Einem uralten Mythos zufolge erschuf Gott Brahma einst Frau Tod, um seiner vor Leben überquellenden Schöpfung Einhalt zu gebieten. Doch wenn das nur ein Mythos ist - noch dazu aus einer ihr völlig fremden Kultur -, warum wird die 20-jährige Olivia dann regelmäßig von Visionen von Frau Tod verfolgt? Und warum kreuzen sich ihre Wege beständig mit Menschen, die ihren ganz eigenen Umgang mit der Endlichkeit des Lebens pflegen? So wie Dr. Marty Farrell, der niemals sterben will und mit seiner Longevity-Stiftung Frau Tod den Kampf angesagt hat. Oder ihre Teamleiterin Nancy, deren Sohn an Kinderleukämie er-krankt ist und die ganz eigene Antworten auf die Frage findet, was das Beste für ihren Sohn ist. Am schwersten aber wiegt die Erfahrung mit ihrer Großmutter Abiola, deren unerschütterlicher Glaube an Natur- und Ahnengeis-ter sie in eine tiefe Krise stürzt.
In ihrem eigenen Ringen um einen Platz im Leben beginnt Olivia zu begreifen, dass der Tod weitaus mehr ist als nur das Erleben von Verlust, Trauer und Schmerz.
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eine Geschichte vom Tod und seinen unterschiedlichen Gesichtern
Melissa aus Coburg am 25.08.2025
Bewertungsnummer: 2576876
Bewertet: eBook (ePUB)
Olivia ist eine normale Junge Frau. Ihre Mutter hat sie schon in junger Kindheit verloren. Alles scheint normal, doch plötzlich erhält sie einen Anruf von Ihrer Oma Abiola aus Afrika, zu dieser hat sie seit vielen Jahren keinen Kontakt mehr. Nach einem mehr als aufwühlenden Telefonat, in welchem Ihre Oma sie dazu auffordert sie in Afrika zu besuchen, stimmt sie dieser Reise schließlich zu. Doch als sie zurück kommt, hat sie die Geister der Vergangenheit wieder geweckt, welche sie seit Jahren erfolgreich verdrängt hatte. Von nun an, sieht sie wieder Frau Tod, eine vom Gott Brahma erschaffene Vorbotin des Todes. Der Leser trifft neben Olivia, auch noch auf Nancy, ihr Sohn ist an Leukämie erkrankt und auf Herrn Dr. Marty, welcher niemals sterben will und dem Tod mit ganz anderen Mittel versucht zu entkommen.
All diese Personen haben eines gemeinsam, der Tod ist nicht weit entfernt. Olivia muss lernen mit Frau Tod um zu gehen und für sich selber entscheiden, wie sie dem Tod in Zukunft begegnen will. Mit offenen Armen, oder einem totschweigen, bis er unweigerlich direkt vor der Tür steht.
Das Buch ist dem Autor meiner Meinung nach sehr gut gelungen, es ist auf jeden Fall kein Buch, was man "mal eben so" lesen kann. Der Leser ist für ein tiefergehendes Verständnis, dazu aufgefordert das Buch mit Bedacht zu lesen. Mir persönlich hat das Buch gut gefallen, ich habe mich schon öfter mit dem Tod und wie es vielleicht danach weiter gehen kann beschäftigt. So wie verschiedenen Ansichten der einzelnen Kulturen. Dieses Thema kann man nicht mit jedem besprechen, da viele Leute auch sensibel darauf reagieren, doch ich führe dazu regelmäßig Interessante Gespräche mit Freuden. Ich finde jeder kann selber entscheiden, wie er mit dem Thema umgeht, doch sollte man sich damit auf jeden Fall einmal damit beschäftigen um den für sich selber richtigen Weg zu kennen.
Paul Weiler hat es geschafft, drei unterschiedliche Geschichten in eine zu verpacken, während für den einen der Tod ein lang ersehnter Wunsch ist, kommt er für den einen ganz plötzlich und unerwartet und für den anderen ist es eher ein kommerzielles Mittel.
Was mir nicht so gut gefallen hat, war dass es keine Triggerwarnungen am Anfang, oder zumindest einen Verweise auf das Ende gab. Denn ich denke auch dieses Thema kann der Auslöser für die Trigger mancher Leser sein. Ansonsten kann ich das Buch absolut weiterempfehlen.
Der Tod und das Leben
Bücherwurm am 24.08.2025
Bewertungsnummer: 2576144
Bewertet: eBook (ePUB)
Dieses Buch hat mich im positiven Sinne überrascht. Ich hatte fast eine Fantasygeschichte erwartet, das trifft es jedoch überhaupt nicht. Ja, das Buch hat etwas mystisches und der Tod tritt als weiße Frau in Erscheinung, aber dennoch handelt es vom ganz alltäglichen Leben.
Die Geschichte wird aus der Sicht von 3 Personen erzählt, die unterschiedlicher nicht sein könnten und ihre ganz eigene Sicht auf die Dinge und vor allem auf den Tod haben.
Anfangs fand ich etwas schwer in das Buch hineinzufinden, obwohl ich die Schreibweise sehr gut fand. Aber ich hatte andere Erwartungen und konnte zunächst nichts damit anfangen. Aber zum Glück konnte ich das Buch nicht aus der Hand legen. Denn es behandelt ein wirklich wichtiges Thema, dass oft vermieden wird. Der Tod in seiner Unausweichlichkeit und unser Umgang damit. Es werden hier viele unterschiedliche Ansichten aufgezeigt und es regt sehr zum Nachdenken an. Ein vergleichlich schönes und tiefgreifendes Buch, dass mich sehr berührt hat.
Sehr gefallen hat mir zudem, dass es immer wieder verschiedene Mythen und Legende aus aller Welt über die Entstehung des Todes in der Welt enthält. Das war sehr interessant.
Ganz klare Leseempfehlung, wenn man sich in Form eines Romans mit dem Thema auseinandersetzen will.
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