Der schönste Weltuntergang, seit die Erde existiert
Die siebzehnjährige Aisha hat ihre Schwester June seit zwei Jahren nicht mehr gesehen. Und nun, da die Welt in neun Monaten untergeht - ein Meteorit fliegt geradewegs auf die Erde zu -, beschließen sie und ihre Mutter, dass es an der Zeit sei, sie aufzuspüren und die Wunden, die sie sich zugefügt haben, zu heilen. Zusammen mit Aishas Freund Walter und dessen Eltern (und Flohsack, dem streunenden Kater) machen sie einen Roadtrip vom Norden in den Süden Malaysias in einem wild dekorierten Wohnmobil - um mit der Vergangenheit abzuschließen, die Gegenwart zu bewältigen und trotz allem auf die Zukunft zu hoffen.
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"Roadtrip" der Gefühle
Kissgirl am 20.10.2025
Bewertungsnummer: 2630858
Bewertet: eBook (ePUB 3)
Der Roman hat mich etwas ratlos zurückgelassen.
Bei "Katzen, die wir auf unserem Weg trafen" von Nadia Mikail soll es sich lt. Klappentext um einen Roadtrip durch Malaysia handeln, mit dem Zweck die verschollene Tochter/Schwester zu finden. Ausgelöst durch die nahende Apokalypse - ein Meteorit wird in einigen Monaten die Erde zerstören - machen sich Aisha und ihre Mutter gemeinsam mit Aishas Freund und dessen Eltern auf die Suche, begleitet von Flohsack, einem Straßenkater, der ihnen kurz vorher zugelaufen ist.
Der Roadtrip ist aber tatsächlich nur ein kleiner Teil der Geschichte, zumindest der physische, Flohsack die einzige Katze die vorkommt und auch keine wirkliche Rolle spielt.
Letztendlich geht es in der Geschichte um Verluste, die nicht verarbeitet wurden, um unterdrückte Gefühle und zwischenmenschliche Sprachlosigkeit. Dadurch entstanden Wunden, die nie richtig verheilt sind.
Die Geschichte mäandert permanent von der Gegenwart in die Vergangenheit und in eine imaginäre Zukunft. Vor allem Aishas Gedanken und Gefühle wiederholen sich häufig, die Geschichte plätschert ohne jeglichen Spannungsbogen dahin, das Ende bleibt offen.
Das dies ein Jugendroman ab 12 Jahren sein soll kann ich nicht nachvollziehen, dafür ist meiner Meinung nach das Thema zu schwermütig und komplex.
Highlight des Buches waren für mich die hübschen Zeichnungen von Nate Ng.
Was würdest Du tun, wenn die Welt bald endet?
wonderland09 am 14.11.2025
Bewertungsnummer: 2654361
Bewertet: eBook (ePUB 3)
Gestaltung:
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Das Titelbild ist mit sehr bunten Farben versehen. Es erinnert mich ein wenig an Bollywood. Insgesamt erweckt es einen fröhlichen Eindruck.
Inhalt:
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Ein Meteorit ist auf dem Weg zur Erde, um sie zu zerstören. In neun Monaten soll es so weit sein. Die siebzehnjährige Aisha und ihre alleinerziehende Mutter nehmen dies zum Anlass, um sich im Wohnmobil auf die Suche nach Aishas älterer Schwester June zu machen. Sie zog ein paar Jahre nach dem Tod des Vaters aus und hat sich seitdem nicht mehr gemeldet. Begleitet werden die beiden von Aishas Freund Walter und dessen Eltern, die den Trip nutzen wollen, um wichtige Lebenssituationen zu besuchen. Außerdem an Bord: Ein zugelaufener Kater, den Aisha auf den Namen "Flohsack" tauft. Werden sie June noch rechtzeitig finden und wie wird die Begegnung werden?
Mein Eindruck:
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"Die Zeit verging und die Dinge änderten sich. Es gab immer noch Gründe, vorsichtig zu sein. Die Menschen waren immer noch wütend und voller Schmerz. Doch der größte Teil der Bevölkerung wagte sich hinaus. Sie fingen an, Vorräte anzulegen, Lebensmittel anzubauen und zusammenzuarbeiten, um Dinge zu tauschen. Gemeinschaften entstanden, in denen Menschen zusammenarbeiteten, um in der ihnen noch verbleibenden Zeit zu überleben. Es beruhigte sich, weil die Menschen begriffen, was wichtig war: Gesundheit, kein Hunger und die Rückkehr zur Familie. Die Leute arbeiteten auf freiwilliger Basis in diesen Jobs, um ihren Teil beizutragen. Leute sorgten dafür, dass es genügend Leitungen gab, damit Menschen ihre weit entfernt lebenden Familien anrufen konnten. Leute sorgten dafür, dass genug Medizin, Essen und Möglichkeiten existierten, Angehörige zu besuchen. Auch wenn es weiter gelegentlich Schmerz und Gewalt gab, hielt die Gemeinschaft doch so gut wie möglich zusammen, um sich gegenseitig zu schützen und zu verteidigen. Alle wussten, dass die Welt bald untergehen würde. Diese Tatsache hätte alle zur Verzweiflung treiben können, und tatsächlich waren einige in Hoffnungslosigkeit versunken, und ihr Wille weiterzumachen erlosch wie eine Kerze in einer unbarmherzigen Windbö. Aber viele taten weiter, was sie konnten, solange sie noch da waren, solange das Leben noch währte. Sie wussten, was wichtig war. Sie wussten, dass sie dies einer für den anderen taten." (E-Book, S. 20f)
Was mir gefiel, war der ruhige Ton dieser Erzählung. Die Charaktere und ihre Gefühle werden einfühlsam beschrieben und die Grundidee fand ich faszinierend.
Leider war die Umsetzung insgesamt nicht mein Geschmack. Die aktuelle Situation wird in vielen Rückblenden mit Zeitsprüngen erzählt. Obwohl diese durch Überschriften gekennzeichnet werden, so fehlte mir zum einen der rote Faden, zum anderen musste man sich stark beim Lesen konzentrieren, um weiter folgen zu können.
Aisha und ihre Familie mussten durch den frühen Tod des Vaters, aber auch den Tod weiterer Angehöriger viel Trauer ertragen, viele Gefühle haben sie voreinander nicht ausgesprochen. Dies hat die Beziehungen der Schwestern, aber auch die zur Mutter sehr belastet. Aisha trägt viel Unausgesprochenes mit sich herum, was sich im Laufe der Reise erst Bahn bricht.
Die Entwicklung von Aisha empfand ich als positiv, aber die Dialoge der Protagonisten irritierten mich häufig, was zum einen an der anderen Kultur lag, aber auch an den vielen malaysischen Ausdrücken, die meist ohne Erklärung eingestreut waren. Hier wäre ein Glossar oder jeweils eine Fußnote hilfreich gewesen. Zudem passiert nicht wirklich viel, es geht nur um Erinnerungen und die emotionale Ebene der Personen.
Der Titel ist sehr irritierend, denn es gibt nur eine Katze, die immer wieder ihren kleinen Auftritt hat, aber nicht mehrere und auch die Rolle der Katze war m. E. nicht notwendig. Auch das Ende konnte mich nicht überzeugen. Wenn ich als Erwachsene schon wenig mit dem Buch anfangen konnte, dann frage ich mich, ob die Zielgruppe ab 12 Jahren dieses Werk versteht. Mir ist unverständlich, warum hierfür ein Kinderliteraturpreis vergeben wurde.
Fazit:
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Intension und Grundidee sind gut, der Titel jedoch irreführend und die Umsetzung konnte mich leider nicht überzeugen.
Meinung aus der Buchhandlung
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Dieses Buch hat mich tief berührt! Und ist definitiv eines meiner diesjährigen Lese-Highlights. Geht es inhaltlich zwar um die unausweichliche Apokalypse, um Verlassens- und Verlusterfahrungen in der Familie, fühlt sich dieses Buch dennoch einfach nur warm und weich und hell an. Eine leuchtende Besonderheit! Der Schreibstil ist schlicht, die Kapitel kurz und on point, die Erzählweise wundervoll mäandernd. Je Kapitel beobachten wir eine Situation oder erfahren wir mehr über einen Ort, eine Figur, einen Hintergrund, und das sowohl in Gegenwart wie auch Vergangenheit – und manchmal sind wir auch nacheinander in beiden Zeitebenen am gleichen Ort. Das verleiht „Katzen, die wir auf unserem Weg trafen” seinen ganz eigenen Flow. Der bevorstehende Weltuntergang nicht als Katalysator für eine actionreiche Handlung, sondern mehr ein unterschwelliges Summen, der Grundton der Melodie dieses Buches, die sich in einer bemerkenswerten Balance zwischen Hoffnung und Melancholie einpendelt.
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Dieses Jugendbuch ist super einfach und schnell zu lesen.
Leider musste ich einen Stern abziehen, wegen zwei Punkten, die ich gleich am Anfang erwähnen möchte: 1. Der Roadtrip/die Suche nach der Schwester, auf dem der Plot aufbaut, ist sehr kurz und unspektakulär. Sie fahren los, machen zwei Zwischenstopps und am nächsten Tag sind sie da. Die Schwester ist da, wo sie von Anfang an vermutet wurde.
2. Zu wenig Katzen! Das Buch heißt: "Katzen, die wir auf unserem Weg trafen". In dem Buch kommt eine Katze vor, die hin und wieder durch den Raum stolziert und Streicheleinheiten einfordert. Das war es auch schon.
Wenn man sich dieser zwei Punkte bewusst ist, ist es trotzdem ein tolles Buch. Es geht um Liebe, Konflikt, und die Wut, auf andere Menschen, sowie auf eine Zukunft, die einem verwehrt bleibt. Es reflektiert die Emotionen der Protagonisten nachvollziehbar und einfühlsam. Ich denke, es würde sich besonders gut für Buchvorstellungen in der Schule eignen ;)
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