Aktuelle Landschaftsveränderungen am Aletschgletscher angesichts des Klimawandels
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Sprache:Deutsch
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Produktdetails
Verkaufsrang
80514
Format
Kopierschutz
Nein
Family Sharing
Nein
Text-to-Speech
Nein
Erscheinungsdatum
26.06.2025
Verlag
GRINSeitenzahl
47 (Printausgabe)
Dateigröße
4287 KB
Sprache
Deutsch
EAN
9783389136676
Welche Auswirkungen hat der aktuelle Gletscherrückgang auf ausgewählte Bereiche im Untersuchungsgebiet?
Der Grosse Aletschgletscher ist als längster Talgletscher der Alpen wie die anderen alpinen Gletscher von den Folgen des Klimawandels betroffen. Im Holozän war der Grosse Aletschgletscher regelmässigen Schwankungen bezüglich des Gletscherstandes ausgesetzt, die durch Klimaveränderungen hervorgerufen wurden. Seit Beginn der Industrialisierung und vor allem seit der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts steigen die jährlichen Durchschnittstemperaturen rapide an. Gletscher reagieren träge auf Klimaveränderungen. So begann sich der Grosse Alteschgletscher zeitlich versetzt auch von Jahr zu Jahr weiter zurückzuziehen.
Die zukünftige Entwicklung des Grossen Aletschgletschers ist abhängig von Klimaszenarien. Das günstigste Klimaszenario geht von einer regionalen Erwärmung von maximal 2 °C aus, das ungünstigste von 4 bis 8 °C. Es wird prognostiziert, dass sich der Grosse Aletschgletscher unter jedem Klimaszenario bis ins Jahr 2050 auf eine Höhe etwas unterhalb des Märjelensees zurückziehen wird. Kann die regionale Erwärmung auf 2 °C begrenzt werden, wird der Konkordiaplatz im Jahr 2100 noch vereist sein, kommt es jedoch zu einer Erwärmung von bis 4 bis 8 °C, ist davon auszugehen, dass der Grosse Aletschgletscher in seiner Gesamtheit bis auf ein paar permanente Firnfelder im Jahr 2100 verschwunden sein wird. Der Klimawandel hat zudem massive Auswirkungen auf unterschiedliche Bereiche der Aletschregion. Es kommt vermehrt zu Naturgefahren wie z.B. Steinschlag, Felsstürzen, Hochwasser, Lawinen oder Murgängen.
Traditionelle und bewährte Formen der Landwirtschaft und Landnutzung werden durch den Klimawandel bedroht und auch die Wasserversorgung im Oberwallis, die größtenteils vom Schmelzwasser der Gletscher abhängig ist, wird auf lange Sicht hin Problemen ausgesetzt sein. Auch der Tourismus in der Region muss auf vielfältige Weise an die Folgen des Klimawandels angepasst werden.
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