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Der Mangel Roman

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Beschreibung

Produktdetails

Zustand

Sehr gut

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

28.02.2020

Verlag

Ullstein Hardcover

Seitenzahl

176

Maße (L/B/H)

20,5/13,5/2,5 cm

Gewicht

314 g

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

2710001157402

Warnhinweis

nicht erforderlich.

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Sehr gut

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Erscheinungsdatum

28.02.2020

Verlag

Ullstein Hardcover

Seitenzahl

176

Maße (L/B/H)

20,5/13,5/2,5 cm

Gewicht

314 g

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

2710001157402

Herstelleradresse

Ullstein Buchverlage GmbH
Friedrichstr. 126, 10117 Berlin
produktsicherheit@ullstein.de

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Die Prägung eines Menschen

Magische Farbwelt am 12.04.2020

Bewertungsnummer: 1315031

Bewertet: eBook (ePUB 3)

Mein erster Roman, den ich spielend in dieser Zeitepoche lese. Zu Beginn der 1960er Jahre wächst ein Junge auf, im westlichen Teil des damals geteilten Deutschlands. Und für mich ist ein solches Beinahzeitzeugnis ganz spannend. Schließlich sind meine Eltern auch in dieser Zeit geboren und aufgewachsen, aber auf der anderen Seite der Grenze, in der ehemaligen DDR. Der Autor Oskar Roehler nimmt den Leser in seinem Roman „Der Mangel“ mit in eine Welt, die zunächst etwas fremd anmutet. Und doch kann man sich doch ganz gut in die Lage der handelnden Romanfiguren einfinden. Bemerkenswert und nachhaltig schockierend war für mich der Lebensabschnitt Schule. Das dort Geschehene hat mich so beschäftigt, dass ich im Nachhinein mit meinem Mann darüber diskutieren musste. Ich brauchte unbedingt einen gedanklichen Austausch. Und genau diese Lebensereignisse und -abschnitte machen – auch heute noch – einen Menschen zu dem, was er sind. Und das macht mich nachdenklich. Aber irgendwie zugleich auch dankbar. „Der Mangel“ besticht durch Sprachgewandtheit, Weitsicht, Einfühlsamkeit und irgendwo auch durch eine Spur Melancholie. Auch jetzt noch kann ich meine Gedanken zu diesem Buch kaum sammeln, da beim Lesen meinerseits ganz andere Gefühle in mir ausgelöst wurden, als ich es bisher kannte. Und darum liebe ich das Lesen. Man ist nie angekommen, es gibt immer wieder Neues zu entdecken. Und Oskar Roehler hat mich in „Der Mangel“ auf eine weitere Reise mitgenommen, vor allen Dingen intellektuell.

Die Prägung eines Menschen

Magische Farbwelt am 12.04.2020
Bewertungsnummer: 1315031
Bewertet: eBook (ePUB 3)

Mein erster Roman, den ich spielend in dieser Zeitepoche lese. Zu Beginn der 1960er Jahre wächst ein Junge auf, im westlichen Teil des damals geteilten Deutschlands. Und für mich ist ein solches Beinahzeitzeugnis ganz spannend. Schließlich sind meine Eltern auch in dieser Zeit geboren und aufgewachsen, aber auf der anderen Seite der Grenze, in der ehemaligen DDR. Der Autor Oskar Roehler nimmt den Leser in seinem Roman „Der Mangel“ mit in eine Welt, die zunächst etwas fremd anmutet. Und doch kann man sich doch ganz gut in die Lage der handelnden Romanfiguren einfinden. Bemerkenswert und nachhaltig schockierend war für mich der Lebensabschnitt Schule. Das dort Geschehene hat mich so beschäftigt, dass ich im Nachhinein mit meinem Mann darüber diskutieren musste. Ich brauchte unbedingt einen gedanklichen Austausch. Und genau diese Lebensereignisse und -abschnitte machen – auch heute noch – einen Menschen zu dem, was er sind. Und das macht mich nachdenklich. Aber irgendwie zugleich auch dankbar. „Der Mangel“ besticht durch Sprachgewandtheit, Weitsicht, Einfühlsamkeit und irgendwo auch durch eine Spur Melancholie. Auch jetzt noch kann ich meine Gedanken zu diesem Buch kaum sammeln, da beim Lesen meinerseits ganz andere Gefühle in mir ausgelöst wurden, als ich es bisher kannte. Und darum liebe ich das Lesen. Man ist nie angekommen, es gibt immer wieder Neues zu entdecken. Und Oskar Roehler hat mich in „Der Mangel“ auf eine weitere Reise mitgenommen, vor allen Dingen intellektuell.

Durchleuchten von schwarzem Brackwasser

yellowdog am 02.03.2020

Bewertungsnummer: 1298436

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Es gab mal eine Zeit, als die deutschsprachige Literatur stark von Thomas Bernhard beeinflusst war. Lange habe ich das nicht mehr gelesen, bis jetzt Der Mangel von Oskar Roehler erschienen ist. Roehlers Stil ist gestochen scharf, sein Protagonist klagend und wütend, aber auch kühl analysierend und mit bissigen Humor. Dieser Stil ist sicher nicht jedermanns Geschmack. Roehler ist kein Mainstream, das war er auch als Regisseur bei seinen Filmen nie. Es wird das Aufwachsen in den sechziger Jahren in einer abgelegenen, unzugänglichen Gegend geschrieben. Es entstehen große visuelle Bilder vom Aufstieg des Hügels in der verschneiten Umgebung. Roehler schreibt streckenweise metaphorisch: „Das schwarze Brackwasser als Spiegel für Verdrängen“. Manche Beschreibungen lösen Unbehagen aus, haben aber auch eine sprachlich raue Schönheit. Beklemmend aber die Szenen des Schulalltags mit Erkennen der Strukturen von Macht und Ohnmacht. Der namenlose Erzähler, der vermutlich autobiografische Züge des Autos trägt, erzählt teilweise als Kollektiv (unsere Väter …), dann aber auch als Individuum, wenn er konkret von seinen Eltern berichtet. Er liest die Bücher von Beckett, Kafka und Bernhard, die ihm ein Weltbild vermitteln. Das ist vielleicht das, was ihm irgendwann einen Weg aufzeigen kann. Mich hat das Buch sehr beschäftigt!

Durchleuchten von schwarzem Brackwasser

yellowdog am 02.03.2020
Bewertungsnummer: 1298436
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Es gab mal eine Zeit, als die deutschsprachige Literatur stark von Thomas Bernhard beeinflusst war. Lange habe ich das nicht mehr gelesen, bis jetzt Der Mangel von Oskar Roehler erschienen ist. Roehlers Stil ist gestochen scharf, sein Protagonist klagend und wütend, aber auch kühl analysierend und mit bissigen Humor. Dieser Stil ist sicher nicht jedermanns Geschmack. Roehler ist kein Mainstream, das war er auch als Regisseur bei seinen Filmen nie. Es wird das Aufwachsen in den sechziger Jahren in einer abgelegenen, unzugänglichen Gegend geschrieben. Es entstehen große visuelle Bilder vom Aufstieg des Hügels in der verschneiten Umgebung. Roehler schreibt streckenweise metaphorisch: „Das schwarze Brackwasser als Spiegel für Verdrängen“. Manche Beschreibungen lösen Unbehagen aus, haben aber auch eine sprachlich raue Schönheit. Beklemmend aber die Szenen des Schulalltags mit Erkennen der Strukturen von Macht und Ohnmacht. Der namenlose Erzähler, der vermutlich autobiografische Züge des Autos trägt, erzählt teilweise als Kollektiv (unsere Väter …), dann aber auch als Individuum, wenn er konkret von seinen Eltern berichtet. Er liest die Bücher von Beckett, Kafka und Bernhard, die ihm ein Weltbild vermitteln. Das ist vielleicht das, was ihm irgendwann einen Weg aufzeigen kann. Mich hat das Buch sehr beschäftigt!

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Der Mangel

von Oskar Roehler

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