Warschau, 2005: Als in einem Kloster ein Teilnehmer einer Gruppentherapie brutal ermordet wird, übernimmt Staatsanwalt Teodor Szacki die Ermittlungen. Elegant gekleidet, vorzeitig ergraut und zermürbt vom täglichen Wahnsinn der Justiz, stößt Szacki bald auf ein Geflecht aus familiären Abgründen und verdrängter Geschichte. Je tiefer er gräbt, desto klarer wird: Manche Wunden sind nicht vernarbt – sie sind nur besser verborgen.
Zygmunt Miłoszewskis Kultkrimi. In 18 Sprachen übersetzt, millionenfach verkauft und verfilmt.
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Preisgekrönter Krimi und…
MarcoL aus Füssen am 25.10.2025
Bewertungsnummer: 2967360
Bewertet: eBook (ePUB 3)
Preisgekrönter Krimi und Gesellschaftsstudie aus Polen. Spannend! Leseempfehlung! Bereits 2007 im Original erschienen, ausgezeichnet und verfilmt, ist dieser Band die Eröffnung einer Trilogie rund um den Warschauer Staatsanwalt Teodor Szacki. Szacki, Mitte dreißig, hat Stil, ist immer adrett gekleidet – wie Staatsanwälte nun mal sein sollen – und ist voll mit Ethos. Bestechungen und Korruption sind allgegenwärtig, und das Gehalt in seiner Zunft sehr bescheiden. Seine Frau ist Juristin, und mit ihrer gemeinsamen Tochter muss er sich schon sehr genau überlegen, für was Geld ausgegeben wird. Die Ehe scheint schon mal besser gewesen zu sein, obwohl, so schlecht ist sie dann auch nicht, vielleicht sind sie einfach schon zu lange zusammen. Alles Gedanken, die Szacki neben seinen Ermittlungen plagen, und soviel sei verraten – er bleibt ein Mensch, trotz all den Verlockungen, die sein Berufsstand zu bieten hat. Aber das ist nur ein Nebenschauplatz, und dennoch so wichtig für den kompletten Plot der Kriminalgeschichte. Sie fängt natürlich, wie meistens, mit einer toten Person an. Mord ist offensichtlich, Suizid dennoch eine Option, die in Betracht gezogen werden kann. Die Ermittlungen laufen an – und in Polen anscheinend üblich, werden diese von Staatsanwält*innen bestritten – mit Unterstützung der Polizei. Er tappt lange im Dunkeln, denn es waren zur Tatzeit nur vier Personen in unmittelbarer Nähe. Es sind dies drei Patient*innen und deren renommierter Therapeut, die in einem ehemaligen, leerstehenden Kloster nahe der Warschauer Innenstadt an einem Wochenendretreat mit Familienaufstellungen teilnehmen. Die Ermittlungen zeigen sich kompliziert – und lange tappt Szacki im Dunkeln. Er bohrt auch bei der Witwe des Getöteten nach, und scheint nicht wirklich weiter zu kommen. Doch ganz langsam kommt er Dingen auf die Spur. Altes, Verborgenes, Gefährliches … Spannend erzählt baut der Autor hier einen Plot auf, der sich mehr um die Personen und vor allem die polnische Gesellschaftsstruktur kümmert als um das eigentliche Tatgeschehen. Die Ermittler bleiben Menschen mit all ihren Stärken und Schwächen. Irgendwie bin ich versucht, gewisse Vergleiche mit Commissario Brunetti aus der Feder von Donna Leon zu ziehen – aber natürlich in einer komplett anderen Umgebung mit anderen Vorzeichen; - besonders Tage nach der Lektüre drängt sich mir das auf. Die Sprache ist leicht und flüssig, das Setting hat das Zeug zu einem Pageturner, und der Showdown zeigt letztendlich die wahre Genialität des Duos Szacki und Autor . Sehr gerne gebe ich ein große Leseempfehlung für diesen Krimi samt Gesellschaftsstudie. Und keine Angst – der Roman ist in sich abgeschlossen – trotz Trilogieauftakt.
Preisgekrönter Krimi und Gesellschaftsstudie aus Polen. Spannend! Leseempfehlung!
MarcoL aus Füssen am 25.10.2025
Bewertungsnummer: 2635626
Bewertet: eBook (ePUB 3)
Bereits 2007 im Original erschienen, ausgezeichnet und verfilmt, ist dieser Band die Eröffnung einer Trilogie rund um den Warschauer Staatsanwalt Teodor Szacki.
Szacki, Mitte dreißig, hat Stil, ist immer adrett gekleidet – wie Staatsanwälte nun mal sein sollen – und ist voll mit Ethos. Bestechungen und Korruption sind allgegenwärtig, und das Gehalt in seiner Zunft sehr bescheiden. Seine Frau ist Juristin, und mit ihrer gemeinsamen Tochter muss er sich schon sehr genau überlegen, für was Geld ausgegeben wird. Die Ehe scheint schon mal besser gewesen zu sein, obwohl, so schlecht ist sie dann auch nicht, vielleicht sind sie einfach schon zu lange zusammen. Alles Gedanken, die Szacki neben seinen Ermittlungen plagen, und soviel sei verraten – er bleibt ein Mensch, trotz all den Verlockungen, die sein Berufsstand zu bieten hat.
Aber das ist nur ein Nebenschauplatz, und dennoch so wichtig für den kompletten Plot der Kriminalgeschichte. Sie fängt natürlich, wie meistens, mit einer toten Person an. Mord ist offensichtlich, Suizid dennoch eine Option, die in Betracht gezogen werden kann. Die Ermittlungen laufen an – und in Polen anscheinend üblich, werden diese von Staatsanwält*innen bestritten – mit Unterstützung der Polizei.
Er tappt lange im Dunkeln, denn es waren zur Tatzeit nur vier Personen in unmittelbarer Nähe. Es sind dies drei Patient*innen und deren renommierter Therapeut, die in einem ehemaligen, leerstehenden Kloster nahe der Warschauer Innenstadt an einem Wochenendretreat mit Familienaufstellungen teilnehmen.
Die Ermittlungen zeigen sich kompliziert – und lange tappt Szacki im Dunkeln. Er bohrt auch bei der Witwe des Getöteten nach, und scheint nicht wirklich weiter zu kommen. Doch ganz langsam kommt er Dingen auf die Spur. Altes, Verborgenes, Gefährliches …
Spannend erzählt baut der Autor hier einen Plot auf, der sich mehr um die Personen und vor allem die polnische Gesellschaftsstruktur kümmert als um das eigentliche Tatgeschehen. Die Ermittler bleiben Menschen mit all ihren Stärken und Schwächen.
Irgendwie bin ich versucht, gewisse Vergleiche mit Commissario Brunetti aus der Feder von Donna Leon zu ziehen – aber natürlich in einer komplett anderen Umgebung mit anderen Vorzeichen; - besonders Tage nach der Lektüre drängt sich mir das auf.
Die Sprache ist leicht und flüssig, das Setting hat das Zeug zu einem Pageturner, und der Showdown zeigt letztendlich die wahre Genialität des Duos Szacki und Autor .
Sehr gerne gebe ich ein große Leseempfehlung für diesen Krimi samt Gesellschaftsstudie. Und keine Angst – der Roman ist in sich abgeschlossen – trotz Trilogieauftakt.
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