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Die Postkarte Roman | »Ein grandioses Familienepos.« ZDF aspekte

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Beschreibung

Produktdetails

Zustand

Gut

Verkaufsrang

18985

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

24.10.2024

Verlag

Piper Taschenbuch

Seitenzahl

544

Maße (L/B/H)

20,3/13,5/3,6 cm

Gewicht

468 g

Auflage

4. Auflage

Originaltitel

La Carte Postale

Übersetzt von

Amelie Thoma + weitere

Sprache

Deutsch

EAN

2710001148103

Warnhinweis

Warnhinweis nicht erforderlich

Beschreibung

Produktdetails

Zustand

Gut

Verkaufsrang

18985

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

24.10.2024

Verlag

Piper Taschenbuch

Seitenzahl

544

Maße (L/B/H)

20,3/13,5/3,6 cm

Gewicht

468 g

Auflage

4. Auflage

Originaltitel

La Carte Postale

Übersetzt von

  • Amelie Thoma
  • Michaela Messner

Sprache

Deutsch

EAN

2710001148103

Herstelleradresse

Piper Verlag GmbH
Georgenstr. 4
80799 München
DE

Email: info@piper.de

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  • Bewertung

    Thalia Book Circle Community

    5/5

    04.02.2026

    Buch (Taschenbuch)

    Zwischen Herkunft und Gegenwart - Identität im Spiegel der Geschichte

    „Die Postkarte“ ist kein Buch, das man nach der Lektüre einfach schließt und hinter sich lässt. Es haftet an einem, legt sich wie ein Nachklang über das eigene Denken und Empfinden. Nicht wegen seiner Komplexität, sondern wegen seiner emotionalen Dichte und der stillen Eindringlichkeit, mit der es erzählt. Ausgangspunkt ist eine schlichte, beinahe beiläufige Postkarte. Darauf stehen lediglich vier Namen: Ephraïm, Emma, Noémie, Jacques. Keine Grußformel, kein Absender, kein erklärendes Wort. Es sind die Namen von Annes im Holocaust ermordeten Angehörigen. Jahre später nimmt die Autorin diesen rätselhaften Gruß aus der Vergangenheit zum Anlass, gemeinsam mit ihrer Mutter die Geschichte dieser Menschen freizulegen. Was als private Spurensuche beginnt, weitet sich zu einer vielschichtigen Familienchronik und zugleich zu einer Reflexion über Antisemitismus, Erinnerung und Identität in der Gegenwart. Anne Berests Erzählweise ist von großer Klarheit und Zurückhaltung. Sie verzichtet auf Pathos und Überwältigung, schildert Verhaftungen, Deportationen und das Verschwinden ganzer Existenzen in einem nüchternen, fast protokollarischen Ton. Gerade diese Sachlichkeit verleiht dem Geschehen seine Schwere. Die Gewalt der Geschichte wirkt nicht durch sprachliche Dramatik, sondern durch das Ungesagte, durch die Nähe zu den Menschen, ihren Hoffnungen, ihrem Irrtum, ihrem Festhalten an der Illusion, Teil einer Gesellschaft zu sein, die sie am Ende verstößt und vernichtet. Besonders eindrucksvoll ist die Verbindung von Vergangenheit und Gegenwart. Die Autorin macht deutlich, dass Antisemitismus kein abgeschlossenes Kapitel ist. Wenn ihre kleine Tochter in der Schule mit judenfeindlichen Äußerungen konfrontiert wird, erscheint die Geschichte der Familie nicht mehr als fernes Trauma, sondern als fortdauernde Realität. Das Buch zeigt mit leiser Konsequenz, wie sich Muster von Ausgrenzung und Zuschreibung fortsetzen, zwar in anderer Form, aber mit ähnlicher Wirkung. Die Struktur des Romans - eine Verbindung aus Familienepos, Recherchebericht und persönlicher Selbstbefragung - ist ebenso vielschichtig wie überzeugend. Man folgt der Familie Rabinovitch von Russland über Riga und Palästina bis nach Paris, erlebt ihr Ringen um Zugehörigkeit, ihre Sehnsucht nach Normalität und schließlich ihre Zerstörung. Parallel dazu begleitet man die Autorin auf ihrem Weg zu einem bewussteren Verständnis ihrer eigenen jüdischen Identität, die lange von Schweigen und Unsichtbarkeit geprägt war. Was dieses Buch so eindringlich macht, ist seine Menschlichkeit. Niemand wird heroisiert, niemand vereinfacht. Die Figuren handeln in Zwiespalt, in Hoffnung, in Angst. Gerade darin liegt die große Stärke des Textes. Er lässt die Geschichte nicht abstrakt, sondern zutiefst persönlich werden. Auch das Rätsel um den Absender der Postkarte zieht sich wie ein leiser Spannungsfaden durch das Buch. Doch am Ende ist diese Auflösung beinahe nebensächlich gegenüber der Wucht der erzählten Lebensgeschichten. Die Postkarte wird zum Symbol für Erinnerung, für das Unabgeschlossene, für Stimmen, die sich aus der Vergangenheit melden. „Die Postkarte“ ist keine leichte Lektüre, aber eine notwendige. Es ist ein Buch über Verlust und Überleben, über Identität und Verantwortung, über das Weiterwirken der Geschichte in unseren Gegenwarten.

  • Teddy

    5/5

    20.07.2025

    Buch (Taschenbuch)

    "Die Postkarte" reiht sich…

    "Die Postkarte" reiht sich bei mir in die Reihe von Büchern ein, die man während des lesens nicht aus der Hand legen kann. Ich fand es interessant, wie der Umgang mit der Aufarbeitung des 2. Weltkrieges in einem anderen Land ist. Definitiv eine Leseempfehlung.

  • Bewertung

    Book Circle Community

    5/5

    20.04.2025

    Buch (Taschenbuch)

    Gegen das Vergessen

    Eine rätselhafte Postkarte veranlasst Anne Berest zusammen mit ihrer Mutter die Geschichte ihrer Gross- und Urgrosseltern zu recherchieren. Entstanden ist eine erschütternde Erzählung über ihre Vorfahren, die in Auschwitz ermordert wurden, über Vertriebene und Menschen auf der Flucht. All diese Erlebnisse prägen die Autorin, Ihre Schwester (ebenfalls Schriftstellerin) und ihr Mutter bis heute. Das Buch ist eine Mischung aus Erzählung, Recherchenberichten und Geschichte und liest sich nicht immer nur leicht.

  • Bewertung

    aus Vaihingen

    5/5

    21.02.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Fast genial!

    Ich kann allen Lobeshymnen auf dieses Buch nur zustimmen! Stil, Komposition der Generationen- Geschichten, "Klammer" durch Postkarten-Nachforschung, Männer- und Frauenrollen - alles auf dem Hintergrund der bisher grausamsten Epoche unserer Zeitgeschichte. Große Kunst. Fatal nur: Kaum ein "extrem rechts" denkender Mensch wird sich warnen lassen. Möglicherweise es nicht verstehen, wahrscheinlich nicht lesen.

  • Bewertung

    aus Niederneisen

    5/5

    16.02.2025

    Buch (Taschenbuch)

    Die Postkarte

    Dieses Buch wurde mir in meiner Thalia-Filiale empfohlen. Und ich muss sagen sehr, sehr beeindruckend! Aufwühlend mit Spannung und zum Schmunzeln. Das Buch beginnt mit einer rätselhaften Postkarte, die Anne Berest veranlasst ihrer Familiengeschichte nachzugehen. Ein Liebesroman, Geschichtsroman und auch ein wenig Krimi.

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Bewertungen (40)

Unsere Meinungen

  • Zum Bewerterprofil von Joana Semmlack

    Joana Semmlack

    OSIANDER Schorndorf

    Buchhändler*in

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    5/5

    29.10.2025

    Buch (Taschenbuch)

    Eine wahre Geschichte über mehrere Generationen - beeindruckend und sehr berührend!

    Anne Berest begibt sich auf die Spuren ihrer jüdischen Vorfahren. Als die Familie Berest eine Postkarte erreicht, auf der die vier Namen ihrer Verwandten stehen, die im Zweiten Weltkrieg gestorben sind, machen sich Anne und ihre Mutter auf die Spuren dieser Postkarte und fügen aus einzelnen Fotos, Briefen und Erinnerungen die Geschichte ihrer Vorfahren zusammen. Eine wahre Geschichte über mehrere Generationen hinweg - beeindruckend und sehr berührend!
  • Zum Bewerterprofil von Marion Olßon

    Marion Olßon

    OSIANDER Reutlingen

    Buchhändler*in

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    5/5

    21.04.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Gegen das Vergessen und für die Erinnerung

    Eine Geschichte, die bewegt und berührt, nachdenklich stimmt und doch hoffen lässt. Eine Familiengeschichte, die den Leser mitnimmt in vergangene Zeiten, in das was vergangen ist und doch immer bleibt. In das Vergessen, an das erinnert wurde um nicht vergessen zu werden. Eine Postkarte, die erinnern soll, doch an was und an wen? Wer ist der Absender und was will er mit diesen Buchstaben sagen? Ein unglaublich berührender Roman, der an die eigenen Vergänglichkeit und das Leben erinnert und einfach mitreißt.
  • Zum Bewerterprofil von Bernadette Koschinski

    Bernadette Koschinski

    OSIANDER Stuttgart – Das GERBER

    Buchhändler*in

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    5/5

    11.08.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Die Vergangenheit darf nicht in Vergessenheit geraten

    Unglaublich spannend, aufwühlend und aktuell zugleich! Anne Berest stößt auf eine Postkarte mit vier Namen, die sie zunächst nicht eindeutig zuordnen kann. Sie weiß nur, dass es sich um ihre vier jüdischen Vorfahren handelt. Als plötzlich Annes Tochter in der Schule antisemitischen Äußerungen ausgesetzt ist, stellt sie Nachforschungen an und bittet ihre Mutter ihr die Geschichte ihrer Familie zu erzählen, die ihren Anfang bei der Familie Rabinovitch in Russland nimmt. Von dort an beginnt eine ständige Flucht vor Anfeindungen und Maßnahmen gegen Juden. Schließlich landen sie in Frankreich, wo sie einige Jahre in Ruhe leben können. Als sich das Vichy-Regime durchsetzt nimmt die Tragödie ihren Lauf. Die Jugendlichen der Familie werden zuerst abgeholt und nach Auschwitz gebracht, wo sie ermordet werden. Nach der Befreiung der Konzentrationslager warten die Überlebenden der Familie Rabinovitch, genauso wie Millionen andere Menschen, auf die Rückkehr der Gefangenen. Doch diese gibt es hier nicht. Anne Berest thematisiert nicht nur die schlimme Zeit während des Nationalsozialismus, sondern auch die bis heute andauernde Konfrontation mit dem Antisemitismus - obwohl sich Namen oder auch Geburtsorte geändert haben und man eigentlich Französin ist.
  • Zum Bewerterprofil von Dorothea Müller

    Dorothea Müller

    OSIANDER Landsberg

    Buchhändler*in

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    5/5

    21.07.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Gegen das Vergessen

    Eine junge Französin, die ihre Familiengeschichte erforscht. Was zunächst nicht ungewöhnlich klingt, entwickelt sich jedoch zu einer bewegenden Spurensuche. Anne Bérest, die jüdische Wurzeln hat, ist alarmiert, als ihre kleine Tochter ihr von diffamierenden Aussagen von Mitschülern gegen Juden berichtet. Zudem fällt ihr wieder die Postkarte ein, die ihre Mutter vor einigen Jahren erhalten hat und die in irgendeiner Schublade verschwand. Eine anonyme Postkarte, nur beschriftet mit den vier Vornamen ihrer in Auschwitz ermordeten Vorfahren. Es wird also Zeit für Anne Bérest, an den Schubladen der Vergangenheit zu rütteln. Einmal begonnen, kann sie von der Suche nicht mehr lassen. Entstanden ist ein preisgekrönter Roman, der in Frankreich seit Monaten die Bestsellerlisten anführt. Ja, es ist ein aufwühlendes Thema, aber unbedingt lesenswert!
  • Zum Bewerterprofil von Ingrid Abeln

    Ingrid Abeln

    OSIANDER Tübingen

    Buchhändler*in

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    5/5

    17.07.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Die Suche nach dem Absender einer Postkarte

    Spannend wie ein Krimi erzählt Anne Berest die Suche nach dem Absender einer Postkarte, auf der die Namen ihrer jüdischen Vorfahren geschrieben sind, die in Auschwitz ermordet wurden, ihre Urgroßeltern und Großtante und Großonkel. Anfang des letzten Jahrhunderts ist die Familie Rabinovitch über Russland, Riga und Palästina bis nach Paris gereist, um dem Antisemiitismus zu entfliehen. Auch heute noch werden die Nachfahren der Ermordeten in Frankreich mit Vorurteilen gegenüber Juden konfrontiert. Ein aktuelles Buch und eine atemberaubende Familiengeschichte, die eine furchtbare Zeit in Erinnerung ruft und wachsam werden lässt für aktuelle Gefahren.

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