Es ist eiskalter Winter. Die Tiere frieren furchtbar. Der Regenwurm, der Grashüpfer und all ihre Nachbarn. Kältestarr schreiben sie einander Briefe: Sie suchen Wärme, Liebe, Freundschaft.
Ein inhaltlich wie grafisch zärtlich-innovativ-poetisches Bilderbuch für alle von 5 bis 95 Jahren.
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Der Titel hält, was er verspricht: ein tierisch witziges Verwirrspiel und dabei herzerwärmend und liebevoll gezeichnet.
Fernweh_nach_Zamonien aus Buchhaim am 15.01.2026
Bewertungsnummer: 2981625
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)
Inhalt:
Tief verschneit im eiskalten Winter sucht jedes Tier ein wenig Wärme, Freundschaft und Liebe.
Der Regenwurm verfasst einen Brief an die kleine Motte und wartet anschließend sehnsüchtig neben seinem Briefkasten auf eine Antwort.
Aber statt den Brief zu erwiedern, schreibt die Motte an den Grashüpfer.
Doch dieser sieht so schlecht, dass er sich verliest und die freundlichen Worte als Beleidigung auffasst. Hätte er doch nur seine Mitbewohnerin, die Spinne gefragt!
Es beginnt beim Regenwurm ein Trösten, weil die erhoffte Antwort ausbleibt, der Grashüpfer - der sich auch beim zweiten Brief verliest - stürzt wütend aus dem Haus, während sich die kleine Motte, verliebt wie sie ist, liest auch sie nur, was sie sich wünscht, auf den Weg zum Grashüpfer macht.
Was für ein Kuddelmuddel!
Altersempfehlung:
von 5 bis 95 Jahren
Die Schriftgröße ist zum Vorlesen gut geeignet.
Die Inhalte der Briefe werden von den Tieren "vorgelesen" und in verschiedenen Schriftarten in Sprechblasen widergegeben.
Illustrationen/Cover:
Während die Vorderseite des Buches die tierischen Akteure am Tag zeigt, sieht man die gleiche Kulisse auf der Rückseite ohne Tiere und in der Nacht, atmosphärisch beleuchtet unterm Sternenhimmel.
Schnecke, Motte, Grashüpfer und Spinne sowie Regenwurm, Hirschkäfer und Marienkäfer sind nicht naturnah, sondern vermenschlicht gezeichnet.
Das sehr schmale Hochformat des gebundenen Bilderbuches ist ungewöhnlich, aber es passt zur Inszenierung einfach perfekt.
Ganzseitige Illustrationen wechseln mit kleinen Zeichnungen, die - aneinandergereiht - den gesamten Verlauf der Handlung im Zuhause eines der Tiere zeigen.
Zunächst sieht man (unten auf der Seite) nur den Regenwurm, der den Brief an die kleine Motte verfasst. Wenig später kommt dann (oben auf der Seite) die Motte in ihrem Haus hinzu.
Übereinander angeordnet entsteht nach und nach ein Eindruck, was zeitlich beim Regenwurm geschieht, während die Motte ihrerseits einen Brief verfasst. Insgesamt gibt es auf diese Weise Raum für vier verschiedene Schauplätze.
Während die ganzseitigen Illustrationen zwar detailreich, aber eher groß gezeichnet sind, muss man bei den kleinen Zeichnungen schon sehr gute Augen haben, um jede Kleinigkeit zu entdecken.
Mein Eindruck:
Das Wort "Kuddelmuddel" mag ich sehr. Es wirkt viel niedlicher als das schlichte "Durcheinander" (im Original "brouillamini"). Als Titel beschreibt es treffsicher, was Lesende und Zuhörende von diesem Bilderbuch erwarten können.
Mit Herz und Humor werden die Ereignisse und Verwechslungen geschilderten.
Man fiebert und leidet mit dem Regenwurm, der traurig neben seinem Briefkasten wartet, würde den Grashüpfer am liebsten schütteln, wenn er sich wieder verliest und freut sich, dass die Motte kurzentschlossen loszieht.
Ob und was für ein Happy End auf die Tiere wartet, wird natürlich nicht verraten ;-)
Eine Leseempfehlung für alle, die turbulente Verwechslungen und Wirrungen mögen.
4,5 von 5 Liebesbriefe für dieses außergewöhnlich gestaltete Bilderbuch und die warmherzig und witzig erzählte Geschichte.
Fazit:
Ein unterhaltsames Bilderbuch für Jung und Alt.
In ungewöhnlichem (aber perfekt gewähltem) Format mit detailverliebten Illustrationen, einer witzigen Geschichte und liebenswerten Charakteren.
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Rezensiertes Buch: Kuddelmuddel von Karen Hottois und Vincent Pianina aus dem Jahr 2025
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