Den Schlüssel zum Rätsel hat nur sie. Doch wo hat sie ihn hingelegt?
Margaret ist 89 und eine Institution in dem kleinen nordenglischen Dorf, in dem sie fast ihr gesamtes Leben verbracht hat. Einzig auf ihr ehemals gutes Gedächtnis ist in letzter Zeit wenig Verlass. Als ihre Nachbarin Barbara ermordet wird und die Polizei nicht vorankommt, nimmt die resolute Margaret die Dinge selbst in die Hand. An ihrer Seite: ihr cleverer Enkel James, 15, der ihrem Gedächtnis immer wieder auf die Sprünge hilft. Denn Margaret weiß: Barbara hat ihr kurz vor ihrem Tod etwas sehr Wichtiges anvertraut. Wenn sie sich nur erinnern könnte ... Ein charmanter Cosy Crime und eine herzerwärmende Familiengeschichte mit viel Humor und einem Schuss Melancholie
Inspiriert von der eigenen Familiengeschichte »Eine originelle Perspektive, einfühlsam erzählt.« Susanne Goga
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126 Bewertungen
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Sehr schön
brauneye29 aus Wachtendonk am 13.11.2025
Bewertungsnummer: 2653568
Bewertet: eBook (ePUB 3)
Zum Inhalt:
Margret, mittlerweile 89 Jahre alt, noch relativ fit, ihr Gedächtnis lässt in letzter Zeit aber merklich nach. Als in der Nachbarschaft ein Mord passiert und die Polizei augenscheinlich nicht voran kommt, nimmt sie das zusammen mit Enkel James eigene Ermittlungen auf, denn sie weiß, dass die ermordete Barbara ihr kurz vor dem Tod etwas wichtiges mitgeteilt, nur kann sie nicht daran erinnern.
Meine Meinung:
Mal von der Cosy-Crime abgesehen, die mir auch sehr gut gefallen hat, hat mich total berührt, dass die Hauptprotagonistin mit Alzheimer zu tun hat. Zwar weiß keiner, wie sich Alzheimer anfühlt, aber die Art und Weise wie es hier beschrieben wird, ist so vorstellbar und könnte genauso sein. Man merkt, dass was nicht stimmt, aber will es auch nicht so richtig wahrhaben. Das hat mich sehr berührt. Aber auch der Krimi an sich ist sehr lesenswert.
Fazit:
Sehr schön
Detektivin mit Erinnerungslücken
Test-LR am 13.02.2026
Bewertungsnummer: 3045292
Bewertet: eBook (ePUB 3)
Inhalt:
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"Ich schließe die Tür hinter ihnen ab, meine Hände zittern. Mitten in unserer Straße hat jemand eine furchtbare Tat begangen. Zorn frisst sich durch meine Müdigkeit. Ich muss wissen, wer Barbara das angetan hat. Und warum. Versprich es mir, Margaret. Ich muss mich daran erinnern, was mir Barbara mit ihren letzten Worten sagen wollte." (S. 22)
Margaret Winterbottom ist 89 Jahre alt und verwitwet. Sie trägt ein jahrelanges Geheimnis mit sich herum, das sie auch vor ihrer Tochter und deren Familie versteckt hält. Doch eines Tages wird in ihrer Nachbarschaft ihre Freundin Barbara ermordet und Margaret möchte den Mörder finden. Dabei ist ihr Enkel James ihr behilflich, der jedoch bald selbst unter Verdacht gerät. Können sie es schaffen, den Fall zu lösen, bevor eventuell ein weiterer Mord geschieht? Und warum kann sich Margaret nicht an das wichtige Versprechen erinnern, dass sie Barbara kurz vor ihrem Tod gegeben hat?
Mein Eindruck:
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Ich muss vorneweg schicken, dass ich ähnlich wie viele andere Rezensenten, aufgrund des Klappentextes etwas völlig anderes erwartet hatte. Die Beschreibung lässt auf einen Cosy Crime im Stil von Miss Marple hoffen. Doch der Roman entwickelt sich anders. Der Plot ist aus Margarets Sicht in der Ich-Perspektive geschrieben. Sie fühlt sich seit dem Tod ihres Mannes Albert sehr einsam, obwohl ihre Tochter Shirley und ihr Enkel James sie häufig besuchen. So führt sie in Gedanken immer wieder Gespräche mit Albert. Gleichzeitig lässt sie ihr Erinnerungsvermögen öfter im Stich und im Verlauf der Handlung wird klar, dass ihre Erkrankung an Alzheimer der Grund hierfür ist.
Auf der einen Seite kann die Geschichte als Cosy Crime einsortiert werden, denn Margaret und James befragen alle möglichen verdächtigen Menschen in Barbaras Umfeld und ziehen ihre Schlussfolgerungen. Spannung kommt auch dadurch auf, dass in Margarets Haus seltsame Dinge geschehen und bis zum Schluss unklar ist, wer dahinter steckt oder ob sie sich dies nur eingebildet hat.
Auf der anderen Seite ist es aber auch ein Roman übers Älterwerden, dem Verlust von Erinnerungen und der Krankheit Alzheimer. Die gedanklichen Gespräche, die sich zeitweise sehr ähnelten, zogen für mich die Geschichte unnötig in die Länge. Da hätte man an einigen Stellen kürzen können.
"Die ganze Welt ist nicht mehr in Ordnung, seit du sie verlassen hast, Albert. Verbrechen und Mord in unserer Straße, Verdächtige, Argwohn, verlorene Erinnerungen. Was ist überhaupt noch real? Ich kann mich nicht mal auf mich selbst verlassen. Bin ich nicht die Summe meiner Erinnerungen? Definiert nicht das, was mein Gehirn an Wissen und Erfahrung gesammelt hat, wer ich bin? Wenn wir von Erinnerungen geformt werden, meine aber nun verschwinden, was bin ich dann noch? Hohl und leer wie ein Gespenst? Ich schaue nicht zurück, bis ich unser sicheres Heim erreiche. Dann verschließe und verriegele ich die Tür hinter mir." (S. 226)
Margarets Gedanken über ihre Krankheit haben mich sehr berührt und nachdenklich gemacht.
Insgesamt betrachtet, weckt der Klappentext falsche Erwartungen, aber das Buch hat mir dennoch gut gefallen durch diese außergewöhnliche Mischung. Die Auflösung empfand ich nicht vollständig plausibel und es war auch einiges Glück dabei, dass der Täter gefasst werden konnte. Durch das Geheimnis der Protagonistin wurde ein wichtiges Stück britischer Historie thematisiert, was ich sehr interessant fand. Daher gebe ich diesem ungewöhnlichen Krimi gerne 4 Sterne.
Fazit:
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Ungewöhnliche Mischung aus Kriminalfall und Roman übers Älterwerden mit Einblicken in ein Stück britischer Historie
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