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Susanne Siegert

1. Gedenken neu denken

Gedenken neu denken Wie sich unser Erinnern an den Holocaust verändern muss | Von der Grimme-Online-Award-Preisträgerin @keine.erinnerungskultur

Gesprochen von
3
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Beschreibung

Produktdetails

Family Sharing

Ja

Gesprochen von

Luise Georgi

Spieldauer

5 Stunden und 40 Minuten

Abo-Fähigkeit

Ja

Erscheinungsdatum

31.10.2025

Hörtyp

Lesung

Fassung

ungekürzt

Medium

MP3

Anzahl Dateien

9

Verlag

Osterwoldaudio

Sprache

Deutsch

EAN

9783844944198

Beschreibung

Produktdetails

Family Sharing

Ja

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Gesprochen von

Luise Georgi

Spieldauer

5 Stunden und 40 Minuten

Abo-Fähigkeit

Ja

Erscheinungsdatum

31.10.2025

Hörtyp

Lesung

Fassung

ungekürzt

Medium

MP3

Anzahl Dateien

9

Verlag

Osterwoldaudio

Sprache

Deutsch

EAN

9783844944198

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Ein wichtiger Beitrag zur modernen Gedenkarbeit❗️

Josi am 16.05.2026

Bewertungsnummer: 3140467

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

„Aber wenn das Feuer schon brennt und niemand löscht, Menschen stattdessen wegschauen oder sogar Beifall klatschen, dann sollte man sich fragen, warum und woher das kommt.“ (S. 157) Susanne Siegert habe ich eher zufällig auf Instagram über ihren Account @keine.erinnerungskultur entdeckt. Dort hat sie mich mit ihren professionellen, kritischen und wahnsinnig gut recherchierten Beiträgen sofort überzeugt Auch ihr Buch ist mir daraufhin immer wieder begegnet und ich muss gestehen, dass ich trotz ihrer starken Online-Inhalte zunächst unsicher war, ob ein Buch zu diesem komplexen, emotional aufgeladenen und gesellschaftlich stark diskutierten Thema nicht vielleicht „zu viel“ sein könnte. Aber ich kann nur sagen: Susanne Siegert hat hier ein Werk vorgelegt, das absolut überzeugt. Ich selbst habe Geschichte und Archäologie studiert und arbeite auch in meiner täglichen Praxis teilweise mit erinnerungskulturellen und gedenkbezogenen Kontexten. Gerade deshalb empfinde ich ihre Ansätze als erfrischend, kritisch und in genau dem richtigen Maß unbequem. Denn sie zeigt deutlich: Als ehemalige Tätergesellschaft neigen wir dazu, uns auszuruhen, uns in Gewohnheiten einzurichten und es uns bequem zu machen. Und genau das lässt dieses Buch nicht zu. Dabei passiert das nicht auf eine anklagende oder moralisierende Weise. Im Gegenteil: Alles ist wissenschaftlich fundiert, sauber recherchiert und nachvollziehbar erläutert und gleichzeitig so zugänglich geschrieben, dass man sich gut vorstellen kann, es auch Schüler*innen in die Hand zu geben, damit sie ein erstes Gespür entwickeln und selbst kritische Fragen stellen. Besonders beeindruckt hat mich die Auseinandersetzung mit der Rolle der ehemaligen Tätergesellschaft. Es ist erschreckend aktuell, wie schwer wir uns noch immer damit tun, uns sowohl kollektiv als auch individuell mit unserer Vergangenheit auseinanderzusetzen; sei es in der Familiengeschichte oder im gesellschaftlichen Kontext. Der Satz „Reicht es nicht endlich?“ begegnet einem dabei leider viel zu oft. Umso mehr werde ich „Gedenken neu denken“ künftig jedem empfehlen, der sich fragt, ob das Thema Nationalsozialismus nicht längst „abgeschlossen“ sei. Auch das Kapitel zur Vermittlungsarbeit hat mich (als Museumspädagogin) besonders angesprochen Susanne Siegert spricht mir hier aus der Seele: Immer wieder wird gefragt, warum man sich überhaupt noch mit Geschichte beschäftigen soll, während gleichzeitig erwartet wird, sie nicht auf aktuelle Konflikte zu beziehen. Dabei wird Geschichte erst dann wirklich relevant, wenn wir sie in Beziehung zur Gegenwart setzen und Strukturen erkennen, die sich wiederholen oder ähneln. Nur so kann Lernen aus der Vergangenheit überhaupt funktionieren. Und genau diese Vermittlungsarbeit muss nicht nur in Museen oder Schulen stattfinden - sie darf und soll auch auf Plattformen wie TikTok oder Instagram stattfinden, gerade wenn sie so reflektiert umgesetzt wird wie bei der Autorin. Eine große Empfehlung!!

Ein wichtiger Beitrag zur modernen Gedenkarbeit❗️

Josi am 16.05.2026
Bewertungsnummer: 3140467
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

„Aber wenn das Feuer schon brennt und niemand löscht, Menschen stattdessen wegschauen oder sogar Beifall klatschen, dann sollte man sich fragen, warum und woher das kommt.“ (S. 157) Susanne Siegert habe ich eher zufällig auf Instagram über ihren Account @keine.erinnerungskultur entdeckt. Dort hat sie mich mit ihren professionellen, kritischen und wahnsinnig gut recherchierten Beiträgen sofort überzeugt Auch ihr Buch ist mir daraufhin immer wieder begegnet und ich muss gestehen, dass ich trotz ihrer starken Online-Inhalte zunächst unsicher war, ob ein Buch zu diesem komplexen, emotional aufgeladenen und gesellschaftlich stark diskutierten Thema nicht vielleicht „zu viel“ sein könnte. Aber ich kann nur sagen: Susanne Siegert hat hier ein Werk vorgelegt, das absolut überzeugt. Ich selbst habe Geschichte und Archäologie studiert und arbeite auch in meiner täglichen Praxis teilweise mit erinnerungskulturellen und gedenkbezogenen Kontexten. Gerade deshalb empfinde ich ihre Ansätze als erfrischend, kritisch und in genau dem richtigen Maß unbequem. Denn sie zeigt deutlich: Als ehemalige Tätergesellschaft neigen wir dazu, uns auszuruhen, uns in Gewohnheiten einzurichten und es uns bequem zu machen. Und genau das lässt dieses Buch nicht zu. Dabei passiert das nicht auf eine anklagende oder moralisierende Weise. Im Gegenteil: Alles ist wissenschaftlich fundiert, sauber recherchiert und nachvollziehbar erläutert und gleichzeitig so zugänglich geschrieben, dass man sich gut vorstellen kann, es auch Schüler*innen in die Hand zu geben, damit sie ein erstes Gespür entwickeln und selbst kritische Fragen stellen. Besonders beeindruckt hat mich die Auseinandersetzung mit der Rolle der ehemaligen Tätergesellschaft. Es ist erschreckend aktuell, wie schwer wir uns noch immer damit tun, uns sowohl kollektiv als auch individuell mit unserer Vergangenheit auseinanderzusetzen; sei es in der Familiengeschichte oder im gesellschaftlichen Kontext. Der Satz „Reicht es nicht endlich?“ begegnet einem dabei leider viel zu oft. Umso mehr werde ich „Gedenken neu denken“ künftig jedem empfehlen, der sich fragt, ob das Thema Nationalsozialismus nicht längst „abgeschlossen“ sei. Auch das Kapitel zur Vermittlungsarbeit hat mich (als Museumspädagogin) besonders angesprochen Susanne Siegert spricht mir hier aus der Seele: Immer wieder wird gefragt, warum man sich überhaupt noch mit Geschichte beschäftigen soll, während gleichzeitig erwartet wird, sie nicht auf aktuelle Konflikte zu beziehen. Dabei wird Geschichte erst dann wirklich relevant, wenn wir sie in Beziehung zur Gegenwart setzen und Strukturen erkennen, die sich wiederholen oder ähneln. Nur so kann Lernen aus der Vergangenheit überhaupt funktionieren. Und genau diese Vermittlungsarbeit muss nicht nur in Museen oder Schulen stattfinden - sie darf und soll auch auf Plattformen wie TikTok oder Instagram stattfinden, gerade wenn sie so reflektiert umgesetzt wird wie bei der Autorin. Eine große Empfehlung!!

Ein spannender neuer Blickwinkel

Bewertung aus Horn-Bad Meinberg am 24.11.2025

Bewertungsnummer: 2662378

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Mit "Gedenken neu denken" liegt das erste Buch der Autorin, Journalistin, Aktivistin und Content Creatorin Susanne Siegert vor, in dem sie sich für ein neues Verständnis im Umgang mit dem Gedenken einsetzt. Bisher war Susanne Siegert schwerpunktmäßig bei Instagramm und Tik Tok aktiv und versuchte über diesen Weg Menschen dazu zu motivieren, sich der eigenen Familiengeschichte zu stellen, nach NS-Verbrechen in der eigenen räunlichen Umgebung zu suchen und den Fokus auf das lokale, direkt nachvollziehbare Geschehen zu lenken. Mit diesem Weg könne das bisher oft ritualisierte Gedenken mit Fokus auf wenige Täter*innen erweitert werden zum alltäglichen Handeln vieler "normaler" Deutscher während der NS-Zeit, die Frage von Schuld neu gestellt und der Fokus auch auf die einzelnen betroffenen Verfolgten gelegt werden. Auch wendet sich die Autorin bewusst gegen die reine Betrachtung der Verfolgten als "Opfer", sondern möchte auch widerständiges Handeln in den Blick nehmen. Hinzu kommt im Buch ein zusätzlicher Fokus auf die Verfolgung von Sinti und Roma und deren Kampf nach 1945 um Entschädigung. Das Buch ist spannend und detailiert verfasst und kann dazu motivieren, im eigenen Umfeld (Familie und Wohnort) näher nachzuforschen und so das eigene Gedenken greifbarer und auch verletzlicher zu machen.

Ein spannender neuer Blickwinkel

Bewertung aus Horn-Bad Meinberg am 24.11.2025
Bewertungsnummer: 2662378
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Mit "Gedenken neu denken" liegt das erste Buch der Autorin, Journalistin, Aktivistin und Content Creatorin Susanne Siegert vor, in dem sie sich für ein neues Verständnis im Umgang mit dem Gedenken einsetzt. Bisher war Susanne Siegert schwerpunktmäßig bei Instagramm und Tik Tok aktiv und versuchte über diesen Weg Menschen dazu zu motivieren, sich der eigenen Familiengeschichte zu stellen, nach NS-Verbrechen in der eigenen räunlichen Umgebung zu suchen und den Fokus auf das lokale, direkt nachvollziehbare Geschehen zu lenken. Mit diesem Weg könne das bisher oft ritualisierte Gedenken mit Fokus auf wenige Täter*innen erweitert werden zum alltäglichen Handeln vieler "normaler" Deutscher während der NS-Zeit, die Frage von Schuld neu gestellt und der Fokus auch auf die einzelnen betroffenen Verfolgten gelegt werden. Auch wendet sich die Autorin bewusst gegen die reine Betrachtung der Verfolgten als "Opfer", sondern möchte auch widerständiges Handeln in den Blick nehmen. Hinzu kommt im Buch ein zusätzlicher Fokus auf die Verfolgung von Sinti und Roma und deren Kampf nach 1945 um Entschädigung. Das Buch ist spannend und detailiert verfasst und kann dazu motivieren, im eigenen Umfeld (Familie und Wohnort) näher nachzuforschen und so das eigene Gedenken greifbarer und auch verletzlicher zu machen.

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Gedenken neu denken

von Susanne Siegert

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Sara Mostad

OSIANDER Schorndorf

Zum Portrait

5/5

Erinnerungskultur kompetent, greifbar und enorm wichtig!

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Siegert ist eine der wichtigsten jungen Stimmen, die an die Naziverbrechen erinnert und sie top recherchiert als kompetente Journalistin greifbar aufbereitet. Dieses Buch ist ein wichtiger, aufklärender Appell, der besser hätte nicht getroffen werden können! Große Leseempfehlung!
  • Sara Mostad
  • Buchhändler/-in

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5/5

Erinnerungskultur kompetent, greifbar und enorm wichtig!

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Siegert ist eine der wichtigsten jungen Stimmen, die an die Naziverbrechen erinnert und sie top recherchiert als kompetente Journalistin greifbar aufbereitet. Dieses Buch ist ein wichtiger, aufklärender Appell, der besser hätte nicht getroffen werden können! Große Leseempfehlung!

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