Die Farbenpracht der Riviera, die Wirren des Krieges und zwei junge Frauen im Ringen um Zukunft, Glück und Freiheit ...
Frankfurt, 1938: Für die Nazis gilt die Sehnsucht nach Italien als »urdeutscher Trieb«, und Reisen dorthin erfreuen sich weiter großer Beliebtheit. Salome nutzt die Trips nach Rom, die das Reisebüro ihres Vaters organisiert, um jüdischen Familien zur Ausreise aus Deutschland zu verhelfen. Als Mussolini diese nicht länger in seinem Land duldet, flieht sie mit ihnen über das Mittelmeer nach Frankreich. Auf einem ihrer waghalsigen Unternehmen begegnet sie Félix, und die Gefühle von einst sind wieder da. Als der Krieg aufflammt und die deutsche Wehrmacht Frankreich überrennt, wird die Lage für die jüdischen Emigranten immer prekärer – und Salome und Félix müssen sich zwischen Liebe und Widerstand entscheiden ...
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Intensiv erzählter zweiter Teil der Riviera-Saga
Magnolia am 12.10.2023
Bewertungsnummer: 2042329
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
Der zweite Band der Riviera-Saga erzählt inmitten der Farbenpracht der Riviera von den Wirren des Krieges, auch von zwei jungen Frauen, die einst unzertrennlich waren. Gute Freundinnen waren sie, das Leben hat auch ihnen, wie so vielen anderen, übel mitgespielt. Die Leichtigkeit des Seins verschwindet zusehends, die Schwere des Krieges tritt in den Vordergrund.
Salome ist nach Deutschland zurückgekehrt und arbeitet im Reisebüro ihres Vaters. Noch immer kann sie Juden aus dem Land schmuggeln und auch, wenn es mehr als gefährlich ist, organisiert sie Reisen nach Italien, in denen sie – gut getarnt - jüdische Familien mitnimmt. Bald ist auch Mussolinis Italien für die Juden nicht mehr sicher, sie flüchten übers Mittelmeer nach Frankreich. Hier trifft Salome, die die Überfahrt begleitet, auf ihre große Liebe Felix. Dieser ist mittlerweile mit Ornella verheiratet, ihr Hotel bietet den Flüchtenden Unterschlupf. Die Gefahr, entdeckt zu werden, ist auch hier, in Frankreich, allgegenwärtig. Die Nationalsozialisten haben auch Frankreich besetzt, was Felix dazu bringt, sich im Widerstand einzubringen.
Julia Kröhn versetzt ihre Leser in eine Zeit der Unfreiheit. Die jüdische Bevölkerung ist auf die Barmherzigkeit der Mitmenschen angewiesen. Die Angst, jederzeit deportiert zu werden, ist deutlich spürbar. Ist der erste Band vom Mittelmeer-Feeling geprägt, so hat dieser zweite Teil so gar nichts mehr davon. Nicht nur die Sorge um die tägliche Essensration ist omnipräsent, auch die Suche nach immer neuen Verstecken, die Sorge um die Kinder und um diejenigen, die verschwunden sind, wird anschaulich geschildert. Der Einblick in die französische Résistance verursacht ein ungutes Gefühl und doch hat es dieser mutigen, selbstlosen Helden bedurft. Vor dem historischen Hintergrund hat die Autorin ihre so anschaulich erzählte Geschichte mitsamt den vielschichtig angelegten Charakteren eingewebt, sodass man das Buch gar nicht weglegen mag. Und auch, wenn der Krieg vor bei war, war der Traum von einem vereinten Europa ausgeträumt, die Grenze zwischen Frankreich und Deutschland waren so hoch wie nie.
Eine Geschichte über die Kriegswirren mit all den einhergehenden Schrecken, aber auch über Freundschaft und Liebe, über Verzicht und Verrat und noch vieles mehr ist auserzählt, dieser zweite Band der Riviera-Saga war noch ein Stück intensiver als Band 1. Julia Kröhn hat die unrühmliche, historische Vergangenheit in ihre bestens erzählte Saga eingebettet. Trotz der Schwere des Themas wurde ich gut unterhalten.
Intensiv erzählter zweiter…
Magnolia aus Bayern am 12.10.2023
Bewertungsnummer: 2826287
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
Intensiv erzählter zweiter Teil der Riviera-Saga Der zweite Band der Riviera-Saga erzählt inmitten der Farbenpracht der Riviera von den Wirren des Krieges, auch von zwei jungen Frauen, die einst unzertrennlich waren. Gute Freundinnen waren sie, das Leben hat auch ihnen, wie so vielen anderen, übel mitgespielt. Die Leichtigkeit des Seins verschwindet zusehends, die Schwere des Krieges tritt in den Vordergrund. Salome ist nach Deutschland zurückgekehrt und arbeitet im Reisebüro ihres Vaters. Noch immer kann sie Juden aus dem Land schmuggeln und auch, wenn es mehr als gefährlich ist, organisiert sie Reisen nach Italien, in denen sie – gut getarnt - jüdische Familien mitnimmt. Bald ist auch Mussolinis Italien für die Juden nicht mehr sicher, sie flüchten übers Mittelmeer nach Frankreich. Hier trifft Salome, die die Überfahrt begleitet, auf ihre große Liebe Felix. Dieser ist mittlerweile mit Ornella verheiratet, ihr Hotel bietet den Flüchtenden Unterschlupf. Die Gefahr, entdeckt zu werden, ist auch hier, in Frankreich, allgegenwärtig. Die Nationalsozialisten haben auch Frankreich besetzt, was Felix dazu bringt, sich im Widerstand einzubringen. Julia Kröhn versetzt ihre Leser in eine Zeit der Unfreiheit. Die jüdische Bevölkerung ist auf die Barmherzigkeit der Mitmenschen angewiesen. Die Angst, jederzeit deportiert zu werden, ist deutlich spürbar. Ist der erste Band vom Mittelmeer-Feeling geprägt, so hat dieser zweite Teil so gar nichts mehr davon. Nicht nur die Sorge um die tägliche Essensration ist omnipräsent, auch die Suche nach immer neuen Verstecken, die Sorge um die Kinder und um diejenigen, die verschwunden sind, wird anschaulich geschildert. Der Einblick in die französische Résistance verursacht ein ungutes Gefühl und doch hat es dieser mutigen, selbstlosen Helden bedurft. Vor dem historischen Hintergrund hat die Autorin ihre so anschaulich erzählte Geschichte mitsamt den vielschichtig angelegten Charakteren eingewebt, sodass man das Buch gar nicht weglegen mag. Und auch, wenn der Krieg vor bei war, war der Traum von einem vereinten Europa ausgeträumt, die Grenze zwischen Frankreich und Deutschland waren so hoch wie nie. Eine Geschichte über die Kriegswirren mit all den einhergehenden Schrecken, aber auch über Freundschaft und Liebe, über Verzicht und Verrat und noch vieles mehr ist auserzählt, dieser zweite Band der Riviera-Saga war noch ein Stück intensiver als Band 1. Julia Kröhn hat die unrühmliche, historische Vergangenheit in ihre bestens erzählte Saga eingebettet. Trotz der Schwere des Themas wurde ich gut unterhalten.
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