Produktbild: Getrennte Räume
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Pier Vittorio Tondelli

1. Getrennte Räume

Getrennte Räume

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Beschreibung

Produktdetails

Family Sharing

Ja

Gesprochen von

Lamin Leroy Gibba

Spieldauer

7 Stunden und 52 Minuten

Abo-Fähigkeit

Ja

Erscheinungsdatum

28.08.2025

Hörtyp

Lesung

Fassung

ungekürzt

Medium

MP3

Anzahl Dateien

143

Verlag

Tacheles!

Übersetzt von

Hinrich Schmidt-Henkel

Sprache

Deutsch

EAN

9783864848575

Beschreibung

Produktdetails

Family Sharing

Ja

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Gesprochen von

Lamin Leroy Gibba

Spieldauer

7 Stunden und 52 Minuten

Abo-Fähigkeit

Ja

Erscheinungsdatum

28.08.2025

Hörtyp

Lesung

Fassung

ungekürzt

Medium

MP3

Anzahl Dateien

143

Verlag

Tacheles!

Übersetzt von

Hinrich Schmidt-Henkel

Sprache

Deutsch

EAN

9783864848575

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  • Christopher Bahn

    Book Circle Community

    5/5

    21.09.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Tragische Liebe

    Ein italienischer Klassiker aus den 80er Jahren über die Liebe von zwei Künstlern und das dramatische Ende im Tod. Der Inhalt und der Stil erinnern sehr an dieser Zeit und lassen eine Welt auferstehen, die es heute nicht mehr gibt. Die sehr schöne Sprache der Übersetzung machen das Buch zu einer lesenswerten Lektüre. Sehr empfehlenswert.

  • MarieOn

    5/5

    04.09.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Intensive Liebesgeschichte

    Leo sitzt im Flugzeug und sieht sein Gesicht im Fenster gespiegelt. Er ist noch nicht alt, aber auch nicht mehr jung. Die meisten seiner Studienkollegen sind verheiratet, haben ein Eigenheim, Kinder. Er ist anders, er kann sich seine Zeit frei einteilen, muss auf niemanden Rücksicht nehmen. Leo ist allein und er ist einsam. Er sieht Thomas vor sich, wie er in der Ankunftshalle steht und seine Armbanduhr mit der Anzeigentafel abgleicht. Seinen schlaksigen Körper, wie er leicht nach vorne gebeugt in eine Schaufensterauslage blickt. Den groben Wollpulli, die dunkle Hose, die schweren bordeauxfarbenen Schuhe, seinen Dreitagebart, darüber die dunklen, warmen Augen. Doch seine Stimme hört er nicht. Thomas, der immer da war, wenn er zurückkam, wird diesmal nicht auf ihn warten. Er ist vor zwei Jahren gestorben. Leo hat Thomas auf einer Party zum ersten Mal gesehen. Er war der Einladung zusammen mit dem Jazzmusiker Michael gefolgt. Zu vorangeschrittener Stunde saß er schwer in einem Sessel, im Gespräch mit einer Journalistin, als Thomas die Party verließ. Er wäre ihm gern gefolgt. Leos Wohnung ist hell erleuchtet und voller Menschen. Seit einer halben Stunde steht er mit Michael in der Küche und sorgt für Nachschub an frischen Gläsern und Tellern. Thomas steht über eine Kiste Bordeaux gebeugt und öffnet sie. Leo beobachtet Thomas aufmerksam, während er das Glas poliert. Michael hatte Thomas mitgeschleppt, Leo zuliebe. Leo will nach dem dreijährigen Desaster mit Hermann nichts überstürzen, möchte es langsam angehen lassen, herausfinden, ob Thomas der richtige Mensch an seiner Seite sein kann. Fazit: Pier Vittorios Roman „Zwischen den Räumen“, erschien 1989 in der italienischen Originalausgabe und wurde jetzt 2025 zum zweiten Mal in Deutschland herausgegeben. Der Autor starb 1991 mit nur 36 Jahren an Aids. Die Geschichte ist eine der intensivsten Liebesgeschichten, die ich bisher gelesen habe. Sein Protagonist ist ein anerkannter und wohlhabender italienischer Autor. Er lernt den jungen deutschen Musiker kennen und lieben. Während der junge Mann Leo regelrecht verfällt, bleibt der auf Distanz. Leo kämpft mit seiner eigenen Identität und seinem Schwulsein in einer Gesellschaft, in der gleichgeschlechtliche Liebesbeziehungen noch keine Anerkennung finden. Kurz vor Thomas Tod lässt Leo ihn im Schoß seiner Familie zurück und flüchtet regelrecht. Doch egal, wo er sich aufhält, die Erinnerungen an Thomas holen ihn ein und werden intensiver. Der Verlust und die Einsamkeit überschwemmen ihn regelrecht. Ihm wird bewusst, wie sehr Thomas darunter gelitten hat, dass Leo sich ihm wieder und wieder entzogen hat. Wie sehr er auf sich und seine eigene Gefühlswelt konzentriert war. Die Geschichte fließt ruhig daher. Ich bekomme einen tiefen Einblick in männliche Gefühlswelten und fühle mich nach der Lektüre bereichert.

  • buecherboy

    4/5

    10.02.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Intensiver und introspektiver Roman

    Getrennte Räume von Pier Vittorio Tondelli ist ein intensiver und introspektiver Roman über Liebe, Verlust und die Suche nach einem Platz im eigenen Leben. Im Mittelpunkt steht Leo, ein junger italienischer Schriftsteller, der nach dem Tod seines Geliebten Thomas durch Europa und die USA reist – oder besser gesagt flieht: rastlos, getrieben von Erinnerungen, die ihn überall einholen. Während Thomas ihm einst mit offener Hingabe begegnete, hielt Leo immer einen gewissen Abstand: aus Selbstschutz, aus Unsicherheit, aus dem Gefühl, in einer Gesellschaft ohne Anerkennung für gleichgeschlechtliche Liebe keinen Raum für sich selbst zu haben. Tondelli erzählt ihre Beziehung in Rückblenden, in Momenten voller Nähe und Brüchigkeit. Die Begegnung zweier Künstler, die Intensität ihrer Liebe und das Wissen um das tragische Ende – all das ist geprägt von der Atmosphäre der 1980er-Jahre. Der Roman lässt eine Welt lebendig werden, die für uns heute vielleicht nicht mehr gut vorstellbar ist: eine Zeit zwischen kulturellem Aufbruch, politischer Unsicherheit und der Angst queerer Männer im Schatten der Aids-Epidemie. Die Sprache – elegant, klar – trägt die Geschichte, schmerzt jedoch auch an der einen oder anderen Stelle. Getrennte Räume folgt weniger einem klassischen Plot als einer inneren Bewegung: dem Prozess eines jungen Mannes, der in seiner Trauer zwischen hartem Realismus, schonungsloser Ehrlichkeit und träumerischer Selbstflucht pendelt – nicht immer sinnvoll, aber tief menschlich. Dabei fällt es manchmal nicht leicht, der Erzählung zu folgen, weil sich Leos Erinnerungen und Gefühlswelten in ihrer Unordnung überlagern. Seine Entscheidungen und Haltungen sind oft schwer nachvollziehbar; dennoch spiegeln sie die Zerrissenheit und Orientierungslosigkeit einer Liebe wider, die nie ganz gelebt werden konnte. Immer wieder stellt der Roman zentrale Fragen in den Raum: Was bedeutet es, jemanden wirklich zu lieben? Welche Rolle spielen Alter, gegenseitige Sehnsucht und die unterschiedlichen Arten, Nähe zu empfinden? Und kann Liebe bestehen, wenn zwei Menschen mit völlig verschiedenen Bedürfnissen nach Bindung und Freiheit aufeinandertreffen? Tondelli hat mit diesem Roman eines der eindrucksvollsten literarischen Zeugnisse queerer Liebe der 1980er Jahre geschaffen: melancholisch, zärtlich, zeitgebunden und zugleich zeitlos.

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