Kiew, 1919: Ein Trupp Rotarmisten ist spurlos verschwunden, mitten in der Stadt, während eines Banjabesuchs. Als Samson im Heizofen des Badehauses Knochenreste findet, kommt er einem finsteren Komplott auf die Spur. Auch im dritten Band um den herzensguten Samson und die kluge Nadjeschda lässt der ukrainische Meister absurder Erzählkunst das Kiew der frühen Zwanzigerjahre lebendig werden. Voller politischer Turbulenzen und schräger Charaktere und spielerischer Parallelen zum Heute.
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Außergewöhnlich
Philiene aus Süsel am 22.10.2025
Bewertungsnummer: 2633496
Bewertet: eBook (ePUB)
Ein außergewöhnlicher Ermittler, in einem besonderen Fall.
Samson ist ein etwas kauziger Ermittler der in Kiew im Jahr 1919 ermittelt. In seinem neusten Fall geht es um das rätselhaften Verschwinden einer Gruppe Rotarmisten.
Der Roman ist klug erzählt und lässt die Zeit des frühen zwanzigsten Jahrhunderts aufleben. Im Vordergrund Samson, der eigentlich viel zu gut für diese Welt ist und sein kluge Freundin Nadjedscha. Die Geschichte vereint eine Prise Humor mit einem spannenden Krimi und zeigt gleichzeitig die politischen Verwicklungen der Zeit.
Sehr gelungener Krimi vor historischen Hintergrund.
Absurdes, Herz und ein bisschen Historie
Alrik Gerlach (Mitglied der Thalia Book Circle Community) am 09.12.2025
Bewertungsnummer: 2673742
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)
Man stolpert quasi mitten hinein in Kiew 1919, und alles ist gleichzeitig wüst, verrückt und irgendwie tragisch. Samson tapst durch die Stadt wie ein liebenswerter Tollpatsch mit detektivischem Talent, und während er Knochen im Heizofen entdeckt, denkt man nur: „Was zum…?“ – und lacht trotzdem, weil die Welt um ihn herum noch verrückter ist.
Die Figuren sind schräg, aber auf eine Art, die man sofort ins Herz schließt. Nadjeschda mit ihrem klaren Verstand bringt genau die richtige Portion Gegenpol zu Samson, sodass jeder Dialog wie ein Tanz auf einem Drahtseil zwischen Wahnsinn und Humor wirkt. Manchmal denkt man, die Leute in Kiew sind völlig durchgedreht, aber der Autor schafft es, dass man genau diese Absurdität liebt.
Die Mischung aus politischen Turbulenzen, mysteriösen Verschwundenen und absurden Alltagsszenen fühlt sich an wie ein Kaffee, der zu stark ist, aber gerade richtig. Kurkow hat diesen Blick für Details, die man erst übersieht, dann aber grinsen lässt: ein kaputter Ofen, ein verschrobener Rotarmist, eine skurrile Situation nach der anderen. Man fühlt sich fast wie ein stiller Beobachter in diesem Chaos, schmunzelt, seufzt und denkt manchmal: „Wie schafft er das alles, ohne dass es absurd wird?“
Und dann sind da diese subtilen Parallelen zum Heute, die einem einen kleinen Stich verpassen – man merkt plötzlich, wie nah Vergangenheit und Gegenwart manchmal beieinander liegen. Das Buch macht Spaß, ist clever, witzig und hat trotzdem Herz. Am Ende schließt man das Buch und denkt: „Ja, Samson und Nadjeschda – die muss man einfach mögen.“
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