Pädagogische Beziehungen verstehen und gestalten
Anregungen für die Arbeit mit Kindern, Jugendlichen und ihren Eltern aus der Psychoanalytischen Pädagogik
Die Psychoanalytische Pädagogik bietet viele Anregungen und Hilfestellungen für pädagogische und psychosoziale Fachkräfte. Ein besseres Verständnis unbewusster Prozesse, von Übertragung und Gegenübertragung und vom Umgang mit Konflikten und drängenden Gefühlen hilft in der Arbeit mit Kindern, Jugendlichen und ihren Eltern. Der Band versammelt bisher unveröffentlichte, überarbeitete und aktualisierte Texte von Fachtagungen aus zwei Jahrzehnten der Arbeitsgemeinschaft Psychoanalytische Pädagogik. Neben Überlegungen zu spezifischen Themen wie dem kindlichen Spiel oder Elternarbeit und Erziehungsberatung zeigen die Autor*innen, wie grundlegende psychoanalytisch-pädagogische Konzepte wie Übertragung und Gegenübertragung oder Containment für pädagogisches und psychosoziales Handeln nutzbar gemacht werden können. Praktiker*innen erhalten anschauliche Anregungen für ihre Arbeit.
Mit Beiträgen von Josef Christian Aigner, Judit Barth-Richtarz, Wilfried Datler, Helmuth Figdor, Urte Finger-Trescher, Katja Frühwirth-Feist, Katharina Gartner, Romana Gruber, Evelyn Heinemann, Alexandra Horak, Isabella Kainersdorfer, Tanja Kraushofer, Barbara Lehner, Barbara Neudecker, Kathrin Trunkenpolz und Edith Wladika
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4/5
03.07.2026
Buch (Taschenbuch)
manche nicht mehr ganz aktuell, dennoch ein guter EInblick
Die Psychoanalytische Pädagogik bietet viele Anregungen und Hilfestellungen für pädagogische und psychosoziale Fachkräfte. Ein besseres Verständnis unbewusster Prozesse, von Übertragung und Gegenübertragung und vom Umgang mit Konflikten und drängenden Gefühlen hilft in der Arbeit mit Kindern, Jugendlichen und ihren Eltern. Der Band versammelt bisher unveröffentlichte, überarbeitete und aktualisierte Texte von Fachtagungen aus zwei Jahrzehnten der Arbeitsgemeinschaft Psychoanalytische Pädagogik. Neben Überlegungen zu spezifischen Themen wie dem kindlichen Spiel oder Elternarbeit und Erziehungsberatung zeigen die Autor*innen, wie grundlegende psychoanalytisch-pädagogische Konzepte wie Übertragung und Gegenübertragung oder Containment für pädagogisches und psychosoziales Handeln nutzbar gemacht werden können. Praktiker*innen erhalten anschauliche Anregungen für ihre Arbeit.
Zuerst geht es um die Frage, ob Kinder die List am Lernen lernen können. Überlegungen zur Bedeutung traumatischer Erfahrungen im Leben eines Kindes für seine Beziehungen im sozialen Umfeld und in der Schule werden dann beleuchtet. Die Frage, welche Auswirkungen der Mangel an Vätern und männlichen Bezugspersonen in der institutionellen Beziehung und in der Sozialen Arbeit auf die Entwicklung von Kindern hat, wird dann erörtert.
Gründe, die dazu führen, dass Eltern in ihrer Erziehungsfähigkeit eingeschränkt sein können, und Möglichkeiten für Pädagog*innen haben, dennoch eine Zusammenarbeit zu diesen Eltern aufzubauen, kommen dann zur Sprache. Was die Vergabe einer psychiatrischen Diagnose für Familien bedeutet und im Rahmen der Elternarbeit damit umgegangen werden kann, ist dann das Thema. Das Setzen von Grenzen in der Pädagogik und Inhaltsvermittlung von Kindergarten und Schule am Beispiel einer Kindergeschichte werden dann in den Blick genommen.
Danach wird anhand von drei Fallbeispielen beleuchtet, welches Potential kindliches Spiel vor der Perspektive der psychoanalytischen Spielforschung hat. Der konstruktive Umgang mit Konflikten und Verständigung in der begleitenden Elternarbeit. Zum Schluss geht es darum, wie pädagogisches und psychosoziales Handeln trotz widriger Umstände gelingen kann.
Die Verbindungslinien und gegenseitige Ergänzungen zwischen Psychologie bzw. Psychotherapie und Pädagogik werden oft zu Unrecht stiefmütterlich behandelt. Da die Beiträge einen Zeitraum von fast 20 Jahren umfassen, sind vor allem die ersteren nicht auf dem aktuellsten Stand des Wissens. Dennoch werden hier zentrale Themenfelder der Psychoanalytischen Pädagogik behandelt, die einen guten Einblick oder auch eine erweiterte Perspektive aufzeigen können.
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