Wissenschaften der Mode. Zur Geschichte der kunsthistorischen Kleidungsforschung
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Produktdetails
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Erscheinungsdatum
05.05.2025
Verlag
GRINSeitenzahl
24 (Printausgabe)
Dateigröße
4794 KB
Sprache
Deutsch
EAN
9783389126882
Anschliessend wird die Entwicklung des Kostümbegriffs von historischer Kleidung über Verkleidung bis hin zur Damenoberbekleidung skizziert. Die Tracht wird als ursprünglich standesgebundene Kleidung mit regionalen und nationalen Ausprägungen erläutert, die ebenfalls modischen Einflüssen unterliegt.
Beschrieben wird die Entstehung der Kleidungs- und Modeforschung als eigenständiges Forschungsgebiet ab dem späten 18. Jahrhundert , motiviert durch das Interesse an historischen Bühnenkostümen. Es werden die drei Hauptquellen der Forschung - bildliche und literarische Darstellungen sowie Originalkleidung - und die interdisziplinäre Zusammenarbeit mit anderen Wissenschaften hervorgehoben.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf Philipp Zitzlspergers Forderung nach einer Aufwertung der Kostümkunde zu einer eigenständigen wissenschaftlichen Methode in der Kunstgeschichte. Er kritisiert die mangelnde theoretische und methodische Auseinandersetzung mit Kleidung in der Kunstanalyse.
Daraufhin werden verschiedene kunsthistorische Methoden wie Formanalyse, Ikonografie, Rezeptionsästhetik, Kontextanalyse und Materialikonografie vorgestellt.
Der zweite Teil des Textes widmet sich der Kleiderforschung des 19. Jahrhunderts im Kontext der Nationalbewegung und der Etablierung der Kostümkunde als akademische Disziplin. Robert von Spalarts "Versuch über das Kostüm" wird als Beginn der modernen deutschsprachigen Kostümwissenschaften gewürdigt.
Abschliessend wird die technologische Bekleidungsforschung nach Johannes Pietsch mit dem Fokus auf die Analyse erhaltener Originalkleidungsstücke und deren Herstellungstechniken erläutert und anhand von Fallbeispielen wie der Untersuchung der Grabbeigaben Papst Clemens II. und Janet Arnolds "Patterns of Fashion" diskutiert. Zudem wird auf Jakob von Falkes "Deutsche Trachten- und Modenwelt" eingegangen, die einen kulturhistorischen Ansatz verfolgte.
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