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Die Perserinnen Roman | Nominiert für den Women's Prize for Fiction 2025

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Beschreibung

Produktdetails

Zustand

Sehr gut

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

31.05.2024

Verlag

Piper

Seitenzahl

448

Maße (L/B/H)

21,9/14,5/4,1 cm

Gewicht

556 g

Auflage

1 Auflage Auflage

Originaltitel

The Persians

Übersetzt von

Katharina Martl

Sprache

Deutsch

EAN

2710000555445

Warnhinweis

Warnhinweis nicht erforderlich

Beschreibung

Rezension

»›Die Perserinnen‹ ist ein lebhaft erzählter Roman, der mit starken Charakteren, oft witzigen Dialogen und mit der Vielfalt seiner Perspektiven überzeugt.« ("Deutschlandfunk - Büchermarkt")
»Was für ein Debüt! Dieses Buch hat alles: Drama, Liebe, Witz. (…) Umwerfend gut und höchst amüsant!« ("Emotion")

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Zustand

Sehr gut

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

31.05.2024

Verlag

Piper

Seitenzahl

448

Maße (L/B/H)

21,9/14,5/4,1 cm

Gewicht

556 g

Auflage

1 Auflage Auflage

Originaltitel

The Persians

Übersetzt von

Katharina Martl

Sprache

Deutsch

EAN

2710000555445

Herstelleradresse

Piper Verlag GmbH
Georgenstr. 4
80799 München
DE

Email: info@piper.de

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  • Klugscheisser

    5/5

    08.08.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    „Die Woche war eine einzige…

    „Die Woche war eine einzige Cartoon- und Drogenparty gewesen, bis vor einer Stunde, als ich meine Tante Shirin gegen Kaution aus dem Gefängnis von Aspen holen musste, wo sie wegen versuchter Prostitution festgehalten wurde“ So beginnt der Roman und dies ist die umgreifende Klammer in der Ist-Zeit im Jahr 2009. Die Autorin schildert uns am Ende des Buches zwar noch den Prozeß, den Richterspruch allerdings enthält sie uns vor. Die Iranerin SHIRIN Valiat verläßt mit ihrem Mann HOUMAN, ihrem Sohn MOHAMMED, ihrem Bruder NADER, sowie ihrer Schwester SIMA und deren Säugling BITA in den Revolutionswirren 1978 in letzter Minute den Iran in Richtung USA. Ihre sechsjährige Tochter NIAZ läßt sie, mehr ungewollt, als gewollt, bei ihrer Mutter ELIZABETH, der Großmutter der kleinen Niaz, zurück, ging man doch davon aus, daß man bald zurückkehrt, sobald sich die Lage im Heimatland wieder beruhigt hat. Zur Sicherheit hat jede der Exilantinnen etliche Millionen auf Schweizer Konten gebunkert und noch eine Handvoll Diamanten im Gepäck. Nun aber schreiben wir bereits das Jahr 2009, Shirin ist mittlerweile 54 Jahre alt und wird im US-amerikanischen Nobelskiort Aspen der Anbahnung zur Prostitution verdächtigt. In 25 sich abwechselnden Kapiteln kommen nun Elizabeth, Shirin, Bita, Niaz und Sima zu Wort und schildern Kindheit, Jugend, Ist-Zeit und die Familienverhältnisse aus ihrer Sicht. Abgestoßen hat mich verstörende Empathie- und Lieblosigkeit, die bei den Frauen dieser Familie vorherrscht und der grenzenlose Dünkel dieser Familie. Diesen Frauen geht es in einer derart penetranten Art und Weise ausschließlich um das Aussehen und Äußerlichkeiten, daß nichts anderes mehr Thema ist. Ohne jeglichen Esprit, Geist oder Gefühl, von Mitgefühl ganz zu schweigen. Lesende werden gequält mit ständigen Beschreibungen des Aussehens, der Gesichtsgestaltung, Kosmetik, Kleidung, Accessoires, Schmuck, Modemarken etc. Natürlich, man kann als Autorin die ständige Beschäftigung der Protagonistinnen mit der Oberfläche des Körpers auch als Metapher für die Oberflächlichkeit ihres Wesens verwenden, doch die Intensität, mit der dies hier betrieben wird, deutet für mich darauf hin, daß es die Autorin nicht schafft, die nötige Distanz zu ihren Figuren einzulegen, was die Begeisterung für Äußerlichkeiten anbelangt. Die Männer werden in diesem Roman fast durchgehend als Witzfiguren dargestellt, Karikaturen ihrer selbst, meist tumbe übergroße Playmobil-Männchen und kaum der Erwähnung wert. Willkommen im Matriarchat der schlechten Art. Selten hat mich Gelesenes so wenig berührt. Die Autorin ist teilweise sehr um Metaphern bemüht, die aber sehr gewollt und seltsam substanzlos ins Leere laufen, nur wenige treffen ins Schwarze. Überwiegend werden kurze Sätze oder Fragen bezugslos hintereinander gereiht. Ich befürchtete schon, daß sich sowohl der anspruchslose Schreibstil, als auch der belanglose Inhalt über die nächsten gut 300 Seiten von Teil II und Teil III fortsetzten. Wir Menschen gewöhnen uns ja erstaunlich schnell an einen Umstand und so kann ich nun nicht mit Sicherheit sagen, ob es darauf zurückzuführen ist oder ob nun im II. und III. Abschnitt tatsächlich der Stil des Buches anspruchsvoller geworden ist. Auch im II. Teil wird wieder in den Zeiten hin und hergesprungen, was dem Roman aber in keinster Weise Abbruch tut. Diese sich abwechselnden Kapitel aus verschiedener Sicht lesen sich sehr gut. Alle weiblichen Mitglieder der Familie erzählen in der Ich-Form, lediglich in den Kapiteln über Elisabeth weicht die Autorin davon ab. Warum, erschließt sich mir nicht. Obwohl dramatische und ihrem Wesen nach herzzerreißende Geschehnisse geschildert werden, bleibe ich von diesen auch im Rest des Buches seltsam unberührt. Gegen Ende dieses II. Teils hält die Autorin für die Lesenden aber noch einen absoluten Knaller bereit, diesen werde ich aber nicht einmal andeuten, nur so viel sei verraten, es geht um familiäre Verhältnisse, es platzt quasi die Bombe. Im III. Teil kommt dann die ganze Familie in der Ist-Zeit, etwa im Jahre 2009, in Amerika zusammen, um Shirin bei ihrem Prozeß zu unterstützen Shirin, die Hauptfigur, ist das perfekte Stereotyp der reichen, verwöhnten, arroganten, geist- und empathielosen Orientalin. Natürlich gibt es diese auch in der US-amerikanischen und europäischen Ausführung, dann eher in blond. Würde man ihnen ihr Geld nehmen, hätte man vermutlich stinknormale Proleten vor sich. Umgekehrt funktioniert das natürlich auch. Emotional berührt oder mit Erkenntnissen in Erstaunen versetzt wurde ich in diesem Roman nur an ganz wenigen Stellen. Doch, eine Stelle hat mich zutiefst berührt, und zwar, als Elisabeth ihrer Enkelin Niaz gesteht, daß deren Mutter Shirin sie sehr wohl mit in die USA nehmen wollte. Ich wünschte die Autorin hätte auch an anderer Stelle des Romans mit derartiger Verve erzählt.“

  • Bewertung

    aus Crimmitschau

    5/5

    07.07.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Persische Geschichte modern erzählt

    Der Roman "Die Perserinnen" von Sanam Mahloudji vereint alles, was ein guter Gesellschaftsroman meiner Meinung nach haben muss: eine Rahmenhandlung, die einen Spannungsbogen aufbaut, interessante und vielschichtige Charaktere und geschickt eingebautes geschichtliches Hintergrundwissen. Moderne Werte der jungen Leute, die sich ihr Leben selbst aufbauen wollen und dabei nicht allein vom vererbten Reichtum ihrer Familie leben möchten treffen auf die Traditionen der älteren Generation, für die Schmuck und Landbesitz ein Zeichen für Ansehen und Erfolg sind. Die Autorin lässt diese beiden Welten durch mehrere Erzählstränge generationenübergreifend verflechten. Der Roman lebt nahezu allein von starken Frauen und genau das macht ihn so besonders. Die Ethnie der Perser, in welcher augenscheinlich Männer eine tragende Rolle spielen wird hier dargestellt, wobei vor allem Frauen ins Zentrum gerückt werden. Toll geschrieben und ein Leseerlebnis von der ersten bis zur letzten Seite.

  • Bewertung

    5/5

    29.06.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Interessante Reise durch die Generationen

    Angesprochen an "Die Perserinnen" von Sanam Mahloudji hat mich sowohl das Cover, als auch die Geschichte, die es beinhaltet. Die Geschichte dreht sich um drei Generationen von Iranerinnen, die unterschiedlich aufgewachsen sind und verschiedene Blickwinkel auf ihre Herkunft und ihre Familengeschichte haben. Wir lernen die Familie Valiat kennen. Sie waren eine der wichtigsten und reichsten Familien im Iran, bis zum Sturz des Schahs. Hiermit änderte sich Vieles.. Zuerst ist hier Elizabeth, die Mutter, die ihr Leben lang niemals den Iran verlassen hat, auch nicht nach der Stürzung des Schahs. Dann ihre Töchter Sima und Shirin, die im Iran aufgewachsen, aber zur Zeit des Sturzes das Land mit ihren Familien verlassen haben und in die USA geflohen sind. Shirins Sohn Mo und Simas Tochter Bita kamen mit nach Amerika, Shirins Tochter Niaz blieb im Iran bei der Großmutter zurück. Es ist eine spannende Reise durch die Vergangenhheit und aktuellen Leben der Frauen, deren Charaktere und Blickwinkel unterschiedlicher nicht sein könnten. An vielen Stellen kann man schmunzeln und man findet sich selbst in der ein oder anderen der Frauen wieder. Mir persönlich hat das Buch sehr gut gefallen, ich hatte viel Spaß beim Lesen und ich kann es klar weiterempfehlen!

  • Bianca K.

    aus Magdeburg

    5/5

    25.06.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Die Geschichte einer persischen Familie

    Nachdem ich das Buch ausgelesen habe blieb ich etwas nachdenklich zurück. Im Buch geht es hauptsächlich um die Frauen einer persischen Familie. Jede Protagonistin kommt einzeln im Kapitel zu Wort. Wie sie leben, lieben, fühlen und denken. Das Buch ist etwas anspruchsvoll. Es geht hier um das ausschweifende Leben einer persischen Familie im Exil. In Ihrem Heimatland dem Iran gehören sie zu einer angesehenen machtvollen Familie. Geld ist im Überfluss vorhanden und spielt keine Rolle. Partys werden gefeiert, Drogen und Alkohol gehören dazu. Das machte mich sehr nachdenklich da es ja anscheinend zur Normalität geworden ist. Es war der Hauptgrund warum ich das Buch überhaupt gelesen habe. Der Konsum von Drogen ist ja anscheinend in allen Kulturen vertreten. Ich wollte erfahren, wie andere Kulturen damit umgehen da es ja zur Menschheitsgeschichte dazu gehört. Der Schreibstil ist sehr flüssig und ich konnte dem Geschehen gut folgen. Das cover ist mir besonders ins Auge gestochen. Super gelungen. Mir hat das Buch gefallen, es wird mir wohl noch einige Zeit im Gedächtnis bleiben und es sehr zu empfehlen.

  • Lena

    5/5

    24.06.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Angekommen Die Frauen der…

    Angekommen Die Frauen der Familie Valiat haben ein glamouröses und angesehenes Leben in Teheran geführt, bis die islamische Republik ausgerufen wurde. Doch auch oder vor allem solch hochanerkannte Familien haben tiefgehende Fehler gemacht und sind unglücklich. Ein beeindruckender Einblick in das Leben der angesehenen Iranerinnen, was sie bewegt und was sie verletzt. Wie sie sich selbst im Weg stehen und merken, dass Geld und macht kein garant für Glück und Zufriedenheit ist. Wir begleiten vier Frauen der Familie Valiat auf dem Weg zu ihrem Glück. Dieser Roman hat mich sehr berührt, die Frauen der Familie müssen einiges aushalten und das vor allem von ihrer eigentlichen Hauptbezugsperson, der Mutter. Denn seien wir mal ehrlich, es ist und bleibt meist die Mutter, an der man sich orientieren und geprägt wird. Wir beobachten, wie zumindest Maman Elizabeth einsieht, welche schwerwiegenden Fehler sie gemacht hat, wenn auch sehr spät. Die Beschreibung des Iran vor der Revolution hat mich sehr beeindruckt, ich wusste dass die Perser sehr westlich orientiert waren, aber in diesem Maße hatte ich nicht erahnt. Ich hoffe, dass die Menschen dort irgendwann wieder normal ohne Überwachung und Angst leben können. Gleichzeitig finde ich es beeindruckend, wie vor allem Niaz mit diesen Regeln umging und ich hoffe, es gibt Frauen und Männer wie sie, die so handeln. Ich kann gar nicht in Worte fassen, wie fesselnd dieses Buch für mich war.

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