Produktbild: Dichten gegen das Vergessen
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Dichten gegen das Vergessen Lyrikerinnen aus zwei Jahrtausenden

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Beschreibung

Produktdetails

Zustand

Gut

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

09.10.2023

Abbildungen

schwarz-weiss Illustrationen

Verlag

Zytglogge AG

Seitenzahl

264

Maße (L/B/H)

21/13,1/2,6 cm

Gewicht

421 g

Sprache

Deutsch

EAN

2710000686965

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Gut

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Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

09.10.2023

Abbildungen

schwarz-weiss Illustrationen

Verlag

Zytglogge AG

Seitenzahl

264

Maße (L/B/H)

21/13,1/2,6 cm

Gewicht

421 g

Sprache

Deutsch

EAN

2710000686965

EU-Ansprechpartner

Brockhaus Commission
Kreidler Str. 9, 70806 - DE, Kornwestheim
t.duchardt@brocom.de

Herstelleradresse

Zytglogge
Grellingerstr. 21, 4052 - CH, Basel
info@zytglogge.ch

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  • Bewertung

    5/5

    28.12.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Grossartiges Lesevergnügen

    «Frau, schreib ich für den Ruhm und die Ewigkeit? Nein, zum Vergnügen meiner Freunde»! So beginnt ein Gedicht von Anna Louisa Karsch im Jahr 1762 an eine Bekannte. Denise Buser’s jüngstes Werk Dichten gegen das Vergessen trifft mit Sicherheit auf alles zu: Ihr verdanken wir das grossartige Lesevergnügen, in die Lebensgeschichten und das lyrische Werk von zwölf wenig bekannten Dichterinnen aus zwei Jahrtausenden eintauchen zu dürfen. Denise Buser hat die Lebensumstände dieser Dichterinnen nicht nur akribisch recherchiert, sondern diesen dort, wo Lücken autobiographisch nicht gefüllt werden konnten, ihre eigene, humorvolle, weibliche Stimme verliehen. Und genau das macht den Reiz des Buches aus: Wo wir nur ahnen können, wie schwer und beinahe unerträglich die Lebensbrüche dieser Frauen auf ihnen lasteten, genau dort setzt Denise Buser mit ihren eigenen, fiktiven und teils auch autobiographisch angehauchten Anreicherungen ein und macht die Schwere der überlieferten Biographien leicht und vermutlich auch realistischer. Um einige Beispiele zu nennen entsteht eine zarte Liebesgeschichte vor dem Hintergrund einer Deportation in den Tod (Gertrud Kolmar), eine der Dichterinnen macht die Welt zu ihrer Heimat und wird an der Seite einer Frau glücklich (Gabriela Mistral), eine der Lyrikerinnen lebt lustvoll und schreibt wunderbare, als obszön verbotene, erotische Gedichte in den Anfangszeiten der amerikanischen Beat- und Hippiebewegung (Lenore Kandel). Es gibt ja nicht nur die Schwere in einem Leben, die im Rückblick oft stärker wiegt als das Leichte, nein, es gibt Erfahrungen, die einem Leben auch in der absolutesten Schwärze voranleuchten, es gibt die humorvollen Unzulänglichkeiten, die Zärtlichkeit der menschlichen Existenz an sich. Darüber schreibt Denise Buser. Unbedingt lesen! Ruth Voggensperger

  • Bewertung

    5/5

    01.02.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Dichten gegen den Strom

    Dichten gegen das Vergessen ein wunderbares Buch, das ich mit grossem Interesse und Freude gelesen habe. Die Portraits sind lebendig und den Frauen irgendwie auf den Leib geschrieben. Frauen die immer kämpfen mussten für ihr Schreiben, für ihre Kreativität. In diesem Buch bekommt jede ihren Platz, jede ihre eigene Form. Die spannenden und oft schweren Leben werden lebendig und ganz speziell beschrieben und hinten im Buch ihre Gedichte zum Nachlesen aufgeführt. Zum Beispiel: Akiko Yosano berührt die trotz den vielen Schwangerschaften, das Schreiben nicht aufgab, Reisen zu ihrem Mann nach Paris über Monate, unglaublich. Ihre hauchzarten Gedichte, für mich typisch japanische Poesie. Dann der Mut von Leonore Kandel über Sex zu schreiben, was Frauen ja besonders schwer fällt. Bewunderung auch hier! Die Spanne der vergessenen Dichterinnen, es sind unglaubliche 2000 Jahre, Frauenschreiben unter schwierigsten Bedingungen und: sind wir weiter? Schreibfreundin

  • Buch_im_Koffer

    aus Münster

    5/5

    25.01.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    12 Pionierinnen ihrer Zeit

    Die Autorin Denise Buser stellt dem Leser hier 12 außergewöhnliche Frauen vor; sie alle waren Pionierinnen und Vorreiterinnen ihrer Zeit. Ob als weibliche Trobairitz in einer „Männerdomäne“, als junges Mädchen in den Wirren des Dreißigjährigen Kriegs oder als afroamerikanische, „lesbische, feministische, schwarze Intellektuelle“. Jede einzelne Dichterin musste sich den Herausforderungen ihrer Zeit und ihres Lebens stellen. Sie haben um Anerkennung und Reputation gerungen, mit ihrer Kunst etwas Geld verdienen können (nichts natürlich im Vergleich zu den Männern), ihr Recht auf Sprachfreiheit vor Gericht erkämpft. Sie haben sich inmitten einer Männer-dominierten Kunst ihre Stellung erarbeitet, für Feminismus und Gleichberechtigung gestanden, sich trotz gesellschaftlicher „Ächtung“ nicht unterkriegen lassen. Beeindruckende Persönlichkeiten, deren Werke – zumindest aus meiner Wahrnehmung nach vertiefendem Nachlesen – leider viel zu wenig Erwähnung im heutigen Kontext finden. Die Autorin hat in einer Mischung aus detailliert recherchierten Originaldokumenten und fiktiven Rahmenhandlungen auf wunderbare Weise diese Künstlerinnen portraitiert. Gekonnt hat sie die wesentlichen, prägenden Elemente ihres Lebens herausgearbeitet und einfühlsam in fiktive Handlungen eingebettet. Besonders toll, wie sie es schafft, durch Wortwahl und stilistische Mittel auch sprachlich die jeweilige Zeit, Atmosphäre und besondere Sprache jeder Dichterin einzufangen. Neben den 12 kurzen Vorstellungen und einem Brief an die große Dichterin der Antike, Sappho, als Epilog gibt es im Anhang dann auch noch eine schöne Gedichtauswahl jeder einzelnen Lyrikerin. Dieses Buch ist nichts zum „Durchschmökern“ sondern eher zum Genießen und „Sacken lassen“. Und zum Vertiefen, Googlen, Nachlesen. Das hat Spaß gemacht und mir viele wunderbare Dichterinnen vorgestellt, die ich bis dato noch nicht kannte und deren Werke mich zum Teil emotional sehr angesprochen haben.

  • Bewertung

    5/5

    21.12.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Literaturgeschichte schelmisch verpackt

    Jede dieser Geschichten über Dichterinnen aus Gegenwart und Vergangenheit eröffnet dem Leser eine eigene Welt, genug für einen ganzen Leseabend. Es handelt sich nicht um Lebensgeschichten, sondern um Momentaufnahmen aus dem Leben der Porträtierten, von der Autorin originell und in lebendiger Sprache erzählt. Ein Buch über Literatur, das selbst einen literarischen Anspruch hat. Man kann nur ahnen, wie umfangreich die Hintergrundrecherchen waren, um diese Biografien dann in geraffter Form andeuten zu können. Den Leser ohne Vorwissen mögen die Montagetechnik und die Perspektivenwechsel bisweilen herausfordern. Für Freunde der Literatur sind hier zweitausend Jahre Literaturgeschichte schelmisch verpackt. Benedikt Vogel

  • Bewertung

    5/5

    14.12.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Zwischen Fiktion und Wahrheit

    Wie bringt man interessante Dichterinnen aus längst vergangenen Zeiten der heutigen Generation näher? Denise Buser hat diese Frage in ihrem neuen Buch „Dichten gegen das Vergessen“ auf eine ungewöhnliche und spannende Art und Weise beantwortet. Die Autorin portraitierte ein Dutzend berühmte Poetinnen aus zwei Jahrtausenden, indem sie jeweils eine fiktive Geschichte mit wahren biografischen Daten dieser Personen verknüpfte. Die Geschichten haben aber immer einen Zusammenhang mit der damaligen Zeit. So lässt uns die Autorin hineinblicken und hineinfühlen in das meist schwierige Lebensumfeld dieser Dichterinnen, die es verdient haben, dass man sie nicht ganz vergisst. Buchfreund

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