Produktbild: Das Institut
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Das Institut Roman

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Beschreibung

Produktdetails

Zustand

Sehr gut

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

28.08.2024

Verlag

Luchterhand

Seitenzahl

272

Maße (L/B/H)

22,1/14,2/3 cm

Gewicht

405 g

Sprache

Deutsch

EAN

2710000810155

Beschreibung

Rezension

»Christian Haller hat ein äusserst lesenswertes Buch geschrieben, das von der Schwierigkeit handelt, sowohl im Kleinen wie im Grossen etwas zu bewegen.« ("Rainer Moritz / Neue Zürcher Zeitung")
»Ein sehr vielschichtiger, ein dichter, ein engagierter Text, der zwar auch einiges abverlangt von mir als Leser, den ich aber gerne und mit großem Genuss gelesen habe.« ("Michael Luisier / SRF Kultur")
»Ein starker Roman dieses großartigen Erzählers.« ("Roswitha Frey / Badische Zeitung")
»Ein spannendes Zeitpanorama von gesellschaftlicher Relevanz.« ("Jürgen Scharf / Südkurier")
»Wir Heutige entdecken mit Schrecken, dass die Bedrohung bereits vor vielen Jahrzehnten erkannt worden war - ohne durchgreifende Konsequenzen.« ("Simone Dattenberger / Münchner Merkur")
»Schliesslich aber beweist der letztes Jahr mit dem Schweizer Buchpreis geehrte Christian Haller seine schriftstellerische Meisterschaft darin, wie er Szenen und Stimmungen verbindet.« ("Rolf App / journal21.ch")

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Sehr gut

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Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

28.08.2024

Verlag

Luchterhand

Seitenzahl

272

Maße (L/B/H)

22,1/14,2/3 cm

Gewicht

405 g

Sprache

Deutsch

EAN

2710000810155

Herstelleradresse

Luchterhand Literaturvlg.
Neumarkter Str. 28
81673 München
DE

Email: produktsicherheit@penguinrandomhouse.de

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  • MarieOn

    4/5

    14.10.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Subtile Machtspiele

    Thyl Osterholz hat sein Biologiestudium hinter sich und ist unschlüssig, was er als nächstes machen soll. Er bewirbt sich für einen Aushilfsjob am Institut für Soziales. Der Institutsleiter Lavetz sieht vor, dass Thyl eine kleine Aufgabe in Seymours Abteilung übernimmt. Thyl wird markierte Zeitungsartikel in fünf Stichworten in vorgedruckten Formularen zusammenfassen. Ein Computer ermittelt dann, welche gesellschaftspolitischen Diskussionen wichtig werden. Schon nach kurzer Zeit soll Thyl die Tagung zum Thema Fettsucht organisieren und gezielt Fachleute zu bestimmten Fragestellungen hinzuziehen. Inwiefern beeinflusst die Convenience Food Industrie Übergewicht und inwieweit profitieren Pharmaindustrien von den Adipositas begleitenden Krankheiten wie Herz-Kreislauf und Diabetes? Seine Lebensgefährtin Isabelle versteht Thyl nicht, warum er sich keine richtige Arbeit wie eine Dozententätigkeit sucht. Wie so oft fühlt Thyl sich bevormundet. Sie treffen sich regelmäßig zum Abendessen bei seinem besten Freund Serge und dessen Frau Fania. Serges Vater hatte damals Thyls Vater, der Direktor der örtlichen Keramik Manufaktur gewesen war, vom Thron gestoßen. Sie mussten aus der Villa ausziehen und das Feld den Martons überlassen. Sie hatten sich aus den Augen verloren und waren später doch wieder aufeinandergetroffen, um die alte Freundschaft erneut zu besiegeln. Dem Institut war klar, dass der Ölschock von 1973 allen hochrangigen Geschäftsmännern noch in den Knochen saß. Die ölproduzierenden Länder drosselten die Gewinnung, das Wachstum sank um 6,9 % und es folgten Depression, Deflation, Krise und Zerfall. Fazit: Christian Haller hat eine klug durchdachte Geschichte geschaffen. Sein Protagonist rutscht immer tiefer in die Machenschaften des Instituts hinein. Zuerst fühlt er sich hofiert, weil ihm Verantwortung übertragen wird, doch dann merkt er, dass er benutzt wird. Es geht um den Austausch von Mitwissenden, um die Manipulation der Gesellschaft und den Erwerb von Spendengeldern durch hochrangige Industrielobbyisten. Die Geschichte liest sich spannend wie ein Krimi. Ich habe mich gut unterhalten gefühlt.

  • Bewertung

    4/5

    29.09.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Machtkampf in der Denkfabrik

    Das neue Buch von Schweizer Buchpreisträger Christian Haller kann auf zwei Arten gelesen werden. In der ersten Lesart ist es die Erzählung eines idealistischen jungen Mannes, Thyl Osterholz, der an einem Institut seine Chance ergreift, um dort Kongresse zu organisieren, die Gegenwartsthemen aufs Tapet bringen und Wirtschaftseliten mit den jeweiligen Denkern und Wissenschaftlern vernetzen. Je länger er sich dort einbringt, desto mehr sieht er sich benutzt und aufgerieben zwischen dem charismatischen Institutsleiter und dem Großkonzern, dessen Gründer die Denkfabrik angeleiert hat. Er taktiert bei jeder personalpolitischrn Intrige und merkt, wie er sich abhanden kommt, seine Prinzipien den Opportunitäten opfert. Er kämpft mit seinem eigenen Anspruch, nicht wie sein Vater beruflich zu scheitern. Da gelingt dem Autor für meinen Geschmack ein absolutes Meisterstück, man glaubt dem Ich-Erzähler seine Zerissenheit. Überflüssig zu sagen, dass Hallers präzise Sprache, sein Blick für Details und stimmungsvolle Momenntaufnahmen das Lesevergnügen unterstreichen. In der zweiten Lesart erkennen wir Hallers Erinnerung an seine Zeit beim Gottlieb-Duttweiler-Institut, seine Annäherung an den damaligen Leiter, dem späteren Aktivisten Hans A. Pestalozzi und dessen Machtkampf mit Migros-Boss Pierre Arnold. Wenn das so abgelaufen wäre, dann darf man darüber nicht vergessen, dass die Frage, wie weit man bereit ist, seine Integrität zu opfern, auf einem literarisch hohen Niveau verarbeitet wird, in einem spannenden und fulminanten Buch des leisen Altmeisters aus dem Aargau.

  • Boockpicker

    Book Circle Community

    3/5

    23.02.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Migros live?

    Thyl kommt als Praktikant ans Institut, wird dort für einerseits unnütze Aufgaben eingesetzt, anderseits gleich zum wichtigen Spielball in den internen Intrigen um Macht und Einfluss. Charmant und klug schlängelt er sich durch, kann seinen Kopf immer retten, auch wenn er je länger je mehr sieht, was da alles getrieben wird, dass es meist um Ansehen, Macht, Anerkennung und Bewunderung geht. Offiziell geht es um Umweltschutz, Gerechtigkeit, Zukunft und Gesellschaft, um Kongresse und Visionen, um Einfluss und Geld. So äusserlich würde man sagen, es spielt im Gottlieb Duttweiler Institut, der Landesring (damals «Migros»-Partei) spielt mit, vergangene Geschichten eben (und ein wenig WEF natürlich). Die Grossen wollen eben ganz oben mitspielen und brillieren, sich anbiedern, und wenn’s mit Verschwörungstheorien sein muss. Geist gegen Geld, Loyalität oder Gehorsam gegen Rückgrat, Thyl schafft gerade noch rechtzeitig den Absprung. Eingeflochten natürlich noch ein wenig Liebesgeschichte. Gut zu lesen, aber nicht der Hammer. «Sich lichtende Nebel» hat mich mehr gepackt, fand ich spannender und interessanter.

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