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Die Kurve Thriller | Gangsterroman meets Coming-of-age-Story

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Beschreibung

Produktdetails

Zustand

Gut

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

16.03.2025

Herausgeber

Thomas Wörtche

Verlag

Suhrkamp

Seitenzahl

275

Maße (L/B/H)

21,4/13,3/2,3 cm

Gewicht

330 g

Auflage

1 Auflage Originalausgabe

Sprache

Deutsch

EAN

2710000823247

Beschreibung

Rezension

»Bestechend realistische, unrealistische Welt.« ("Deutschlandfunk Kultur - LESART")
»Eine rabenschwarze Coming-of-Age-Story bezaubernd schräger Art ‒ clever, straight und erfrischend ungezogen« ("3sat Kulturzeit")
»Dirk Schmidt hat einen schnellen, harten Roman noir geschrieben.« ("Westfälischer Anzeiger")
»Chapeau!« ("Voralberger Nachrichten")
»Ein Buch über verlorene Seelen, die trotz der Umstände um ihre Menschlichkeit kämpfen.« ("Die Presse am Sonntag")
»Mit Die Kurve legt Dirk Schmidt einen fulminanten Thriller vor.« ("literaturkritik.de")
»Es geht turbulent zu, drunter und drüber könnte man sagen, oft gewalttätig und bissig-lustig ...« ("booknerds.de")

Produktdetails

Zustand

Gut

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

16.03.2025

Herausgeber

Thomas Wörtche

Verlag

Suhrkamp

Seitenzahl

275

Maße (L/B/H)

21,4/13,3/2,3 cm

Gewicht

330 g

Auflage

1 Auflage Originalausgabe

Sprache

Deutsch

EAN

2710000823247

Herstelleradresse

Suhrkamp Verlag
Torstraße 44
10119 Berlin
DE

Email: info@suhrkamp.de

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  • Bewertung

    5/5

    16.08.2025

    Buch (Taschenbuch)

    Für alle, die mehr als einen "klassischen Krimi" möchten

    Die Kurve“ ist mir auf dem Büchertisch ins Auge gefallen. Das Cover mit seinen leuchtenden Farben hat mich sofort angesprochen und als ich die ersten Seiten gelesen hatte, war die Entscheidung für den Buchkauf gefallen. 

In dem Buch geht es um Carl und seine Mitarbeiter – eine Art „Drei Engel für Charlie“, nur dass es hier nicht um das Lösen von Kriminalfällen geht, sondern um das Gegenteilige - das Erledigen von kriminellen Dienstleistungen jeder Art. Und Carl hat für alle Fälle den richtigen Mitarbeiter oder die richtige Mitarbeiterin am Start. Da ist der hochbegabte Ridley, der beauftragt wird, einen alternden Mafiaboss samt Tochter und Bodyguard quer durch Deutschland zu begleiten. Oder Betty, die einen Schicksalsschlag verarbeiten muss und die klären soll, wieso die Tochter eines amerikanischen Gangsters, im Berliner Landwehrkanal ertrunken ist. Und dann gibt es noch Schneider, den Mann für die „grobschlächtigen Aufgaben“. Dazu Mali und Wheelmaker – 2 Mitarbeiter, die aber nur kurz ins Geschehen eingreifen. Sie alle eint die gemeinsame Erfahrung aus der Zeit des Jugendzentrums „Die Kurve“ in Herne und der Wunsch, „im Leben weiterzukommen“. Was mir an diesem Buch sehr gefallen hat, ist, das es nicht ein Krimi von der Stange ist. Dass hier nicht ein Ermittler einen Fall übernimmt und dieser dann mehr oder weniger stringent gelöst wird. Im Gegenteil: Carl hat 2 große Aufträge, die parallel von Ridley und Betty „bearbeitet” werden. Dabei zieht Carl im Hintergrund die Strippen. Im Verlauf des Buches erfährt man viel über das Vorleben aller Beteiligten und wie es dazu kam, dass sie in diesem „kriminellen “Gemischtwarenladen” gelandet sind. Und parallel entwickelt man eine gewisse Sympathie für fast alle Protagonisten. 
Zu dieser nichtlinaren Erzählweise passt auch die Sprache von Dirk Schmidt. Sie ist manchmal sperrig und rauh, aber auch zärtlich, wenn es um die einzelnen Protagonisten geht. Und Freunde von gut formulierter Ironie kommen auch auf ihre Kosten „Die Kurve“ ist ein Buch für alle, die von einem Krimi „mehr“ wollen als nur die Lösung am Ende. Ich würde mich über eine Fortsetzung freuen.

  • Bewertung

    aus St.Margarethen/Knittelfeld

    5/5

    16.07.2025

    Buch (Taschenbuch)

    Gutesbuch

    „Die Kurve“ von Dirk Schmidt ist ein stiller, aber eindringlicher Thriller, der tief in die Welt der Fußball-Ultras eintaucht und dabei viel mehr erzählt als eine Kriminalgeschichte. Im Mittelpunkt stehen zwei Brüder, die sich zwischen Fanatismus, Loyalität und wachsender Gewalt wiederfinden. Die sogenannte „Kurve“ – der harte Kern der Fanszene – wird dabei zum Schauplatz von Machtspielen, Gruppenzwang und stiller Radikalisierung. Schmidt erzählt schnörkellos und präzise, seine Sprache ist direkt, manchmal hart, aber immer atmosphärisch dicht. Die Schauplätze – Stadion, Tankstelle, Wohnblocks – wirken fast schon klaustrophobisch und verstärken die beklemmende Stimmung des Buches. Besonders stark ist die Charakterzeichnung: Niemand ist eindeutig gut oder böse, alles bewegt sich in Grautönen. Wer einen actiongeladenen Thriller erwartet, könnte enttäuscht sein – „Die Kurve“ ist eher ein psychologisch tiefgehendes, sozialkritisches Kammerspiel mit echtem Sog. Ein kluges Buch über verlorene Orientierung, Gruppendynamik und die Frage, was passiert, wenn Zugehörigkeit wichtiger wird als das eigene Gewissen. Absolute Empfehlung für alle, die an den gesellschaftlichen Schattenseiten des Fußballs interessiert sind – und an Geschichten, die lange nachhallen.

  • wampy

    aus Issum

    5/5

    04.05.2025

    Buch (Taschenbuch)

    Sensationell anders! Buchmeinu…

    Sensationell anders! Buchmeinung zu Dirk Schmidt – »Die Kurve« »Die Kurve« ist ein Kriminalroman von Dirk Schmidt, der 2025 bei Suhrkamp erschienen ist. Zum Autor: Dirk Schmidt, geboren 1964, studierte nach dem Abitur Geschichte, Germanistik und Theater-, Film- und Fernsehwissenschaften an der Ruhr-Universität Bochum. Einer frühen Phase als Drehbuchautor folgten Jahrzehnte als Texter und Kreativdirektor in verschiedenen Werbeagenturen. Erste Arbeiten für den Rundfunk bereits während des Studiums, erstes Kriminalhörspiel 1993, Debütroman Letzte Nacht in Queens 2003. Seit 2011 verantwortlich für den WDR Radio-Tatort rund um die »Task Force Hamm«, der Kult geworden ist. Zum Inhalt: In seinem früheren Leben hat Carl das Jugendzentrum »Die Kurve« im Ruhrgebiet geleitet. Dort hat er die meisten seiner heutigen Mitarbeiter kennengelernt. Heute betreibt er eine Agentur für kriminelle Dienstleistungen jeder Art und seine Aufträge erhält er aus der ganzen Welt. Carl und seine Leute stehen unter Druck und kleine Fehler können tödlich sein. Meine Meinung: Dieses Buch ist Vieles, aber ganz sicher nicht ein klassischer Kriminalroman. Es erfordert aufmerksame Leser, weil es teilweise rasante Handlungs-, Zeit- und Gedankensprünge gibt, die oft auch unvermittelt geschehen. Gewalt und Skrupellosigkeit sind allgegenwärtig, obwohl kaum eine Gewalthandlung direkt beschrieben wird. Die Hauptfiguren Carl, Betty und Ridley sind vielschichtig gezeichnet und wirken trotz vieler negativer Attribute durchaus sympathisch. Carl ist der Denker und Lenker mit Kundenkontakt, der seine Mitarbeiter vom Telefon aus betreut. Wie Betty und Ridley agiert er oft skrupellos und doch verbindet ihn mit seinen Mitarbeitern mehr als der reine Job. Er hat sich ein gewisses Vertrauen bei Betty und Ridley erarbeitet, das vorwiegend aus ihrer Zeit im Ruhrgebiet stammt. Carl ist meist gut informiert und mischt sich auch in deren Privatleben ein. Ridley und Betty haben besondere Talente und doch bedürfen sie Carls Fürsorge. Beide sind schwer gezeichnet und kämpfen mit Dämonen aus ihrer Vergangenheit. Zwei Kundenaufträge bilden den Rahmen für das Tun der Handelnden. Es gibt aber immer wieder Nebenhandlungen und Rückblenden, die das Handeln der Hauptfiguren verständlicher werden lassen. Beeindruckt hat mich die sprachliche Komponente des Romans, die etwas ganz Besonderes ist und das alte Ruhrgebiet lebendig werden lässt. Faszinierend sind die Telefongespräche von Carl mit seinen Mitarbeitern, die durch Pausen, Andeutungen und vermeintlichen Nebensächlichkeiten geprägt sind. Trotz der oft gezeigten Skrupellosigkeit zeigen Betty, Carl und Ridley auch etwas wie Moral und soziale Kompetenz. Es geht nicht um die Aufklärung von Verbrechen sondern um die Zufriedenheit der Auftraggeber. Dieser Gangsterroman mit Anleihen bei Roadmovies und Beziehungsromanen hat seine eigenen Spannungsmomente und bietet eine Vielzahl von Überraschungen. Mich hat diese Mischung nahezu aus den Schuhen gehauen und die Schlusssequenzen waren ein überzeugendes Ende. Fazit: Diese Mischung aus diversen Genre und unerwarteten Handlungsabläufen hat mich auch mit ihrer Sprache und der faszinierenden Figurenzeichnung begeistert. Deshalb bekommt der Titel von mir die Höchstwertung von fünf Sternen und 100 Punkten und eine klare Leseempfehlung. Es ist ein besonderes Buch.

  • Bewertung

    aus Issum

    5/5

    04.05.2025

    Buch (Taschenbuch)

    Sensationell anders!

    Buchmeinung zu Dirk Schmidt – »Die Kurve« »Die Kurve« ist ein Kriminalroman von Dirk Schmidt, der 2025 bei Suhrkamp erschienen ist. Zum Autor: Dirk Schmidt, geboren 1964, studierte nach dem Abitur Geschichte, Germanistik und Theater-, Film- und Fernsehwissenschaften an der Ruhr-Universität Bochum. Einer frühen Phase als Drehbuchautor folgten Jahrzehnte als Texter und Kreativdirektor in verschiedenen Werbeagenturen. Erste Arbeiten für den Rundfunk bereits während des Studiums, erstes Kriminalhörspiel 1993, Debütroman Letzte Nacht in Queens 2003. Seit 2011 verantwortlich für den WDR Radio-Tatort rund um die »Task Force Hamm«, der Kult geworden ist. Zum Inhalt: In seinem früheren Leben hat Carl das Jugendzentrum »Die Kurve« im Ruhrgebiet geleitet. Dort hat er die meisten seiner heutigen Mitarbeiter kennengelernt. Heute betreibt er eine Agentur für kriminelle Dienstleistungen jeder Art und seine Aufträge erhält er aus der ganzen Welt. Carl und seine Leute stehen unter Druck und kleine Fehler können tödlich sein. Meine Meinung: Dieses Buch ist Vieles, aber ganz sicher nicht ein klassischer Kriminalroman. Es erfordert aufmerksame Leser, weil es teilweise rasante Handlungs-, Zeit- und Gedankensprünge gibt, die oft auch unvermittelt geschehen. Gewalt und Skrupellosigkeit sind allgegenwärtig, obwohl kaum eine Gewalthandlung direkt beschrieben wird. Die Hauptfiguren Carl, Betty und Ridley sind vielschichtig gezeichnet und wirken trotz vieler negativer Attribute durchaus sympathisch. Carl ist der Denker und Lenker mit Kundenkontakt, der seine Mitarbeiter vom Telefon aus betreut. Wie Betty und Ridley agiert er oft skrupellos und doch verbindet ihn mit seinen Mitarbeitern mehr als der reine Job. Er hat sich ein gewisses Vertrauen bei Betty und Ridley erarbeitet, das vorwiegend aus ihrer Zeit im Ruhrgebiet stammt. Carl ist meist gut informiert und mischt sich auch in deren Privatleben ein. Ridley und Betty haben besondere Talente und doch bedürfen sie Carls Fürsorge. Beide sind schwer gezeichnet und kämpfen mit Dämonen aus ihrer Vergangenheit. Zwei Kundenaufträge bilden den Rahmen für das Tun der Handelnden. Es gibt aber immer wieder Nebenhandlungen und Rückblenden, die das Handeln der Hauptfiguren verständlicher werden lassen. Beeindruckt hat mich die sprachliche Komponente des Romans, die etwas ganz Besonderes ist und das alte Ruhrgebiet lebendig werden lässt. Faszinierend sind die Telefongespräche von Carl mit seinen Mitarbeitern, die durch Pausen, Andeutungen und vermeintlichen Nebensächlichkeiten geprägt sind. Trotz der oft gezeigten Skrupellosigkeit zeigen Betty, Carl und Ridley auch etwas wie Moral und soziale Kompetenz. Es geht nicht um die Aufklärung von Verbrechen sondern um die Zufriedenheit der Auftraggeber. Dieser Gangsterroman mit Anleihen bei Roadmovies und Beziehungsromanen hat seine eigenen Spannungsmomente und bietet eine Vielzahl von Überraschungen. Mich hat diese Mischung nahezu aus den Schuhen gehauen und die Schlusssequenzen waren ein überzeugendes Ende. Fazit: Diese Mischung aus diversen Genre und unerwarteten Handlungsabläufen hat mich auch mit ihrer Sprache und der faszinierenden Figurenzeichnung begeistert. Deshalb bekommt der Titel von mir die Höchstwertung von fünf Sternen und 100 Punkten und eine klare Leseempfehlung. Es ist ein besonderes Buch.

  • Bewertung

    aus Raunheim

    5/5

    01.04.2025

    Buch (Taschenbuch)

    Ein Thriller voller Ecken und Kanten

    „Die Kurve“ hat mich vor allem durch das auffällige Cover und den Klappentext angesprochen. Die düstere, fast schon rohe Atmosphäre, die von Anfang an spürbar ist, passt gut zum Thema des Buches. Dirk Schmidt schafft es, ein Milieu zu zeichnen, das authentisch wirkt und voller zwielichtiger Charaktere steckt. Allerdings hatte ich Schwierigkeiten, in die Geschichte hineinzufinden. Die einzelnen Kapitel konzentrieren sich auf verschiedene Personen, was an sich ein spannendes Konzept sein könnte. Doch die Zusammenhänge erschließen sich nur langsam, und oft hatte ich das Gefühl, eher Fragmente einer Geschichte zu lesen als einen durchgängigen Handlungsstrang. Es dauerte eine ganze Weile, bis sich für mich ein Gesamtbild ergab. Die Figuren sind gut ausgearbeitet, aber nicht unbedingt sympathisch. Besonders Karl bleibt schwer greifbar. Sein Verhalten schwankt zwischen kalter Berechnung und gelegentlichen Momenten von Mitgefühl, doch seine Beweggründe bleiben oft vage. Auch die anderen Charaktere sind vielschichtig, wirken aber manchmal so überzeichnet, dass sie fast karikaturhaft erscheinen. Der Schreibstil ist direkt und teilweise sehr hart, was gut zur Thematik passt. Einige Passagen sind sprachlich wirklich stark, doch manchmal war mir die Brutalität fast zu selbstzweckhaft. Spannung kommt auf, aber oft wird sie durch abrupte Wechsel in der Erzählperspektive wieder ausgebremst. Insgesamt ist „Die Kurve“ kein klassischer Pageturner, sondern eher ein Buch, das Zeit braucht. Wer sich für komplexe Figuren und eine düstere Atmosphäre interessiert, wird hier sicherlich einiges finden. Wer jedoch einen geradlinigen Thriller erwartet, könnte enttäuscht werden. Drei Sterne, weil das Buch durchaus seine Stärken hat, mich aber nicht vollständig überzeugen konnte.

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