Valerie will eigentlich in England zur Ruhe kommen, doch damit ist es vorbei als sie auf Ben, die wilden Fellponys und ihr Geheimnis trifft
Als Valerie ihren Bruder im englischen Lake District besucht, will sie nur eines: eine Pause von Pferden. Wie hätte sie auch ahnen können, dass ihr hier in den Hügeln auf Schritt und Tritt wild lebende Ponys begegnen? Gegen ihren Willen ist Valerie fasziniert - von den Tieren und von Ben, dem Eigenbrötler, für den nichts zählt außer die Sicherheit seiner Pferde. Valerie hält seine Vorsicht für übertrieben, bis unerklärliche Ereignisse sie ins Grübeln bringen. Was – oder wer – steckt hinter den Unfällen von Bens Ponys? Wieso ranken sich um die wilde Herde so viele unheimliche Geschichten? Während der Sommer vergeht, erkennt Valerie: Wenn sie Ben helfen will, das Geheimnis der wilden Herde zu lüften, muss sie die Schatten der Vergangenheit abschütteln und neu anfangen.
Kundinnen und Kunden meinen
4.9/5.0
CorniHolmes
5/5
28.04.2023
Buch (Gebundene Ausgabe)
Ein absolutes Wohlfühlbuch mit einem tollen Mix aus Pferde, Tiefgang & Romantik
4,5 Sterne
Da „Die Pferde von Eldenau“ eine richtige Herzensreihe von mir ist, stand für mich sofort fest, dass ich auch den neuen Pferdeschmöker von Theresa Czerny unbedingt lesen möchte. Auf „Die wilden Pferde von Rydal Hill“ habe ich mich wahnsinnig gefreut!
Die 17-jährige Valerie will gerade einfach nur noch weg. Weg von ihrem Alltag, ihren Schuldgefühlen und Problemen. Und von Pferden. Sie verbringt den Sommer daher im englischen Lake District, auf der Farm ihres Stiefbruders. Hier will sie zur Ruhe kommen, neue Kraft tanken und endlich wieder zu sich selbst finden. Doch neben der friedlichen Idylle und der wunderschönen Landschaft erwartet Valerie auch eine wild lebende Herde Fellponys. Obwohl sie eigentlich gerade Abstand von diesen Tieren braucht, ist sie zu ihrer Überraschung ganz fasziniert von ihnen. Von ihrer Sanftheit und Ungebundenheit. Immer wieder zieht es sie in die Hügel, den sogenannten Fells, denen die Ponys ihren Namen zu verdanken haben. Hier begegnet sie eines Tages auch dem verschlossenen und mysteriösen Jungen Ben, dem die Herde gehört. Trotz seiner Unnahbarkeit fühlt sich Valerie zu ihm hingezogen. Doch mit seinem Auftauchen ist es mit der Ruhe schlagartig vorbei. Lauter rätselhafte Ereignisse häufen sich plötzlich und die Sicherheit der Herde ist bedroht. Für Valerie steht sofort fest, dass sie Ben helfen muss. Ob es ihnen wohl gelingen wird, die Fellponys zu retten?
Auf das neue Werk von Theresa Czerny war ich wirklich unheimlich gespannt. Es klang einfach so gut und wie oben bereits erwähnt, habe ich ihre „Die Pferde von Eldenau“ – Serie über alles geliebt. Ich bin dementsprechend natürlich mit ziemlich hohen Erwartungen an das Buch herangegangen – und wurde zum Glück nicht enttäuscht! Mir ist schon nach wenigen Seiten klar geworden, dass ich mir nicht zu viel vom Inhalt erhofft habe und mit dem ersten Band von Theresa Czernys neuer Reihe einen Roman in Händen halte, in dem so viel mehr steckt als nur eine Pferdegeschichte.
„Die wilden Pferde von Rydal Hill – Leuchtende Hügel“ vereint gekonnt verschiedene Elemente miteinander und lässt sich nicht so wirklich einer bestimmten Kategorie zuordnen. So ist es zum einen natürlich ein Pferderoman – Fans dieses Genres werden hier auf jeden Fall auf ihre Kosten kommen. Es gibt zahlreiche wunderschöne Begegnungen zwischen Mensch und Pferd, die für Gänsehautmomente sorgen und denen fast schon etwas Magisches anhaftet, die ungeachtet dieser leicht mystischen Note aber auch sehr realistisch wirken und nachdenklich stimmen. Wie ich es von der Autorin gewohnt bin, schildert sie das Ganze gleichermaßen authentisch und gefühlvoll, vor allem die Sicherheit der Fellponys und ein artgerechter Umgang mit dieser freilebenden Herde steht im Vordergrund. Man spürt beim Lesen nur zu gut, wie sehr diese besonderen Ponys Theresa Czerny am Herzen liegen und dass sie eine Menge über sie recherchiert hat.
Man muss allerdings echt kein Pferdenarr sein, um dieses Buch zu mögen. Neben den Fellponys geht es auch noch um vieles mehr. Es geht auch um Liebe, Freundschaft, Selbstfindung und Neuanfang, um Familienprobleme, Traumata, Freiheit und der Suche nach dem eigenen Platz im Leben. Gemeinsam mit Valerie verliebt man sich in die wilde Natur Nordenglands, die Fellponys und einen Jungen, man geht Geheimnissen auf den Grund, stellt sich Vergangenem und findet viele neue Freunde.
Trotz der ernsteren Themen ist das Buch eine richtige Feel-Good-Story, die einen zur Ruhe kommen lässt und in die man sich einfach fallen lassen kann. Mit viel Action und Dramatik darf man hier eher nicht rechnen, es gibt zwar einige unerwartete Wendungen und natürlich auch spannende Szenen, aber insgesamt wird die Handlung sehr ruhig und unaufgeregt erzählt. Mir persönlich ist stellenweise fast schon etwas zu wenig passiert, ein bisschen ereignisreicher hätte es für mich manchmal eigentlich gerne sein dürfen. Längen gab es für mich jedoch keine, ich war dennoch durchweg gebannt von der Handlung und habe meine Zeit zwischen den Seiten zutiefst genossen. Vor allem von den herrlichen Naturbeschreibungen, mit denen uns die Autorin verwöhnt, habe ich gar nicht genug bekommen können.
Das Setting ist wirklich ein Traum. Theresa Czerny entführt uns in das nordenglische Lake District, ein malerischer Ort, der geprägt ist von einer atemberaubenden Landschaft und beschaulichen kleinen Dörfern, Cottages und Höfen. Man fühlt sich einfach direkt wohl und hat richtiggehend das Gefühl selbst dort zu sein. Zusammen mit Valerie streift man durch die Hügel mit der warmen Sommersonne auf der Haut und dem Wind im Haar; man wandert mit ihr an den Ufern des Whinfall Waters entlang und bummelt durch das Städtchen Rosley mit seinen süßen Geschäften und Cafés und seinen herzlichen Bewohner*innen. Man würde am liebsten in das Buch hineinkriechen, weil einfach alles so heimelig-gemütlich und idyllisch beschrieben wird.
Auch mit den facettenreich gezeichneten Charakteren kann das Buch überzeugen. Valerie, die uns als Ich-Erzählerin von den Ereignissen berichtet, mochte ich auf Anhieb. Sie ist liebenswert und humorvoll, hat aber auch ihre Ecken und Kanten, was sie nur noch authentischer und sympathischer macht. Es wird recht früh deutlich, dass Valerie ein traumatisches Erlebnis hinter sich hat, welches sie immer noch verfolgt. Was genau ihr widerfahren ist, bleibt zunächst unklar, man kann als Leser*in nur Vermutungen anstellen und weiß lediglich, dass es irgendwie mit Pferden zusammenhängt. Ich habe unsere 17-jährige Protagonistin sehr schnell in mein Herz geschlossen und fand es toll mitzuerleben, wie sie den Mut findet sich ihrer Vergangenheit zu stellen und herausfindet, was sie braucht und was ihr guttut.
Eine weitere wichtige Figur ist der Junge Ben, der ebenfalls sein Päckchen zu tragen hat und von dem Valerie von Beginn an fasziniert ist. Die Liebesgeschichte der beiden gefiel mir sehr, sie ist berührend, romantisch und echt und in keinster Weise kitschig.
Das Ende kommt ohne einen Cliffhanger aus, aber da einiges offen bleibt, weckt es dennoch eine große Neugier auf den zweiten Band. Soweit ich weiß, soll der zweite Teil noch dieses Jahr erscheinen. Hoffentlich liege ich damit richtig, ich bin schon so gespannt wie es mit Valerie, Ben und Co. wohl weitergehen wird!
Fazit: Mitreißend, atmosphärisch, geheimnisvoll. Ein absolutes Wohlfühlbuch vor traumhafter Kulisse!
Mit dem ersten Band ihrer neuen vierbändigen Jugendbuchreihe ab 13 Jahren beschert uns Theresa Czerny einen gelungenen Auftakt, der große Lust auf mehr macht und nicht nur für Pferdefans ein echter Lesegenuss ist. „Die wilden Pferde von Rydal Hill – Leuchtende Hügel“ ist ein wunderbarer Mix aus Pferde, Tiefgang, Emotionen und Romantik, gewürzt mit einem Hauch Mystery. Ich kann das Buch wärmstens empfehlen. Ich habe Valerie nur zu gerne ins englische Lake District begleitet und fiebere meiner Rückkehr nun voller Vorfreude entgegen. Von mir gibt es 4,5 – hier gerundet auf 5 von 5 Sternen!
Buecherwuermchen_lau
5/5
29.03.2023
Buch (Gebundene Ausgabe)
Manchmal passieren Dinge, die…
Manchmal passieren Dinge, die wir nicht richtig eingeschätzt haben oder so einfach nicht wollten und doch passieren Sie und wir können die Zeit nicht umdrehen. Was passieren soll, wird passieren. Auch wenn etwas negativ scheint, kann es sein das sich dein Leben nur einen Weg in eine andere Richtung sucht. Manchmal muss man einfach Vertrauen, auf die Zeit, auf die Menschen aber auch einfach uns selbst. Und so genau ging es Valerie, die einfach mal weg musste. Weg vom Alltag, ihrem Kummer und einfach mal durchatmen. Wie gut das Sie einen Bruder hat, der ihr so etwas ermöglichen und sie neu Kraft tanken kann. In Lake District erwartet sie nicht nur eine traumhafte Idylle sondern auch die Ruhe die sie benötigt um wieder zu sich selber zu finden. Um so mehr erfährt man über die Kultur und den Menschen, die auch ihre Geheimnisse mit sich tragen. Und dann ist da noch Ben, der Junge der meistens alleine Unterwegs ist und diese Einsamkeit zu mögen scheint. Doch was wäre eine Reise, ohne ein Abenteuer. Rydal Hill, hat mich von einer wunderschönen Landschaft, Bergen und einer Ruhe erfüllt, die ich so nur im Urlaub kenne. Die Geschichte hat mich sehr zu ruhe gebracht und mich träumen lassen. Es war faszinierend Vals und Bens Entwicklungen zu erleben, aber auch viele Geheimnisse zu entdecken, die aber leider nicht alle enthüllt wurden. Umnso mehr hoffe ich auf eine Fortsetzung und ein Wiedersehen der Hauptcharaktere. Der Schreibstyl war sehr einfach und flüssig geschrieben, für meinen persönlichen Geschmack war die Beschreibung der Landschaft, einfach wunderschön und man konnte sich fallen lassen. Das Einzige was für mich noch etwas mehr hätte sein können, war die Spannung. Es war ab und an etwas lang gezogen und somit ging die Spannung etwas verloren. Aber Geschmäcker sind ja verschieden.
Bewertung
aus Hamburg
5/5
12.03.2023
Buch (Gebundene Ausgabe)
Herzerwärmendes und ruhiges Buch für Pferdefans und Naturliebhaber
Bereits das Cover von "Die wilden Pferde von Rydal Hill" ist sehr schön gestaltet: fantasievoll und verspielt, dazu einen Hauch von Romantik, und ein wildes Pferd in der Mitte. Das Cover deutet auf eine romantische Geschichte rund um Pferde.
Und so ist es dann auch: Valerie aus Deutschland kommt nach Lake District, um ihren Bruder zu besuchen und sich von einem schrecklichen Ereignis zu erholen. Die Autorin versteht es, sehr lange Beschreibungen der Landschaft einzuführen - diese sind zum einen sehr schön, weil sie den Lesern die Schönheit der Natur rund um Lake District nahe bringt. Für ungeduldigere Leser können die Beschreibungen manchmal aber auch zu viel sein. Für mich waren sei genau richtig, da ich es einfach genoss, mich mit Valerie umzuschauen und in der Natur auszuruhen. In unserer schnellebigen Welt ist es immer wieder schön, wenn man runterkommt und sich zurücknehmen kann.
Von der Handlung möchte ich nicht allzu viel verraten, nur so viel: Valerie macht unzählige Streifzüge durch die Landschaft und entdeckt eine Herde Wildpferde. Diese schließt sie sofort ins Herz, nähert sich ihnen aber nicht, sondern beobachtet sie immer aus einer gewissen Entfernung. Dabei kommt sie selbst zur Ruhe und genießt die Nähe der Pferde. Auf ihren Streifügen kommt sie einem furchtbaren Unglück vor über 100 Jahren auf die Spur und wird mit der Zeit immer mehr angenommen. Sie findet Freunde, arbeitet viel auf der Farm ihres Bruders und kommt zur Ruhe.
Fazit: ein sehr schönes, wenn auch recht ruhiges, Buch, der insbesondere die Herzen von Pferdefans erobern dürfte. Aber auch Naturliebhaber kommen auf ihre Kosten und Lake District ist jetzt definitiv eine Ecke, die ich gerne mal bereisen möchte.
Bewertung
aus Hoogstede
5/5
03.03.2023
Buch (Gebundene Ausgabe)
Wild und frei, und doch so nah
Freiheit, Wildnis und geheimnisvolle Geschichten warten darauf im ersten Band "Die wilden Pferde von Rydal Hill - Leuchtende Hügel" von Theresa Czerny entdeckt zu werden.
Die Geschichte handelt von Valerie, die den Sommer bei ihren Bruder und dessen Partnerin im englischen Lake District zu Besuch ist. Valerie zieht es in die Berge, wo sie den frei lebenden Fellponys begegnet. Hier kommt sie zur Ruhe. Doch als sie Ben trifft, ereignen sich nach und nach rätselhafte Ereignisse. Geheimnisse wollen aufgedeckt werden, die in die Vergangenheit führen.
Das wunderschöne, schwarze Cover mit seinen Blumenranken und dem Wildpferd in der Mitte sieht verspielt, romantisch und doch kraftvoll aus. Es ist einfach traumhaft und die Schrift wurde hervorgehoben, so dass es auch ein besonderes Erleben beim Halten des Buches bewirkt.
Auch im Inneren warten kleine filigrane Vigbetten darauf, die Leser*innen zu verzaubern. Der Magellan Verlag sorgt hier für ein wunderbares Leseambiente.
Theresa Czerny ist ein grandioser Auftakt gelungen. Der kurze Prolog sorgt für angenehme Gänsehaut und verstärkt die Lesefreude. Ein eher ruhiger Start führt in Die Welt der Fells und weiter in die Geschichte rein. Dabei ist der Sprachstil schon etwas anspruchsvoller, zugleich aber immer noch sehr bildhaft. Die Seiten verfliegen wie im Galopp und es stellt sich ein Kopfkino ein. Das Setting ist atemberaubend. Wer dieses Bich liest,bekommt Lust einmal selbst vor Ort zu sein. Die Charaktere sind wunderbar und so detailliert, so faszinierend wie geheimnisvoll.
Die Szenen mit den Fellponys sind zum größten Teil authentisch und realistisch. Besonders hervorgehoben wird hier auch der Schutz der freilebenden Pferde so wie generell eine faire, artgerechte Behandlung von Pferden und Ponys. Es gibt hier sehr viele berührende und wunderschöne Augenblicke, aber auch Mystik und Spannung.
Im ersten Band geht es aber nicht nur um die Fellponys und die Natur, sondern um Freiheit, Selbstfindung, Frieden, Naturschutz, Geheimnisse aus der Vergangenheit, einem Fluch, historische Elemente, Familie, Freunde, Liebe, Mut, Schicksal und seinen Platz finden. Dabei überrascht die Autorin immer wieder mit Wendungen, mit denen man nicht gerechnet hat und sorgt für ein besonderes Wohlfühl-Lesegefühl.
Zu empfehlen ist das Jugendbich ab 13 Jahre und Band zwei erscheint im Herbst diesen Jahres.
Für mich persönlich war das Buch eine besondere Reise, die mich durch das Eintauchen in dieses traumhaftschöne Setting einerseits vom Alltag hat entspannen lassen , andererseits mich aber auch komplett in seinen eigenen Bann hat ziehen lassen.
"Die wilden Pferde von Rydal Hill" wird nicht nur Pferdebücherfans begeistern, sondern auch jene, die es lieben Geheimnisse auf der Spur zu kommen, mit viel Gefühl, Spannung, Charme und dem gewissen Etwas. Eine vielversprechende Reihe, die hoffentlich noch viele Herzen erobern wird.
Birgit
aus Ventschow
5/5
23.02.2023
Buch (Gebundene Ausgabe)
Einfach nur wow!
Inhalt:
Als Valerie sich eine Auszeit im englischen Lake District bei ihrem Stiefbruder Silas und seiner Freundin Laini nimmt, will sie erstmal Abstand von Pferden halten. Doch als sie in den Bergen eine frei lebende Ponyherde sieht, zieht es Valerie immer wieder da hin. Den Pferden beim Spielen und Grasen zuzusehen, erweckt eine neu entdeckte Ruhe in Valerie.
Doch als Ben plötzlich auftaucht, ist es mit der Ruhe vorbei. Er will die Pferde in Sicherheit wissen, doch Geheimnisse und mystische Ereignisse in der Vergangenheit sind plötzlich allgegenwärtig. Ob Valerie und Ben die Pferde schützen können?
Fazit:
In diesem Jugendbuch ist die Landschaft wunderschön beschrieben, was mich direkt träumen lässt. Der Schreibstil ist echt schön, jedoch nicht ganz so einfach, weswegen das Buch eher für Leseratten geeignet ist.
In der Story sind spannende, mystische, liebreizende und mitfühlende Elemente eingearbeitet, welche das Buch zu einem echten Leseschmaus machen.
Das Buch ist definitiv nicht nur für Pferdefans geeignet, sondern bietet sogar Erwachsenen unterhaltsame Stunden. Absolut empfehlenswert!
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