Sichtbare Gebrauchsspuren auf einigen Seiten z.B. leichte Knicke oder vereinzelte Markierungen möglich. Die gelieferte Auflage und das Cover können ggf. abweichen.
Kenjiro Takeda, eigentlich Inspektor der Mordkommission in Tokio, fremdelt immer noch ein wenig – mit dem Wetter in Hamburg und den deutschen Umgangsformen. Seine Kollegin Claudia Harms teilt keineswegs seine Vorliebe für Jazz und Teezeremonien, aber beide sind hervorragende Ermittler. Als ein gefeierter Star der Internetszene tot aufgefunden wird, sind sie besonders gefordert: Markus Sassnitz wurde nicht nur überfahren, sondern auch noch erstickt. Er hatte offenbar viele Feinde, doch ein Person gerät sofort ins Visier der Fahndung: seine Ehefrau. Sie allerdings übt auf Takeda eine besondere Faszination aus.
Ein japanischer Ermittler – er liebt amerikanischen Jazz, europäische Frauen und arbeitet mit ganz eigenen Methoden
Kundinnen und Kunden meinen
4.3/5.0
Bewertung
5/5
08.12.2021
Buch (Taschenbuch)
Ich beginne mich mehr und mehr für das sympathische Ermittlerduo zu erwärmen!
Kenjiro Takeda und Claudia Harms sind wieder im Einsatz! Diesmal wird ein Entrepreneur mit reichlich Neidern und Feinden tot aufgefunden. Doch da ihm sind auch alle Kleidungsstücke entfernt worden sind, schließt das Ermittlerduo zunächst auf einen Racheakt und nehmen die Ehefrau ins Visier. Das Mordopfer hatte allerdings Affären, die alle ebenfalls ein Motiv hätten. Bald entwickeln Claudia und Takeda jeder ihre eigenen möglichen Lösungsansätze für den Fall, die alle vielversprechend aussehen. So gehen die beiden ihren Fährten nach und erleben individuelle Überraschungen bis zur vollständigen Aufklärung.
Der zweite Fall der Hamburger Ermittler hat mir noch besser gefallen als der erste. Nicht zuletzt ist dies dem Umstand geschuldet, dass man sowohl hinter Claudias als auch Takedas äußere Fassade mehr blickt und die beiden Protagonist:innen besser kennenlernt. Besonders Takedas Weigerung eine Waffe zu tragen ist ein amüsanter Faktor wie überhaupt seine japanische Herangehensweise an die Dinge.
Ich mag aber auch das Hamburger Setting sehr gerne und hab mich unheimlich gefreut, als während einer nächtlichen Spritztour in einem Sportwagen sogar mal meine Geburtsstadt Rendsburg kurz angesteuert wurde. Der nächste Fall von „Inspektor Takeda“ liegt jedenfalls schon bereit!
Bewertung
aus Mönchengladbach
5/5
02.02.2021
eBook (ePUB)
Gut gewählter Schauplatz
"Inspector Takeda und der leise Tod"ist ein Krimi geschrieben von dem Autoren Henrik Siebold. Der Krimi spielt in Hamburg, eine faszinierende Stadt mit vielen Gesichtern. Alleine das Cover mit dem Bild der Speicherstadt sowie dem Titel hat mich schon gereizt das Buch in die Hand zu nehmen und zu lesen.
Zu Beginn habe ich sofort die beiden Ermittler kennen gelernt: Inspector Takeda und seine Kollegin Claudia Harms.
Takeda ist ein japanischer Polizist der sich momentan in Deutschland befindet um zu sehen wie hier ermittelt wird.Er tut sich immer noch etwas schwer damit sich an Deutschland zu gewöhnen.Er genießt den Alkohol, liebt seine Zigaretten, zelebriert nach wie vor seine Teezeremonie, spielt in den Lokalen Jazz und ist auch den Reizen der Frauen nicht ganz abgeneigt. Seine Ermittlungsmethoden sind etwas ungewohnt, ergänzen sich allerdings mit denen seiner Kollegin ganz gut.
Claudia Harms ist eine eigenwillige Person,es fällt ihr schwer feste Beziehungen einzugehen, hat ihren eigenen Kopf, auch in Bezug auf ihre Vorgesetzten und liebt Pflanzen.
Toll finde ich, das ich mit dem Ermittlerteam durch Hamburg gereist bin. Ich habe so vieles dabei wiedererkannt - die Speicherstadt, den Elbtunnel, die noblen Vororte,das Rotlichtmilieu, die schmuddeligen Randgebiete, den Containerhafen, und besonders gut fand ich die Erklärung der Geschichte sowie die Entstehung des Schanzenviertels.
Takeda ist sehr interessiert an allem, zieht oft Vergleiche zwischen Deutschland und Japan, versucht Gemeinsames zu erkennen. Er läßt einen an seinen Denkweisen und seiner Lebensart teilhaben.
Lustig ist es wenn er versucht die deutschen Redensarten für sich umzusetzen - da habe ich desöfteren herzhaft lachen müssen.
Die Ermittlungsarbeiten sind sehr gut beschrieben bzw.recherchiert.Ich habe bezüglich der Morde doch ziemlich lange im Dunkeln gestanden.Crystal Meth passt hervorragend in die gesamte Geschichte.Es ist schon erschütternd wie sehr diese Droge einen Menschen beeinflußt und zu seinem Nachteil verändert, und das kommt hier besonders gut zur Geltung.
Welcher normale Mensch wirft schon ein Kleinkind vom Balkon eines Hochhauses? Oder wer kommt auf die Idee einen Mann mit dem Auto zu überfahren, bis auf die Socken auszuziehen und dann auch noch zu erwürgen?
Ich finde beide Ermittler von den Charakteren her sehr menschlich, mit allen Höhen und Tiefen, Empfindungen und Leidenschaften ausgestattet, die sie mir sehr sympathisch machen.
Meiner Meinung nach hat der Autor hier fremde Kulturen, die Mord und Drogen gemeinsam haben, sehr interessant miteinander verpackt.
leseratte1310
5/5
02.02.2021
eBook (ePUB)
Ein Japaner in Hamburg
Ein Fall, bei dem ein Baby aus dem Fenster geworfen wurde, hat Claudia Harms und ihren japanischen Kollegen Kenjiro Takeda ziemlich mitgenommen. Der Täter ist schnell gefasst, denn er gibt die Tat zu. Kurz darauf gibt es schon den nächsten Fall. Die Kommissare werden an einen Unfallort gerufen. Auf den ersten Blick sieht es nach Unfall mit Fahrerflucht aus, doch die Spuren machen deutlich, dass es sich um Mord handelt. Wer hatte ein Interesse den Internetunternehmer Markus Sassnitz umzubringen? Tatverdächtig ist gleich die Ehefrau des Toten. Doch die Ermittlungen ergeben, dass Sassnitz ein sehr unangenehmer Mensch war, für den niemand ein gutes Wort hat.
Dieser Krimi liest sich angenehm flüssig, er ist unterhaltsam und spannend. Es ist der zweite Fall für dieses Ermittlerteam.
Inspektor Kenjiro Takeda ist durch ein Austauschprogramm nach Hamburg gekommen. Das bringt ihn beruflich vorwärts, aber es war auch ein wenig eine Flucht, die ihn nach seiner Scheidung zur Hamburger Polizei gebracht hat. Hier fällt er natürlich auf, nicht nur wegen seiner langen Haare, die er meist als Zopf trägt. Er liebt Jazz und spielt Saxofon, besonders gerne in Stresssituationen. Claudia hat ein Problem mit Beziehungen. Besonders gut nachdenken kann sie beim Pflegen ihres Bürodschungels. Schnelles Autofahren hilft ihr auch Stress abzubauen. Eine gemeinsame Teezeremonie im Büro hilft aber auch beim Nachdenken und Stressabbauen. Vor allem sorgt Claudia dafür, dass Ken ein sehr umfangreiches Repertoire an Schimpfworten kennenlernt. Die beiden ergänzen sich gut, obwohl (oder gerade deswegen) sie total unterschiedliche Denkweisen aufgrund ihrer Herkunft haben. Gut gefallen hat mir, wie Ken bei Verhören ein Wohlfühlatmosphäre aufbaut, um dann hart zuzuschlagen.
Man bekommt einen guten Eindruck über die Denkweise und die Kultur der Japaner, die sich von der unseren doch ziemlich unterscheidet.
Der Fall ist verzwickt und spannend. Immer wieder ergeben sich neue Erkenntnisse, die aber statt Klarheit neue Verwirrung bringen. Daher hat mich die Auflösung des Falles sehr überrascht, obwohl doch alles so schlüssig ist.
Ich hoffe auf weitere spannende Fälle mit diesem Ermittlerduo, denn dieser Kriminalroman hat mir sehr gut gefallen.
Bewertung
5/5
28.01.2020
Buch (Taschenbuch)
Ans Herz gewachsen
Das kennen Sie sicherlich auch:
Man begegnet jemand, findet ihn/sie sympathisch, möchte mit ihr/ihm gerne Zeit verbringen und freut sich auf das Wiedersehen. So ist es mir in dem 1. „Inspektor Takeda“-Roman von Henrik Siebold mit dessen Protagonisten ergangen. Nun habe ich gerade meine 2. Begegnung mit dem originellen japanischen Ermittler und seiner Hamburger Kollegin Claudia Harms beendet. Und es hat mir wieder Spaß gemacht, die beiden durch Hamburg zu begleiten bei dem Versuch, zwei ungewöhnliche Todesfälle aufzuklären. Es ging zu interessanten Plätzen in der Stadt, zu Menschen unterschiedlichster Milieus, es ging um Not, Drogen, Alkohol, aber auch um Liebe, Lust und Heimweh. Das war sehr spannend, teils amüsant, immer sehr menschlich. Und besonderen Reiz hatten immer wieder die Situationen, in denen das “typisch japanische“ auf das „typisch deutsche“ traf. Da ist Takeda wirklich einmalig, da muss man ihn einfach ins Herz schließen!
Ein spannender Krimi mit Herz, der unbedingt nach einem weiteren „Treffen“ verlangt!
Bewertung
aus Hamburg
5/5
25.12.2019
Buch (Taschenbuch)
Japanische Geschichte trifft Hamburger Drogenmilieu
Dies ist der zweite Teil der Reihe um den japanischen Inspektor Kenjiro Takeda, der in Hamburg ermittelt. Dieser Roman kann unabhängig von seinem Vorgänger gelesen werden.
Claudia Harms und Kenjiro Takeda werden zu einem Fall von Kindsmord im Osdorfer Born, einem eher ärmlichen Viertel in Hamburg, gerufen. Am Fuße eines Hochhauses liegt ein kleiner Junge – tot. Die hinzugerufene Gerichtsmedizinerin kann den Kleinen sofort identifizieren – er war zu Lebzeiten bei ihr, da der Verdacht auf Kindesmisshandlung bestand. Wie es aussieht, ist der Fall schnell geklärt. Aber ist er das wirklich?
Kurz darauf stirbt Markus Sassnitz, ein Geschäftsmann aus der HafenCity, dem hochmodernen neuen Hamburger Viertel. Er wird von einem Auto überfahren, entkleidet und nackt auf der Straße liegen gelassen. Dieser Fall ist deutlich undurchsichtiger und vor allem, was hat er mit dem anderen Fall zu tun?
Claudia und Ken entdecken bei ihren Ermittlungen einen Drogensumpf, tauchen ein in windige Geschäfte und blicken in hoffnungslose Seelen.
Obwohl Claudia und Ken unterschiedlicher nicht sein könnten, haben sie viele Gemeinsamkeiten. Sie lassen sich gern auf den jeweils anderen ein, trinken gern mal ein Glas zu viel, schlagen sich die Nächte um die Ohren und nehmen es nicht so genau mit ihren Affären.
Letzteres wird Ken diesmal beinahe zum Verhängnis, weil er ausgerechnet eine Affäre mit Frau Sassnitz – der Ehefrau des Opfers – beginnt. Dies erscheint nicht nur makaber sondern auch tatsächlich überaus unprofessionell – was völlig untypisch für Ken ist.
Die beiden Protagonisten sind vielschichtig beschrieben. Je länger man in die Geschichte eintaucht, desto plastischer erscheinen sie. Die Dialoge der beiden sind einerseits tiefgründig und authentisch, andererseits oftmals gefärbt von einer ordentlichen Prise Humor – insbesondere dann, wenn sie wieder einmal auf Handlungsweisen des jeweils Anderen treffen, die für sie selbst so wenig nachvollziehbar sind.
Claudia und Ken unterscheiden sich extrem in ihrer persönlichen Ruhe. Während Ken stets in sich zu ruhen scheint, ist Claudia eher der laute Typ, der niemals wirklich still sein wird. Wenn Ken die Verdächtigen verhört, wird Claudia irre, weil es ihr viel zu lange dauert. Sie hingegen ist gerade heraus und will möglichst jedes Ergebnis sofort. Gerade deshalb ergänzen sie sich so großartig.
Auch alle anderen Charaktere sind sehr authentisch gezeichnet und absolut verschieden – eben so individuell wie im wahren Leben. Dem Autor gelingt es, jeden seiner Charaktere in einem Kopfbild auferstehen zu lassen.
Der Schreibstil ist gewohnt flüssig und lässt es zu, sich auf die Geschichte zu konzentrieren. Erklärungen sind in die Geschichte verwoben und fallen somit kaum auf – es scheint, als gehören sie in die Geschichte hinein wie jede andere Beschreibung auch.
Örtlichkeiten und Situationen stellt Siebold so dar, dass man sich die Dinge gut vorstellen kann, ohne dass er dabei all zu detailverliebt daher kommt. Sogar Gerüche und Geräusche kann man beim Lesen beinahe wahrnehmen. Er beherrscht dieses „Don’t say, show!“ absolut großartig.
Die beiden Kriminalfälle sind eher unblutiger Natur, fast könnte man sagen, es handle sich hierbei um einen Cosy Crime, da der Werdegang des Krimis eher gemächlich ist – aber eben nur fast, es bleibt ein handfester Krimi. Die beiden Fälle sind großartig konstruiert, mit vielen falschen Fährten und erst ganz zum Schluss wird der wahre Täter bekannt. Die Fälle leben von Wendungen, die man als Leser nicht erwartet. Die Auflösung wird letztlich in einem Dialog präsentiert, der durchaus so oder so ähnlich passieren könnte, denke ich.
Siebold schreibt aus zwei Perspektiven – Claudias und Kens – da die beiden häufiger unabhängig voneinander ermitteln. Somit entstehen – eben durch die Unterschiedlichkeit der beiden – recht verschiedenartige Blickwinkel auf den Fall, die Stadt, die Verdächtigen. Während es Claudia oftmals nur mit Logik versucht, lässt Ken durchaus auch seine Erfahrung und sein Bauchgefühl einfließen.
Mithilfe seiner Protagonisten vermittelt Henrik Siebold seinem Leser ein großes Maß an Information, ohne dass dieses wirkt, als würde er seinen Leser belehren wollen. So wird z.B. die japanische Teezeremonie immer wieder in die Handlung einbezogen; Claudia lernt sogar ein paar Brocken Japanisch um dieser auch würdig beiwohnen zu können. Die Erklärung erfolgt nicht oberlehrerhaft sondern erklärt sich aus der Handlung selbst.
Dieser Kriminalfall ist u.a. im Hamburger Drogenmilieu angesiedelt – im Speziellen geht es um Chrystal Meth. Der Urvater dieser Droge ist ein Japaner. Auch diese Information ist geschickt und etwas ausführlicher in der Geschichte verwoben. Um ihre Echtheit zu „prüfen“, habe ich im Internet gesucht und tatsächlich wurde dieses Faktum bestätigt. Es gibt ein gutes Gefühl, wenn man als Leser bemerkt, dass die angeführten Fakten der Wahrheit entsprechen. So fällt es leicht auch alles andere zu glauben.
Die Fakten über Hamburg sind in gleicher Art recherchierbar. So beschreibt Siebold die völlig konträren Stadteile Hamburgs mit einer Präzision und unter Einsatz treffender Adjektive. Natürlich kenne ich als Hamburger diese Stadtteile, dennoch glaube ich, dass sich auch jeder andere den armen Osdorfer Born und das reiche Nienstedten vorstellen kann.
Was mir besonders daran gefällt, ist der Umstand, dass Siebold diese Stadtteile vorurteilsfrei beschreibt. Er lässt seinen Figuren zwar den Raum sich selbst zu sagen, dass sie dort nicht wohnen wollen würden, aber er überlässt es dem Leser sich ein eigenes Bild zu machen. Wie oben schon gesagt: Der Autor zeigt dem Leser, was er meint und präsentiert keine vorgefertigte Meinung.
Mir gefällt es ausgesprochen gut, in einem Kriminalfall solch interessante und vor allem reale Fakten zu finden. Sie machen den Fall selbst um einiges authentischer. Darüber hinaus liegt es vielleicht auch im Lebenslauf des Autors begründet, dass sein Ken so realitätsnah daher kommt. Immerhin lebte Siebold selbst in Japan.
Ein gelungener Hamburg-Krimi, der dem Leser nicht nur Spannung sondern auch eine gehörige Portion Geschichte und Tradition zeigt. Eigenwillige Protagonisten und klug konstruierte Fälle, deren Auflösung sich erst am Ende zeigt, sorgen für Lesespaß bis zur letzten Seite. Ein must read für Fans von Regionalkrimis.
5 von 5 Sternen.
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