Nachdem ihre Mutter nach einem schweren Autounfall im Krankenhaus liegt, müssen Tara und Kyle bei ihren Großeltern wohnen, die sie noch nie zuvor gesehen haben. May und Peter Folcroft scheinen zunächst warmherzig und ihr weitläufiges Haus am Waldrand wirkt idyllisch. Doch die Kinder werden das Gefühl nicht los, dass etwas sie beobachtet ... Als ein heftiger Sturm ihren Kontakt zur Außenwelt abschneidet und sie in dem verwunschenen Herrenhaus festsitzen, müssen die Geschwister einen Weg finden, sich vor ihren zunehmend unberechenbaren Großeltern zu schützen ... und vor den Geistern der Familie Folcroft, die das Haus heimsuchen.
Neben dem Roman enthält dieser Band drei weitere Kurzgeschichten, die das ungewöhnliche Talent der jungen Autorin veranschaulichen.
Kundinnen und Kunden meinen
4.3/5.0
Louise von lolobooks
aus Berlin
5/5
12.02.2026
Buch (Taschenbuch)
Spannende, fesselnde und geheimnisvolle Atomsphäre
“Die Folcroft-Geister” von Darcy Coates ist das aktuellste ins Deutsche übersetzte Buch der Autorin, auf das ich mich wieder wahnsinnig gefreut habe, weil es mich erneut in ihre besondere Spukhaus-Welt ziehen und nebenbei eine meiner liebsten Sammlungen weiter wachsen lassen würde.
Intro:
Nachdem ich erst vor Kurzem “Die Geister von Blackwood House” gelesen und absolut geliebt habe, war ich sehr froh, dass mittlerweile eine neue Übersetzung der Autorin beim Festa Verlag erschienen ist. Ich kann es einfach nicht sehr lange ohne die von Darcy Coates erschaffenen Geister aushalten, was ich so langsam sonderbar finden sollte, würde ich dies genauer hinterfragen. Was ich aber nicht tun werde. Definitiv nicht. Denn eines steht für mich fest: Ich empfinde definitiv allzu viel Vergnügen dabei, mir regelmäßig von der Autorin Angst einjagen zu lassen.
“Die Folcroft-Geister” enthält neben der eigentlichen Haunted House Geschichte drei zusätzliche Kurzgeschichten. Und während es in der Hauptgeschichte dieses Mal etwas seichter als üblich zugeht, hat es dieses Trio trotz der Kürze in sich.
Zur Handlung:
Nach dem schweren Autounfall ihrer Mutter Chris werden Tara und ihr Bruder Kyle bei ihren Großeltern, den einzigen verbliebenen Verwandten, untergebracht. Ihre Mutter hatte bisher jeglichen Kontakt verweigert zu ihrer Familie, dabei scheinen das ältere Ehepaar doch eigentlich sehr nett zu sein. Besonders Großmutter May kümmert sich rührend um ihre zwei Enkel und bäckt und kocht Unmengen an Leckereien. Doch irgendetwas scheint in diesem alten Haus nicht zu stimmen. Möbel verrücken sich, und die Großeltern verhalten sich manchmal etwas sonderbar. Auch der nahegelegene Wald und der wunderschöne See scheinen etwas zu verbergen. Als ein Sturm das Anwesen von der Zivilisation abschneidet und die Telefonleitung gekappt ist, spitzt sich die Lage immer mehr zu …
Die Figuren:
Zu den Charakteren, auch denen in den Kurzgeschichten, brauche ich vermutlich nicht mehr viel sagen. Wie immer sind sie äußerst lebendig und authentisch agierend zu Papier gebracht worden, um in der Fantasie der Leserschaft zum Leben erweckt zu werden.
Mara und Kyle haben eine enge geschwisterliche Verbindung. Ihr Zusammenhalt ist jederzeit spürbar. Mara hat die Rolle der großen Schwester inne und passt fürsorglich auf ihren jüngeren Bruder auf, der zumeist in seiner Welt aus Unmengen von Büchern lebt.
Den Großeltern May und Peter merkt man ihr jahrelanges Zusammenleben an. Die Rollen sind klar verteilt, charakterlich könnten sie dennoch nicht unterschiedlicher sein. Während May durchaus redselig ist, überfürsorglich permanent in der Küche hantiert, und im Haus überall gleichzeitig zu sein scheint, ist Peter ein stiller, mürrisch wirkender Mann, der seine Aufgaben im Garten und auf dem weitläufigen Grundstück hat.
Sämtlichen Nebenfiguren, seien sie auch noch so klein und in geringer Anzahl vorhanden, wird von der Autorin stets die gleiche Aufmerksamkeit in Sachen Ausarbeitung und Positionierung zuteil.
Der Schreibstil:
Was soll ich sagen? Ich liebe Darcy Coates Schreibstil einfach total. Er ist leicht zu lesen, richtig schön flüssig und lebhaft. Es ist unglaublich, wie schnell die Autorin mich bereits nach ein paar Minuten des Lesens in ihren Bann zu ziehen vermag. Nach kürzester Zeit stecke ich mit all meinen Sinnen in der Geschichte fest, folge blindlings den Figuren durch das mystische Zwielicht geradewegs auf den Ort mit der schaurigen Ausstrahlung zu, und genieße dabei in jeder Sekunde die geheimnisvoll knisternde Stimmung.
Die Handlung ist sowohl bei der Haupt- als auch bei den drei Kurzgeschichten in sich abgeschlossen und der rote Faden jeweils absolut nachvollziehbar.
Alle vier Geschichten sind absolut spannend. In diesem Fall hier sind die drei Kurzgeschichten im Anhang aber von deutlich düsterer Natur als die Primärgeschichte. Dem tollen Leseerlebnis tut dies aber gar keinen Abbruch. Es ist eher so, dass die etwas sanftere Geistergeschichte sehr gut zu den Kindern passt und diese somit in ihrer Gesamtheit harmonisch wirkt, und die drei gruseligeren kleine Extras in Sachen furchteinflößenderer Atmosphäre sind.
Die Settings der insgesamt vier Handlungsorte hätten für die jeweilige Geschichte nicht treffender ausgewählt werden können und wurden überaus bildhaft, gespenstisch und teilweise richtig düster gezeichnet.
Fazit:
Mit “Die Folcroft-Geister” hat mich die Autorin einmal mehr sehr spannend und fesselnd unterhalten können. Die geheimnisvolle Atmosphäre im abgelegenen alten Haus am Waldrand und das seltsame Verhalten seiner beiden Bewohner hat der Handlung der Hauptgeschichte eine wunderbar schaurige und unheimliche Stimmung verliehen, und die drei knackigen Anhänge haben mir die Nackenhaare aufgestellt.
Ich warte nun voller Sehnsucht auf die nächste Veröffentlichung der Autorin, die der Festa Verlag hoffentlich bald unter seine Fittiche nehmen wird.
Bewertung
5/5
21.12.2025
Buch (Taschenbuch)
Wieder mal ein sehr gutes Buch von Darcy Coates
Dieses Buch von Darcy Coates ist erneut unglaublich spannend und sehr detailreich geschrieben. Die düstere Atmosphäre zieht einen sofort in den Bann. Ich wünsche mir definitiv mehr solcher Bücher absolut top!
buecherpfoten
5/5
08.04.2025
Buch (Taschenbuch)
Liebe ihre Bücher
Atmosphärisch, geheimnisvoll, düster und spannend!
So wie man es von Darcy Coates gewohnt ist.
Auch dieses Buch hat mir von ihr wieder super gefallen!
Es gibt die Hauptgeschichte und dann noch drei Kurzgeschichten.
In der Hauptgeschichte spielen zwei Kinder die Hauptrollen, die charakterlich sehr gut dargestellt sind.
Es gibt auch einen großen Plottwist, den ich nicht habe kommen sehen.
Der Schreibstil ist wieder hervorragend und lässt einen durch die Seiten fliegen.
Der Grusel hielt sich ein wenig in Grenzen fand ich, aber dies hat dem Buch nicht geschadet. Die Atmosphäre in dem großen, verwinkelten Haus und das geheimnisvolle Verhalten der Großeltern war toll dargestellt.
Das Finale hat mir auch sehr gut gefallen.
Die Kurzgeschichten waren ein toller Bonus!
Ich hatte mal wieder tolle, unterhaltsame Lesestunden mit dem neuesten Stück von Darcy Coates.
Ich kann es nur empfehlen!
Blaxy87
aus Hannover
5/5
01.04.2025
Buch (Taschenbuch)
Latenter Grusel
"Die Folcroft-Geister" liegt nun gelesen neben mir und lässt mich wohlwollend zurück.
Erstaunlicherweise war es nicht die Kernstory, die mich - haha - begeisterte; es waren die drei Kurzgeschichten am Ende, die mich mit einem wirklich unbehaglichen Gefühl zurückließen. Darcy Coates Anmerkungen am Ende jeder einer dieser Kurzgeschichten boten dazu die nötige Tiefe, sowie den Nährboden um in vernebelten Nächten Worte wie "Kennst du die Geschichte von.." zu flüstern.
Doch nicht falsch verstehen! Selbst wenn die drei knapp 20 Seiten umfassenden Stories mein Highlight waren, so war die Geschichte um das junge Geschwisterpaar Tara und Kyle, die nach einem Autounfall ihrer Mutter bei den ihnen unbekannten und abgeschieden lebenden Großeltern landen, auch absolut lesenswert!
Auf 200 Seiten bringt Coates hier eine runde Erzählung aufs Papier, die latenten Grusel und ein paar Überraschungen mit sich bringt.
Ich fühlte mich beim Lesen an das Gefühl während des Verschlingens eines "Gänsehaut"-Romans erinnert: Die spooky vibes bleiben eher gemächlich; man erlebt das Geschehen aus der Sicht eines Teenagers. Doch die Story reißt mit, man hat Spaß und das Ende lässt einen befriedigt zurück.
Kurzum: ein kleiner Leckerbissen mit Mini-Grusel - somit auch für Heranwachsende geeignet. Ideal für Nächte mit Halloweenvibes, dunkle Sonntage im Bett oder nach einem schönen Spaziergang im Wald! 4,5
Matze
4/5
08.08.2025
Buch (Taschenbuch)
Tragischer Familienbruch und gruselige Kurzgeschichten
Zum Buch:
Das Buch bietet die Hauptgeschichte - Die Folcraft-Geister und 3 Kurzgeschichten: - Uhrwerk, Zweites Untergeschoss und Krypta. Mit ca. 281 Seiten Text gehört es zu den kürzeren Bücher, die ich von ihr gelesen habe. Die Ränder, rund um den Text, sind schwarz angemalt bzw. sehen so aus als ob da jemand mit einen Pinsel schwarze Farbe verteilt hätte. Tatsächlich hilft es dabei tiefer in die Geschichten einzutauchen. Man merkt, wenn man die Seiten von z.B "Carrow House" neben "Folcroft-Geister" legt, dass die Seiten etwas angenehm düsteres ausstrahlen und es zur erzählten Atmosphäre passt.
Zu den Geschichten:
Zu der Hauptgeschichte: Es ist eine Geistergeschichte wo dieses mal die Geister Hintergrundfiguren sind und nicht das eigentliche Übel wie es in "Der Fluch von Carrow Hous" der Fall ist. Es geht im Grunde um ein Kartenhaus aus Lügen, welches den Großeltern zusammenfällt als die Kinder mehr Fragen stellen oder versuchen sich mit den Leuten aus dem Ort näher unterhalten wollten. Natürlich passen dazu einige Ungereimtheiten nicht wie z.B zwei verwahrloste Grabsteine obwohl die Familie doch so wichtig sei oder das Belauschen brisanten Gesprächen zwischen den Großeltern.
Zu den Kurzgeschichten: Von den 3 sind "Zweites Untergeschoss" & "Krypta" wirklich gruselig. "Uhrwerk" erzählt von einem Uhrmacher, der von der Restaurationsarbeit, an einer unbestimmten Anzahl von Uhren, komplett vereinnahmt und am Ende selber zu eines der Uhren wurde.
"Zweites Untergeschoss" ist sehr amerikanisch? Unser Protagonist wird in ein Untergeschoss geschickt um Akten zu holen. Zuvor haben einige seiner Kollegen "gekündigt" oder sind dort verstorben. Natürlich hatte auch er angst dort runter zu gehen, tat dies trotzdem und machte weiter, obwohl er von unbekannter, riesigen, blutsaugenden Insekten und einem unbekannten schwarzen Schleim angegriffen wurde. Wir sehen wie er in sein eigenes Verderben läuft und "kündigt" wie all die anderen auch. "Krypta" ist ähnlich aufgebaut. Hier gilt aber "Neugier ist der Katze Tod" und auch hier dürfen wir Leser hilflos zusehen, wie jemand in sein Verderben läuft(oder weil wir wissen das es sich um einen Horrorgeschichte handelt?)
Fazit:
Obwohl die Hauptgeschichte nicht den Gruselimpakt hatte, den ich mir erhofft, haben es die Kurzgeschichten und die Beschreibung der Umgebung + Atmosphäre wider gut gemacht.
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