Bath 1942: Im Chaos eines Bombenangriffs ist der kleine Davy plötzlich unauffindbar. Frances, die auf den Jungen aufpassen sollte, macht sich auf die Suche. Sie ist verzweifelt, denn schon einmal ist ein Kind verschwunden: Vierundzwanzig Jahre zuvor war ihre beste Freundin Wyn nach einem Streit nie wieder aufgetaucht. Ausgerechnet in dieser schicksalhaften Nacht fördert der Einschlag einer Bombe das Skelett eines Kindes zutage. Das tote Mädchen ist Wyn. Frances ist zutiefst erschüttert, und dunkle Erinnerungen aus der Vergangenheit werden lebendig. Was geschah in jenem Sommer vor über zwanzig Jahren? Wo ist Davy? Und hat er überlebt?
Kundinnen und Kunden meinen
4.3/5.0
Nicki.Sally
aus Mülheim
5/5
06.07.2021
Hörbuch-Download (MP3)
Die Schuld jenes Sommers
In der Geschichte befinden wir und im Jahre 1942, als die englische Stadt Bath von den Deutschen bombardiert wird.
Im Chaos des Krieges verschwindet der sechsjährige Davy Noyle und seid diesem Tage plagen der jungen Frances Schuldgefühle, da sie auf ihn aufpassen sollte. Was ist passiert? Lebt er noch?
Ein Skelett eines Mädchens wird gefunden und es stelle sich heraus das es Frances Freundin Wyn ist. Diese war vor 24 Jahren plötzlich spurlos verschwunden. Durch das verschwinden des Jungens und des Fundes des Skelettes, tauch Frances in die Vergangenheit. In die Zeit, wo eins ihre Freundin aus unerklärlichen Gründen verschwunden ist.
Die Geschichte wird in zwei Zeitebenen erzählt. Einmal in der Zeit 1942, mit dem verschwinden des Jungens und einmal im Jahre 1918, in dem Frances Freundin Wyn verschwand.
Frances spürt, sie müsse sich an etwas wichtiges erinnern und es im abgeschlossenen Fall „Wyn“ Ungereimtheiten gibt.
Die Autorin hat den Zwiespalt von Frances, sehr gut rüber gebracht.
Auf der einen Seite die Schuldgefühle für das verschwinden des Jungens und dem Glauben und Hoffen das dieser noch lebt.
Zum anderen die Vergangenheit, die nicht in ihr Ruhen möchte.
Was ist wirklich passiert?
Die Autorin hat es geschafft ein historischen Kontext, mit einen Krimifall zu vereinen. Dieser ist ihr sehr gelungen.
Man fiebert bis zum Schluss mit und auch bis dahin bleibt die Geschichte spannend.
Gremlins2
aus Marli
5/5
12.06.2021
Hörbuch-Download (MP3)
Perfekt
Katherine Webb
Die Schuld jenes Sommers
Hier wurde ein grandioser runder Roman der Extraklasse in Hörformat veröffentlicht.
Die Erzählerstimme hätte passender nicht sein können. Perfekt! Der Roman ist auf zwei Zeitebenen aufgeteilt, die ideal miteinander verbunden sind. Die Protagonistin Frances hat vor dreißig Jahren ihre beste Freundin verloren. Wyn ist von jetzt auf gleich spurlos verschwunden und Frances fühlt sich auch heute noch mit verantwortlich. Sie passt seit ihrer Rückkehr nach Brain, hin und wieder auf den kleinen Davy auf dem sechsjährigen Neffen Wyns. Als Davy nach einem Bombardement spurlos verschwindet und Wyns Leichnam in den Trümmern gefunden wird glaubt Frances nicht an einen Zufall.
Die Autorin versteht es meisterhaft ihre Leser zu fesseln. Ich war fasziniert und vollkommen gefangen in dieser inhaltsreichen und imposanten Geschichte. Die Protagonisten werden allesamt brillant beschrieben und sind fantastisch ausgearbeitet. Ich durfte die junge Frances ebenso erleben wie die Frau die sie dreißig Jahre später ist. Über die komplette Buchlänge legt sich eine magische Spannung, die mitreißend und einvernehmend ist. Hinzu wurde ich mit einem großartigen geschmeidig, fokkusiert und fliessenden Schreibstil verwöhnt. Ein wahrhaft gigantischer Roman der seinem Hörer eine unvergesslich Zeit schenkt und nachhaltig beeindruckt.
Bewertung
aus Mülheim
3/5
20.08.2023
Buch (Taschenbuch)
eine Wiederholung der Geschichte
Im Chaos eines Bombenangriffs ist Davy, auf den Frances aufpasst, plötzlich unauffindbar. Voller Panik macht sich Frances auf die Suche nach dem Jungen und fühlt sich dabei wie in die Vergangenheit zurückversetzt, denn über zwanzig Jahre zuvor ist auch schon ihre beste Freundin Wyn verloren gegangen. Als nach einem Bombenanschlag eine Kinderskelett auftaucht und sich herausstellt, dass es sich um Wyn handelt, gerät Frances' Welt erneut aus dem Fugen. Mit aller Mühe versucht sie, Davy zu finden und zugleich herauszufinden, was damals ihrer besten Freundin geschehen ist.
Ich fand, dass man für dieses Buch unglaublich viel Geduld gebraucht hat und auch sehr aufmerksam lesen musste. Es wechselt sich immer wieder in zwei Zeitzonen ab, einmal im ersten und einmal im zweiten Weltkrieg. Schon das war eine Herausforderung aber auch auch generell der ganze Aufbau der Geschichte. Die kleinen Häppchen, die man als Leser bekommt, mit denen man aber selber so überhaupt nichts anfangen konnte. Das hat das Lesen ein wenig mühsam gemacht, weil man nicht mal die Gelegenheit hatte, eigene Vermutungen aufzustellen sondern einfach immer nur gelesen und abgewartet hat, bis Frances mal wieder irgendeine Erleuchtung oder Erinnerung hat. Aus der Hinsicht war es dann doch sehr langatmig.
An sich ist die Geschichte berührend und spannend keine Frage, denn nichtsdestotrotz möchte man ja wissen ob Davy gefunden werden kann und auch was mit Wyn passiert ist. Diese Neugier trägt einen dann doch durch das ganze Buch. Das Hauptaugenmerk liegt zwar bei Frances (sowohl ihrer Vergangenheit als auch der Gegenwart) aber man erfährt auch viel über die Familie von Wyn, bei der jeder mit seinen eigenen Dämonen zu kämpfen hat. Und neben all den schwierigen Sachen ist da natürlich auch der Krieg, der in beiden Zeitzonen tobt. Die Charaktere sind sehr authentisch und es fällt nicht schwer, sich in sie hineinzuversetzen.
Und genau deshalb fiel es mir persönlich schwer, Frances gegenüber Sympathie zu hegen. Sie tut mir unglaublich leid für alles, was sie durchlebt hat bzw. noch durchlebt, zumal sie die Hälfte der Zeit ja noch ein Kind war. Aber grade ihre erwachsene Version hat bei mir auf sehr starke Barrikaden gestoßen. Immer waren es ihre Vermutungen und "Gefühle" die sie hatte und auf die sie beharrt hat, wenn jemand irgendwelche Anhaltspunkte für ihre Sichtweise wollte. Ich hab den Eindruck, wenn einige Leute nicht Mitleid mit ihr gehabt hätten und deshalb um ihretwillen ein paar Regeln gebrochen hätten, hätte die Geschichte sich gar nicht aufklären können.
Insgesamt daher ein schönes Buch. Kann man lesen, muss man aber nicht.
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