Produktbild: Blütenschatten
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Blütenschatten

Aus der Reihe detebe
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Beschreibung

Produktdetails

Zustand

Sehr gut

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

22.02.2023

Verlag

Diogenes Verlag AG

Seitenzahl

336

Maße (L/B/H)

17,9/11,3/2,3 cm

Gewicht

283 g

Auflage

1. Auflage

Originaltitel

Nightshade

Übersetzt von

Pociao + weitere

Sprache

Deutsch

EAN

2710000982579

Beschreibung

Rezension

»Der Roman ›Blütenschatten‹ entwickelt sich vom Porträt einer Frau zu einem atemberaubenden Thriller.«
»Ein wirklich mitreißender Roman.«

Produktdetails

Zustand

Sehr gut

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

22.02.2023

Verlag

Diogenes Verlag AG

Seitenzahl

336

Maße (L/B/H)

17,9/11,3/2,3 cm

Gewicht

283 g

Auflage

1. Auflage

Originaltitel

Nightshade

Übersetzt von

  • Pociao
  • Roberto de Hollanda

Sprache

Deutsch

EAN

2710000982579

EU-Ansprechpartner

truepages UG (haftungsbeschränkt)
truepages UG (haftungsbeschränkt), Westermühlstrasse 29, DE-80469 München
info@truepages.de

Herstelleradresse

Diogenes Verlag AG
Diogenes Verlag AG, Sprecherstrasse 8, CH-8032 Zürich
info@diogenes.ch

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  • Bewertung

    aus Baden-Baden

    5/5

    15.07.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Faszinierende Charakterstudie mit Witz und Spannung

    Faszinierende Charakterstudie mit Witz und Spannung Die 60jährige Künstlerin Eve ist die Protagonistin in Annalena McAfees drittem Roman „Blütenschatten“. Der Leser begleitet sie auf ihren Streifzügen durch das nächtliche London, bei denen sie ihr Leben Revue passieren lässt. Ihre künstlerische Laufbahn beginnt als Kunststudentin im London der 1970er Jahre. Mit zwei Kommilitoninnen, Wanda und Mara, zieht es Eve in die wilde Kunstszene New Yorks. Mit Ehemann Kristof geht es ein paar Jahre später zurück nach London. Er entwickelt sich schon bald zu einem weltweit gefragten Star- Architekten; für das Ehepaar geht es finanziell und gesellschaftlich aufwärts. Obwohl sich Eve mittlerweile einen Namen gemacht hat mit ihren detailgetreuen Blumenportraits, wird sie in der Öffentlichkeit immer noch auf ihre ehemalige Rolle als Muse eines berühmten Künstlers reduziert. Nun plant sie eine große Ausstellung ihres künstlerischen Schaffens und dabei soll ihr neuestes Werk, eine Serie überdimensionaler Gemälde von Giftpflanzen, für die endgültige Anerkennung als große Künstlerin sorgen. Doch bei der Arbeit daran gerät ihr bisheriges Leben völlig aus den Fugen. Schuld daran ist ein junger Mann, der 30jährige Luka, der ihr als Assistent zur Seite steht und mit dem sie eine heftige Affäre beginnt. Für ihn verlässt sie ihren Ehemann und tauscht ein „ tableau mort, in dem sie wie erstarrt im Mausoleum ihres Ehebettes lag…“ gegen ein „ tableau vivant mit zerwühlten Laken und den reifen Früchten des Lebens mit Luka“ ein. Denn nicht nur ihr künstlerisches Schaffen wird beflügelt durch die Beziehung zu Luka, sondern auch ihre Libido. Für diesen Rausch opfert sie alles. „ Es dauerte ein ganzes Leben, um es aufzubauen, und nur eine Sekunde, um es zu zerstören. Familienleben. Das ging als Erstes flöten. Dann die Würde, und mit ihr der gute Ruf. Alles andere folgte in den Strudel. Nur ihre Arbeit ist geblieben.“ Doch der Leser ahnt früh, dass Luka ein falsches Spiel treibt. Und die Geschichte steuert unausweichlich auf eine Katastrophe zu. Mit Eve hat die Autorin eine schillernde Frauenfigur geschaffen; eine Frau, die sich nur für ihre Kunst interessiert. Sie ist keineswegs eine Sympathieträgerin, im Gegenteil. Der Leser merkt auch bald, dass sie eine unzuverlässige Erzählerin ist. Denn Eve ist wahrhaftig nicht das Opfer, wie sie sich gerne darstellt, sondern sie versteht es sehr wohl, sich zu rächen und selbst auszuteilen. Dabei ist sie gnadenlos im Urteil über andere. Für ihre Tochter Nancy z.B., „ diese verwöhnte, spröde Tochter“, findet sie kein freundliches Wort. Überhaupt: „ Die meisten Kinder waren eine Enttäuschung.“ Am stärksten verfolgt sie mit ihrer Häme ihre frühere Freundin Wanda, die als Performance- und Konzeptkünstlerin überall auf der Welt Erfolge feiert. „ …dass ihrer Meinung nach Wandas Erfolg auf einer Blendung der Kunstszene beruhte, ein Fall von des Kaisers neue Kleider, in dem auch die jubelnde Menschenmenge nackt war.“ Doch so zynisch und abgebrüht Eve ihre Mitmenschen aburteilt, so blind für ihr eigenes Verhalten wird sie, als sie sich in Luka verliebt. Für ihn opfert sie ihren Stolz und ihre Selbstachtung. Das alles liest sich sehr unterhaltsam und vergnüglich. Die vielen bissigen Bemerkungen sorgen für Würze ( „ Die erste Eve hatte die säuselnden Argumente der Schlange gehört, sie abgewogen und ihre Entscheidung getroffen. Adam spielte dabei keine große Rolle. Auch er hatte sich als Langweiler entpuppt.“) . Sprachlich bewegt sich der Roman auf hohem Niveau. Die Autorin versteht es außerdem sehr gut, Spannung aufzubauen. Die Geschichte beginnt ruhig, doch nimmt im Verlauf immer mehr an Fahrt auf. Der Leser erwartet Schlimmes, doch das Ende übertrifft die Erwartungen. Überdies bietet das Buch einen interessanten Einblick in den Kunstbetrieb mit seinen Intrigen und Eitelkeiten. Anna-Lena McAfee hat sechs Jahre lang die Kunst - und Literaturbeilage des „ Guardian“ herausgegeben, sie kennt sich also aus. Eine faszinierende Charakterstudie, Spannung und Witz, einen bissigen Blick auf die Kunstszene, eine informative Stadtführung durch London - das alles bekommt der Leser mit diesem Roman. Unterhaltungsliteratur auf hohem Niveau!

  • Biancaneve

    aus Salzburg

    5/5

    16.06.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Eine Pflanze der ganz besonderen Art

    Die Londoner Künstlerin Eve hat zwei Schwächen: Blumen, die in ihren Werken wiederkehren und junge Männer. Auch zur Vorbereitung einer großen Museumsretrospektive stehen ihr daher einige Hindernisse im Weg: ihre Ehe zerbricht, ihre Tochter enttäuscht, ihre ehemalige Freundin ist ihre größte Rivalin; ihre Affäre mit einem jüngeren Mann ist dabei auch keine Hilfe. Das typische Diogenes-Cover ist schlicht. Das Gesicht einer Dame wird halb vom Schatten verdeckt, auffällig ist hier nur die zweireihige Perlenkette. Die Kapitellänge ist sehr angenehm, der Schreibstil variiert: wunderschön formuliert sind die Sätze immer, doch teils sind diese sehr leicht lesbar, teils sind sie verschachtelt und beinhalten sie sehr viele Fremdwörter, Verweise auf Kunstepochen oder Maltechniken. Bei einem winterlichen Abendspaziergang durch London gehen der sechzigjährigen Eve allerlei Gedanken durch den Kopf. Sie lässt ihr Leben Revue passieren, ihr Familienleben, ihre Liebschaften, ihre künstlerische Ausbildung und ich Werk. Aber sie tut all das nicht chronologisch; ihre Gedanken springen von einem Thema zum andern, bleiben hängen und werden erst viel späte wieder aufgegriffen; Erlebnisse aus ihrer Vergangenheit vermischen sich mit dem gegenwärtigen Geschehen. Was immer der Leser über Eve erfährt – es geschieht nur aus ihrer Sicht, die großartig von der Autorin wiedergegeben wird. Der Effekt, den McAfee dadurch erzielt, ist phänomenal: der Leser wird richtiggehend manipuliert und gezwungen, seine Ansichten über die Künstlerin immer wieder zu überdenken. Die Autorin greift in diesem herausragenden Roman unterschiedlichste Themen auf: Abhängigkeit, Rache, Rivalität, Einsamkeit, Schuld, Zweifel - die Liste ließe sich endlos fortsetzen, sie ist so vielfältig wie die Gedankensprünge der Protagonistin. Und es spricht dadurch Leser an, die sich wirklich mit einem Buch auseinandersetzen wollen. Um eine leichte Lektüre zum Nebenherlesen handelt es sich dabei sicher nicht.

  • Bewertung

    5/5

    16.06.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    In der Geschichte geht es um die...

    In der Geschichte geht es um die Künstlerin Eve, die auf einem Abendspaziergang ihr Leben Revue passieren lässt. Die Hinderniss, Enttäuschungen, Affären und Intrigen haben einen Sog um den Roman in einem Zug zu Lesen. Besonderer Lesetipp

  • Bewertung

    aus Bayreuth

    5/5

    08.06.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    "Zu spät, um umzukehren."

    In einer Dezembernacht begibt sich Eve Laing einen Spaziergang durch die Straßen Londons. Während sie die nächtlichen Viertel durchquert, vorbei an all den Sehenswürdigkeiten und markanten Punkten der Metropole, versucht die auf botanische Gemälde spezialisierte Künstlerin ihre aufgewühlten Gedanken zu ordnen. Auf dieser einfachen Prämisse baut der neuste Roman von Annalena McAfee auf. Und doch zieht „Blütenschatten“ seine Leser*innen schon nach den ersten Seiten in seinen Bann. Denn während Eve durch Parks, dunkle Straßen und die Subway wandert, passieren die Leser*innen das emotionale Innenleben der Künstlerin. Angeregt durch ihre Umgebung flattern die Gedanken der Sechzigjährigen umher, versetzen sie in Episoden ihrer Vergangenheit zurück oder regen sie zu Überlegungen über die wichtigen und weniger wichtigen Themen des Lebens an. Doch je weiter die Handlung voranschreitet, umso stärker verdichten sich diese Erinnerungen, Gedankenspiele und Exkurse zu einer fesselnden, aber auch erschreckenden Geschichte über unerfüllte Bedürfnisse, unbeglichene Rechnungen und die hässlichen Seiten der glamourösen Kunstwelt. Ganz Nebenbei skizziert McAfee anhand Eves Route durch die Bezirke Londons einen Abriss der in dieser Großstadt kollidierender Lebensrealitäten. McAfees Erzählstil zeichnet sich durch wortgewandte Finesse aus. Die Art und Weise, auf die sie die Welt beobachtet ist wunderbar „on point“ und führt dazu, dass selbst scheinbar banale Nebenschauplätze der Handlung unterhaltsam und interessant werden (noch nie konnte ich mich so sehr für die Thematik Giftpflanzen erwärmen). Durch eine Vielzahl an wohldosierten Anspielungen auf große Kunstwerke und das Einweben gut recherchierter Fakten gewinnt die Geschichte an Charme und Authentizität. Auch bei der Konstruktion ihrer Protagonistin beweist die Autorin Geschick. Obwohl – oder gerade weil – Eve eine egozentrische Snobistin ist, die dazu neigt mit ihrer Umwelt viel härter ins Gericht zu gehen als mit sich selbst, sind ihre Gedanken und Handlugen nachvollziehbar und berührend. Denn sind es nicht genau diese giftigen Gedanken über unsere Umwelt, die wir nicht aussprechen und die kleinen Unaufrichtigkeiten, die wir vor uns selbst verstecken, die uns menschlich machen? "Blütenschatten" ist ein beeindruckender Roman, der sich durch seinen Blick für das Kleine im Großen und einen erfrischend scharfsinnigen Erzählstil auszeichnet.

  • nicigirl85

    aus Ilsenburg

    5/5

    08.06.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein Abendspaziergang mit Folgen...

    Mich hat die Thematik des Romans angesprochen, weshalb ich ihn unbedingt lesen wollte. Und was soll ich sagen: Ich wurde immer tiefer in den Strudel der Ereignisse hineingezogen. In der Geschichte geht es um die Künstlerin Eve, die gerade einen Abendspaziergang macht und ihr bisheriges Leben Revue passieren lässt. Hat sie alles richtig gemacht oder eher gänzlich falsch? Hätte sie noch die Kurve bekommen? Hat ihr die schicksalhafte Begegnung mit Luka Glück oder Leid gebracht? Die große Stärke der Autorin ist zum einen die Sprache, denn sie weiß wie man den Leser mit Worten umgarnt. Sie hat eine so tolle bildhafte Art zu schildern, dass man alles direkt vor Augen hat. Zum anderen führt sie den Leser gekonnt in die Irre und man merkt es selbst erst ganz zum Schluss und bleibt atemlos zurück. Eve als Hauptfigur ist alles andere als leicht. Ich würde sie eher als sperrigen und schwierigen Charakter bezeichnen und dennoch mochte ich sie. Man kann nicht immer lieb und nett sein, um etwas im Leben zu erreichen und genau das spiegelt sie wider. Luka als der junge Verführer hatte es schon in sich. Er weiß genau was er tut und ich wüsste nicht, ob ich ihm nicht auch in die Falle getappt wäre. So ein sympathischer Kerl denkt man sich zu Beginn, doch dann muss man schnell lernen, dass der Schein nicht unbedingt den Tatsachen entspricht. Richtig interessant fand ich zudem, dass man am Schaffensprozess eines Kunstwerkes teilnimmt. Nie im Leben hätte ich gedacht, dass das so abläuft und wie viel Zeit bestimmte Prozesse einnehmen können. Der Roman hat mich in menschliche Abgründe blicken lassen und mich immens fasziniert. Auch Tage nach der Lektüre musste ich immer wieder an das Erzählte denken. Fazit: Wer die Härte des Lebens spüren möchte, der sollte zu diesem Buch greifen. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung. Klasse!

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  • Zum Bewerterprofil von Christine Kleber

    Christine Kleber

    OSIANDER Achern

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    5/5

    28.11.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Wie nahe Schönheit und Tod beieinander liegen, sieht man in der Pflanzenwelt.

    Die gut situierte Eve arbeitet mit ihren jungen AssistenInnen an einer Retrospektive über giftige Pflanzen. Dabei ist der junge Luka ihre "Muse" und ihre Obsession. Doch bald beherrschen Neid und Intrigen die Arbeit im Atelier und die Lage spitzt sich dramatisch zu. Ein psychologischer, spannender Roman über Gier, Machthunger und Leidenschaft, der sich zum Thriller entwickelt.

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