Produktbild: Chinas entführte Töchter

Chinas entführte Töchter Eine wahre Geschichte von Adoption, Menschenhandel und der Suche nach Gerechtigkeit | Die neue Reportage der Pulitzer-Finalistin Barbara Demick

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Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB 3

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Verkaufsrang

68376

Erscheinungsdatum

14.01.2026

Verlag

Droemer eBook

Seitenzahl

384 (Printausgabe)

Dateigröße

5408 KB

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

9783426567487

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ePUB 3

eBooks im ePUB 3-Format erlauben eine dynamische Anpassung des Inhalts an die jeweilige Display-Größe des Lesegeräts. Das Format eignet sich daher besonders für das Lesen auf mobilen Geräten, wie z.B. Ihrem tolino, Tablets oder Smartphones.

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Verkaufsrang

68376

Erscheinungsdatum

14.01.2026

Verlag

Droemer eBook

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384 (Printausgabe)

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1. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

9783426567487

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  • Bellis-Perennis

    aus Wien

    5/5

    01.03.2026

    eBook (ePUB 3)

    Eine klare Leseempfehlung!

    Barbara Demick, eine bekannte amerikanische Journalistin und Fernost-Korrespondentin der Los Angeles Times, erzählt die Geschichte der chinesischen Zwillinge Fangfang und Shuangjie, die 2000 geboren worden sind. Da sie nicht die ersten Kinder ihrer Eltern sind, sind sie den Behörden, die die strengen Regeln zur Geburtenkontrolle überwachen, ein Dorn im Auge. Die Familie verbirgt die Zwillinge vor dem Staat, doch der Versuch scheitert. Fangfang wird im Alter von 18 Monaten ihrer Familie entrissen und zur Adoption freigegeben. Von einer christlichen Familie aufgenommen, wächst sie unter dem Namen Esther in Texas auf, ohne zu wissen, dass sie ein Opfer einer staatlichen Entführung ist. Als sie vom Schicksal der getrennten Zwillinge erfährt, beginnen eine jahrelange Bemühungen das entführte Mädchen ausfindig zumachen und die Schwestern wieder zusammenzubringen. Dabei tauchen zahlreiche Fragen auf: Wie wird die Adoptivfamilie reagiern? Wie Fangfang/Esther? Welche Auswirkungen hat diese grausame Politik auf die Herkunfts- und Adoptivfamilien? Meine Meinung: Wie viele von uns im Westen, bin auch ich mit der Propaganda der Ein-Kind-Politik Chinas, um das ausufernde Bevölkerungswachstum in den Griff zu bekommen, aufgewachsen. Immer wieder wurde angeprangert, dass weibliche Föten abgetrieben und Mädchen ausgesetzt worden sind, weil in der chinesischen Gesellschaft nur Söhne zählen. Inzwischen erlaubt der Staat wieder die Mehrkind-Familie, weil man feststellen musste, dass Millionen von jungen Männern ohne Frauen bleiben werden ... Die amerikanische Journalistin und Auslandskorrespondentin in Asien schreibt in diesem Buch, dass es Familien gibt, die sich über die Ein-Kind-Politik, trotz Verbote und Repressalien, hinweg gesetzt haben und, dass auch Töchter geliebt worden sind. Hier könnte man sagen, ja Revoluzzer und Abweichler gab und gibt es immer wieder, auch vereinzelt in China. Was die Autorin aber aufdeckt ist der wahre Skandal. Über Jahre hinweg werden Familien, die mehr als das eine genehmigte Kind haben, ihre vor allem weiblichen Babys weggenommen, schwangere Frauen zu (oft sehr späten) Abtreibungen sowie und Frauen und Männer zu Tubenligatur bzw. Vasektomie gezwungen. Behördenvertreter, die häufig durch neidische Nachbarn unterstützt werden, durchkämmen Dörfer nach Babys. Zunächst werden die Babys innerhalb Chinas (gegen eine Gebühr versteht sich) an kinderlose Ehepaare vergeben. Wenig später entwickelt sich ein einträgliches Geschäft mit Auslandsadoptionen, bei dem hunderte Kinder gekidnappt, mit falschen Papieren als Waisen ausgegeben und an zahlungskräftige Familien vorrangig in den USA, aber auch in Europa verkauft werden. Diese Reportage wirft mehr als einen Schatten auf die Weltmacht China, deren Menschen verachtende Politik ohnehin bekannt ist. Interessant sind die gesellschaftlichen Hintergründe, die Barbara Demick recherchiert hat. In einem Staat, in dem es kein Sozialversicherungssystem wie wir es kennen gibt, sind viele Söhne die einzige Altersvorsorge. Zudem gibt es zahlreiche Vorschriften wie ein gewisses Einkommen und ein Mindestalter um heiraten zu können. Theoretisch ist vorehelicher Geschlechtsverkehr verboten, was natürlich nicht wirklich eingehalten wird, weshalb es zu vielen un- oder vorehelichen Geburten kommt. Ein willkommener Anlass, diese Kinder den Frauen abzunehmen. Nun, nach vielen Jahren der Einkind-Politik und der Feststellung, dass Millionen von jungen Männern unverheiratet bleiben werden, weil Frauen fehlen, hat eine staatliche Umkehr stattgefunden. Man versucht Frauen dazu zu „bewegen“ wieder mehr Kinder zu bekommen. Dass das mit „Zuckerbrot und Peitsche“ ebenso rabiat durchgesetzt wird, wie die Einkind-Familie, wird wohl niemanden überraschen ... Fazit: Das Buch ist eine gute Mischung aus penibel recherchierten Hintergründen, politischen Fakten sowie der Geschichten sowohl der Herkunfts- als auch der Adoptivfamilie der Zwillingsschwestern. Dieser Reportage, die ich beinahe atemlos und stellenweise mit Wut im Bauch gelesen habe, gebe ich gerne 5 Sterne und eine Leseempfehlung.

  • Eternal-Hope

    aus Österreich

    5/5

    26.06.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Wenn Staatsbeamte Kinder rauben

    Barbara Demick ist eine amerikanische Journalistin, die viel Erfahrung mit China hat und auch die Sprache in Grundzügen beherrscht. In diesem Buch erzählt sie von den dramatischen Auswirkungen der jahrzehntelangen Ein-Kind-Politik in China und davon, wie die repressive Diktatur in diesem Land nicht nur Frauen bis kurz vor der Geburt zu gewaltsamen Abtreibungen gezwungen und Menschen zwangssterilisiert hat, sondern außerdem auch Familien ihre Kinder gewaltsam entrissen, diese in Waisenhäuser gebracht und nichtsahnenden amerikanischen und europäischen Paaren als vermeintliche von ihren Familien verlassene Waisen zur Adoption angeboten hat. Dabei geht die Autorin detailliert auf die Hintergründe der Ein-Kind-Politik in China ein und erzählt dann von einem besonders berührenden Schicksal: eine Familie, die nach zwei Mädchen - schon für das zweite davon musste eine hohe Strafe bezahlt werden - weitere zwei Zwillingsmädchen auf die Welt brachte und alles unternahm, um diese vor den Behörden geheim zu halten. Doch das klappte leider nicht auf Dauer und eine der beiden wurde mit knapp zwei Jahren, in einem Alter, in dem das intelligente Mädchen schon gehen und sprechen konnte, von den Behörden gewaltsam der Tante, bei der sie sich gerade aufhielt, entrissen, in ein Waisenheim gebracht und nach einigen Monaten dort an eine sehr gläubige evangelikale amerikanische Familie aus Texas vermittelt, die keine Ahnung hatte, dass dieses Kind nicht freiwillig von den Eltern aufgegeben worden war. Alle Versuche der verzweifelten Eltern, ihr Kind wiederzubekommen, blieben lange erfolglos. Barbara Demick lernt diese Familie kennen, als die verbleibende Zwillingsschwester neun Jahre alt ist, und sie macht sich an die Arbeit, um die nach Amerika verbrachte Zwillingsschwester aufzuspüren. Sie findet sie, aber erst einmal will die Adoptivfamilie nichts von einem Kontakt wissen, zu groß sind die befürchteten Wunden, die das aufreißen könnte. Doch später finden die Zwillinge wieder zusammen und es passiert eine vorsichtige Annäherung zwischen zwei Mädchen, die sich als eineiige Zwillinge so sehr gleichen, doch keine gemeinsame Sprache haben und in ganz unterschiedlichen Ländern und Kulturen aufgewachsen sind. Sehr berührend ist dieses Schicksal, an dem uns die Autorin mit zahlreichen Details, Bildern und anschaulich geschilderten Begegnungen teilhaben lässt. Interessant ist auch, wie sie aufzeigt, dass es sich dabei keinesfalls um einen Einzelfall handelte, sondern die gewaltsame Entführung chinesischer Kinder aus ihren Familien durch die staatlichen Behörden und deren Vertreter System hatte und es zahlreiche Betroffene gibt, die bis heute versuchen, mit Hilfe von Selbsthilfeorganisationen und Gentests ihre leiblichen Verwandten wiederzufinden. China hat erst vor wenigen Jahren die Programme zur Auslandsadoption gestoppt, doch in Bezug auf die Vergangenheit wurde und wird viel vertuscht, gelogen und liegt bis heute im Dunkeln, was es den Betroffenen schwer macht. Nach einer Phase der Hoffnung auf mehr Demokratie und Öffnung in den 2010er Jahren ist es insbesondere im Zuge der Corona-Pandemie und danach zu großen Rückschritten in den Bereichen Transparenz, Demokratie und Menschenrechte gekommen, was sich auch auf diesen Bereich auswirkt. Es handelt sich also um ein sehr interessantes, persönlich geschriebenes Sachbuch, das ich jenen, die sich für die Thematik internationale Adoptionen oder Ein-Kind-Politik interessieren, sehr empfehlen kann. Jedenfalls ist es Augen öffnend in Bezug auf Auslandsadoptionen und die mit ihnen oft verbundene ethischen Probleme.

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  • Produktbild: Chinas entführte Töchter