser kennenlernt. Am Ende fühle ich mit diesen Figuren, die nach außen oft seltsam wirken, hinter ihrer Art aber viel mehr verbergen, als man zunächst denkt.
Und solche Menschen gibt es nicht ausschließlich im Jahr 1983…
80er Jahre Komödie mit Herz und Wohlfühlgarantie
Lesezauber_Zeilenreise (Mitglied der Thalia Book Circle Community) am 02.05.2026
Bewertungsnummer: 3126310
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
**Inhaltsangabe Verlag:**
»Leberwurst mit Gürkskes« – ein humorvoller Ruhrpott-Krimi voller Herz und Nostalgie
Willkommen im Dortmund der 80er Jahre, wo der schüchterne Manfred ein ruhiges Leben mit seinem Sittich Hubsi führt – bis die attraktive Grit über ihm einzieht und sein Alltag gehörig auf den Kopf gestellt wird. Statt bei Schnittchenplatte mit Gürkchengarnitur gemütlich in seiner Wohnung zu sitzen und »Ein Colt für alle Fälle« zu schauen, hütet er auf einmal die eigensinnige Möpsin Gisela und bekommt es mit Grits Ex-Verlobtem Luigi zu tun, der sie mit allen Mitteln zurückerobern will. Weil Manfred ihm dabei in die Quere kommt, schwört Luigi Rache …
Mit viel Lokalkolorit, liebevoll gezeichneten Figuren und einer gehörigen Portion Humor entführt Elke de San Antonio ihre Leser in eine Welt voller Herz und Nostalgie.
»Leberwurst mit Gürkskes« ist ein charmanter Mix aus Liebeskomödie und Cosy-Krimi, der garantiert für gute Laune und Schmunzelmomente sorgt. Ein wahres Lesevergnügen für alle Freunde humorvoller Wohlfühlromane!
**Meine Inhaltsangabe:**
Manfred lebt zusammen mit Nymphensittich Hubsi in seiner Wohnung, von ihm liebevoll Festung genannt. Er mag Kontakte mit anderen Menschen nicht wirklich, lebt gern für sich allein und ist damit auch sehr zufrieden. Das ändert sich, als die schöne neue Nachbarin im Haus einzieht und Manfred sich Hals über Kopf in sie verliebt. Dieser Einzug löst eine Lawine aus, die Manfred nicht aufhalten kann. Plötzlich ist er in engem Kontakt mit allen möglichen Nachbarn, fungiert als Hundesitter für Möpsin Gisela und findet sich ungewollt in einem Beziehungsstreit, der möglicherweise ihm selbst gefährlich werden kann und sogar die ganze Hausgemeinschaft bedroht. Doch eins ist für Manfred ganz sicher: er wird die schöne Grit mit all seiner Macht beschützen.
Erster Satz: »Es war ein feuchtkalter Nachmittag im November 1983, als Manfred Hoffmann wie ein Schmorbraten verschnürt am Ausleger eines Baustellenkrans über der frisch ausgehobenen Baugrube für ein Mehrfamilienhaus in Dortmund-Aplerbeck baumelte und sich fragte, wie er in diese unbequeme Lage hatten kommen können.«
**Mein Eindruck:**
Dieses Buch vereint Komödie, Romantik, Wohlfühlroman und Krimi auf wunderbar humorvolle und unterhaltsame Weise. Ich hatte so viel Spaß beim Lesen, wofür nicht nur der Ruhrpott-Charme der 80er Jahre mit seinen Mettigeln, Schnittchen und Schnäpschen sorgte, sondern auch die vielen herrlich liebenswerten und schrägen Figuren, menschlich und tierisch. Denn neben Manfred und seinen Nachbarn spielen hier auch Tiere gewichtige Rollen: Nymphensittich Hubsi, Möpsin Gisela und die beiden Schildkröten Trude und Zorro. Das zusammen mit dem ruhigen, sympathischen Manfred, der immer mehr an den Herausforderungen wächst und den teilweise in tiefstem Ruhrpottisch geschriebenen Dialogen haben mich nur so durch die Seiten fliegen lassen. Vor allem zum Ende hin war ich dann völlig gefesselt und es ging richtig spannend zu (nicht im kriminalistischen Sinne, sondern… ach nee, das verrate ich nicht). Wer die 80er Jahre und den Ruhrpott mag, sich auf leichtfüßige Alltagskomödien mit tierischen Anteilen einlassen kann und einfach mal wieder herzlich lachen und sich wohlfühlen möchte, dem lege ich Leberwurst mit Gürkskes sehr ans Herz. Einfach richtig gute, kurzweilige Unterhaltung! 5/5 Sterne.
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