Nicht mehr als fünfhundert Seelen wohnen auf Sark, der wildesten und unberührtesten Insel im Ärmelkanal. Autos gibt es hier nicht, dafür das wohl kleinste Gefängnis der Welt. Sark eilt der Ruf voraus, dass hier nie auch nur irgendwas passiert. Doch als 1933 an der zerklüfteten Küste die ordentlich gefalteten Kleider eines Mannes und einer Frau gefunden werden, ohne dass irgendwer jemanden vermisst, steht Sark bald auf den Titel seiten der Zeitungen. Die zweiundzwanzigjährige Phyllis Carey hat gerade erst aus Gründen, über die sie nicht spricht, ihren Job bei einem Verlag in Southampton hingeschmissen und ist hierher zurückgekehrt. Warum nicht als Korrespondentin von dem Fall berichten?, schlägt ihre Mutter vor, und so macht sich Phyll auf die Suche nach der Wahrheit. Kann es Zufall sein, dass auch Everard Hyde genau jetzt wieder hergekommen ist, Phylls Freund aus Kindertagen, der zehn Jahre zuvor von einem Tag auf den anderen von der Insel verschwand? Erinnerungen an die mysteriösen Ereignisse von damals kehren zurück; verborgene Geheimnisse fordern ihren Tribut. Und dann wird eine Leiche aus den Fluten geborgen.
Kundinnen und Kunden meinen
3.8/5.0
Bewertung
5/5
20.05.2025
eBook (ePUB 3)
Das hat mir sehr gut gefallen
Ein faszinierender Roman mit wundervollen Persönlichkeiten
Es ist ein historischer Krimi, spielt auf der Insel Sark
Die Geschichte beruht auf einem wirklichen Kriminalfall
Es ist das Jahr 1933 als am Strand Kleidungsstücke von zwei Personen gefunden werden.
Von deren Besitzern fehlt jede Spur.
Besonders gefallen hat mir an der Geschichte die Vorahnung, die sich durch die ganze Geschichte zieht,
sowie der Aberglaube, der auf der ganzen Insel zu existieren scheint
Eine schöne, einfache und unterhaltsame Lektüre die ich gern gelesen habe
Bewertung
4/5
24.06.2025
eBook (ePUB 3)
Geheime Mächte
Sark ist eine kleine unberührte Insel, auf der knapp fünfhundert Menschen leben und die zu der Gruppe der Kanalinseln gehört. Im Herbst 1933 werden in den Klippen die Kleidungsstücke eines Mannes und einer Frau gefunden. Von den beiden fehlt jede Spur. Es beginnt eine groß angelegte Suche. Der Fall findet immer mehr Interesse und schon bald berichtet die überregionale Presse darüber. War es ein Unfall, Selbstmord oder Mord? Oder hatten fremde Mächte ihre Hände im Spiel? Der Roman basiert auf einen Fall, der sich tatsächlich auf dieser Insel ereignet hat.
Die Autorin Mary Horlock hat mich mit ihrem Schreibstil sehr überrascht. Beim Lesen hatte ich das Gefühl, dass man immer wieder von außen auf die Szenen blickt und eine dritte Person erklärt diese Szene und die zu der Szene gehörenden Personen. Ähnlich wie es bei Spielfilmen oft als Einleitung geschieht. Die Protagonisten, mit ihren teilweise etwas schrägen Charakteren, werden von der Autorin liebevoll beschrieben. Genauso detailliert beschreibt die Autorin die Insel. Insbesondere "La Coupee", die schmale Verbindung zwischen Great Sark und Little Sark, die auch auf dem Cover zu sehen ist, macht Lust auf den Roman und auf mehr Informationen über die Insel Sark.
Leselöckchen
4/5
13.09.2025
Buch (Gebundene Ausgabe)
Ein etwas anderer Inselkrimi
Was ist auf Sark geschehen? Eine Tragödie, ein Mord oder vielleicht doch nur ein böser Kinderstreich? Diese Frage beschäftigt die Bewohner der Insel, nachdem nahe der Küste ein ordentlich gefaltetes Kleiderbündel gefunden wird. Niemand scheint das verschwundene Paar zu kennen, geschweige denn zu vermissen, weswegen die junge Autorin Phyll beschließt, auf eigene Faust zu ermitteln. Ihre Nachforschungen führen sie nicht nur zu alten Bekannten und Schatten der Vergangenheit, sondern auch zu tief verborgenen Geheimnissen der wilden Insel...
Direkt ins Auge springt die doch sehr ungewöhnliche Erzählperspektive. Ein allwissender Wir-Erzähler führt den Leser durch die Handlung, blickt in die Zukunft ebenso wie in die Vergangenheit und verleiht der Geschichte eine ganz eigene Dynamik. Zwar fällt es zu Beginn schwer, den Überblick über die vielen Figuren, parallelen Handlungsstränge, Zeitungsartikel und wechselnden Zeitebenen zu behalten. Doch je weiter man liest, desto besser findet man sich zurecht und taucht in die besondere Atmosphäre der Insel ein. Gerade durch die vielschichtige Erzählweise entsteht das Gefühl, tatsächlich Teil einer kleinen Gemeinschaft von fünfhundert Seelen zu sein: Jeder weiß etwas, doch niemand weiß alles und Gerüchte sowie Halbwahrheiten verbreiten sich wie ein Laubfeuer, bis nur noch Verwirrung und Chaos bleibt.
Immer wieder stellt sich die Frage, ob die Geschehnisse tatsächlich real sind oder ob Übernatürliches im Spiel ist. Dabei ist „Das Geheimnis von Little Sark“ kein klassischer Kriminalroman. Vielmehr handelt es sich um eine vielschichtige Geschichte über Freundschaft, Liebe, die zerstörerische Macht von Männern und die subtile Kraft von Frauen, über den Zusammenhalt von Gemeinschaften und das, was sie zu zerreißen droht. Auch wenn manche Passagen etwas konstruiert wirken und die Handlung stellenweise zu verschachtelt erscheint, bleibt das Buch ein spannendes Leseerlebnis, das am Ende trotz aller Irrungen und Wirrungen überzeugt und großen Lesespaß bereitet.
Jürg K.
4/5
23.08.2025
Buch (Gebundene Ausgabe)
Interessant und spannend
Auf Sark, der wildesten und unberührtesten Insel im Ärmelkanal leben gerade mal fünfhundert Menschen. Hier passiert nie etwas. 1933 jedoch findet man die ordentlich gefalteten Kleider eines Mannes und einer Frau. Doch vermisst wird niemand. Phyllis Carey hat gerade ihren Job in einem Verlag gekündigt und ist zurückgekehrt. Ihre Mutter schlägt ihr vor als Korrespondentin davon zu berichten. So macht sie sich auf die Suche nach der Wahrheit. Auch Phylls Freund aus Kindertagen, Everard Hyde, ist zurück. Erinnerungen aus der Vergangenheit werden wach. Und dann wird eine Leiche aus den Fluten geborgen. Dieser Roman ist fesselnd und schildert gekonnt von Schuld, Schweigen und Erinnerungen. In der Geschichte werden zwei Zeitebenen gekonnt miteinander vermischt. Die Gegenwart der jungen Protagonisten und die Vergangenheit im Zweiten Weltkrieg. Besonders macht diese Geschichte die psychologische Tiefe. Man liest nicht nur über den Mordfall, sondern auch über familiäre Verstrickungen die Jahre überdauerten. Das Lesen ist spannend und interessant. Ich empfehle dieses Buch gerne weiter.
MarcoL
aus Füssen
4/5
26.07.2025
Buch (Gebundene Ausgabe)
Opulente Inselgeschichte rund um einen True-Crime-Fall, angesiedelt 1933
Die kleine Kanalinsel Sark, wild, zerklüftet, gerade mal mit 500 Bewohnern beseelt, wird in diesem Roman zum Schauplatz von Vermutungen über Verbrechen, Geistergeschichten, etwas Aberglauben und dem menschlichen Zwang, Unbegreifliches aufzulösen. Eines Tages im Jahr 1933 werden die sorgfältig zusammengelegten Kleider einer Frau und eines Mannes an der Steilküste gefunden. Das Rätseln beginnt, die Zeitung auf der Nachbarinsel Guernsey berichtet akribisch, um eventuell Zeugen zu finden und Licht in den Fund zu bringen. Langsam, ganz allmählich erfahren die Leser*innen, wer die Besitzer*innen waren. Als dann später Leichen auftauchen, bleiben noch mehr Fragen offen.
Und was hat die legendäre Weiße Frau, eine Geistererscheinung, damit zu tun, oder sonstige Geschehnisse, die zehn Jahre zuvor auf der Insel passierten – vor allem um die damals Jugendlichen Phyllis und Everard, die just jetzt, zehn Jahre später, wieder auf der Insel sind, als das Paar verschwindet. Und beide gehen auf Spurensuche …
Das Buch hat aber nicht nur kriminalistische Handlungsstränge, die auf einer True-Crime-Story basieren. Die Autorin bringt auch viel gesellschaftspolitische Aspekte mit ein. Das Leben der Menschen zwischen bürgerlicher Schicht und Großgrundbesitzer, sowie auch den wohlhabenden Touristen. Traumatisierte Heimkehrer vom Ersten WK spielen genauso eine Rolle wie pubertäres Gehabe und Hexenverfolgungen.
Auf den beiden Zeitebenen 1933 und 1923 wechseln die Informationen einander ab, versuchen Licht ins Dunkel zu bringen, Beweggründe zu eruieren um schließlich die Brücke zu schlagen.
Mitten drinnen: Phyllis.
Die Charaktere sind gut gezeichnet, wenn auch manchmal alles ein wenig überladen wirkt. Das Crime-Setting gerät dabei sehr in den Hintergrund, Hauptdarstellerin wird die Insel. Die vielen Einzelheiten und Personen machen für mich den Roman zeitweise ein wenig unüberschaubar und leider auch stellenweise etwas langatmig, besonders wenn man wissen möchte, was denn nun tatsächlich geschah.
Inselfeeling topp! Handlung könnte spannender sein, dennoch gerne gelesen.
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