Produktbild: Schmerz

Schmerz Perspektiven aus Psychoanalyse, Psychotherapie, Psychosomatik und Tiefenpsychologie

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49,90 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

01.09.2025

Herausgeber

Christine Bauriedl-Schmidt + weitere

Verlag

Psychosozial

Seitenzahl

359

Maße (L/B/H)

20,7/14,6/2,6 cm

Gewicht

530 g

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-8379-3402-1

Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

01.09.2025

Herausgeber

Verlag

Psychosozial

Seitenzahl

359

Maße (L/B/H)

20,7/14,6/2,6 cm

Gewicht

530 g

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-8379-3402-1

Herstelleradresse

Psychosozial Verlag GbR
Walltorstraße 10
35390 Gießen
DE

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  • Bewertung

    4/5

    10.05.2026

    Buch (Taschenbuch)

    Viele wichtige Ansätze und Aspekte werden angesprochen und diskutiert, EInflüsse weniger

    Leiden und Schmerz sind jedem Menschen vertraut und verbindende Elemente des Menschseins insgesamt. Die psychische Belastung der Schmerzerfahrung kann zu Depressionen und sogar Suizidalität führen. Überhaupt eröffnet das psychosomatische Nachdenken über Schmerzstörungen einen weiten Raum komplexer Gefühle, traumatischer Erfahrungen, bestimmter Sprechweisen oder sehr konkreter Dimensionen therapeutischer Ansätze. Jenseits des Klinischen kann in soziokultureller Hinsicht nicht nur das Individuum Schmerz empfinden, sondern in einem übertragenen Sinne auch eine Gesellschaft oder Gruppe, die etwa von kollektiven Traumata oder schmerzhaften Verlusten betroffen ist. Gerade das Erleben von Vulnerabilität kann so Ausgangspunkt für individuelle und gesellschaftliche Veränderungen sein. Der Sammelband beginnt mit grundsätzlichen und verschiedenen Konzeptualisierung und Metatheorien von Schmerz und Schmerzstörungen. Schwerpunkte dabei sind, dass Schmerz sowohl als sinnvoll als auch sinnlos erlebt werden kann, dass Schmerz auf einer tieferen Ebene für Verlust steht, der kommunikative Charakter bei psychosomatischen Erkrankungen, der schmerzende Körper für traumatische Effekte und Schmerz als conditio humana in einem philosophischen und historischen Kontext. Der zweite Teil versammelt Beiträge, die sich mit den Konsequenzen in den psychoanalytischen und psychotherapeutischen Behandlungen von Patient*innen , die sehr komplex erkrankt sind, befassen. Dabei geht es um die psychoanalytische Arbeit in Dilemma zwischen Verstehen und Nichtverstehen und Fallvignetten von schwer Traumatisierten und die Indolenz, die sich in der Gegenübertragung widerspiegelt und selbst schmerzhaft sein kann. Der dritte Teil beschäftigt isch mit speziellen behandlungstechnischen Fragen. Ausgehend davon, dass Traumata sich als Körperengramme einschreiben und chronischer Schmerz auf diese Weise verstanden werden kann, wird auf die Notwendigkeit besondere therapeutische Sitzungen verwiesen. Außerdem werden die behandlungstechnischen Aspekte von „Fragen“ in der Behandlung diskutiert. Der vierte Teil beginnt mit der Klinik des Schmerzes mit Phänomenen der Kultur am Beispiel des Phantomschmerzes und Social Media, dann folgt ein Beitrag über Genderidentität im Zusammenhang mit dem Schmerz, sich nicht im eigenen Körper zu Hause zu fühlen. Im fünften Teil wird entlang der Biografie von Hans-Eberhard Richter die gesellschaftliche und kulturelle Verwobenheit, die dessen Verletzlichkeit und seine daraus entstandene Kreativität beschreibt, skizziert. Außerdem geht es um Paul Parin und seine Jagdleidenschaft. Kollektive Traumata oder schmerzhafter Verlust einer Gruppe werden im letzten Teil behandelt. Dabei stehen die Pandemie, der Klimawandel und die Erfahrungen Holocaust-Überlebender im Vordergrund. Dies ist ein Fachbuch über die Arten und Behandlung von Schmerzpatient*innen. Für Einsteiger*innen ist es nur teilweise geeignet, eher für Fortgeschrittene. Viele wichtige Ansätze und Aspekte werden angesprochen und diskutiert. Einflüsse, wie z. B. Stress, Angst, Unzufriedenheit, hektische, angespannte Lebensweise und überhöhte Leistungsansprüche können zu einer Zunahme von Schmerzen führen. Dies wird hier leider nicht berücksichtigt.

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Weitere Artikel finden Sie in

  • Produktbild: Schmerz
  • Einleitung

    I Grundlegendes zum Schmerz

    Schmerz und Leiden: Sinnlos und sinnvoll
    Donna M. Orange

    Facetten des Schmerzes: Leid und Lust vereint
    Jeanne Wolff Bernstein

    Entleiblichende Verkörperung. Über die Präsentation des Schmerzes
    Timo Storck

    Die Transformation von Emotion in Schmerz
    Reinhard Plassmann

    Der Schmerz (in) der Moderne. Vom Übermenschen zum Transhumanismus
    Kamyar Nowidi

    II Der Schmerz in psychoanalytischen Behandlungen besonders komplex erkrankter Patient:innen

    Wortloser Schmerz und die Gefahr des Verstehens
    Sylvia Schulze

    Der Schmerz als »alter Freund« und treuer Begleiter
    Mathias Hirsch

    Seelischer Schmerz – körperlicher Schmerz. Psychotische Angst – traumatische Angst
    Christian Maier

    Attacks on feeling. Zonen von Indolenz im psychosozialen Raum
    Angelika Ebrecht-Laermann

    Vom körperlichen zum seelischen Schmerz – und dann?
    Stefanie Sedlacek

    Schmerz, Leere und Lebendigkeit in der Gegenübertragung
    Sarit Kreutzer

    III Spezielle behandlungstechnische Aspekte

    Verkapseltes Körperengramm und somatische Narration. Durcharbeiten körperlicher Traumaspuren und Reduktion der Symbolisierungsstörung
    Sebastian Leikert

    Bemerkungen zur Behandlungstechnik des Fragenstellens
    Wolfgang Krieger

    IV Klinik des Schmerzes verbunden mit Phänomenen der Kultur

    Zur Bedeutung des Schmerzes im Zeitalter von Social Media und Künstlicher Intelligenz
    Johannes Döser

    Trans und der Schmerz, nicht im eigenen Körper wohnen zu können
    Elisabeth Imhorst

    V Schmerz aus kultureller Perspektive

    Die Fähigkeit, seelischen Schmerz zu ertragen. Horst-Eberhard Richters psychoanalytisches und sozialphilosophisches Menschenbild
    Hans-Jürgen Wirth

    Schmerzhafte Impressionen: Paul Parin und seine Erzählungen über die Jagd
    Christine Korischek

    VI Schmerzvolle Aspekte in gesellschaftlichen Entwicklungen

    Nach Corona: Was hat sich in unserer psychoanalytischen Praxis und der Gesellschaft verändert? Die Verarbeitung der Folgen zwischen Abwehr und Krisenbewältigung
    Reiner Dilg, Andrea Ide & Beate Sohns

    Die Verletzlichkeit des Begehrens. Eine tiefenhermeneutische Betrachtung in pandemischen Zeiten
    Charlotte Busch

    Konsum fossiler Energie als Identität oder Sucht. Können wir mit Transformationsveränderungen oder müssen wir mit Entzugsschmerzen rechnen?
    Barbara Meerwein

    Welt-Schmerz. Klimawandel und die Anerkennung von schmerzhaften Verlusten als Voraussetzung für die Entfaltung von Anpassungsfähigkeit und Kreativität in der Weltbeziehung
    Volker Münch

    »Vom annähernden Verstehen«. Jüdische und nichtjüdische Erfahrungs- und Gefühlshorizonte nach 1945 in Deutschland im Spiegel von drei Generationen
    Gregor Luks