Produktbild: Der Hahn ist tot
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Der Hahn ist tot Roman

Aus der Reihe detebe
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Beschreibung

Produktdetails

Zustand

Gut

Verkaufsrang

105121

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

16.03.1993

Verlag

Diogenes Verlag AG

Seitenzahl

272

Maße (L/B/H)

18/11,3/1,9 cm

Gewicht

235 g

Auflage

52

Sprache

Deutsch

EAN

2710000936183

Beschreibung

Rezension

"Ingrid Noll, die nach dem Großziehen dreier Kinder plötzlich diesen flirrend bösen Erstlingsroman schrieb, erzählt mit unbeirrter Gerandlinigkeit, immer stramm aus Rosis Sicht, mit Schnürschuhen und Bordürenrock von Mord zu Mord, und alles geht trotzdem gut aus, und man möchte sich vor Lachen über soviel Abstruses wälzen und gleichzeitig was Wärmeres anziehen, weil es einen gründlich friert, so sehr blickt man in die Abgründe der frustrierten weiblichen Seele. Ein köstliches Buch darüber, wie Frauen über Leichen gehen, um den Mann ihrer Träume zu kriegen. Männer, hütet euch, Rosi Hirte steckt in uns allen!" (Radio Bremen)

"Was ist komisch an dieser Geschichte? Die Ereignisse sind es nicht. Es ist die Naivität, in der die Autorin Ingrid Noll in ihrem Erstlingsroman Der Hahn ist tot ihre Mörderin erzählen läßt. Ist bei Rosemarie eine Schraube locker? Das wäre zuviel gesagt. Und plötzlich, als sich ihre Liebesgefühle zu Machtgefühlen mausern, weiß man's: Sie zahlt der Welt ihr e Exi stenz heim, ihre vernachlässigte, zur Seite geschobene Existenz. Und das ist dann gar nicht mehr lustig, hinter der literarischen Maske der vergnügten Herzlosigkeit taucht die Fratze der Enttäuschung, der permanenten Einsamkeit auf. Witold verliert am Ende Gedächtnis und Verstand, der Hahn ist tot, nun hat Rosmaries verwundetes Herz endlich Ruhe."(Nürnberger Nachrichten)

"Mit ihren einfühlsamen Milieuschilderungen und Seitenhieben auf die eitle Männerwelt scheint Ingrid Noll ins Schwarze getroffen zu haben. Erste Leserreaktionen haben bestätigt, daß ihr Witold auch in Hamburg, Berlin, Essen und Mannheim leibhaftig gesehen wurde. Das Lebensgefühl, das sich in ihrem Buch ausdrückt, weiß bei aller mörderischen Frivolität um die Einsamkeit des Altweibersommers, die wirkliche Erfahrung von Frauen, die im Leben zu kurz gekommen sind."(Norddeutscher Rundfunk)

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Zustand

Gut

Verkaufsrang

105121

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

16.03.1993

Verlag

Diogenes Verlag AG

Seitenzahl

272

Maße (L/B/H)

18/11,3/1,9 cm

Gewicht

235 g

Auflage

52

Sprache

Deutsch

EAN

2710000936183

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Westermühlstrasse 29|80469|München|DE
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Herstelleradresse

Diogenes Verlag AG
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info@diogenes.ch

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  • Bewertung

    5/5

    24.07.2025

    Buch (Taschenbuch)

    Der Hahn ist tot

    Extrem gutes Buch. Äußerst fesselnd und teilweise wirklich sehr unerwartete Wendungen. Konnte das Buch nicht mehr beiseite legen!! Hat mich am meisten für Ingrid Nolls Bücher begeistert. Ist wirklich sehr empfehlenswert!!

  • Bewertung

    aus Mont-sur-Rolle

    5/5

    11.04.2021

    Buch (Taschenbuch)

    Ab der Mitte geht’s los

    Ein mörderisches Vergnügen dies zu lesen. Also auf diesen Schluss wäre ich nicht gekommen. Es gibt ja immer noch offene Fragen. Vielleicht ein 2. Teil ?

  • sommerlese

    5/5

    06.07.2016

    Buch (Taschenbuch)

    Rosemarie Luise Thyra Hirte…

    Rosemarie Luise Thyra Hirte ist 52, unverheiratet, ohne Kind und Kegel und ziemlich vereinsamt. Ihre einzige Beziehung war vor 30 Jahren und endete damit, dass ihr Freund eine andere heiratete. Als graue Maus arbeitet Rosi bei einer Versicherung. Ihre Bekannte Beate schleppt sie mit zu einem Leseabend und dort sieht sie den Mann ihrer Träume: Rainer Witold Engstern, ein Lehrer und Schriftsteller. Rosi ist hin und weg von diesem Mann. Den muss sie haben und dafür geht sie sogar über Leichen. "Hab ein bißchen Erbarmen mit einer alten Jungfer, die vor Liebe brennt!" Zitat Seite 92 Wie bei Ingrid Noll üblich, ist dieser Roman eine fesselnde Mischung aus der bitteren Lebensansicht einer alten Jungfer und ihrem Wunsch nach spätem Lebensglück und einer Menge schwarzem Humor. Wie sich Rosi über geltendes Recht und Moral, über Leben und Tod hinweg setzt, nur um sich ihren Traummann zu angeln, ist vergnüglich zu lesen. Fast fühlt man sogar eine Art von Sympathie und bekommt Mitleid mit Rosi und entschuldigt ihre üblen Machenschaften. Aber das hat auch mit der locker fröhlichen Erzählweise der Geschichte zu tun. Genüsslich folgt man dem Handlungsverlauf und hat nur die eine Sorge, dass Rosi nicht von der Polizei erwischt wird. Denn sie hatte nicht viel Freude im Leben und als "die alte Scheune brennt", wie sie es so treffend formuliert, ist es um ihren Verstand geschehen. Sie benimmt sich wie ein junges Ding, ändert ihr Äußeres, intrigiert, stalkt im Garten des Begehrten und schaltet mit drastischen Maßnahmen alle Gegenspielerinnen nacheinander aus. Es ist das enthüllende Psychogramm einer Frau, die mit allen Mitteln ihr Glück versuchen will. Am Ende hat sie Glück und Pech zugleich, so viel sei schon einmal verraten. Es ist eine beklemmende Bitterheit, die zeigt, wie sich dieser Kampf letztendlich auswirkt. Dieses Buch muss man einfach gelesen haben! Ingrid Noll ist eine grandiose Schriftstellerin!

  • Bewertung

    5/5

    16.03.2016

    Buch (Taschenbuch)

    Schon allein wenn man den Titel...

    Schon allein wenn man den Titel sieht und I. Noll kennt kann man nur schmunzeln. sie schreibt einfach hervorragend.

  • Rezifeder

    aus Köln

    5/5

    30.05.2009

    Buch (Taschenbuch)

    Rosemarie Hirte lebt ein…

    Rosemarie Hirte lebt ein ereignisloses Leben. Unverheiratet und kinderlos, mit biederem Aussehen, wenigen Bekannten und ohne besondere Hobbies kommt sie der Bezeichnung "alte Jungfer" recht nah. Das ändert sich schlagartig, als sie sich mit 52 Jahren zum ersten Mal ernsthaft verliebt. Der Auserwählte ist Rainer Witold Engstern, Lehrer und Sachbuchautor, dem sie auf einer Lesung begegnet. Rosemarie ist wild entschlossen: Diesen Mann muss sie haben! Regelmäßig schleicht sie sich in seinen Vorgarten, um ihn heimlich zu beobachten. Eines Abends wird sie zufällig Zeugin einer heftigen Auseinandersetzung zwischen ihm und seiner alkoholkranken Ehefrau. Im Affekt kommt es zu einer Schießerei, bei der Witolds Frau getroffen wird. Während der geschockte Witold einen Krankenwagen rufen will, kommen Rosemarie Schreckensvisonen von ihrem Angebeteten im Gefängnis. Das muss sie verhindern! Kurzerhand stürmt sie auf die Bildfläche, erschießt die Verletzte und lässt alles wie einen Überfall aussehen. Der verstörte Witold ist seiner Retterin zwar dankbar, doch in Liebe will er nicht so recht entflammen. Aber Rosie gibt nicht auf. Die einstige alte Jungfer kennt nur noch ein Ziel und dafür geht sie über Leichen - im wahrsten Sinn des Wortes ... Der Clou bei "Der Hahn ist tot" liegt in der Hauptperson, die den Leser sofort auf ihrer Seite hat. Rosemarie Hirte ist keine kaltblütige Mörderin. Sie ist lediglich eine einsame Frau, die urplötzlich eine Chance auf das langersehnte Glück wittert - und jenseits aller Vernunft darum zu kämpfen beginnt. In lakonischem Tonfall erzählt Rosemarie die Ereignisse, die sie von einer harmlosen Versicherungsangestellten zur mehrfachen Mörderin werden ließen. Das Absurd-Witzige an der Handlung ist, dass Rosemarie nur durch unglückliche Umstände in diese mörderische Lage gerät. Sie ist eine Durchschnittsfrau, die an sich niemals jemandem etwas Böses wollte. Doch das jahrzehntelange Entbehren jeglicher glücklicher Beziehungen lässt sie mit einem Mal die Kontrolle verlieren, als sie ihre Chance zum Greifen nah sieht. Man muss weder in Rosemaries Alter sein noch ihre Erfahrungen erlebt haben, um sich rasch mit ihr zu identifizieren oder doch zumindest Symapthie für diese Frau zu entwickeln, die sich von Herzen ihren Witold und nichts anderes wünscht. Doch jedes Mal, wenn sich ihre Chancen verbessert haben, wird ihr Glück vereitelt, meist in Gestalt einer Rivalin. Für Rosemarie gibt es da natürlich kein Pardon - denn sie weiß genau, dass dies wahrscheinlich ihre letzte Gelegenheit sein wird, jene heiß ersehnte Zweisamkeit zu erleben ... Ingrid Noll weicht ab vom gängigen Krimi-Schema des bösen Mörders, der in typischer "Who-dunnit"-Manier vom Leser und Ermittler gleichermaßen erraten werden muss. Stattdessen konzentriert sie sich vollkommen auf die Täterin selber. Die Morde selber stehen nicht im Vordergrund, sie sind nur logische Konsequenz im Leben der Protagonistin. Rosemarie ist nicht gerne eine Mörderin, aber das Schicksal scheint ihr keine andere Möglichkeit zu geben. Ihr schnodderiger Tonfall und ihre selbstironischen Kommentare über ihre missglückte Liebeswerbung geben dem Roman den richtigen Pfiff. Rosemarie Hirte ist die Antwort auf all die frustrierten, einsamen Frauen, die das große Glück in ihrem Leben verpasst haben und sich vor einem letzten Versuch, darum zu kämpfen, scheuen. Natürlich schießt Rosi auf ihrem Weg ein wenig übers Ziel hinaus - aber das Ergebnis ist ein ein wunderbar leicht geschriebener Roman, der auch beim wiederholten Lesen nichts von seinem Charme einbüßt.

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