Bei einem Tauchgang im kristallklaren Wasser vor der andalusischen Küste entdeckt Kommissar Rubén de Freitas Schriftstücke, die mehr als vierhundertfünfzig Jahre gut versiegelt auf dem Meeresgrund geruht haben. Er spricht mit einer Professorin der Universität von Granada darüber, doch schon wenige Tage später ist sie tot. Dann wird Rubéns Wohnung aufgebrochen und durchsucht – besteht ein Zusammenhang zu seinem scheinbar unbedeutenden Fund? Rubén ahnt nicht, in welcher Gefahr er schwebt, denn jemand hat sich aufgemacht, ihn zu finden …
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Spannung und Unterhaltung
Hartl177 am 18.04.2015
Bewertungsnummer: 875702
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
Beim Tauchen im spanischen Meer findet Rubén de Freitas ein wachsversiegeltes Bronzerohr, in dem sich ein Schriftstück befindet. Rubéns anfängliche Vermutung, bei dem Schriftstück könnte es sich um etwas Wertvolles handeln, entpuppt sich anfangs scheinbar als falsch. Bald muss er jedoch erkennen, dass er im Besitz eines Dokumentes ist, das seinem Land Spanien ersthafte Probleme bereiten könnte und jemand über Leichen geht, um dieses Schriftstück zu erhalten.
Freundlingers dritter Spanienkrimi hat mich bisher am meisten überzeugt. Pata Negra und Die schwarze Finka habe ich mittlerweile mehrfach gelesen, das dritte Buch stellt jedoch beide Bücher sowohl inhaltlich als auch vom Schreibstil her in den Schatten. Spannend fand ich vor allem, dass immer wieder aus der Sicht des Täters geschrieben wurde. Um wen es sich dabei handelt, bleibt jedoch bis zum Ende spannend. Empfehlenswert!
Dokumente, die die Geschichte eines ganzen Landes verändern würden
Barbara Diehl am 21.08.2015
Bewertungsnummer: 888016
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
Gemeinsam mit Freundin Maite, dem befreundeten Ehepaar Joana, Kilian und deren Sohn Xaver, verbringt Kommissar Rubéns de Freitag einen Urlaubstag auf seinem Segelschiff Papa San vor der Küste Andalusiens.
Bei einem unvorhergesehenen Wendemanöver fällt Maites Sonnenbrille ins Meer. Rubéns möchte seinen Freunden wahrscheinlich nur etwas beweisen, als er sich zum Tauchgang fertig macht und zur Bergung der Sonnenbrille ins Meer springt, aber er findet die Brille tatsächlich und darüber hinaus eine versiegelte Metallröhre, in der sich uralte Dokumente befinden.
Handelt es sich um Dokumenten der spanischen Armada, die vor 400 Jahren mit Mann und Maus vor der Küste Andalusiens untergegangen ist? Da Rubéns die Dokumente in altspanischer Schrift nicht lesen kann, betraut er eine Professorin damit, den Inhalt der Dokumente zu entziffern. Nach Aussage von Professorin Montserrat del Prado sind die Papiere wertlos. Scheinbar litt Montserrat del Prado an großen Depressionen, denn kurze Zeit später findet man ihre Leiche .... in der Badewanne .... mit aufgeschlitzten Pulsadern.
Noch immer weiß Rubéns de Freitag nicht, um welche Dokumente es sich handelt und so segelt er mit seinen Freunden nach San Pedro. Er möchte den Schriftsteller Thomás Redondo zu Rate ziehen, der seit Jahren in einer Hippiekommune lebt.
Dort angekommen überschlagen sich die Ereignisse.
Im Schatten der Alhambra ist der dritte Andalusien-Krimi aus der Feder von Eduard Freundlinger. Man kann dieses Buch gut lesen, ohne die Vorgänger zu kennen. In der Geschichte wird ein paar Mal auf Erlebnisse zurückgeblickt, die die 4 Freunde gemeinsam überstanden haben und das macht Lust darauf, die beiden anderen Andalusien-Krimis auch noch zu lesen. Verständnisprobleme gibt es ohne Vorkenntnisse aber nicht.
Kommissar Rubéns de Freitag ist ein sehr eigenwilliger Ermittler. Er ist gründlich, hat auch die notwendige Spürnase, aber er nimmt nicht alle Vorschriften ernst und widersetzt sich gerne mal seinem Vorgesetzten. Das führt manchmal zu witzigen, manchmal aber auch zu peinlichen Dialogen. Mit all seinen Ecken und Kanten ist er ein Typ, der nicht allzu viele Freunde hat.
Seine Freundin Maite spielt keine sehr große Rolle in diesem Buch und hinterlässt deswegen bei mir auch nicht unbedingt einen tiefen Eindruck.
Neben der Auflösung des Kriminalfalles spielt auch die Beziehung zwischen Joana und Kilian mit in die Geschichte hinein und gerade Kilian fällt zum Ende hin eine sehr bedeutende Rolle zu. Sympathisch sind mir beide Protagonisten, wobei ich mich durchaus ein klein wenig mit Joana, der leicht eifersüchtigen Ehefrau, identifizieren konnte.
Rubéns Kollegin Lucia macht vermutlich die größte Entwicklung durch in diesem Roman zum Finale setzt auch sie sich über einige Vorschriften hinweg, was zwar durchaus mutig aber auch extrem gefährlich für alle Beteiligten war.
Eduard Freundlinger versteht es, die Schauplätze seines Krimis so zu beschreiben, dass man Lust hat den nächsten Urlaub dort zu verbringen (wobei es mich jetzt eher nicht in die Hippiekommune zieht, mit all den nackten Menschen). Mir gefällt der Humor, mit dem der Autor sein Werk gespickt hat und die Spannung hielt mich sehr schön bei Laune immer weiterlesen zu wollen. Der Schluss wäre allerdings auch mit etwas weniger Drama ausgekommen.
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