Forum für osteuropäische Ideen- und Zeitgeschichte Jahrgang 22,2
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Produktdetails
Format
ePUB
Kopierschutz
Nein
Family Sharing
Ja
Text-to-Speech
Ja
Erscheinungsdatum
28.12.2018
Herausgeber
Leonid Luks + weitereVerlag
IbidemSeitenzahl
168 (Printausgabe)
Dateigröße
2237 KB
Sprache
Deutsch
EAN
9783838292502
Die Oktoberrevolution als singuläres Ereignis, als Zeitenwende, als Erfüllung oder Bedingung der Erfüllung einer säkularen Geschichtsteleologie fügt sich in das Konzept einer nationalen oder patriotischen Geschichtsschreibung des starken Staates nicht mehr ein. In der russischen Gesellschaft der Gegenwart identifizieren sich nur noch einzelne Gruppen mit der Revolution und dem Kommunismus, die Mehrheit orientiert sich am kapitalistischen Modell und seinen Wohlstandsversprechungen, das mit einer russischen nationalen Idee in Einklang gebracht werden soll. Daher weicht die politische Führung einer offenen Auseinandersetzung mit dem Erbe der Revolution aus ...
Februarrevolution und Oktoberrevolution des Jahres 1917 und der Bürgerkrieg 1918-1922 werden als Smuta, als eine Zeit der Wirren eingeordnet, die eine Tradition des starken Staates unterbrochen habe. Die bolschewistische Herrschaft unter Lenin und Stalin habe diese starke Staatlichkeit wiederhergestellt. Auch die Neunziger Jahre unter Jelzin seien als Smuta zu betrachten, die durch Putin beendet wurde.
(Aus dem Beitrag von Wolfgang Stephan Kissel)
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