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Ich kämpfe für die Wahrheit Weiterleben nach dem Pelicot-Prozess

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18,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

15.01.2026

Verlag

Kiepenheuer & Witsch

Seitenzahl

176

Maße (L/B/H)

21,9/13,4/1,7 cm

Gewicht

242 g

Farbe

Melone / Anthrazit

Auflage

2. Auflage

Originaltitel

Pour que l᾿on se souvienne

Übersetzt von

Michaela Messner + weitere

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-462-01339-9

Warnhinweis

nicht erforderlich.

Beschreibung

Rezension

»Sie entwickelt eine ganz eigene Wucht, weil man in den verzweifelten, immer wieder kämpferischen und oft verzweifelt kämpferischen Worten der Tochter noch einmal erkennen kann, wie brutal nicht nur die Wahrheit, sondern auch die Ungewissheit ist. ("ZEIT Online")
»Man merkt Darian in diesem Buch beides an: Verzweiflung (...) und ihren Willen zum Kampf.« ("rbb radiodrei")

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

15.01.2026

Verlag

Kiepenheuer & Witsch

Seitenzahl

176

Maße (L/B/H)

21,9/13,4/1,7 cm

Gewicht

242 g

Farbe

Melone / Anthrazit

Auflage

2. Auflage

Originaltitel

Pour que l᾿on se souvienne

Übersetzt von

  • Michaela Messner
  • Grit Weirauch

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-462-01339-9

Herstelleradresse

Kiepenheuer & Witsch GmbH
Bahnhofsvorplatz 1
50667 Köln
DE

Email: produktsicherheit@kiwi-verlag.de

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  • Jürg K.

    5/5

    02.02.2026

    Buch (Taschenbuch)

    Sehr zu empfehlen

    Am 19. Dezember 2024 endete der grösste Vergewaltigungsprozess unseres Jahrhunderts, der Pelicot Prozess. Caroline Darian öffnet in diesem tagebuchartigen Bericht eine Tür, die man kaum zu betreten wagt: Sie schildert, wie ihre Familie den Pelicot Prozess erlebt hat ein Verfahren, das Frankreich erschüttert hat und zugleich ein Symbol für den Kampf gegen sexuelle Gewalt wurde. Im Zentrum steht nicht nur die Tat ihres Vaters Dominique Pelicot, sondern auch sein Schweigen. Er verweigert jede Antwort auf die Frage, ob er auch seine eigene Tochter missbraucht hat. Caroline beleuchtet mutig die gravierenden Lücken im Ermittlungsverfahren, die vielen Betroffenen die Möglichkeit nehmen, Gerechtigkeit zu erfahren. Sie selbst ist eine dieser Betroffenen, betäubt, fotografiert, vermutlich missbraucht und dennoch ohne die Beweise, die ein Gericht verlangt. Am Ende ist dieses Buch nicht nur ein Bericht über Schmerz, sondern auch über Widerstandskraft. Caroline zeigt, dass Wahrheit ein langer, oft einsamer Weg ist aber einer, der Hoffnung schenkt und anderen Mut macht, nicht zu verstummen. Dieses Buch hat mich noch längere Zeit beschäftigt. Ich kann es sehr empfehlen.

  • Bewertung

    5/5

    28.01.2026

    Buch (Taschenbuch)

    Ein unbequemes Buch, das gelesen werden muss

    Erneut bin ich einfach nur sprachlos. Dass nach den Schilderungen aus dem ersten Buch, noch mehr, neue Abscheulichkeiten kommen würden, macht mich fassungslos. Unendlich wütend. Wie soll dann diese Familie damit umgehen, wenn es mir schon so schwer fällt? Caroline Darian hat einen Weg gefunden ihren Schmerz für etwas Gutes zu verwenden, im Einsatz für andere Frauen, die ebenfalls Opfer chemischer Unterwerfung wurden. So unfassbar mutig. Ich würde mich nur mehr verkriechen wollen. Ein sehr persönliches und verletzliches Buch, das gelesen werden muss. Danke an den Kiwi-Verlag und Netgalley für das Rezensionsexemplar.

  • Gertie G.

    aus Wien

    5/5

    20.01.2026

    Buch (Taschenbuch)

    Schwere Kost

    In ihrem zweiten Buch, das wie ein Tagebuch aufgebaut ist, berichtet Caroline Darian, Tochter des Vergewaltigungsopfers Gisèle und des Täters Dominique Pelicot, wie sie und ihre Familie den Prozess gegen ihren Vater erlebt hat. Dabei muss sie erleben, dass es Lücken im Ermittlungsverfahren gegeben hat, denn es stellt sich heraus, dass auch sie, Caroline, und ein Neffe von Dominique Pelicot wahrscheinlich missbraucht worden sind. Es gibt von Caroline ähnliche Fotos wie von ihrer Mutter. Dass ihr Vater zu den Vorwürfen schweigt, erscheint nur logisch, denn er gibt nur das zu, was man ihm eindeutig nachweisen kann. Das Schweigen der Mutter, das mitunter böswillig als „wegschauen“ interpretiert werden könnte, hat vermutlich andere Gründe. Caroline spricht ihrer Mutter ausdrücklich Hochachtung aus, diesen Prozess durchgestanden zu haben, gleichzeitig ist sie wütend, dass sie selbst keine Unterstützung durch Gisèle erfährt, denn sowohl Mutter als auch Vater schweigen. Ich kann sowohl Mutter als auch Tochter verstehen. Die eine, Gisèle braucht ihre ganze Kraft, um den eigenen Prozess durchzustehen und Caroline fühlt sich von der Mutter in Stich gelassen. Caroline Darian erzählt in diesem Buch über ihren Kampf, gegen die sogenannte chemische Unterwerfung fort, damit all die Opfer ohne Beweise oder Erinnerungen nicht vergessen werden. Doch das Kapitel Dominique Pelicot ist noch nicht abgeschlossen. In zwei, schon länger zurück liegendenen Mordfällen an jungen Frauen haben sich DNA-Spuren von Pelicot gefunden. Eine dritte Frau hat dessen Überfall überlebt. Nun müssen zahlreiche ungeklärte Frauenmorde neu aufgerollt werden. Fazit: Diesem Buch, das den weiteren Kampf von Caroline Darian gegen die chemische Unterwerfung schildert, gebe ich gerne 5 Sterne und eine Leseempfehlung, auch wenn das Buch schwere Kost ist.

  • SmilingKatinka

    aus Finningen

    5/5

    16.01.2026

    Buch (Taschenbuch)

    erschreckend

    Caroline Darian, Tochter von Dominique und Gisèle Pelicot schreibt in ihrem zweiten Buch über den erschütternden Fall, der ihre Familie zerstört hat, wie es für ihre ganze Familie war, gegen den Mann, der mal ihr Vater war, auszusagen. Wie es ist, wenn die Justiz mit so einem Verbrechen nicht umgehen kann, über die Lücken der Ermittlungen und das Gefühl, welches dieser Prozess bei ihr hinterlässt. Es ist ein schonungsloses, ehrliches Buch über einen Prozess, der den Begriff der chemischen Unterwerfung erst hervorgebracht hat. Über Taten, die nur schwer vorstellbar sind. Gerade wenn sie über ihre Mutter schreibt, wird mir ganz anders. Man kann sich nicht vorstellen, was diese Familie mitgemacht hat. Über ihre Mutter schreibt sie an einer Stelle: „ Sie beginnt ihre Rede, die fast eine Stunde dauern wird, ihr Anwalt steht zu ihrer Linken, um sie vor Dominique abzuschirmen. Der mustert sie und hofft, wie ein Kind auf ein Weihnachtsgeschenk, darauf, dass sie ihn anschaut, aber das tut sie nicht, dieses Mal nicht.“ Allein dieser Satz zeigt so viel Stärke. Caroline Darian spricht über ihren Kampf gegen ein Verbrechen, welches noch viel zu wenig Beachtung bekommt. Über fehlende Beweise, da man oft nicht einmal weiß, dass man Opfer eines Verbrechens wurde. Sie zeigt, wie stark man in Krisen werden kann und gibt Frauen Hoffnung. Dieses Buch wirkt sehr lange nach.

  • Lesenswert

    aus Bielefeld

    5/5

    01.02.2026

    eBook (ePUB 3)

    Dieses Buch macht wütend und zugleich traurig1

    Mit "Ich kämpfe für die Wahrheit" knüpft Caroline Darian an ihr Buch "Und ich werde Dich nie mehr Papa nennen" an. Wir erleben, wie Caroline durch Aufschreiben verscucht, die Geschehnisse um ihre Mutter Gisèle Pelicot und ihren Vater Dominique aufzuarbeiten. Sie schildert in diesem Buch den Ablauf des Prozesses um den Mann, der seine Frau unter Betäubung von anderen Männern vergewaltigen ließ, auch sie selbst, ihr Neffe und andere Familienmitglieder zählen zu den Opfern. Sie beschreibt außerdem den Zusammenhalt innerhalb der Restfamilie. das Entsetzen über den Vater, als noch mehr fürchterliche Ereignisse zutage treten. Dazu erfahren wir in diesem Buch mehr über die Gründung ihres Vereins "MendorsPas - Stop à la soumission chimique" und dessen Unterstützung quer durch Gesellschaft und Politik. Auch dieses Buch hat mich wieder sehr berührt. Wie kann eine Frau nur damit fertig werden, dass ihr Vater ein Monster ist? Darian schreibt darüber, aber vergessen wird sie wohl nie können. Umso mehr beeindruckt ihr Engagement im Verein für Frauen, denen ähnliches widerfahren ist. Das Thema sexueller Missbrauch ein Thema, das in Frankreich offensiver bekämpft wird als in Deutschland. Der Begriff "Chemische Unterwerfung" steht in Frankreich z.B. auch im dortigen Duden, in Deutschland findet man einen Verweis lediglich in einem Wikipedia-Artikel über K.O.-Tropfen. Das macht wütend und traurig zugleich! Wenn ich mir hierzu den § 177 StGB durchlese, insbesondere das Strafmaß mit bis zu 5 (!!!) Jahren, werde ich noch wütender. Chemische Unterwerfung zählt zum Punkt Nötigung! Ich wage, die Behauptung aufzustellen dass, wenn die Hauptbetroffenen Männer wären, dieser § 177 längst überarbeitet worden wäre....Dominique Pelicot als Haupttäter hat immerhin 20 Jahre Haft, seine mehr als 50 Mittäter sind teilweise freigesprochen worden. Das auch deswegen, weil deren Strafverteidiger (darunter auch Frauen!!!) sich nicht gescheut haben, den Opfern eine Mittäterschaft zu unterstellen. Auch hier sind am Ende des Buchs viele Anlaufstellen für betroffene Frauen in Deutschland aufgeführt. Stellen, die helfen und zuhören. Eine der Anlaufstellen ist auch für Männer aufgeführt. Wer allerdings bereits persönlich betroffen ist oder war, sollte sich auch hier genau überlegen, ob er das Buch lesen will. Die Seite des Vereins "MendorsPas" ist auf jeden Fall einen genaueren Blick wert, leider gibt es die Seite nur in französischer und englischer Sprache. Vielen Dank für dieses Buch an die Autorin und meinen Respekt an sie persönlich und ihr Engagement!

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