Beschreibung
Produktdetails
Einband
Gebundene Ausgabe
Erscheinungsdatum
21.08.2025
Verlag
Otto Müller Verlag GmbHSeitenzahl
160
Maße (L/B/H)
20,7/13,2/1,8 cm
Gewicht
356 g
Farbe
Kaffee
Sprache
Deutsch
ISBN
978-3-7013-1334-1
Auf der ORF-Bestenliste von September bis November 2025
Buchcover-Award 2025 (Shortlist)
Eine Inselgemeinschaft aus Lehrern und Schülern kämpft um den Erhalt der Artenvielfalt. In hängenden Gärten und lebendigen Zeichnungen versuchen sie, das Leben zu retten und selbst nicht unterzugehen. Zu ihnen gehört Alice, die sich auf der Insel als Alois ausgibt. Eines Tages verlässt sie die Insel und zieht durch die menschenleere Weite auf dem Festland. Nach Jahren der Unterdrückung will sie wahrnehmen, wo sie selbst anfängt und aufhört, was sie begehrt und wen sie lieben kann. Gregor indes, der Freund und Vertraute, bleibt auf der Insel. Harte Erfahrungen fordern ihren Tribut, er trägt ein Trauma mit sich, das er zeichnend zu bannen versucht. Eine Fremde, die in den Gärten auftaucht, findet langsam Zugang zu ihm. Während Alice durch trockengelegte Auen und versehrte Wälder irrt, gerät Gregors Welt ins Wanken.
"Chimäre" erzählt mit großer poetischer Kraft von den drängenden Themen unserer Zeit, von der Verflochtenheit allen Lebens und Sterbens. Das berührt bis ins Innerste und hallt lange nach.
Buchcover-Award 2025 (Shortlist)
Eine Inselgemeinschaft aus Lehrern und Schülern kämpft um den Erhalt der Artenvielfalt. In hängenden Gärten und lebendigen Zeichnungen versuchen sie, das Leben zu retten und selbst nicht unterzugehen. Zu ihnen gehört Alice, die sich auf der Insel als Alois ausgibt. Eines Tages verlässt sie die Insel und zieht durch die menschenleere Weite auf dem Festland. Nach Jahren der Unterdrückung will sie wahrnehmen, wo sie selbst anfängt und aufhört, was sie begehrt und wen sie lieben kann. Gregor indes, der Freund und Vertraute, bleibt auf der Insel. Harte Erfahrungen fordern ihren Tribut, er trägt ein Trauma mit sich, das er zeichnend zu bannen versucht. Eine Fremde, die in den Gärten auftaucht, findet langsam Zugang zu ihm. Während Alice durch trockengelegte Auen und versehrte Wälder irrt, gerät Gregors Welt ins Wanken.
"Chimäre" erzählt mit großer poetischer Kraft von den drängenden Themen unserer Zeit, von der Verflochtenheit allen Lebens und Sterbens. Das berührt bis ins Innerste und hallt lange nach.
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Literarisches Kleinod
Buch_im_Koffer aus Münster am 14.09.2025
Bewertungsnummer: 2596091
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)
Worte für dieses Leseerlebnis zu finden, fällt mir schwer. Fast unmöglich erscheint es mir, diese Geschichte in einen Rahmen zu fassen, wo die Geschichte selbst doch von ihren fließenden Grenzen lebt. Ein literarisches Experiment, wie ich es so bislang noch nicht gelesen habe, schriftlich wie auch gedanklich.
In dem Roman begleiten wir Gregor und Alice, Tera und Max in einem Meer, nein, einer Natur voller Poesie, die gleichzeitig zauberhaft aber dann doch dem Niedergang geweiht ist. Eine Insel, auf der hinter jedem Gewächs, jedem Gewässer Verlust und Abschied lauert. Gregor bleibt Teil dieser Insel, die sie alle bewohnen, obwohl hier grausamer Missbrauch und „zerstörte Natur, verletzte Seelen“ über allem liegt; Alice hingegen, die auf der Insel Alois ist, entkommt ihr, sucht die Freiheit, die Weite, die Liebe. „Sie will, wenn sie nicht einbricht, zu diesem Baum im See, zur Hälfte in der Luft. Halb Wasser, halb Wind, eine Chimäre, das will sie auch sein. Wenn sie auftaucht, ein Vogel. Absinkt, ein Fisch.“
Inmitten eines surreal-verwirrenden Traumes, verstörend und irritierend und dann wieder zart, poetisch und sinnlich: Dieser Text versetzt dich in andere Welten, gedanklich wie auch literarisch. Er fordert, ist unbequem. Die Hälfte des Gelesenen habe ich nicht verstanden, muss ich auch gar nicht, später vielleicht oder auch nie. Und wo ich da eigentlich bin? Ich weiß es nicht. In einer dystopischen Fantasiewelt, im Fiebertraum, in einer dunstverhangenen Zukunft?
Eine Geschichte, die die Grenzen von Literatur und Poesie verschwimmen, eins werden lässt. In der es keinen Zustand, keine Regeln mehr gibt und alles miteinander verschmilzt, verschwindet, verstellt. Sätze gehen in Gedanken über, Worte werden zu Metaphern werden zu Leben. Nicht einfach zu lesen ist dieser Roman mehr Verwirrung als klares Wort – und doch einfach Zauber-haft.
Große Sprachkunst
Simone aus Innsbruck am 04.09.2025
Bewertungsnummer: 2585988
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)
Das ist wirklich eine Seltenheit. Sarah Kuratle hat eine eigene literarische Stimme. Sie wagt sich über die konventionelle Alltagssprache vieler zeitgenössischer Romane hinaus, kümmert sich nicht um Trends und Zeitgeist. Vor allem will sie nie belehren. Stattdessen nimmt sie uns an der Hand und lässt uns mit ihren Figuren mitfühlen, in Abgründe blicken und Hoffnung auf eine bessere Welt schöpfen. Das macht sie auf sprachlich unnachahmliche Art und Weise. Die Poesie ist dabei gleichzeitig ein Mittel zur Verzauberung und Entzauberung der Welt. Sie täuscht nie über den Albtraum hinweg, der in „Chimäre“ hinter jeder Uferböschung entlang des Flusses, hinter jedem Strauch im botanischen Garten auf der Insel lauert. Sarah Kuratle taucht mit uns in das Leben und Lieben von Alice und Gregor ein, erkundet eine zerstörte Natur und verletzte Seelen. Das berührt und bewegt. Wer „Chimäre“ liest, wird das Buch so schnell nicht vergessen.
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