Sichtbare Gebrauchsspuren auf einigen Seiten z.B. leichte Knicke oder vereinzelte Markierungen möglich. Die gelieferte Auflage und das Cover können ggf. abweichen.
Jake Brigance, Held der Bestseller »Die Jury« und »Die Erbin«, ist zurück. Diesmal steht er als Pflichtverteidiger im Zentrum eines aufsehenerregenden Mordprozesses in Clanton, Mississippi. Sein Mandant Drew Gamble hat einen örtlichen Deputy umgebracht – doch war es Notwehr oder Mord? Die Mehrheit von Clanton fordert lautstark einen kurzen Prozess und die Todesstrafe. Dabei ist Drew Gamble gerade einmal 16 Jahre alt. Jake Brigance arbeitet sich in den Fall ein und versteht schnell, dass er alles tun muss, um den Jungen zu retten. Auch wenn er in seinem Kampf für die Wahrheit nicht nur seine Karriere, sondern auch das Leben seiner Familie riskiert.
Kundinnen und Kunden meinen
4.0/5.0
Sabs.music
aus New York City
5/5
06.01.2025
Buch (Taschenbuch)
Packender Justiz-Thriller, dem es hier und da an Tiefe fehlt
Als ich das Buch kaufte, war mir nicht bewusst, dass es eine der Fortsetzungen von „A time to kill“ war. Ich war einfach vom Klappentext angetan und wurde nicht enttäuscht.
Das erste Kapitel ist keine leichte Kost und kann für Überlebende von häuslicher Gewalt eventuell triggernd wirken. Dennoch ist die Beschreibung wichtig für den weiteren Verlauf der Geschichte. Das Buch nimmt dann rasch an Fahrt auf und die Charaktere sind gut gezeichnet. Ich tat mir sehr leicht, mich in sie hineinzuversetzen. Bei den Kofers machte es Grisham ein wenig zu einfach… Gerne hätte ich mehr über seine Familie gelesen und auch über ihn - war es nur der Alkohol, der ihn zum Monster machte?
[Ab jetzt eventuell Spoiler!!] Bei allem Mitgefühl muss ich leider sagen, dass Jodie mir mit der Zeit auf die Nerven ging. Ja, sie hatte es nicht leicht, und ja, sie tut mir unglaublich leid dafür, dass die häusliche Gewalt erleben musste. Aber ihre Reaktion auf Kieras Schwangerschaft und den Versuch, sie zur Abtreibung zu zwingen, fand ich zu hart. Auch dass sie Jake nach Geld fragte, zeichnete sie für mich sehr unsympathisch.
Vom Smallwood-Fall hätte ich (entgegen der Meinung vieler anderen Lesenden) noch viel mehr lesen können. Ich fand die Story spannend und das Ende diesbezüglich enttäuschend. Hat diese verdammte Anlage nun funktioniert oder nicht? Wer war Mr. Nickel wirklich? Was war seine Geschichte, seine Beweggründe?
Auch wenn das Buch sehr spannend war, hatte es hier und da Längen - bspw. die Fahrt zu dieser NGO und Einführung von Libby als Figur. Wozu? Es gab so viele andere tolle weibliche Figuren in Jakes Umfeld. Libby hat es, meiner Meinung nach, nicht gebraucht.
Und dann noch zum viel kritisierten Ende… Während ich verstehen kann, wieso viele der Lesenden das Ende als unbefriedigend sehen, frage ich mich, was ein befriedigendes Ende gewesen wäre. „Die Jury“ hat nicht zu Unrecht Diskussionen und viel Aufregung in anderen Ländern ausgelöst. Bei allem Hass für Stu und bei allem Verständnis für die absolut ausweglose Situation von Drew, war es dennoch Mord. Mit 16 darf er wählen und Autofahren und muss sich der Konsequenz seines Handelns bewusst sein. Ich habe absolut keine Ahnung, ob ich ihn für schuldig oder unschuldig befunden hätte - auch wenn wir, denke ich, nicht diskutieren müssen, dass die Todesstrafe das größte Unrecht ist. Und zwar immer.
Ich habe für das Buch ca. 1 Woche gebraucht, wobei ich die letzten 200 Seiten am Stück gelesen habe.
Ich emfehle das Buch allen, die sich gern in eine vergangene Zeit zurückversetzen wollen, vor Handys und Social Media, die in das Gefühl des amerikanischen Südens eintauchen wollen, die einen spannenden Justizthriller miterleben möchte, wo man selber unschlüssig ist, wie man entschieden hätte.
Bewertung
5/5
29.09.2023
Buch (Gebundene Ausgabe)
Unfassbar gut geschrieben und...
Unfassbar gut geschrieben und spannend bis zur letzten Seite!
Definitiv eine Empfehlung!
Bewertung
aus Aumühle
5/5
13.12.2021
Buch (Gebundene Ausgabe)
Grisham's Comeback - gelungen! Bitte wieder weiter so - nicht anders!
John Grisham machte die Welt und mich in den späten 80er Jahren mit DIE JURY und DIE FIRMA aufmerksam. mit DIE AKTE legte er einen grandiosen Bestseller nach .... aber dann wurden seine Werke leider immer langweiliger und beliebiger. Andere Autoren wie David Baldacci oder Harlan Coben zuletzt überholten den Altmeister des Court Crime. Schade, dachte ich. Dann aber unternahm ich einen letzten Versuch quasi mit DER POLIZIST - und wurde nicht enttäuscht. Ich will hier nicht zuviel verraten - nur ein Tipp - lesen Sie diesen Roman. Sie werden überrascht sein. Sehr gut! Er ist zurück!
Bewertung
aus Mömbris
5/5
21.11.2021
eBook (ePUB)
Alles drin.
"Der Polizist" ist ein typischer Grisham. Vollgepackt bis unters Dach mit einem Mord, einem Versicherungsfall, persönlichen Schicksalen und menschlichen Abgründen. Inclusive Einblicken in das verwirrende, teilweise absurde amerikanische Rechtssystem. Dazu die bekannten (wenn man Grisham öfter liest) symphatischen Protagonisten. Innerhalb 3 Tagen durchgelesen. Empfehlenswert.
Lucy B. Kamp
5/5
15.11.2021
Buch (Gebundene Ausgabe)
Zum Nachdenken
John Grisham – „Der Polizist“
Ein Polizist sorgt für die Sicherheit der Menschen, für Ruhe und Ordnung. Was aber, wenn dieser Schutz ins Wanken gerät? Was, wenn der Polizist selbst Gefahr bringt? John Grisham erzählt von einem solchen Szenario.
Der Polizist heißt Stu Kofer. Er ist dem Alkohol sehr zugewandt, obwohl dieser ihn leicht außer Kontrolle geraten lässt. Kofer neigt zu Gewaltausbrüchen. Seine Freundin Josie Gamble lebt mit ihren beiden Kindern mit ihm unter einem Dach. Sie ertragen die quälenden Stunden seiner Alkoholexzesse, weil sie endlich ein Dach über dem Kopf haben und zusammen sein können. Angst beherrscht ihre Gefühlswelt, obwohl Josie glaubt, damit umgehen zu können. In welcher Verfassung wird er nach Hause kommen? Stundenlanges und hoffnungsvolles Warten, es möge nicht so schlimm werden. Kofer hat nicht viel für Josies Kinder übrig, aber die Kinder gehören nun einmal zu seiner Freundin und so erträgt er sie in seinem Haus wohl oder übel. Wie ergeht es Kindern, die mit einer solch ständigen Bedrohung von Gewalt aufwachsen?
Eines Nachts schlägt Stu Kofer im Suff in wilder Raserei Josie bewusstlos nieder. Die Kinder verstecken sich im oberen Stockwerk, hören den Streit, der in eine unheilvolle Stille mündet. Obwohl Kofer sie aufspürt, versucht sich ihnen zu nähern, können sie sich in ihrem Zimmer vor ihm verbarrikadieren. Der reichliche Alkoholgenuss lässt Kofer am Ende auf seinem Bett in den Schlaf fallen. Von Josie, ihrer Mutter, bekommen die Kinder keine Reaktion, was ungewöhnlich ist. In der Annahme, das Kofer schläft schauen sie nach ihrer Mutter, finden sie regungslos auf dem Küchenboden. Voller Panik sind sie nicht in der Lage zu erkennen, ob ihre Mutter noch lebt oder tot ist. Sie gehen vom Schlimmsten aus und rufen die Polizei um Hilfe, doch es dauert. Was wird passieren, wenn Kofer wieder aufwacht, bevor die Polizei anrückt? Der sechzehnjährige Junge, Drew, ist besonders besorgt. Was hat der Kerl nur mit seiner Mutter gemacht? In dieser Nacht erschießt er Kofer mit dessen Dienstwaffe. Wie nicht anders zu erwarten, nimmt die Polizei ihn fest. Immerhin hat er einen der ihren erschossen. Aus nächster Nähe. Wehrlos. Im Schlaf. Wer glaubt schon, dass der gute Stu Kofer ein Monster war. Immerhin war er ein guter Polizist. Hat Drew nun aus Notwehr gehandelt oder war es Mord? Welche Strafe ist angemessen? Immerhin hat sich das Ganze im Staate Mississippi abgespielt und dort kann die Todesstrafe verhängt werden. Die Fragen sind nicht so leicht zu beantworten, und es beginnt ein Kampf um Schuld, Verständnis für die Tat, um ein Strafmaß und die drohende Todesstrafe. Wo liegt die Wahrheit?
Grisham wirft mit dieser Geschichte die Frage auf, wie Notwehr auszulegen ist. Welche Umstände können aus einem Jungen einen Mörder machen? Kann man die Tötung eines Menschen mit Verständnis nachvollziehen? Wie ist Schuld auszulegen? Wo und bei wem liegt die Schuld? Können nachvollziehbare Beweggründe eine Tat rechtfertigen? Was braucht es, damit niemals ein Mensch in eine solche Situation kommt? Welche Mitschuld kann ein Opfer haben und kann es überhaupt? Was verursacht wegschauen, was braucht es, um hinzusehen? Wie gefährlich ist Ignoranz? Wo liegt Gerechtigkeit, wenn jeder der beteiligten Personen Leid angetan wurde. Eine schwierige Frage, vor die Grisham einen alten Bekannten, und zwar die Figur Jake Brigance stellt und natürlich Leser und Leserinnen. Ob Brigance will oder nicht, er muss sich dieses Falles annehmen und gerät dabei selber in Gefahr.
Ein spannender Roman, der eine interessante Geschichte aufblättert und viele gesellschaftliche Fragen aufwirft. John Grisham versteht es, seine Leser und Leserinnen auf eine interessante und spannende Reise mitzunehmen. Dabei bezieht er keine Stellung. Vielmehr gibt er jedem lesenden Menschen eine Menge Stoff auf den Weg, um diverse Themen aus verschiedenen Blickwinkeln betrachten zu können. Jeder und jede sollte sich selbst eine Meinung bilden. Dann darf gerne diskutiert werden.
Kurze Frage zu unserer Seite
Vielen Dank für Ihr Feedback
Wir nutzen Ihr Feedback, um unsere Produktseiten zu verbessern. Bitte haben Sie Verständnis, dass wir Ihnen keine Rückmeldung geben können. Falls Sie Kontakt mit uns aufnehmen möchten, können Sie sich aber gerne an unseren Kund*innenservice wenden.